Tagesklinik

Unterforum zu den verschiedenen Therapieformen und -möglichkeiten (sowohl ambulant als auch stationär). Berichtet von Euren Therapie-Erfahrungen mit Therapeuten, Psychologen, Psychiatern und Kliniken oder auch Selbsthilfegruppen. Wir versuchen auch, Euch bei der Arzt-/Therapeuten- oder Kliniksuche zu helfen.

Tagesklinik

Beitragvon kuscheltier92 » Di. 19.12.2017, 14:24

Ich würde gerne erfahren wie so die genaueren Strukturen einer Tagesklinik aussehen. Ich könnte entweder im Januar oder im Februar in eine solche gehen. Doch ich habe keine Ahnung was dort angeboten/versucht wird. Alles was ich weiß, dass es von ~8 Uhr bis ~16 Uhr dauert.

Falls jemand schon in einer Tagesklinik war, interessiert mich was für Therapie-Möglichkeiten ihr hattet.

Gab es Pausen?
Mittagessen?
Psychotherapie/Gesprächstherapie?
Gruppentherapie?

Schreibt am besten ein wenig über eure Erfahrungen hier drunter, dann kann ich mir ein Bild machen.
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Re: Tagesklinik

Beitragvon Binella94 » Di. 19.12.2017, 15:17

Hm der Tagesablauf bei mir war in einer wa so:

Morgens zuerst Frühstück und vorstellen von eventuell neuen Mitgliedern.
Dann finden verschiedene Therapie Gruppen statt (oder du hast grad nichts und kannst dich mit den anderen beschäftigen wie du magst)
Dann kommt Mittagessen danach wieder verschiedene Therapie Angebote
Einmal die Woche hatten wir etwas länger , da konnte man mit anderen ins Kino/ in die Flora/ Schlittschuhlaufen usw

Keine Angst du bekommst auch sowas wie einen plan auf dem draufsteht wann du was und wo hast :)
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Re: Tagesklinik

Beitragvon Oskar » Di. 19.12.2017, 22:51

Oh das ist natürlich je nachdem in was für eine Klinik du weswegen gehst was Anderes.

Der Trick an einer Klinik ist ja ohnehin das Vieles über Gruppentherapie läuft.
Einfach weil das eine Vielzahl an Behandlungen ermöglicht bei einer leistbaren Beanspruchung des Personals. Gleichzeitig entsteht so im Idealfall eine Gruppe die sich gegenseitig stützt während der Therapie.

Bei uns war es immer so das es morgens eine Befindlichkeitsrunde gibt und ebenso kurz vor Schluss. Dann wurden neben so Sachen wie Kochen und gemeinsamem Sport gemeinsame und Individuelle Therapien "verordnet" es gab also einige Sachen die Alle zusammen hatten und welche die individuell waren.
Es wird also Gruppentherapie und Einzeltherapie geben (aller Wahrscheinlichkeit nach)

Essen gibt es selbstverständlich, also keine Stullen schmieren ;) Allerdings bloß zum Mittag (zumindest bei uns)

Pausen sind ganz extrem davon abhängig was du für eine Klink hast und was für Beschwerden du behandeln willst. Demnach sind mehr oder weniger Pausen angemessen.

Aber mal ne Gegenfrage: Wenn du in die Klink gehen willst dann MUSS es ja wohl noch ein Vorgespräch geben! Hast du dich da schon erkundigt?
Ich und alle Anderen können dir hier viel erzählen aber wie es in "deiner" Klinik ist weiß nur diese Klinik direkt und du solltest schon vorher wissen ob du in diese Klinik willst und das geht nur wenn du vorher weißt was dich dort eigentlich erwartet.
Ich würde auf jeden Fall mal danach fragen

Zu meinen Erfahrungen komme ich später mal. Ich finde aber das sich TK (Tagesklinik nicht Tiefkühlkost) durchaus lohnen kann. Jetzt über Alles von damals zu schrieben würde den rahmen irgendwie sprengen insbesondere wenn die Frage nach Erfahrungen so global gestellt ist
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Re: Tagesklinik

Beitragvon kuscheltier92 » Mi. 20.12.2017, 02:03

Danke für eure Antworten.

