Vom einen Extrem ins andere

Austauschmöglichkeit zum Thema Essstörungen, wie z.b. der Anorexie (Magersucht), Bulimie (Ess-Brechsucht), Binge-Eating-Disorder (Fressanfälle) oder Adipositas (Esssucht), sowie über Ernährung und Essverhalten.

Wichtig: Kein Pro-Ana/-Mia erwünscht!

Vom einen Extrem ins andere

Beitragvon Imagine » Sa. 25.01.2014, 01:55

Hallo,

ich bin gerade sehr ratlos.
Ich habe in letzter Zeit häufig mit Fressattacken zu kämpfen. Sprich, ich esse zu den Sachen, die ich normal essen würde, tagsüber einfach ganz viele andere Sachen dazu (meist ungesundes Zeug, häufig aber auch einfach wahllos, was ich gerade finde). Da sich da die Kalorien ja dann ganz schön ansammeln, versuche ich dann, das wieder "auszugleichen" bzw. "rückgängig zu machen", indem ich dann wieder nur ganz wenig bis gar nichts esse. Das wechselt sich gerade im 1-2 Tage-Rhythmus ab. Ganz viel essen, hungern, ganz viel essen, hungern. Mal abgesehen davon, dass das nicht gut für meinen Körper sein kann, schaffe ich es so ja auch nicht, endlich mal ein normales Essverhalten aufzubauen.
Von meiner Therapeutin hab ich nun schon den Tipp bekommen, dass ich wenig bis gar kein Bargeld (oder Geld nur passend, z.B. für den Bus) mitnehme, wenn ich alleine rausgehe, damit ich mir unterwegs nichts kaufen kann (es sind oft nämlich Sachen/Gebäck vom Bäcker). Ich hatte nur das Gefühl, dass sie mir bei dem Thema nicht wirklich weiterhelfen kann.
Ich fühle mich mittlerweile so eklig und fett, dass ich niemanden mehr sehen mag und wenn, dann nur ungern, weil ich denke, dass die sehen, dass ich ganz viel zugenommen hab (so viel ist es wahrscheinlich gar nicht, ich denke aber eben, dass man mir das sofort ansieht, weil es ja miiiindestens 10 Kilo sind. Ja, ist klar. Dummer Kopf!).

Jetzt wollte ich euch fragen, ob jemand das Problem vielleicht sogar kennt und was ihr dagegen unternommen habt? Oder was euch sonst so dazu einfällt, ich bin über jeden Tipp/Kommentar dankbar.

Liebe Grüße von einer etwas verzweifelten Imagine
Imagine
 

Re: Vom einen Extrem ins andere

Beitragvon Amon » So. 26.01.2014, 16:57

Dieses Ungleichgewicht in deinen Essverhalten hat wohl einen Hintergrund. Bei mir ist es das ich meine innere Leere mit Essen füllen möchte.

Wäre vielleicht ein Ansatz dich zu fragen was dich aus deinne Gleichgewicht bringt?
Amon
 

Re: Vom einen Extrem ins andere

Beitragvon Imagine » Mo. 27.01.2014, 16:02

Ja, ich denke, dass auch bei mir die Leere eine große Rolle spielt und dass ich die gerade mit Essen fülle.
Nur stellt sich halt die Frage, wie man die anders "füllen" kann?
Imagine
 

Re: Vom einen Extrem ins andere

Beitragvon GefallenerEngel » Mo. 27.01.2014, 21:49

Imagine hat geschrieben:Ja, ich denke, dass auch bei mir die Leere eine große Rolle spielt und dass ich die gerade mit Essen fülle.
Nur stellt sich halt die Frage, wie man die anders "füllen" kann?


Fernsehen, DVDs, laute Musik... alles Sachen, mit denen man die Leere füllen und die Langweile vertreiben kann. Am Besten etwas Visuelles, also Filme und/oder Fernsehprogramme, die man mag. Ich hatte mal eine Phase, als ich einige Sitcoms sehr gern schaute, King of Queens zb. Die können einen echt verschlingen, dann vergisst man die Welt da draußen.
GefallenerEngel
 

Re: Vom einen Extrem ins andere

Beitragvon Amon » Mi. 29.01.2014, 21:23

Imagine hat geschrieben:Ja, ich denke, dass auch bei mir die Leere eine große Rolle spielt und dass ich die gerade mit Essen fülle.
Nur stellt sich halt die Frage, wie man die anders "füllen" kann?



Man kann sich mit Unterhaltenden Dingen ablenken man kann aber auch in einer Therapie die Wurzel ausgraben, warum man sich überhaupt leer füllt. Ich bin momentan auch dabei erst mal dahinter zu kommen.
Amon
 

Re: Vom einen Extrem ins andere

Beitragvon Kathikatze » Do. 30.01.2014, 09:15

Amon hat geschrieben:
Imagine hat geschrieben:Ja, ich denke, dass auch bei mir die Leere eine große Rolle spielt und dass ich die gerade mit Essen fülle.
Nur stellt sich halt die Frage, wie man die anders "füllen" kann?



Man kann sich mit Unterhaltenden Dingen ablenken man kann aber auch in einer Therapie die Wurzel ausgraben, warum man sich überhaupt leer füllt. Ich bin momentan auch dabei erst mal dahinter zu kommen.


*unterschreib*
Kathikatze
 

Re: Vom einen Extrem ins andere

Beitragvon Katrinchen » So. 16.03.2014, 15:17

ich denke, ablenken ist der Anfang, es in der Therapie bearbeiten der zweite Schritt.
Mir hilft es , wenn ich etwas körperliches mache, einen schnellen Spaziergang mit Kopfhörern in den Ohren z.B. aber da ist natürlich das Problem, dass man auch an einem Bäcker vorbeikommen könnte...
Auch im Internet surfen ist gut in solchen Situationen, oder im Forum vorbeigucken!!!!
Ich drücke dir alle Daumen, dass du für dich das passende findest!
Katrinchen
 


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