[Motivation] Tipps & und Tricks zur Selbstmotivation

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[Motivation] Tipps & und Tricks zur Selbstmotivation

Beitragvon Panvie » Do. 09.10.2014, 22:38

Im folgenden sind einige Tipps und Tricks für die Selbstmotivation aufgeführt. Diese können aber nicht nur direkt übernommen werden, sondern auch als Anregungen oder Ideen für die Entwicklung von eigenen auf sich selbst zugeschnittene Motivatoren.

Belohnungen gönnen
Wenn es am Ende einer Arbeit ein positives Ereignis gibt bemüht man sich mehr schneller in den Genuß dieses Ereignisses zu kommen. Ob dieses nun von anderen oder von sich selbst hervorgerufen wird, ist dabei zunächst einmal egal. Also: Beschenken Sie sich am Ende der Arbeit doch selber!
Damit bei großen Projekten der Genuß solcher Ereignisse nicht zu kurz kommen, kann man sich wie im Projektmanagement Milestones definieren. Hilfestellungen um sich abgeschlossene Arbeitsschritte einfach vor Auge zu führen geben To-Do Listen auf Tages- oder Wochenebene ab, die mit wenig Aufwand gesetzt bzw. überprüft werden können (damit man das Geschenk nicht verpaßt ;-).
Dabei spielt die Größe des Selbstgeschenkes nur eine untergeordnete Rolle. Kleine Dinge wie eine neue CD, eine Kinobesuch oder ein romantisches Essen zu zweit reichen da vollkommen aus. Um jedoch auf Dauer bei den Belohnungen Erfolg zu haben, sollten diese die Motivation unterstützen und nicht nur der einzige Antrieb der Arbeit sein.

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Visualisierung der Arbeit
Viele Arbeiten finden heutzutage am PC statt und man sieht am Ende des Tages an Ihrem Schreibtisch nicht, was geleistet worden ist. Visualisieren sie einzelne erfolgte Arbeitsschritte z.B. durch Computerausdrucke und stellen Sie so Ihren Fortschritt oder die bereits erarbeitete Komplexität der Aufgabe dar. Das zeigt Ihnen (und anderen Kollegen) direkt wie weit Sie bereits gekommen sind. Umgekehrt zeigt der Arbeitsfortschritt den noch verbleibenden Restweg bis zum Ziel und der Belohnung (s.o.).

Ziele setzen
Eine Arbeit, die (auf den ersten Blick) kein Ziel abgibt, gibt auch keine Beweggründe ab, diese zu beenden. Umgekehrt gibt ein mit einer Arbeit verknüpftes Ziel, das es zu erreichen gilt, Motivation. Halten Sie sich deshalb klar vor Augen, welches Ziel mit der Arbeit verbunden ist. Erkennen und behalten Sie darüber hinaus auch die privaten Ziele im Visier, die nichts mit einer konkreten Aufgabe verbunden sind: Was wollen Sie kurzfristig und langfristig erreichen und geben Sie sich dafür einen festen Zeitrahmen vor.

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Das Ziel ausformulieren
Ein schriftlich ausformuliertes Ziel wirkt wie eine Verpflichtung und damit fördernd. Damit man es sich leicht und häufig vor Augen führen kann, sollte die Kernaussage in einem Satz formuliert werden. Eine Steigerung dieser Verpflichtung erhält man, wenn man dieses Ziel auch klar gegenüber anderen erwähnt, es quasi veröffentlicht.

Kleine Schritte
Große Aufgaben oder Ziele wirken häufig schon alleine durch ihre Größe abschreckend und daher demotivierend. Teilen Sie sie in kleinere und einfachere Schritte auf, die viel leichter und schneller bewältigt werden können. Dabei darf natürlich das große übergeordnete Ziel nicht aus den Augen geraten.

Aufgabe als Projekt ansehen
Ein Projekt ist wichtig, und Arbeiten die wichtig sind, sind motivierend . Warum sollte man nicht bestimmte umfangreichere Aufgaben die dieses hergeben, in ihrer Wertigkeit - wenn auch nur künstlich - anheben und für sich selbst als Projekt ansehen. Diesen Punkt kann man leicht mit dem Punkt "Sinn der Tätigkeit" (s.u.) in Einklang bringen.

