Behindertenwerkstatt

Unterforum zu den verschiedenen Therapieformen und -möglichkeiten (sowohl ambulant als auch stationär). Berichtet von Euren Therapie-Erfahrungen mit Therapeuten, Psychologen, Psychiatern und Kliniken oder auch Selbsthilfegruppen. Wir versuchen auch, Euch bei der Arzt-/Therapeuten- oder Kliniksuche zu helfen.

Behindertenwerkstatt

Beitragvon Crystalix » Sa. 09.08.2008, 17:47

Hat irgendjemand von euch erfahrungen mit behindertenwerkstätten?
meine ärztin meinte kürzlich zu mir ob das nicht eine alternative wäre für mich - erstmal war ich geschockt. wisst ihr was über verdienstmöglichkeiten?
LG
Crystalix
 

Beitragvon Elli83 » Sa. 09.08.2008, 17:52

Ich weiß was drüber.
Ich habeeine Heilerziehungsausbildung in einer Behindertenwerkstatt gemacht.
Jetzt siehtessoaus alsob ich ebenfallsalsbehindertedort anfangen soll.
Ich kann dir nur sagen,dass du dich drum kümmern solltestineine Werkstatt für psychischKranke zu finden nicht fürkörperlich behinderte,das würde´dich unterfordern.
Elli83
 

Beitragvon Amon » Sa. 09.08.2008, 18:39

Meistens ist das eine Kombi aus Grundsicherung (+ Rente, falls vorhanden) und Lohn (wird nach Stückzahl berechnet die du schaffst. Dafür gibt es dann Bögen die du ausfüllen musst. Reich werden kann da niemand von, aber du würdest, wenn du schnell bist so ca. 150 Euro mehr im Monat haben, als jemand der nur Rente und ergänzend Grundsicherung bekommt.

Ich weiß ja nicht was du zur Zeit bekommst an Geldern.

Zu den Arbeiten: Du solltest dir eine Werkstatt für psychisch Kranke suchen und das vorher mit deinen Psychiater abklären das du auch nur dafür in Frage kommst.

Die Arbeiten: Ich hatte in einer Werkstatt für psychisch Kranke, Drucker überprüft und wenn sie in Ordnung waren, wieder für den Versand fertig gemacht. Das war aber schon die anspruchsvollste Arbeit dort. Ansonsten z.B. Haarbürsten zusammen setzen oder wenn wenig Aufträge vorhanden sind Schrauben-Sets abfüllen (d.h. vorher zählen und in Beutel packen). Solche Arbeiten sind dort die Mehrheit. Körperlich und geistig wirst du also weniger gefordert.

Nachteile: 8 Stunden Tag und Verhältnismäßig wenig Zugewinn, Arbeit die total unterfordernd ist, Wohlmöglich fühlst du dich dort nicht wohl, muss aber nicht sein.
Amon
 

Beitragvon Crystalix » Sa. 09.08.2008, 19:06

danke mal für die infos.
ja also wenn dann könnt ich mir auch nur vorstellen in einer werkstatt für psychisch kranke zu arbeiten.
im moment ist es bei mir halt so dass ich nirgends geld her bekomme, weder vom arbeitsamt noch von rente usw.... hartz4 bekomme ich nicht weil meine mutter zuviel verdient. muss sogar noch selbst meine krankenversicherung bezahlen. wird im moment alles von meiner mutter finanziert.
wo habt ihr denn da gewohnt? also ich sag mirs so, wenn ich eine wohnmöglichkeit hätte und zusätzlich noch min. 300 euro taschengeld bekommen würde dann würd ichs mir überlegen.
meine ärztin meinte ich sollte mir einen behindertenausweiß beantragen. sie meinte ich würde da viele vergünstigungen haben. stimmt das? bzw wieviel bekommt man den da z.b die zugfahrten günstiger?
LG
Crystalix
 

Beitragvon Crystalix » Sa. 09.08.2008, 19:08

Elli83 hat geschrieben:Ich weiß was drüber.
Ich habeeine Heilerziehungsausbildung in einer Behindertenwerkstatt gemacht.
Jetzt siehtessoaus alsob ich ebenfallsalsbehindertedort anfangen soll.
Ich kann dir nur sagen,dass du dich drum kümmern solltestineine Werkstatt für psychischKranke zu finden nicht fürkörperlich behinderte,das würde´dich unterfordern.


hab ebenfalls 1,5 jahre HEP gelernt...
für uns ist es nochmal härter denk ich !
Crystalix
 

Beitragvon Amon » Sa. 09.08.2008, 19:21

Ich lebe im Rahmen des betreuten Wohnen in einer Wohnung die extra von der hiesigen Diakonie angemietet worden ist. Es ist keine WG, sondern eine Wohnung in der ich alleine lebe.

Durch die Diakonie bekam ich auch die Chance, in dieser Werkstatt zu arbeiten.

Du kannst einen Schwerbehinderten-Ausweis beantragen.

http://www.vnr.de/artikel/Diese+Vorteil ... sweis.html

Da steht auch was du brauchst und was für Vorteile er bietet.
Amon
 

Beitragvon Cristalix » Sa. 09.08.2008, 19:27

Amon hat geschrieben:Ich lebe im Rahmen des betreuten Wohnen in einer Wohnung die extra von der hiesigen Diakonie angemietet worden ist. Es ist keine WG, sondern eine Wohnung in der ich alleine lebe.


das hört sich ja gut. und ab und zu sieht da jemand nach dem rechten oder wie?

ansonsten mal vielen dank für die auskünfte !
Cristalix
 

Beitragvon Amon » Sa. 09.08.2008, 19:30

Ja, einmal die Woche sehe ich jemanden.

Die Kombination Betreutes Wohnen (entweder WG oder alleine) und Werkstatt für psychisch Kranke, wäre vielleicht was für dich.
Amon
 

Beitragvon Cristalix » Sa. 09.08.2008, 19:39

Amon hat geschrieben:Ja, einmal die Woche sehe ich jemanden.

Die Kombination Betreutes Wohnen (entweder WG oder alleine) und Werkstatt für psychisch Kranke, wäre vielleicht was für dich.


einmal die woche, das ist auszuhalten :-)
wusste gar nicht dass man da auch alleine leben kann. hab nur gehört dass man da fast keine freiheiten mehr hat, jeden besucher anmelden muss.. usw.. ich geh ja jetzt bald erst mal in reha, ich denke dort kann ich mir dann einen überblick machen und werde auch gut beraten dort, dann sieht man wie es bei mir weiter geht...
eine eigene wohnung wär natürlich traumhaft...
dann noch eine arbeitsstelle wo man ca etwas über 300 euro bekommt, da wär ich schon zufrieden
Cristalix
 

Beitragvon Gemellus » Di. 12.08.2008, 18:15

Crystalix hat geschrieben:meine ärztin meinte ich sollte mir einen behindertenausweiß beantragen. sie meinte ich würde da viele vergünstigungen haben. stimmt das? bzw wieviel bekommt man den da z.b die zugfahrten günstiger?
LG


Hallo, soviele Vergünstigungen gibt es für psych. Kranke nicht, nur Steuerersparnis und ab und zu irgendwo verbilligten Eintritt. Es ist auch ganz gut, wenn du später Rente beantragst.
Gruß Gemellus
Gemellus
 


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