Medikament: Risperdal (Neuroleptikum)

In diesem Forum habt Ihr die Möglichkeit, Eure Erfahrungen mit Psychopharmaka zu schildern bzw. Fragen zu bestimmten Medikamenten zu stellen und Informationen über sie zu suchen.

Re: Medikament: Risperdal (Neuroleptikum)

Beitragvon pasam » So. 02.01.2011, 21:09

Danke für die schnelle Antwort.habe in der Klinik erst Sirup bekommen dann wurde ich auf die Filmtabletten umgestellt und als ich dann entlassen wurde habe ich wieder Sirup bekommen. kann es den passieren dasich vielleicht nach den 12 Tagen irgendwelche entzugssymptomme oder nebenwirkungen erleide oder bin ich dann komplett sauber von Risperdal und habe nichts mehr zu befürchten...so einen Trip möchtre ich nie mehr wieder erleiden habe mich selten so verzweifelt gefühlt....danke nochmal :)
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Re: Medikament: Risperdal (Neuroleptikum)

Beitragvon Mulle » Mo. 03.01.2011, 18:48

ich denke der "trip" ist nicht alleinig vom risperdal abhängig.
immerhin hattest du eine psychoase, die medikamente, auch vor allem das tavor, sollten dich zur ruhe bringen und dein wahnhaftes erleben durch das risperdal gemildert werden.
das war schon eine recht hohe dosis die du bekommen hast, da hat man dann wenig energie auch noch im dreieck zu springen!

das risperdal sollte nach der beschrieben zeit aus dem körper raus sein, entzugsymptomatik gibt es da keine.
Mulle
 

Re: Medikament: Risperdal (Neuroleptikum)

Beitragvon pasam » Mo. 03.01.2011, 23:18

Leider habe ich mich keineswegs besser gefühlt.obwohl ich sagen muss das ich jetzt wieder keine wahnvorstellung mehr habe, kann sein das ich durch das risperdal in der zeit ruhiger geworden bin mit den vorstellungen.aber noch länger als 4 wochen ist das risperdal glaube ich schädlich.gottseidank fühle ich mich momentan sehr gut warum auch immer.Hofffe das alle beteiligten ein Leben ohne medis führen können. den erst dan ist mann auch wirklich Mensch es ist schlimm von medis abhängig zu sein.mich eingeschlossen wünsche ich allen viel kraft und geduld und ich kann nur jedem raten der sich mit medikamenten nicht wohl fühlt es einfach ohne zu versuchen wenn es geht.
pasam
 

Re: Medikament: Risperdal (Neuroleptikum)

Beitragvon Vanilla » Di. 04.01.2011, 01:45

man ist auch mit Medis ein Mensch :!:
Es gibt viele Menschen, die die NL wirklich brauchen und das hat nichts mit Abhängigkeit zu tun.
Ich wünsche dir, dass du keinen Rückfall bekommst.
Dir wurde dieses Leben gegeben, weil du stark genug bist um es zu leben.
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Ja, ich hasse meine MS und sie mich scheinbar auch. Aber manchmal sitzen wir auch zusammen und lachen gemeinsam über meinen Gang

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Re: Medikament: Risperdal (Neuroleptikum)

Beitragvon Mulle » Di. 04.01.2011, 17:46

leider ist es, wie vanilla schon beschrieb, auch das leben mit dauermedikation lebenswert. ich mzuss auch stänig med. nehmen und bin auch ein wirklicher mensch. das war wohl etwas unüberlegt von dir.
risperdal ist auch in der einnahme von über 4 wochen nicht schädlicher als andere medikamente. sicher haben auch NL ihre nebenwirkungen, das haben aber andere medis auf die dauer gesehen auch.
es sit schön, wenn du das glück hast ohne med. auszukommen. viele von uns haben es nicht, können aber mit medikamente ihr leben wieder leben.
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Re: Medikament: Risperdal (Neuroleptikum)

Beitragvon freigang187 » Di. 02.08.2011, 00:27

Hallo,

ich hol diesen etwas alten tread aus dem Keller, weil ich nun seid über 8 Monaten Risperdal bekomme, momentan das 25mg Depot und ich absolut nachvollziehen kann wie es boon2k, jag-willy, pasam und den anderen auf Risperdal geht bzw. ging. Erst seid der Reduzierung auf 25mg verspüre ich Besserung im Befinden und kann auch mal wieder ausbrechen und mich freier fühlen. Ich weiß dass es noch eine geringere Dosierung gibt aber mein Psychiater meint es gäbe keine... Allerdings will ich dieses Medikament loswerden, da ich sehr unter den Nebenwirkungen leide und ich mir einfach nicht so blockiert und unfähig vorkommen will. Zudem bin ich Student und nach meiner Zwangspause will ich irgendwann wieder weiter studieren, was mit dem Medikament meiner Meinung nach nicht möglich ist. Risperdal bekam ich wegen einer manischen Episode sowie einer heftigen Psychose. Dies war schon meine zweite Psychose und nach der ersten hatte ich damals die Medikamente schon nach drei Wochen wieder abgesetzt. Diesesmal hab ich mir viel länger Zeit gelassen und habe nun auch eine Krankheitseinsicht, eine ganz andere Perspektive auf das was mir passiert ist also...

