Medikament: Bachblüten?

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Medikament: Bachblüten?

Beitragvon blackEyez » So. 03.07.2005, 14:33

Hat hier jemand Ahnung oder Erfahrung mit einer Bachblütentherapie? Bin eigentlich vielen Dingen gegenüber aufgeschlossen, hier bin ich mir aber nicht sicher.
Ist das nur Abzocke oder hat da jemand mal gute Erfahrungen mit gemacht??
blackEyez
 

Beitragvon Site Admin » So. 03.07.2005, 15:37

Ich habe keine Erfahrung damit, stehe solchen Dingen "rein vom Bauchgefühl her" auch eher skeptisch gegenüber. (was ja nichts heißen muss, ist ja nur meine Einstellung ;))

Benutz doch mal die Suchfunktion hier im Board und such nach Bachblüte* (mit dem Stern); zwei User haben davon berichtet, ich glaube auch positiv.
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Beitragvon Site Admin » Mo. 04.07.2005, 06:11

Lies dir doch mal den Wikipedia-Artikel dazu durch:

http://de.wikipedia.org/wiki/Bach-Bl%C3%BCtentherapie


Bach-Blütentherapie

Bei der Bach-Blütentherapie handelt es sich um ein in den 1930er Jahren von dem englischen Arzt Edward Bach (* 1886 - † 1936) entwickeltes alternatives Heilverfahren. (Der Name hat also nichts mit einem Bach im Sinne eines Gewässers zu tun.) Ihre Wirksamkeit wurde wissenschaftlich nicht nachgewiesen.

Da der erforderliche Wirksamkeitsnachweis fehlt, sind Bach-Blüten in Deutschland nicht als Arzneimittel gelistet. Weil für sie jedoch eine Zulassung als Arzneimittel beantragt wurde, über die bis heute nicht entschieden ist, dürfen sie in Deutschland ausschließlich über Apotheken bezogen werden (gemäß § 73 Abs. 3 AMG) und nicht frei verkauft werden.

Die Bach-Blütentherapie wird dem Bereich der alternativmedizinischen Behandlungsmethoden zugeordnet. Die Bach-Blütentherapie zielt nicht direkt auf körperliche Erkrankungen, sondern soll eine Besserung der Stimmungslage - laut Bach die Grundlage für einen gesunden Körper - bewirken. Ein Ziel von Bach war es, mit dieser Methode auch Laien anzusprechen, die nach seiner Vorstellung die Bach-Blüten in ihrem Haushalt zur Selbsthilfe vorrätig haben sollten.


Die Theorie

Laut Edward Bach haben pflanzliche Heilmittel „die Kraft, die Schwingungsfrequenz in unserem Körper zu erhöhen und so mit der spirituellen Energie in Kontakt zu bringen, die unseren Körper und Geist reinigt und die Heilung bringt“.

Die Bach-Blütentherapie basiert auf der Annahme, dass jeder körperlichen Krankheit eine seelische Gleichgewichtsstörung voraus geht. Bach postulierte zwölf „Seelenzustände“ (Ängstlichkeit, Ärger, Kummer ...), denen zwölf von ihm entwickelte „Blütenessenzen“ zugeordnet sind. Diese negativen Gemütszustände - von ihm als „Irrtümer“ bezeichnet - manifestierten sich in körperlichen Symptomen. Eine Heilung solle durch die Umwandlung dieser negativen Gemütszustände in „Tugenden“ erreicht werden. Unterstützt werde diese Umwandlung von der Anwendung entsprechender Blütenessenzen, die regulierend einwirkten.

Später erweiterte er das Repertoire auf „38 disharmonische Seelenzustände der menschlichen Natur“, denen er ebensoviele Blütenessenzen zuordnete (Agrimony, Aspen, Beech, Centaury, Cerato, Cherry Plum, Chestnut Bud, Chicory, Clematis, Crab Apple, Elm, Gentian, Gorse, Heather, Holly, Honeysuckle, Hornbeam, Impatiens, Larch, Mimulus, Mustard, Oak, Olive, Pine, Red Chestnut, Rock Rose, Rock Water, Scleranthus, Star of Bethlehem, Sweet Chestnut).