Positive Seiten hervorheben
Neben den negative Seiten einer Arbeit gibt es bestimmt auch positive. Statt sich nur auf die negativen zu konzentrieren sollte man lieber die positiven Seiten hervorheben und die negativen - wenn man sie schon nicht ändern kann - beiseite schieben.

Rückfälle verzeihen und weitermachen
Es ist ganz normal, wenn man mal auf dem eingeschlagenen Weg einen Rückfall erlebt. Davon sollte man sich aber nicht zu sehr beeindrucken lassen oder gar die ganze Unternehmung als gescheitert betrachten. Sehen Sie die bereits erreichten Teilerfolge und fangen Sie noch einmal bei dem letzten Zwischenschritt an. Das Positive an Wiederholungen ist ein vertiefender Effekt, denn etwas zum zweiten oder dritten mal zu beginnen geht durch einen Lerneffekt deutlich einfacher von Hand als das erste mal. Häufig erkennt man dann erst Dinge, die man beim ersten mal nicht berücksichtigt hat. Das steigert trotz des Rückschlags die Qualität der Arbeit.

Arbeit als Herausforderung ansehen
Sehen Sie die Arbeit als Herausforderung an, sozusagen als Experimentierfeld Ihre Erfahrung und Ihr Know-how zu erweitern. Suchen Sie daher einzelne Punkte, die für Sie neu sind und daher neue Einsichten bereitstellen können.

Weg mit dem inneren Kritiker
Viele haben es schon einmal erlebt: Man bekommt für etwas ein gewisses Lob, während man sich selber an gleicher Stelle eigentlich nur negativ wahrgenommen hat. Schuld ist der Innere Kritiker, durch dessen Kritik Motivation unterdrückt und verloren geht. Die eigene Kritik ist immer schärfer und niederschmetternder als die der anderen, weil man nicht die Realität, sondern Ideale zu seiner Bewertung heranzieht. Häufig ist es sogar so, daß man trotz eigener Kritik von anderen durchaus positiv angesehen wird.
Selbstkritik spielt sich häufig in destruktiven, inneren Dialogen ab, die man sofort abbrechen sollte, sobald man sie bemerkt. Konzentration auf die eigenen Fähigkeiten, seine Entwicklungen und Fortschritte sind weitaus wichtiger und führen weiter als der unproduktive Vergleich mit anderen. Häufig hilft auch die Erinnerung an bereits erzielte Erfolge.

Sinn der Tätigkeit klar machen
Jede Tätigkeit erfüllt eine spezielle Aufgabe und ist in einem höheren Gesamtkontext wichtig, und wichtige Dinge zu erledigen sind motivierender als unwichtige oder gar sinnlose. Suchen Sie also diesen Grund. Ist trotz intensive Suche keiner zu finden können folgende Fragen helfen:

Welche Arbeiten basieren auf dieser (u.U. auch auf einer anderen Ebene)?
Für welche Mitarbeiter oder andere Arbeiten sind meine Arbeiten zwingend erforderlich?
Wie sieht das Projekt oder gar die Welt ohne diese Arbeit aus?
Gibt es jemand anderes abseits des Projektes der auf meine Arbeit zurückgreifen kann oder durch diese beeindruckt wird? Dieses beinhaltet entsprechend die zusätzliche Aufgabe, seine Arbeit an anderer Stelle bekannt zu geben - eine neue Herausforderung?.
Risiko und Gewinn abwägen
Das Risiko für bestimmte Aktionen scheint manchmal zu groß zu sein und wirkt demotivierend. Wenn es sich nicht vermeiden läßt, fängt man erst gar nicht mit der Arbeit an. Hält man sich jedoch vor Augen, welcher positive Gewinn (privat oder beruflich) am Ende (voraussichtlich) vorhanden sein wird, ist es das Risiko vielleicht wert eingegangen zu werden.