Nun will ich das Medikament absetzen, allerdings sagt mein Psychiater dass dann jederzeit die Psychose zurückkehren kann. Im Moment geht es mir allerdings schon etwas besser und ich will einfach ohne Medikamente mein Leben bestreiten ; dabei ist mir klar dass ich in Gefahr bin wieder eine Psychose zu erleiden, jedoch glaube ich dieses Mal die Warnzeichen besser lesen zu können und schon vorher Maßnahmen zu ergreifen. Momentan sieht mein Plan so aus: In den nächsten Wochen will ich auf eine Dosis von 1mg pro Tag kommen dannach dann das Medikament loswerden. Wie sind eure Erfahrungen mit dem Absetzen von Neuroleptika ? Kann mir jemand, der Risperdal abgesetzt hat sagen über welchen Zeitraum das stattgefunden hat ? Ist diese geistige "Stumpfheit" reparabel :( ?

lg
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Re: Medikament: Risperdal (Neuroleptikum)

Beitragvon Atisha » Di. 02.08.2011, 00:57

Hallo, ich habe mir jetzt nicht den ganzen Thread durchgelesen, nur deinen Beitrag. Ich hatte auch schon mehrere Psychosen und einmal versucht es stark zu reduzieren, was schief lief. Naja man muss bissel probieren und auch Psychosen riskieren bis man seine richtige Dosis gefunden hat, nicht zuviel und nicht zuwenig. Meine Schizophrenieerkrankung ist nun sieben Jahre her, erst Letztens habe ich wieder bissel mehr mir geben lassen, weil mirs damit besser geht. Du schriebst was von geistiger Abgestumpftheit, das ist nicht das Risperdal, das ist die Krankheit. Nichtdestotrotz habe auch ich genügend Nebenwirkungen, mit denen ich leben muss. Ich hatte nie das Gefühl das die Medis meinem Geist oder meinem Hirn schaden, wenn was an Defiziten durchkommt, dann ist das die Erkrankung, aber insgesamt bin ich ganz gut drauf. Das hat aber auch die sieben Jahre lang gedauert, immer besser wurde es mit mir. Von total lebensunfähig bis zu etwas arbeitsfähig. Zur Zeit nehme ich 15mg Abilify und 3mg Risperdal am Tag ein.
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Re: Medikament: Risperdal (Neuroleptikum)

Beitragvon Zwahod » Di. 02.08.2011, 16:10

@freigang: Willkommen im Club sage ich da nur - ich hatte auch mal für kurze Zeit Risperdal, damit ging es mir eigentlich nicht wirklich gut, auch Zyprexa fand ich ätzend. Man muss ein bisschen ausprobieren. Hatte nach 7 Jahre dann Fluanxol abgesetzt und ich hatte ruckzuck wieder eine Psychose. Wenn Du schon 2 hattest kannst Du davon ausgehen, dass es wieder kommt wenn Du reduzierst. Die Anlage Psychosen zu bekommen kann leider nicht geheilt werden. Ich verstehe das schon wenn man sich in Watte gepackt fühlt, zunimmt usw. man hadert da ziemlich damit obwohl man nicht viel dafür kann.
Ich nehme derzeit wieder 10 mg Fluanxol und arbeite auch Vollzeit obwohl ich das vor nem halben Jahr auch noch nicht für moglich gehalten hätte, dass das wieder klappt. Auch wenn ich sicherlich nicht mehr ganz so in der Lage bin den Arbeitsstress so leicht zu verarbeiten und ich dann daher ab und an eine Auszeit brauche.
Aber ich kann nur sagen: Die verschiedenen Medikamente wirken bei jedem anders und dass Schlappheitgefühl kommt meiner Meinung nach auch nicht von der Krankheit sondern von den Medikamenten - das ist meine Erfahrung. Meine letzt Episode hatte ich noch vor einem Jahr und erst Medikamentenwechsel auf mein "altes" Fluanxol hatte bewirkt, dass ich mich wieder besser gefühlt habe.
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Re: Medikament: Risperdal (Neuroleptikum)

Beitragvon freigang187 » Di. 02.08.2011, 21:33

aus euren postings entnehme ich, dass ihr beide der Meinung seid, dass ich ohne Medikamente wieder eine Psychose bekommen würde ? Dazu sollte ich erwähnen, dass meine Psychosen drogeninduziert (Cannabis) waren und dass ich jetzt beim Konsum sehr aufpassen werde. Die Psychosen traten auf als ich nurmehr kiffte und sehr wenig schlief.


