EMDR?

Unterforum zu den verschiedenen Therapieformen und -möglichkeiten (sowohl ambulant als auch stationär). Berichtet von Euren Therapie-Erfahrungen mit Therapeuten, Psychologen, Psychiatern und Kliniken oder auch Selbsthilfegruppen. Wir versuchen auch, Euch bei der Arzt-/Therapeuten- oder Kliniksuche zu helfen.

Re: EMDR?

Beitragvon verrückte-nudel1981 » So. 16.05.2010, 19:40

Hallo roni!

Ich weiß, dass Du mir keine Angst machen wolltest mit Deiner Aussage, aber ich möchte nun die EMDR-Therapie lieber nicht ausprobieren. :wink:

Liebe Grüße!
verrückte-nudel1981
 

Re: EMDR?

Beitragvon senta » So. 16.05.2010, 20:31

tja roni,
da gibt es wohl tatsächlich noch Dinge,
die für Dich unvorstellbar sind,
ist doch aber nicht schlimm,
das geht jedem mal so.
senta
 

Re: EMDR?

Beitragvon billi » So. 11.07.2010, 03:44

kann man EMDR machen auch wenn man noch keine eindeutige diagnose von seinem arzt hat ? ( seit einem jahr in behandlung ,seit 5 monaten nimmt er medikamente )vielleicht um besser eine diagnose festzustellen??? oder ist das vielleicht gefährlich????
billi
 

Re: EMDR?

Beitragvon Jerome » Fr. 03.09.2010, 19:13

Hallo,

ich möchte euch mal meine erste Erfahrung mit EMDR schildern. Habe es heute zum erstenmal ausprobiert. Der Therapeut saß mir schräg gegenüber und ich sollte mein belastendes Erlebnis in Erinnerung rufen. Dann sollte ich es auf einer Skala von 1-10 einordnen (10 ist sehr unangenehm). Dann machte er mit seinen Fingern eine Bewegung vor meinen Augen, die recht schnell ausgeführt wurde. Ich durfte dabei meinen Kopf nicht bewegen und nur mit den Augen folgen. Er hat es zweimal mir mir gemacht, und bereits beim zweiten mal spürte ich eine Wirkung. Es war ein Gefühl der Entspannung und der Erleichterung da, das auch noch nach der Sitzung anhielt. Meine Diagnose ist paranoide Schizophrenie, aber ich hatte schon vorher eine gewisse soziale Phobie, und ich stellte mir bei der Therapie einfach vor, das ich alleine in einem Biergarten sitzen würde. Er meinte, es gibt Analytiker, die davor zurückschrecken, diese Therapie bei Psychotikern anzuwenden, aber mir scheint es zu helfen. Er hat aber hinzugefügt, das man das ganze mehrmals wiederholen muss, und anscheinend wirkt es auch nicht bei jedem gleichermaßen. Ich hoffe, ich konnte weiterhelfen.

Ach ja, eins habe ich vergessen, nach der Sitzung stellt man sich das belastende Erlebnis noch einmal vor und bewertet es auf der Skala noch einmal. Wie gesagt, wird das ganze in mehreren Sitzungen wiederholt.
Jerome
 

Re: EMDR?

Beitragvon Mandarine » Sa. 07.01.2017, 23:50

Hallo,
Es kommt darauf an, wie gut der Therapeut ist und wie er genau das EMDR macht. Aus Erfahrung weiß ich, dass es nicht bekömmlich ist, wenn er die Bewegungen in einem zu großem Umfang (etwa wie ein Fluglotse, über einen Meter) und zu schnell (90-120 bpm) macht. Schwindel und Übelkeit können dann die Folge sein. Wenn du von NLP ausgehst, bewirkt eine monotone Frequenz Erinnerungen an einen bekannten Rhythmus, z.B. deinen Herzschlag, oder den Herzschlag deiner Mama, als du ein Baby warst. Oder wie das trommeln der Schamanen im Urwald, um sich und Stammesmitglieder bei einem Ritual in Trance zu bringen. So ist ein Rhythmus von 70-80 bpm bekömmlicher, auch beruhigend. Die Bewegungen sollten max. 50 cm Durchmesser haben, um Übelkeit und Schwindel zu vermeiden. Dein Therapeut sollte vorher ruhig mit dir reden oder/und dich in Trance gebracht haben. Er sollte dich ausreden lassen, wenn du was sagen willst, dich ernst nehmen und dich nicht wie in einem Verhör anzweifeln, dich auch nicht durch immer neue Bewegungen unterbrechen oder abwürgen. Wenn du zusätzlich seefest bist, ist das von Vorteil. Gehst du in die Stunde und der Therapeut ist ätzend, du fühlst dich wie eine dumme Gans, die dressiert werden soll und er fuchtelt mit viel zu großen und schnellen Bewegungen vor dir herum, ist das weniger schön und bekömmlich. Bei beginnendem Unwohlsein schließe entweder die Augen oder fixiere einen Punkt im Raum in der Mitte, im Zweifel schließe jedoch die Augen. Er wird dann bald aufhören. Sage ihm, dass dir nicht wohl ist und gehe auf die Toilette. Während du auf die Toilette gehst, achte darauf, ob sich die Übelkeit verstärkt. Ist das der Fall, teile das dem Therapeuten mit und brich die Sitzung ab. Mir ging es einmal wochenlang sehr schlecht mit Übelkeit, Schwindel und Brechreiz nach einer EMDR-Sitzung bei einem schlechtem Therapeuten. Wenn du überhaupt auf den Finger deines Therapeuten schauen sollst, hat das was mit Hypnose und Trance zu tun. Hypnose kann Probleme aus deinem Unterbewusstsein hochspülen, die du dann bearbeiten und auflösen kannst. Hypnose sollte ruhig und entspannt ablaufen, das fixieren des Fingers ist eigentlich eine Trance-Induktion. Bei unruhiger und stressiger Tranceinduktion kann es zu heftigen Unwohlsein bis zu Angstzuständen führen. Lasse dich aber nicht zum hilflosen Kaninchen machen, wenn es dir unangenehm ist und er alles zu schnell und zu hektisch macht, steige aus. Er kann nichts tun, wenn du nicht mehr auf seinen Finger schaust.
Mandarine
 

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