Anpassungsstörung...Behandlung?

Dieses Unterforum bietet Platz für sonstige, spezielle psychische Störungen und Krankheiten, die in den anderen Foren thematisch nicht passen würden.
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Anpassungsstörung...Behandlung?

Beitragvon kuscheltier92 » Sa. 06.05.2017, 03:55

Huhu, meine Mutter will, dass ich eine psychotherapie mache. Die Diagnosen sind kombinierte und sonstige Persönlichkeitsstörung und Anpassungsstörung onA F43.28. Hat jemand psychotherapeutische Erfahrungen gemacht? Welche Therapieform? Was macht man? Wie lange macht man sie? Was wird besprochen? wäre super wenn sich jemand findet der diesbezüglich erfahrungen hat.
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Re: Anpassungsstörung...Behandlung?

Beitragvon JK97 » Mo. 08.05.2017, 18:54

Hey,
ich hab u.a. auch diese Diagnosen, kann dir aber leider nicht so genau sagen, was man da machen kann. Ich habe Verhaltenstherapie gemacht, war jedoch nich hilfreich und hat mir rein gar nichts gebracht aber das liegt auch sehr an mir...
Ich weiß, sorry, hilft dir jetz auch nich weiter
LG
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Re: Anpassungsstörung...Behandlung?

Beitragvon Jens » Sa. 22.07.2017, 10:09

Hallo kuscheltier92,

ich würde mal einen Psychiater aufsuchen, der sich mit der Anpassungsstörung auskennt. Ich denke eine Gesprächstherapie ist da gar nicht so schlecht. Wird aber leider von der Kasse nicht bezahlt...

LG
Jens.
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Re: Anpassungsstörung...Behandlung?

Beitragvon Mäuschen » Mo. 24.07.2017, 09:49

Na klar, wird das von der Kasse bezahlt!
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Re: Anpassungsstörung...Behandlung?

Beitragvon Jens » Fr. 28.07.2017, 11:33

Von der Kasse werden Verhaltenstherapie, tiefenpsychologische Therapie und Psychoanalyse bezahlt. Nicht aber Gesprächstherapie, systemische Therapie, etc. ...
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Re: Anpassungsstörung...Behandlung?

Beitragvon Mäuschen » Fr. 28.07.2017, 12:13

die von dir genannten Therapien sind alles Gesprächstherapien. Ist quasi der Überbegriff für alle Therapieformen, in denen gesprochen wird. Ansonsten wird noch die Therapie von Rogers als Klientenzentrierte Gesprächstherapie bzw. -führung bezeichnet. Gibt es in der Regel aber nicht isoliert, sondern ist in den anderen Verfahren einfach mit dabei, weil es inzwischen für fast alle absolute Grundlage der Arbeit darstellt. Also Kuscheltier, einfach mal Therapeuten suchen und anrufen. Geredet wird überall ;)

Der grundlegende Unterschied ist im Prinzip, ob es "einfach" um eine Verhaltensänderung im jetzt geht. Oder davon ausgegangen wird, dass irgendetwas in der Vergangenheit war und das muss herausgefunden werden. Also im Prinzip ob sie jetzt oder vergangenheitsorientiert ist. Letztendlich passiert aber auch beides in allen Formen der Therapie. Persönlichkeitsstörungen sind meist bei Verhaltenstherapeuten, weil es da ja auch viel um das konkrete Verhalten geht. Aber wenn du wo anrust, werden die dir am Telefon auch sagen, ob du richtig bist oder nicht und dann kannst du auch um alternative Adressen bitten.
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Re: Anpassungsstörung...Behandlung?

Beitragvon Mäuschen » Fr. 28.07.2017, 12:21

Du könntest als erstes aber auch einfach mal zu deinem Hausarzt gehen und mit ihm darüber sprechen. In der Regel sollten die da auch Bescheid wissen und fungieren oft als erste Anlaufstelle. Er kann dir sicherlich sagen, was gut für dich wäre und dir auch mal schon Adresse geben und so.
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Re: Anpassungsstörung...Behandlung?