Naja irgendwie gab es ein Vorgespräch in einer der beiden Tageskliniken, das war aber irgendwie, so nichts sagend, zumindest Inhaltsmäßig. Zumal ich die einzig wichtige Frage "was wollen sie verändern/wodran wollen sie arbeiten" nicht mal beantworten kann.

Ansonsten hab ich der Ärztin bei dem Gespräch nur den Arztbrief aus der Klinik von 2013 vorgelegt (mehrere Seiten lang) und sie hat sich ein paar Notizen gemacht.

Das Vorgespräch bei der zweiten Klinik muss ich noch organisieren, dazu muss ich erst zum Hausarzt für eine Überweisung, da muss ich anfang Januar eh hin.

Ich weiß nicht mal ob ich dahin will, aber irgendwie wäre es besser, wenn sich irgendwas, irgendwie ändert. Das Jobcenter will ja irgendwelche Ergebnisse. Keine Ahnung.
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Re: Tagesklinik

Beitragvon Dave » Mi. 20.12.2017, 07:12

Ich war 2 mal stationär in einer Allgemeinstation einer psychiatrischen Klinik und dort wurde auch das Tagesklinik Modell angeboten. Für diese Leute gab es dort den selben Ablauf mit Essen und Therapie Angeboten wie für alle die stationär da waren, lediglich mit dem Unterschied morgens dort erscheinen zu müssen und sobald die Therapien vorbei waren wieder nach Hause gehen zu können. Hat natürlich den Vorteil für die Klinik das so keine Betten belegt werden.
Von dem was ich mitbekommen habe wäre davon abzuraten, jedenfalls in dieser Form wie ich sie mitbekommen habe und in dieser Klinik (LWL Klinik Herten), da diese Leute wie alle anderen nur versucht haben die Zeit rum zu kriegen.

Gibt es nicht die Möglichkeit eine kurze Besichtigung zu machen? Das wäre eine gute Option um sich selbst nochmal ein genaues Bild zu machen und dann für dich zu entscheiden ob es sinnvoll ist oder nicht.
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Re: Tagesklinik

Beitragvon Oskar » Mo. 25.12.2017, 02:17

kuscheltier92 hat geschrieben:Danke für eure Antworten.

Naja irgendwie gab es ein Vorgespräch in einer der beiden Tageskliniken, das war aber irgendwie, so nichts sagend, zumindest Inhaltsmäßig. Zumal ich die einzig wichtige Frage "was wollen sie verändern/wodran wollen sie arbeiten" nicht mal beantworten kann.

Ansonsten hab ich der Ärztin bei dem Gespräch nur den Arztbrief aus der Klinik von 2013 vorgelegt (mehrere Seiten lang) und sie hat sich ein paar Notizen gemacht.

Das Vorgespräch bei der zweiten Klinik muss ich noch organisieren, dazu muss ich erst zum Hausarzt für eine Überweisung, da muss ich anfang Januar eh hin.

Ich weiß nicht mal ob ich dahin will, aber irgendwie wäre es besser, wenn sich irgendwas, irgendwie ändert. Das Jobcenter will ja irgendwelche Ergebnisse. Keine Ahnung.


Naja, für dich selbst musst du schon irgendwie klar bekommen was du eigentlich möchtest. Was ist dein Problem womit es dir schlecht geht? Das wäre vielleicht ein Anfang.
Ich glaube aber ich kenne das Problem so ein bisschen. Ich könnte auch nie formulieren was ich eigentlich vor hatte obwohl das Ziel in meinem Kopf ganz klar war

Dann mal ganz platt gefragt: was sind denn die Argumete für und gegen die Klinik?
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