Seroquel

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Re: Seroquel

Beitragvon Ephedra89 » Do. 10.11.2016, 17:05

Hallo Ruby,

ich habe es bei meinem Thera erwähnt, wir haben die Dosis von 100 mg auf 75mg runtergesetzt seitdem merke ich fast nichts mehr von den Symptomen :)

LG Ephedra89
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Re: Seroquel

Beitragvon Ruby » Do. 10.11.2016, 17:33

Hallo Ephedra89,

mittlerweile weiß ich, was Du mit diesen eckligen Zuckungen gemeint hast. Die letzten Monate habe ich das ebenfalls recht häufig. Wahrscheinlich ist das ein Restless-Legs-Syndrom, was unter Seroquel entstehen kann. Bei mir gesellen sich dann manchmal auch Krampf Gefühle dazu. Mittlerweile liegt meine tägliche Dosis bei 900mg, Eigentlich viel zu hoch. Seither sind aber wenigstens meine Alpträume weg. Wenn ich Mirtazapin zusammen mit meiner Abenddosis Seroquel nehme, sind die Zuckungen noch schlimmer. Ich nehme sie jetzt immer um Stunden zeitversetzt. Bei mir hören die Zuckungen dann irgendwann auch wieder auf. Teilweise dauert das aber Stunden. Du schreibst, die Zuckungen hätten dich fast wahnsinnig gemacht. Genau so empfinde ich es auch. Ich habe jeweils das Gefühl, kurz vor dem durchdrehen zu sein. Irgendwie kommt es mir auch vor, als ob die Zuckungen irgendwie einen Zugang zu meinem Gehirn haben, als ob sie miteinander verdrahtet sind und es genau das ist, was mich dann fast in den Wahnsinn treibt.

Finde ich gut, dass Du nun eine Dosis gefunden hast, mit der Du besser klar kommst. Wie ist die Wirkung? Ist sie gleich geblieben? Merkst Du einen großen Unterschied?

Lieben Gruß
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Re: Seroquel

Beitragvon Ephedra89 » Do. 10.11.2016, 18:22

oh ...das ist wirklich eine sehr hohe Dosis, ich glaube diese Dosierung in der Höhe wird auch bei Schizophrenie verwendet...

da brauch ich mich ja nicht zu beschweren mit 75mg :D, aber ich habe mal gelesen, dass eine niedrige Dosierung genauso einen starken Effekt haben kann oder eben anders wirkt wie 200 oder 300 mg

Ja genau! Das ist aufjedenfall das Restless-Leg-Syndrom, furchtbar oder?
Ja die Beschreibung trifft es gut, als ob es mit dem Gehirn verdratet wäre, deswegen wusste ich auch sofort, dass es ne Nervengeschichte ist und mit den Nervenbahnen zu tun hat. Vor allem ist es so ecklig weil es penedrant ist aber sich irgendwie doch sehr unterschwellig abspielt.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht ob die Dosis die richtige ist.... habe zurzeit wieder viele Krisenzustände und viele unvorsehebare Downs wie heute, vorhin war noch alles gut, jetzt sitze ich schon wieder mitten im Tief.
Ich traue mich aber nicht schon wieder an der Dosis rumzupopeln, da ich ja auch bald mit dem Job anfange, ich habe auch schon Opripram oder Citalopram zusätzlich verschrieben bekommen...aber entweder bin ich ein Weichei und ich hatte nicht den Mumm..zwei Wochen die Zähne zusammenzubeißen und das durchzuhalten oder die Dinger haben mich wirklich richtig runtergezogen...
Ich lag kurz nach den ersten Einnahmen von Citalopram erstmal 1 Woche mit schweren Depressionen im Bett und mir wirklich alles scheiss egal, kein Hunger, keine Lust mich zu bewegen, keine Lust auf Menschen nichts

Bei Opripram bekam ich so ein eckelhaftes Aufstoßen, mir war schlecht, Kopfschmerzen, Film auf der Haut (ich schwitze sonst kaum) und war auch sehr gleichgültig.

Ich bin eigentlich niemand der ein großes Drama um irgendwelche Befindlichkeiten macht aber als ein paar Leute mich dann darauf dann auch angesprochen haben weil es so auffällig war, wusste ich, ich bilde mir es nicht ein

Deshalb...halte ich mich fern von Antidepressiva...scheint irgendwie nichts für mich zu sein.... aber seit den zwei Erfahrungen habe ich noch mehr Respekt davor die Dosen entweder zu erhöhen, zu senken oder was neues auszuprobieren trotz unter Aufsicht des Psychaters / Therapeuten
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Re: Seroquel

Beitragvon Ruby » Sa. 12.11.2016, 17:04

Hallo Ephedra,

Dass solche hohe Dosen normalerweise bei Schizophrenie gegeben wird, hat mich erst auch ziemlich verwundert. Na, wenigstens kann ich bei dieser Dosis keine Schizophrenie mehr bekommen. :mrgreen:

Ich schätze mal, dass meine Psychiaterin die Dosis aufgrund meiner teilweise sehr hohen Anspannung beständig erhöht hat. Bin seither nicht mehr ganz so das Nevenbündel. Es macht mich ziemlich ruhig. Leider gewöhnt man sich schnell daran.

Zusätzlich zum Quetiapin (Seroquel) habe ich ebenfalls eine Zeit lang Opipramol bekommen. Vielleicht sind damit meine Ängste ein bisschen erträglicher geworden. Aber das war schon alles. Gegen Depressionen hat es mir nicht wirklich geholfen. Derzeit nehme ich Mirtazapin. Das hilft auch gegen die Depris.

Ich habe das Gefühl, die Medis verändern einem doch sehr. Nicht immer ist das ein gutes Gefühl.

Lieben Gruß
Ruby
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