Spaß an der Tätigkeit
Wer Spaß an der Arbeit hat, braucht keine Selbstmotivation - man ist durch die Arbeit selber motiviert. Um diesen Effekt nutzen zu können muß man herausfinden, was genau den Spaß an der Arbeit ausmacht bzw. ausmachen könnte im Hinblick auf seine Ziele in der Zukunft (s.o.). Wie schon erwähnt darf das Ziel dabei nicht als alleiniger Beweggrund, auch der Weg dorthin sollte Spaß machen. Als Idealfall kann man ein Hobby bezeichnen, das als Beruf ausgeführt wird.

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Für attraktive Arbeitsumgebung sorgen
Musik, persönliche Dinge
Diese Motivationsmittel dürfen natürlich nicht so intensiv eingesetzt werden, daß sie von der Arbeit ablenken und zu Lasten der Effizienz gehen.

Zeitdruck
Manche Menschen finden Zeitdruck motivierend. Da dieses Mittel bei dem Durchschnittsmenschen durch Streßerscheinungen eher negative Auswirkungen auf die Arbeit und somit auch indirekt auf die Motivation hat, sollte dieses Motivationsmittel nur von den Streßspezialisten künstlich zur Motivationsförderung herbeigeführt werden. Voraussetzung ist, daß die durchzuführende Arbeit nur einen selbst betrifft und andere keinesfalls - ob direkt oder indirekt - mit in den Zeitdruck hineingezogen werden dürfen! Die meisten mögen diese Art Streß nicht und können unter Zeitdruck nicht so vernünftig arbeiten wie ohne.

Mit anderen Arbeiten vergleichen
Eines der letzten Mittel wenn keine anderen gefunden werden können, um eine Arbeit attraktiv zu finden ist ein Vergleich mit anderen. Bestimmt werden Sie Kollegen kennen, deren Arbeiten Sie noch viel weniger übernehmen möchten als die augenblickliche. Dieser Tipp ist vielleicht nicht der Hammer, aber er hilft zumindest ein wenig.


Quelle
Direkter Link zu Tipps & Tricks
Übergeordnete Erklärung: „Was ist Selbstmotivation?“
Panvie
 

Re: [Motivation] Tipps & und Tricks zur Selbstmotivation

Beitragvon helpless » Sa. 03.01.2015, 17:27

Welch eine hervorragende Aufstellung. :respekt:
Weshalb belobigt so etwas niemand?
helpless
 

Re: [Motivation] Tipps & und Tricks zur Selbstmotivation

Beitragvon Panvie » Sa. 03.01.2015, 17:54

Wird sicher welche geben, die dem Autoren gedankt haben ;)
Ich habe nur den Text übernommen und die Bilder separat eingefügt.

Hab ganz vergessen, dass ich das hier veröffentlicht hab. Kann ich ganz gut gebrauchen. ^^
Panvie
 

Re: [Motivation] Tipps & und Tricks zur Selbstmotivation

Beitragvon helpless » Sa. 03.01.2015, 17:59

Ich meinte:
man sollte denjenigen belobigen, der diesen wertvollen Thread erstellt hat. :!:

Wenn sich dazu keiner äußert, ist zu befürchten, daß ihn noch niemand bemerkt hat. :cry:
helpless
 

Re: [Motivation] Tipps & und Tricks zur Selbstmotivation

Beitragvon Panvie » Sa. 03.01.2015, 18:11

Hab ihn ja für den Fall oben angepinnt. ^^
Aber danke dir. :mrgreen:
Panvie
 

Re: [Motivation] Tipps & und Tricks zur Selbstmotivation

Beitragvon helpless » Sa. 03.01.2015, 18:23

Zwischenruf:

Ich weiß, woher Du Deinen Avatar hast -, Panvie. :mrgreen:

Ich bin voll neidisch: er ist super :!: :!:

Besitze selbst noch solche Schreibfedern -, nutze sie aber nicht mehr (künstlerisch).
Und das hat die Tastatur verschuldet :cry:
helpless
 


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