Gedanken zum Papsbesuch in Deutschland

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Gedanken zum Papsbesuch in Deutschland

Beitragvon Atisha » Mo. 26.09.2011, 06:24

Bei aller Liebe zum Papst, aber wer rennt denn dahin? Das hat doch wirklich was mit Personenkult zu tun. So besonders ist der Papst nun auch nicht. Ich finde ihn zu intellektuell, kann ihn nur bedauern, so viel Geistesleistung wie er aufbringt um nicht seinen Glauben zu verlieren. Der Dalei Lama ist mir viel sympatischer, da kommt der Glaube aus dem Herzen und wird gelebt, so natürlich irgendwie.

Jedenfalls ist es Personenkult, eine Manie, denken denn die Gläubigen das der Papst am Ende mehr weiß als der Mann, die Frau um die Ecke, der, die richtig glauben tut? Die bilden sich das ein, ach unser Papst der weiß bescheid - quatsch alles, der weiß auch nicht mehr über Gott als andere.

Vom Glauben mal abgesehen ist der Papst ganz nett, setzt sich auch für das Wohl des Menschen und für Gerechtigkeit bei der Politik ein. Aber er ist sehr konsevativ, hat sich wieder dafür eingesetzt das die Gläubigen zu den Glaubenswurzeln der Bibel zurückkehren. So lese ich jedenfalls seine Worte. Viele sind enttäuscht, dass sich die Kirche nicht genug modernisieren will. Daran sehe ich wieder das der Papst keine anderen Glaubensquellen hat, außer seine alten Schriften. 2000 Jahre alte Bibel und Jesusaussagen, als wenn sich die Welt und auch die geistige Welt sich in der Zwischenzeit nicht verändert hätten. Die ganze Kirche ist mir zu verstaubt.

Das sage ich jetzt als Glaubenswilliger. Blind Glauben kann ich nicht und die Atheisten haben sowieso nichts für den Papst, die Kirche und den Glauben übrig. Was ist euere Meinung dazu, welches Gedanken hattet ihr zum Papstbesuch in Deutschland?
Atisha
 

Re: Gedanken zum Papsbesuch in Deutschland

Beitragvon astartes » Sa. 01.10.2011, 19:25

ganz ehrlich? meine gedanken waren eher: wat für ne geldverschwendung. ich kann ja nachvollziehen dass manche an gott glauben können...ich kanns nicht.

soll er nach deutschland kommen, aber dieser riesen aufstand der da gemacht wird ist einfach lächerlich.
astartes
 

Re: Gedanken zum Papsbesuch in Deutschland

Beitragvon DeepOcean » Sa. 01.10.2011, 19:57

Kann mich da Astartes nur anschliessen...

Es ist okay, wenn sich andere darüber freuen, aber mich interessiert es absolut nicht... Kann nicht so sonderlich viel mit dem Christentum anfangen :roll:
(tut mir leid, falls ich jemanden damit auf den Schlips trete...^^)
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Re: Gedanken zum Papsbesuch in Deutschland

Beitragvon Atisha » Sa. 01.10.2011, 20:08

naja die Polizisten müssen auch mal was machen, werden eh bezahlt und ob das sonst nicht auch ein großes Geschäft ist, da kommen bestimmt auch Steuergelder rein. Von der Kostenseite sehe ich sone Veranstaltung nicht als kritisch.
Atisha
 

Re: Gedanken zum Papsbesuch in Deutschland

Beitragvon astartes » Sa. 01.10.2011, 20:12

"müssen auch mal was machen".....

muss ich echt wieder mit meiner predigt kommen was polizisten in wahrheit für arme schweine sind die dreck fressen müssen?
astartes
 

Re: Gedanken zum Papsbesuch in Deutschland

Beitragvon Atisha » Sa. 01.10.2011, 20:29

war wohl unüberlegt von mir
Atisha
 

Re: Gedanken zum Papsbesuch in Deutschland

Beitragvon blawo » Sa. 01.10.2011, 23:40

jep...dieses argument war´s wohl... :D

...ohne den papst (ich meine damit nicht die person, sondern die institution) ginge es der welt um einiges besser...
blawo
 

Re: Gedanken zum Papsbesuch in Deutschland

Beitragvon blawo » So. 02.10.2011, 12:56

Bei der kirche ist es wie mit einer versicherung: es wird ein in die zukunft gerichtetes leistungsversprechen geboten. Man sucht sicherheit und findet eine gesellschaft, die teuer ist, ein heer von vertretern beschäftigt, die sehr gut verdienen und in wunderschönen geschäftshäusern wohnen, keile einfache und plakative produktbeschreibungen liefern, die sich manchmal widersprechen oder auch gar nicht zu verstehen sind. Man sehnt sich nach dem produkt, kann sich jedoch nicht für die richtige gesellschaft entscheiden...