Die Blütenessenzen

Die Blüten werden heute noch an den ehemals von Bach festgesetzten Standorten gesammelt, und an Ort und Stelle nach speziellen entwickelten "Potenzierungsmethoden" (Sonnen- und Kochmethode) verarbeitet und dann in Vorratsflaschen (Stockbottles) abgefüllt. Bei der Sonnenmethode werden die Blüten für etwa drei bis vier Stunden, bis sie anfangen zu welken, in eine mit Wasser gefüllte Schale gelegt und diese in die Sonne gestellt. Die zweite Methode wird bei holzigem Pflanzenmaterial oder bei Pflanzen, die zu einer sonnenarmen Jahreszeit blühen, angewendet. Die Blüten oder Knospen werden eine halbe Stunde ausgekocht.

Nach Bach geben die Pflanzen ihre „Schwingungen“ als „heilende Energie“ an das Wasser ab. Das Wasser wird anschließend mit einem gleich großen Anteil Alkohol als Konservierungsmittel versetzt. Diese „Urtinktur“ wird - ähnlich wie in der Homöopathie - weiter verdünnt, um die Blütenessenzen herzustellen.


Anwendung

Indikationen:

Die Bach-Blütentherapie ist keine Medizin im engeren Sinn, sondern sie soll die "negativen Seelenzustände" harmonisieren und die Selbstheilungskräfte aktivieren können.

Die Bach-Blütentherapie soll Erfolge bringen können:
  • in der seelischen Gesundheitsvorsorge
  • bei der Akutbehandlung psychischer Stress-Situationen und Lebenskrisen
  • als Begleitbehandlung akuter und chronischer Krankheiten
Bach-Blüten können auch bei Tieren und Pflanzen eingesetzt werden.

Besonders bekannt sind die "Rescue Tropfen", eine Mischung aus fünf Bach-Blüten (Cherry Plum, Clematis, Impatiens, Rock Rose, Star of Bethlehem). Diese Rescue Remedy werden vor allem in Schocksituationen, aber auch u.a. vor Prüfungen oder bei Schlafstörungen (z.B. wegen Prüfungsangst) eingesetzt. Die Rescue Remedy Salbe soll bei kleinen Verletzungen und Prellungen Abhilfe schaffen können. Neu auf den Markt gekommen sind die "Rescue Remedy" in Form von Bonbons.

Auswahl der Blüten:
Ähnlich wie in der Homöopathie müssen in der Bach-Blütentherapie die jeweiligen Blüten sorgfältig ausgewählt werden. Die jeweiligen Blüten sollen laut der Theorie nur wirken können, wenn der Mensch ihre "Schwingung" benötigt.

Um die "passenden" Essenzen auszuwählen, gibt es verschiedene Methoden:
  • Fragebogen
  • Gespräch mit Bach-Blütenberater/Astrologen
  • inhaltliche Beschäftigung mit den Blüten
  • intuitives Ziehen von Karten mit Bildern der Blüten
  • intuitives Ziehen der Bach-Blütenfläschchen
  • Pendeln
  • Austesten mittels Wünschelrute oder Tensor
  • Kinesiologie
Dosierung und Einnahme:
Die Bach-Blüten-Tropfen werden normalerweise nicht direkt aus der Vorratsflasche (engl. Stockbottle) eingenommen. Ausnahme sind die Rescue Remedy, die ggfs. unverdünnt unter die Zunge geträufelt werden (1-4 Tropfen).

Normalerweise werden ein bis maximal neun Bach-Blüten-Essenzen in ein Einnahmefläschchen gegeben (je Blüte ca. zwei Tropfen pro 10 ml), das mit einem Drittel bis einem Viertel Alkohol (mindestens 40% der Konservierung wegen) und Quellwasser oder stillem Wasser aufgefüllt wird. Aus diesem Fläschchen werden jedes Mal 4-5 Tropfen eingenommen, i.d.R. viermal täglich, bei Bedarf auch bis zu zehnmal täglich.

Die Dosierdauer ist unbegrenzt, Langzeitnebenwirkungen sind nicht bekannt. Die Einnahme wird i.d.R. beendet, wenn die Bach-Blüten nicht mehr benötigt werden ("intuitives Vergessen").

Bach-Blüten-Tropfen werden nicht auf einen metallenen Löffel getropft, sondern direkt unter die Zunge geträufelt oder mit einen Löffel aus Holz oder Plastik eingenommen. Bach-Blüten-Tropfen sollen ca. eine Minute im Mund belassen werden, um die Resorption über die Mundschleimhaut zu verbessern.

