Meine Angst und Phobie

Es geht hier um Angst- und Panikstörungen, Phobien (auch soziale Phobie) und Ängste im Allgemeinen.

Meine Angst und Phobie

Beitragvon Karl_Ranseier » Sa. 19.09.2015, 15:20

Servus, möchte euch mal ein bißchen von meinen Problemen erzählen. Ich fang erstmal damit an wie die Angststörung und die Phobie entstanden sind, wobei das nur Mutmaßungen sind. Ich bin mir nicht ganz sicher.

Bin damals von der Strasse mit jemanden zusammen gezogen der mich jeden Tag zusammen getreten hat. Außerdem hat er meinen Hund den ich damals notgedrungener Weiße zu mir nehmen musste aus dem 2. Stock geschmissen. Der Höhepunkt war ne Messerattacke wo ich mit meinem Leben schon abgeschlossen hatte. Eine Narbe hab ich davon behalten die mich immer an Ihn erinnern wird.

Daraus resultiert wohl auch die Soziale Phobie, denn wenn ich mal so 2 bis 3 mal im Monat draussen bin dann nur zum Einkaufen. Draussen ist für mich alleine die Hölle. Denk immer daran das mich alle beobachten und jeder mir an die Gurgel springen will. Große Menschenmassen gehen gar nicht.

Ich hab mich irgendwie damit abgefunden das es so ist, denn ändern kann ich es nicht mehr. Aufgrund meiner Persönlichkeitsstörung ist Hilfe annehmen unmöglich.

Medikamente nehme ich schon lange nicht mehr, die verursachten mehr Probleme als Sie halfen

Zum Schluss geht noch ein Dank ans Forum, denn seitdem ich hier bin und schon einiges gelesen habe weiss ich, ich bin nicht alleine und das seit Ihr auch nicht

LG
Karl_Ranseier
 

Re: Meine Angst und Phobie

Beitragvon MajorSamCater » Sa. 19.09.2015, 17:34

Ich finds depremieren, wenn ich lese, dass du angeblich ein hoffnungsloser Fall sein sollst. Dass du da nicht selbst einfach rauskommst, klar. Aber gar nicht?

Dasses dir momentan so schlecht geht, ja okay. Aber du warst ja schon mal anders...

Wie lange ist das mit den Medis her, wenn ich fragen darf.

Ich hab jetzt keine richtige Phobie...nur gg. Spinnen....kann nicht viel dazu so sagen...
MajorSamCater
 

Re: Meine Angst und Phobie

Beitragvon Karl_Ranseier » Sa. 19.09.2015, 18:20

Ich hab seit 20 Jahren versucht da wieder raus zu kommen. War in der Klinik, Verhaltenstherapie und etliche Jahre Facharzt. Im Endeffekt hab ich alles nie richtig mit gemacht. Ich selber halte von mir gar nichts, ich hasse mich kann man so sagen. Deswegen wird nichts funktionieren, denn egal was auch für Vorschläge kommen zwecks Verbesserung, es ist immer meine Mitarbeit gefragt und genau das geht nicht.

Medikamente nehm ich seit 2 Jahren nicht mehr. Schlimm isses weiter hin aber ich war immer auf mich alleine gestellt und ich hab lange schon kein Vertrauen mehr in die Menschen. Weder von Ärzten oder Therapeuten noch sogenannte Freunde die ich mal hatte. Ich bin von allen enttäuscht einschließlich mir selber

Eine Spinnen Phobie stell ich mir auch äußerst schwierig vor, wenn ich bedenke wieviele ich im Sommer in meiner Wohnung habe. Aber ist nicht meine Wohnung,bezahlt der Staat.

LG
Karl_Ranseier
 

Re: Meine Angst und Phobie

Beitragvon Grille0815 » Mi. 23.09.2015, 16:19

Also bist du passiv-aggressiv?
Grille0815
 

Re: Meine Angst und Phobie

Beitragvon Karl_Ranseier » Do. 24.09.2015, 03:44

Genau ich tu fast gar nichts mehr. Hab mich eben aufgegeben und nach 20 Jahren hab ich das Recht dazu(bevor wieder was kommt).Aggressiv nur ab und zu

LG
Karl_Ranseier
 

Re: Meine Angst und Phobie

Beitragvon nadja777 » Do. 01.10.2015, 11:07

Ohman, sowas zu lesen macht einen echt Traurig. :(
Wie Unmenschlich.. Sowas geht echt garnicht! :cry:
Deine Angstphobien kommen mir sehr bekannt vor. Wie gerne würde man glücklich durch die Straßen laufen. :roll: Bin selbst auch schon total verzweifelt. Wenn du eine Lösung gegen das Problem finden solltest kannst du dich ja mal melden.. Ich hoffe für dich, das es dir ganz schnell besser geht. Liebe grüße :troest:
nadja777
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Re: Meine Angst und Phobie

