Quartalstrinker

Es geht hier sowohl um stoffgebundene Süchte und Abhängigkeiten (wie Alkohol- und Drogenmissbrauch) und nicht-stoffgebundene Süchte wie Verhaltenssüchte (z.B. Internetsucht, Kaufsucht, Spielsucht etc.), als auch um Zwangsstörungen (Zwangshandlungen und Zwangsgedanken/-ideen).

Quartalstrinker

Beitragvon StilleSeele » Sa. 05.07.2014, 16:10

Hallo Leute,

wer kennt sich mit Quartalstrinkern aus???

Diese,Jene,Welche kommen Wochen ohne Alkoholexzesse aus,aber dann wenn es sie erwischt,müssen sie wohl mehrere Tage hintereinander trinken.

Wie hilft man solchen Menschen,vor allem wenn sie es selbst nicht wahr haben wollen??

Wenn man nicht helfen kann,trennt man sich besser oder muß man lernen damit umzugehen???

Fragen über Fragen,aber ich weiß nicht weiter. Ich hoffe mir antwortet jemand.


P.S Können eigentlich auch Borderliner zu Quartalstrinkern werden?


Danke und liebe Grüße

StilleSeele
StilleSeele
 

Re: Quartalstrinker

Beitragvon warum ich » So. 06.07.2014, 13:56

StilleSeele hat geschrieben:Können eigentlich auch Borderliner zu Quartalstrinkern werden?

nachdem einer es (geworden) ist, wäre eine beantwortung dieser frage doch wohl witzlos, ob oder inwieweit seine borderliner-veranlagung daran einen anteil hätte, daß es so gekommen ist.

zwingend sicher nicht.
sonst wär's ja auch zu einfach ;)

aber denkbar jedenfalls noch eher, als wenn ein borderliner, wenn er dann im alkohol einen freund gefunden zu haben meint, zum schlichten spiegeltrinker würde. sind halt auch einige ansätze ähnlich, nachdem es nun mal leider zur borderliner-prädistination gehört, daß sie in ihren stimmungen impulsiv sind.

eher atypisch für borderline im "jung-stadium", wo alkohol(mißbrauch) - und dann eben oftmals auch exzessives trinken - oft beobachtet wird, indessen aber die insoweit "stabilität", mit der sich ein quartalstrinker dann eben auch über längere zeiten hin zu enthalten schafft, wäre dann eher wohl in späteren stadien erst zu erwarten; dann, wenn borderliner weniger heftig mehr von den stimmungswechseln geschüttelt sind. und dann auch wieder nur bei denen von ihnen, die sich überhaupt auf's trinken als so empfundenen ausweg verlegt hätten.

das aber ist doch alles für dich gar nicht wichtig ...

wichtig wäre vielmehr, zu erkennen / einsehen zu schaffen, daß manin einer beziehung zu einem alkoholiker zwangsläufig irgendwann in die co-abhängigkeit gerät, wo dann der alkohol derjenige sein wird, der alles weitere bestimmt.

daher ist, wenn man sich und aber auch dem alkoholiker helfen will, einzig eine trennung der weg.

diese einsicht dauert bei manchen mitunter sogar jahrzehnte - und zumeist ist das eigene leben davon nachher schon so weit ruiniert, daß man selber am besten gleich hätte mitsaufen können; ergebnis wäre am ende dasselbe.

du stehst bis dahin jedenfalls in allem dem alkoholiker im wege - erst recht mit ehrlicher liebe, mitleid und all dem, worauf der befallene längst schon nichts mehr gibt -, wo er sich ersteinmal selber finden muß, bevor er überhaupt erst den versuch machen kann, seiner sucht und seinem teufel zu entkommen.
warum ich
 


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