Gegenanzeigen:
  • Allergien gegen einen der Inhaltsstoffe
  • Alkoholismus

Kritik

Die Wirksamkeit der Bach-Blütentherapie konnte bisher nicht haltbar begründet werden. In einer Studie der Universität Freiburg wurde kein Unterschied zwischen der Behandlung mit Bach-Blüten und dem Placebo-Effekt gefunden. Die zu beobachtenden Erfolge können auf den Placebo-Effekt und die Zuwendung durch den Therapeuten zurückgeführt werden (Suggestion und Autosuggestion).

Die Bach-Blütentherapie kann begleitend zu anderen Heilmethoden angewandt werden, sollte jedoch niemals anstelle einer ärztlichen Behandlung erfolgen.


Weblinks

Kritische Info der GWUP
Blüten-Beschreibungen
Placebo Neuigkeiten (Quelle: American Journal of Psychiatry 2002;159:122-129. [englisch])
Erfolgreiche Behandlung von Depressionen mit Scheinmedikamenten (deutsche Fassung)
Umfangreiche Homepage zur Bachblütentherapie, mit Forum und Selbsttest
Umfangreiche Bachblütenbeschreibungen, Bachblütenfotos, Informationen über Dr. Edward Bach
Doc-Nature Bachblüten Lexikon

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Also, bei sowas sträuben sich mir persönlich die Nackenhaare (besonders, wenn ich da was von Wünschelruten und Pendeln lesen muss).
Ich muss aber auch zugeben, dass ich wohl ein typischer "Schulmediziner" und eher ein Skeptiker der Alternativmedizin bin.

Ich will die Bachblüten-Therapie nicht per se verteufeln, denn schaden kann sie nicht (es gibt keine Nebenwirkungen - es sei denn, man ist gegen irgendeine Blütenessenz allergisch); ich persönlich denke aber ebenfalls, dass (Auto-)Suggestion und der Placebo-Effekt eine große Rolle spielen (was wohl auch die o.g. Studie der Uni Freiburg zur Wirksamkeit der Bachblüten-Therapie nahe legt, die keinen Unterschied zu einer vergleichenden Placebo-Anwendung feststellen konnte...)

Alles in allem scheint es mir wohl eher eine Glaubensfrage zu sein. Entweder glaubt man - trotz fehlender Beweise für die Wirksamkeit - daran, oder man glaubt eben nicht daran.
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Beitragvon blackEyez » Mo. 04.07.2005, 17:22

danke, war sehr informativ. kann deine kritische einstellung nachvollziehen, bin mir imme noch unschlüssig. werde es aber doch wohl ausprobieren. schaden kann es ja nicht...
blackEyez
 

Re: Medikament: Bachblüten?

Beitragvon Atisha » Sa. 13.10.2012, 04:03

siehe auch den Thread: viewtopic.php?f=8&t=6510
Die Welt ist ein Spiegel. Man kann den Spiegel noch so putzen, aber das eigene darin betrachtete Gesicht wird dadurch nicht sauber.
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Re: Medikament: Bachblüten?

Beitragvon SomethingToSay » Mo. 26.11.2012, 22:20

Ich kenne Leute die schwören darauf. Probiers doch einfach mal aus, die kosten in der Apotheke auch nur 3-4 Euro also verlust hast du da kaum gemacht und kaputt ebensowenig.
SomethingToSay
 

Re: Medikament: Bachblüten?

Beitragvon Ephedra89 » Mo. 20.06.2016, 13:43

Also du kannst in bestimmten Apotheken dir Bachblüten speziell auf dich zusammensetzen lassen.

Ich benutze Bachblüten seit mehreren Jahren und Freundinnen von mir auch. Das hat natürlich viel mit der Einstellungssache zu tun, bei manchen wirkt es bei manchen nicht. Probier es doch einfach aus, soviel kostet es nicht :)

Was auch nicht schlecht ist, ich bin begleitend zu meiner Therapie bei einer Homöopathien, sie beobachtet meinen Zustand, Befinden und meine Blutwerte und hat mir auch Globulins verschrieben wenn ich wieder innere starke Anspannungen fühle. Dann nehme ich diese Notfall-Globulins zu mir, damit diese Anspannung auch von mir abfällt. Das sind kleine Kügelchen mit verschiedenen Wirkstoffen je nach dem welches Leiden oder Sorgen du hast.

Ich bin auch etwas skeptisch in solchen Dingen aber ich meine sie würden doch etwas helfen.

Viele Grüße
Ephedra
Ephedra89
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