- leserbrief aus dem letzten Stern-

...dem habe ich inhaltlich nichts hinzuzufügen...

doch eine frage noch...wie vermessen ist ein sekte (nicht mehr bzw. weniger sind die kirchen...und zwar alle... in meinen augen), dass sie ihr "oberhaupt" als vertreter Christi auf erden bezeichnet und diesem die macht einräumt, über menschen zu richten?...aber die menschen lassen es sich ja gefallen...
blawo
 

Re: Gedanken zum Papsbesuch in Deutschland

Beitragvon Atisha » So. 02.10.2011, 13:24

Waren nicht die Christen eine Sekte im alten Rom? Ich halte nichts von dem Wort Sekte, das ist so negativ aufgeladen. Es sind einfach verschiedene Glaubensgemeinschaften, die einen besser und die anderen schlechter. Auch die Kirchen sind welche davon. Ich habe mir schon sogenannte Sekten angeschaut und fand da auch nichts Schlimmeres vor als bei der Kirche. Dann noch den Buddhismus angeschaut ... und ich habe eines gelernt jeder hält seinen Glauben für die einzige Wahrheit ... und ich kann diese angebliche Wahrheit aber nicht sehen bzw. annehmen. So gehts mir auch mit allen politischen Gruppen und Parteien, da wird immer etwas wehement vertreten, aber ich finde sobald man dies macht wird es schon zum Fehler.
Atisha
 

Re: Gedanken zum Papsbesuch in Deutschland

Beitragvon blawo » So. 02.10.2011, 14:32

ja...auch für mich ist das wort "sekte" negativ belastet...und gerade deshalb benutze ich es...in meinen augen unterscheiden sich die sogen. "kirchen"...und da insbes. und vor allem die katholische...nicht von den strukturen einer sekte...uneingeschränkte autoritätsstellung des "anführers"...bezahlen...riten..."bestrafung" bei nichtbefolgung der "regeln, die die menschen und nicht GOTT aufgestellt hat...machtausübung durch erzeugung von angst...und...und...und...

...den buddhismus, so wie ich ihn kenne und verstehe, sehe ich nicht als sekte...da alle oben genannten kriterien nicht zutreffen, dass ziel ist nicht die unterwerfung des einzelnen ist, sondern wege zu zeigen, wie jeder einzelne zu seinem ganz eigenen "ICH" finden kann....
blawo
 

Re: Gedanken zum Papsbesuch in Deutschland

Beitragvon Atisha » Mo. 03.10.2011, 01:55

Ich verstehe deinen Kirchenunmut trotzdem nicht. Hast du damit schlechte Erfahrungen machen müssen? Es wird doch keiner zum Glauben und Eintritt in die Kirche gezwungen. Man ist doch frei, kann glauben was man will und sich überall das Beste herausziehen. So sehe ich das zumindest und halte es auch so. Sage das aber keinem streng Gläubigen. Auch deine Definition von Sekte kann ich nicht teilen, es gibt Sekten die haben einfach nur einen anderen Heilsverkünder sich auserwählt, nicht den Papst oder den Jesus, andere haben nur andere Glaubensinhalte ... ich sehe nicht das das immer mit Macht, Bezahlung und Angst und Unterwerfung einhergeht. Mit dem Geld vielleicht kommt dir das so vor, aber in einer richtigen Glaubensgemeinschaft wird keiner zum Bezahlen gezwungen, sondern die geben freiwillig aus Menschenliebe oder weil sie ihren Glauben verbreitet sehen wollen. Beim Buddhismus da scheinst du auch nicht alles sehen zu wollen, aber konsequent und in der Tiefe weitergelebt ist es auch ein Glauben. Er bietet natürlich viel Philosophie und menschliche Weisheit und man kann nur das sehen wollen. Das ist ja auch was mich an all den großen Glaubensrichtungen so interessiert ob östlich, orientalisch oder westlich. Mit dem Glauben habe ich es dann nicht so. Aber vieles versteht man einfach besser wenn man weiß wie die da glauben.
Atisha
 


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