mir ist übel

Austauschmöglichkeit zum Thema Essstörungen, wie z.b. der Anorexie (Magersucht), Bulimie (Ess-Brechsucht), Binge-Eating-Disorder (Fressanfälle) oder Adipositas (Esssucht), sowie über Ernährung und Essverhalten.

Wichtig: Kein Pro-Ana/-Mia erwünscht!

Re: mir ist übel

Beitragvon Vanilla » Di. 30.03.2010, 11:21

Danke für die Erklärung Solveigh. Du hast anfangs erwähnt, dass heißes Wasser in der Ayurveda angewendet wird, das ist ja uraltes Wissen.

Ich esse morgens auch nur aus Vernunft Luna, habe dann gar keinen Appetit
Dir wurde dieses Leben gegeben, weil du stark genug bist um es zu leben.
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Ja, ich hasse meine MS und sie mich scheinbar auch. Aber manchmal sitzen wir auch zusammen und lachen gemeinsam über meinen Gang

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Re: mir ist übel

Beitragvon Solveigh25 » Do. 01.04.2010, 14:09

Hi Luna, es ist Colchicum C30, hat mir der gleiche Ayurveda-Arzt verschrieben, der mir das mit dem heißen Wasser gesagt hat. Und nochmal wichtig: wirklich über 10 Minuten kochen, da die chemischen Verbindungen sich ändern (wenn ich die Stelle im Ayurveda-Buch finde, zitiere ich sie euch mal wörtlich).
Solveigh25
 

Re: mir ist übel

Beitragvon Solveigh25 » Do. 08.04.2010, 08:29

Nun habe ich mal das Ayurveda-Buch rausgezogen. Hier eine lange Passage zum Thema "Heißwasserkur":
AMA: Ama bedeutet wörtlich übersetzt so viel wie "unreif" oder "ungekocht" und steht für Schlackenstoffe, Körpergifte und unverdaute Nahrungsbestandteile, die durch eine schwache Verdauung im Magen-Darm-Trakt entstehen. Darunter fallen auch Akohol und andere Gärungs- und Fäulnisprodukte im Darm. Ama schwächt die Gewebe und ist bei fast jeder Krankheit vorhanden. In erweitertem Sinn kann Ama auch im psychischen Bereich gebildet werden, als Folge "unverdauter" Gefühle, Belastungen und ungelöster Konflikte. Was auf diese Weise im Nervensystem und im Stoffwechsel an "Giftsubstanzen" entsteht, ist nach ayurvedischer Ansicht ebenso gesundheitsschädlich wie unverdaute nahrung. Der Abbau von Amasteht deshalb fast immer am Anfang einer ayurvedischen Behandlung. Eine einfache und wirkungsvolle Maßnahme ist das Trinken von heißem Wasser.
Heißwasser-Trinkkur: [...] "Unechte" Hungergefühle zwischen den Mahlzeiten werden befriedigt, Nebenwirkungen beim Fasten wie Übelkeit, Kopfschmerzen, Gereiztheit oder Mattigkeit bleiben aus. Gelenk-, Rücken- und Nackenschmerzen werden gelindert. Das schluckweise Trinken hat eine beruhigende und psychisch stabilisierende Wirkung, was sich besonders bei nervösen und angespannten Menschen bemerkbar macht. Darmstörungen wie Aufstoßen, Blähungen, Völlegefühl oder Verstopfung verschwinden. Durch die Reinigung des Körpers wird die Haut klarer, sieht frischer und besser durchblutet aus. Ebenso vermindert sich Juckreiz. Ein wesentlicher Vorteil des heißen Wassers gegenüber Tee ist seine relative Geschmacksfreiheit. Durch das lange Kochen bekommt es nur einen leicht süßen Geschmack, der mit zur Beruhigung von Vata beiträgt. Ansonsten ist es fast geschmacksneutral. [...] entscheidend [...] ist die Häufigkeit: Zwei bis drei Schlucke halbstündlich oder stündlich reichen. Wichtig ist jedoch die Qualität des Wassers. In ländlichen Gegenden können Sie meist Leitungwasser verwenden. Leben Sie jedoch in der Stadt, sollten Sie sich mineralstoffarmes und kohlensäurefreies Mineralwasser besorgen. Kochen Sie reines Wasser (kein chloriertes ...) ohne Kohlensäure oder mineralstoffarmes MIneralwasser mindetens zehn bis fünfzehn Minuten vor GEbrauch, lassen es dann zwei bis drei Minuten stehen, damit die Schwebeteilchen zu Boden sinken und füllen es in eine Thermoskanne." (Schrott/Bohlen, Die köstliche Küche des Ayurveda, S.274-275)
Solveigh25
 

Re: mir ist übel

Beitragvon Vanilla » Do. 08.04.2010, 17:28

Danke Solveigh,
da hast du dir echt Mühe gemacht, alles abzuschreiben.
Das ist auf jeden Fall sehr interessant + auch einleuchtend.
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