Beitragvon kuscheltier92 » Fr. 28.07.2017, 23:55

Wow ihr habt ja echt viel geschrieben. Danke für die Tips. Mein Hausarzt weiß um meine Psychichen-Beschwerden er hat den Brief aus der Psychiatrie von vor 4 Jahren alles da. Ich bin leider nicht in der Lage bei fremden Personen anzurufen deswegen wird das auf diese Art mit der Kontaktaufnahme schwierig. Ich habe nichtmal eine genaue Vorstellung davon, was eigentlich eine "Anpassungsstörung" ist ich weiß, dass man 5 verschiedene Beziffern kann (ICD-10). Ihr sagt Gesprächstherapie wird angeboten diesbezüglich. Problem ist aber, dass ich absolut keinen emotionalen-Bezug habe zu, naja, eigentlich allem. Deswegen weiß ich nicht ob ich es "schaffe" überhaupt etwas zu ändern, weil ich es nicht als Problem "Verstehe" aber ich "sehe", dass sie ein Teil des gesamten Problems ist. Naja da ich letzter Zeit noch so einiges mehr vorgefallen ist auf psychicher/emotionaler Basis werde ich meine Psychiaterin mal ansprechen ob sie Tips hat zur Behandlung beim nächsten Termin. Denn auch das "andere" alles muss "behandelt" werden und angesprochen werden, sonst wird meine Zukunft ziemlich Rot/Schwarz.

Aber vielen Dank für die Tips
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Re: Anpassungsstörung...Behandlung?

Beitragvon Jens » Sa. 29.07.2017, 17:30

Natürlich wird in den meisten Psychotherapien geredet. Allerdings ist Gesprächspsychotherapie ein feststehender Begriff. Und diese wird halt so nicht von den Krankenkassen bezahlt...


@kuscheltier92

Ich habe heute den Begriff "Soziotherapie" zum ersten Mal gehört. Der Soziotherapeut geht mit seinen Klienten unter anderem auch zu Ärzten und Therapeuten, hilft ihnen bei der Kontaktpflege. Google doch einfach mal nach, ob es bei Dir am Wohnort einen Soziotherapeuten gibt. Und wenn Du da Probleme mit der Kontaktaufnahme haben solltest bitte vielleicht Deine Mutter, dass sie das macht. Soziotherapie wird übrigens auch von der Krankenkasse bezahlt.

Ansonsten finde ich den Begriff "Anpassungsstörung" irreführend. Meiner Meinung nach handelt es sich oft um eine Posttraumatische Belastungsstörung "light". Die Verursachung durch ein Trauma wird mit dem Begriff "Anpassung" einfach nur verschwiegen. Insofern könnte man bei einer Anpassungsstörung auch an eine Traumatherapie denken...
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Re: Anpassungsstörung...Behandlung?

Beitragvon kuscheltier92 » Sa. 29.07.2017, 22:05

Ja zufällig habe ich gestern Abend auch ziemlich schnell den Begriff der "Soziotherapie" gefunden, ich verstehe die Ansätze bin mir aber nicht sicher ob es "das passende ist". Meine Mutter bleibt bei allem außen vor, zwar lebe ich gerade gewzungener Maßen mit ihr zusammen aber das muss sich so schnell es geht ändern, sie redet zwar abunzu davon, sie will mich verstehen, zeigt jedoch dann wieder 0 Interesse.


Ja beim suchen der Definition der "Anpassungsstörung" stieß ich auch auf die PTBS Vorstufe. Jedoch weiß ich aus Texten im Bereich der PTBS in diesem Forum, dass viel dieser Personen dauerhaft und nahezu alltäglich "traumutisiert" und "erinnert" werden an "jenes Ereignis" (was auch immer es ist). Bei mir jedoch spielt "jenes Ereignis" eben keine Rolle in meinem Alltag, jedoch das "Resultat". Ich werd mal nachlesen was sich so ergeben kann als Behandlung, bis dass ich nächstes Jahr eine Ausbildung beginnen möchte, habe ich 1 Jahr Zeit für Therapie.
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