lg
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Re: Medikament: Risperdal (Neuroleptikum)

Beitragvon Zwahod » Mi. 03.08.2011, 11:24

Das habe ich auch mal gedacht, weil ein Rückfall durchs Kiffen begünstigt wurde. Dann 7 Jahre später hatte ich damit überhaupt nichts mehr am Hut und war eigentlich sicher dass ich die Medis absetzen kann. Leider war das ein Trugschluss. Wie gesagt wenn Du es bereits 2 mal hattest kannst Du davon ausgehen, dass Du wie ich oder andere nicht mehr davon verschont bleiben wirst wenn Du es ohne Medikamente (vor allem nach kurzer Zeit der Einnahme - da würde ich 3 Jahre Dauermedikation noch mit einrechnen) versuchst.
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Re: Medikament: Risperdal (Neuroleptikum)

Beitragvon freigang187 » Sa. 06.08.2011, 01:30

ojeoje das ist ja leider nicht sehr erbauend. 3 Jahre bekomme ich Risperdal bei weitem noch nicht - es sind jetzt 8 Monate. Mir kommt es halt so vor, als wäre ich nicht ganz auf der Höhe und könnte nicht mehr "mithalten". Dieses Gefühl hat mein ganzes Selbstbewusstsein zerstört und ich traue mich kaum noch aus dem Haus, habe Angst das jemand mich anspricht und schon am Blick erkennt dass ich nicht ganz sauber bin... darüber hinaus träume ich jede Nacht und komme morgens nicht aus dem Bett weil ich immer erstmal wieder klarkommen muss dass das was ich gerade (im Traum) erlebt habe nicht die Realität ist. Dazu kommen körperliche Auswirkungen wie sehr dürftiger Stuhlgang und eine verkümmerte Libido. Sicher da kann man jetzt einwenden, dass das auch durch die Krankheit kommen könnte, aber das will ich auf kurz oder lang herausfinden. Ich hab einfach eine brutale Abneigung gegen Medikamente und glaube, dass sie mir mehr schaden wie helfen und dass sie Gift für mich sind. Durch eine bewusste Lebensweise und das Verhindern von Extremsituationen müsste man das doch auch ohne schaffen können... das hoff ich zumindest !


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Re: Medikament: Risperdal (Neuroleptikum)

Beitragvon Atisha » Sa. 06.08.2011, 01:57

versuchen kannst du es ja, aber wenns nicht geht dann mussst du auch mit dem Anderen leben.
Mit der verkümmerten Libido und Potenz das kenne ich leider nur zu gut. Es ist bei mir gleich mit dem Ausbruch der Krankheit und damit mit der Medieinnahme losgegangen. Ärzte sagen immer vielleicht liegts an der Krankheit. Ich denke es liegt an den Medis die versauen da was und zwar irreparabel für immer.
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Re: Medikament: Risperdal (Neuroleptikum)

Beitragvon Zwahod » Sa. 06.08.2011, 13:50

Hallo Freigang. Was Du allerdings versuchen kannst ist: verschiedene Neuroleptika auszuprobieren. Wenn ich an Risperdal oder Zyprexa denke, habe ich auch schlechte Erfahrungen damit gemacht.

Ich nehme eines aus den 50er Jahren(!) und komme damit weitesgehend gut zurecht. Nennt sich Fluanxol. Hänge nicht so sehr in der Traumwelt fest, wenn ich morgens aufstehe und körperlich geht es mir auch ganz gut damit. Allerdings sind Umstellungen von Medikamenten auch Risikobehaftet.

Der Witz ist, dass Fluanxol als einziges Neuroleptikum, von denen die ich ausprobiert habe so wirkt als ob ich ein TicTac lutsche.

Habe damit kaum Probleme und es ist auf jeden Fall sehr wirksam - auch die Leute die ich kennenlernte, die es schon hatten sagten alle es wäre ganz gut.
Ich kann das gut nachvollziehen - als ein Arzt zu mir gesagt hat, ich solle 5 Jahre Zyprexa nehmen, dachte ich auch wie soll das gut gehen, weil die Lebensqualität sehr gelitten hat. Dann habe ich versucht es nach 2 Jahren abzusetzen und ich hatte wieder eine Psychose (allerdings auch durch Kiffen begünstigt).

Also hatte innerhalb 1997-2010 ganze 4 Psychosen, damals war ich 16 als der erste Schub kam und zwischendurch 7 Jahre stabil mit Fluanxol.

Viel Glück und vielleicht kann Dir Dein Arzt mit einem anderen Medikament weiterhelfen.
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Re: Medikament: Risperdal (Neuroleptikum)

Beitragvon Mandy » Sa. 29.04.2017, 23:42

Der 2 letzte Herr mit der Drogen psychose

Wie ging es mit dir weiter danach würde mich sehr interessieren mache gerade das gleiche durch .
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