Beitragvon Karl_Ranseier » Do. 01.10.2015, 18:08

Hallo Nadja, Danke das ist lieb von Dir :)

Eine Lösung hatte ich mal, denn wenn ich mit Freunden unterwegs war, hatte ich kein Grund soviel draussen nach zu denken. Wenn man dann im Café sitzt zum Beispiel fühlte ich mich fast "normal". Nur hat sich das leider erledigt, ich hab niemanden mehr und alleine ist das undenkbar

Ich hoffe für uns beide das wir das in den Griff bekommen :troest:
Karl_Ranseier
 

Re: Meine Angst und Phobie

Beitragvon Micha » Di. 06.10.2015, 20:08

Womit beschäftigst du dich denn Zuhause, wenn du schon nicht nach draußen gehst? Hast du den Wunsch, mehr Kontakt mit anderen Menschen zu haben bzw. auch ne Partnerin zu haben?

Edit: Aber ist schon ziemlich krass so viel Gewalt erfahren zu haben. Angst vor Ablehnung oder Blamage kann man relativ leicht therapieren, aber Angst vor körperliche Gewalt und Schmerzen zu therapieren ist schon ziemlich schwierig... :?
Micha
 

Re: Meine Angst und Phobie

Beitragvon milu » Di. 06.10.2015, 21:51

Hallo =)

Zu lesen, dass du dich aufgegeben hast, empfinde ich als sehr traurig. Ich kann es nachvollziehen,
nach 20 Jahren ohne Erfolg, wird man, so denke ich, resignieren und mi dem Thema Therapien
abschliessen.
Soziale Phobie, dass kenne ich leider nur zu gut, doch leider helfen bei mir auch Freunde oder
ähnliches nicht weiter. Nach draussen gehen ist für mich eine Qual, jedes mal aufs neue.
Auch das fehlende vertrauen in Menschen ist einer meiner Begleiter, welcher das Leben nicht
einfach macht.

Aber ich denke nicht, dass du an deiner Situation nichts mehr ändern kannst. Für mich beweist
allein dein Text sowie die Tatsache, dass du lebst, wieviel stärke in dir steckt. Auch wenn du
dir dessen nicht bewusst bist und diese Stärke nicht wahrnehmen kannst.
Ich hoffe, du findest einen weg, dir selbst wieder zu Vertrauen.
milu
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Re: Meine Angst und Phobie

Beitragvon Karl_Ranseier » Mi. 07.10.2015, 20:24

Hallo

@Micha, versuche halt den Haushalt zu schmeissen. Ansonsten Serien und Filme schauen und jeden Tag am PC zocken um abzuschalten und um dieser Welt zu entfliehen.
Freunde oder ne Beziehung ? wer wünscht sich das nicht, nur bin ich allgemein im Umgang sehr schwierig weil meine Stimmungen sich von jetzt auf Gleich ändern können. Hinzu kommt das sich auch meine Gefühle sich jederzeit ändern können. Wer macht das freiwillig mit ? Eine Beziehung wird nicht funktionieren. Wenn man sich selber hasst, fällt es einem schwer jemand anderen zu lieben, zumindest geht es mir so

@Milu

Ja ich weiss wie schwer das ist nach draussen zu gehen. Kommt öfters vor das ich allein ein Einkauf oder den Müll raus bringen um Tage verschiebe. Nur wie bereits erwähnt, ist bei mir eben so. Ist zwar scheisse aber ich komm damit klar, so traurig das auch ist. Auch wenn ich öfters drüber nach denke was aus mir geworden wäre, wenn ich nicht krank wäre.
Das Thema "Stark" ist für mich kein Thema. Ich bin nicht Stark. Das ich noch da bin hab ich meiner Persönlichkeitsstörung zu verdanken, ohne dem wär ich schon jahrelang wo anders. Ich wundere mich nur immer wieder wieviel ein Mensch aushalten kann wenn er das muss.

LG
Karl_Ranseier
 

Re: Meine Angst und Phobie

Beitragvon Karl_Ranseier » Mi. 15.03.2017, 23:23

Hallo an alle die das lesen

Diesen Text nach eineinhalb Jahren zu lesen kommt mir krass vor.

Es hat sich ein bißchen was geändert. Ich gehe nun öfters raus, wenn mir auch immer noch unwohl ist. Sich einzureden das man soviel erlebt hat und überlebt hat und man deswegen vor nichts Angst haben muss, hilft. Ansonsten ist alles beim Alten, was mich grade ein bißchen traurig macht.

LG
Karl_Ranseier
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