PTBS trauma bei partnerin

Thematik dieses Forums: Dissoziationen wie Depersonalisation, Derealisation und andere dissoziative Zustände sowie Traumata und ihre möglichen Folgen, so wie u.a. auch die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), die akute Belastungsreaktion oder die Dissoziative Identitätsstörung (DIS) bzw. Multiple Persönlichkeitsstörung (MPS).

PTBS trauma bei partnerin

Beitragvon Fragni » Mo. 19.09.2016, 19:55

Hallo.
Meine Frau erlebte in ihrer früheren ehe jahrelangen Missbrauch.wir lernten uns durch Zufall kennen und hatten bereits 4jahre eine heimliche Beziehung hinter uns wo wir uns ab und an für paar std gesehen haben,aber tägl Kontakt per tel hatten.dann beschlossen wir ihre Flucht zu planen.nach langer Vorbereitungszeit kam der Tag und sie floh in zunächst in ein Frauenhaus um dann kurze Zeit später zusammenzuziehen.es folgten Gerichtsverhandlungen unter Polizeischutz,Zeugenschutzprogramm,etc.vor zwei Jahren unser Traum,unsere sehr gefühlvolle,emotionale Hochzeit.wir waren am Ziel.
Es folgte kurz danach eine Veränderung mit ihr,Nähe,sex wurde weniger,sie dissoziierteteilweise während des gv,ließ fast nichts mehr zu,küssen,Berührungen,ich musste Handschuhe tragen,war nicht mehr.
Es folgte ein klinikaufenthalt nach der anderen mit Krankheiten die sehr selten vorkommen.
Im Frühjahr musste sie WG Depressionen in eine akutklinik wo sie stabilisiert wurde.
Dort kam es zu einem gemeinsamen Gespräch mit ihrer Therapeutin wo sie betonte die ehe weiterzuführen zu wollen,gemeinsam daran arbeiten war unser gemeinsames Ziel.
In der Folge wurde sie immer aggressiver zu mir,egal was ich machte,alles war falsch in ihren Augen.
Selbst eine Umarmung war nicht mehr möglich.
Wir beschlossen das wir versuchen durchzuhalten bis sie eine traumaklinik findet und nach der Therapie sehen ob es für einen Neuanfang reicht.
Ich bin ihr aus dem weg gegangen,hab ihr alles abgenommen da sie mit ihrer kraft am Ende war und oft lethargisch zhs abhing.
Vor 5wochen,wir planten unsere termine,kam sie mit dem Satz,ich kann nicht mehr,ich halt das nicht mehr aus,zog den Ehering aus und beendete unsere ehe...in der Folge vielen Sätze wie..ich wünsche mir das mir in der Klinik geholfen werden kann um normal zu leben,eine Beziehung zu führen..aber nicht mit dir..ich spürte schon kurz nach der Hochzeit weniger liebe zu dir...
Mitte Oktober geht sie in die Klinik...
Mitte Oktober geht sie in eine traumaklinik....
Ich liebe sie nach wie vor,würde mit ihr den langen,schweren weg gehen,aber hab das Gefühl das sie alles negative von früher auf mich projeziert,ihre Wahrnehmung von mir verdreht bis sie negativ ist.
Die Tür wird für sie ein Spalt auf bleiben,auch wenn sie immer betont das es kein zurück mehr gibt.es ist schwer einzuschätzen was an ihrer PTBS liegt und was nicht
Fragni
 

Re: PTBS trauma bei partnerin

Beitragvon Gast » Sa. 15.10.2016, 18:45

Hallo Fragni,
mir geht es fast genau so. Ich habe eine Frau Mitte August kennengelernt. Sie hat auch PTBS. Wir haben über ihre Kinder über ihren Mann (seit ca. 2 Jahren getrennt) geredet. Sie hat mir erzählt welche Sachen sie erlebt hat. Wieviel Geld zur Verfügung ist. Einfach gesagt sie hat mir sehr viel erzählt. Auch das sie ab September in eine Tagesklinik geht. Da ich mich hals über Kopf in sie verknallt habe, wollte ich ihr in dieser Zeit zur Seite stehen. Dies ist mir nun leider nicht mehr möglich. Ich wurde per WhatsApp von informiert das ich sie in Ruhelassen soll und sie will nicht mehr. Danach haben wir und öfter gesehen, weil wir im gleichen Haus wohnen. Sie suchte auch weiterhin den Blickkontakt zu mir. Nun sitze ich in meiner Wohnung und heule mir die Augen aus, weil ich nicht weis ist es der Therapie geschuldet das sie mich verbannt hat (sie möchte während der Therapie keine Beziehung, kein Verhältnis sondern sich nur um sich und ihre Kinder kümmern), ist es eine Schutzfunktion für unsere Freundschaft oder ist es ganz aus. Ich kann mit dir mitfühlen. Während ich dies schreibe ist mir selber wieder hundeelend.
Gast
 

Re: PTBS trauma bei partnerin

Beitragvon Manni » So. 16.10.2016, 10:45

Hallo,
der als Gast geantwortet hat war ich.
Fragni: bei mir bleibt die Tür nicht nur einen Spalt offen. Bei mir ist es ein riesengroßes Scheunentor.
Nur ich weis nicht was jetzt Sache ist. Als ich sagte das ich sie mag kam die Antwort: ich weiß.
Ich kann verstehen das sie und die Kinder an erster Stelle stehen. Ihre Bekannte sagt ich soll einen Strich drunterziehen. Das kann ich aber nicht, da für mich immer noch ein Funken Hoffnung da ist (Blickkontakt).
Sie hat mich mit der SMS abgebügelt. Das kann aber wie gesagt mehrere Gründe haben.

Wäre schön wenn sich irgendjemand melden würde, der mit dieser Situation Erfahrung hat.
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Re: PTBS trauma bei partnerin

Beitragvon Amylee » So. 16.10.2016, 22:53

Hallo ihr beide....ich kann nur als Missbrauchsopfer sagen , das wenn Eure Frauen Abstand wollen, das man akzeptieren muss ....weil man sonst die Situation verschlimmert....Ihr musst viel Geduld haben...denn nach einem Missbrauch ist ein Normales Leben so gut wie nicht mehr Möglich....und eine normale Beziehung auch nicht....es wird immer wieder etwas geben was einem an den Vorfall oder die Vorfälle erinnert....in der Therapie lernt sie damit umzugehen ....vielleicht solltet Ihr Euch über PTS Informieren...im Internet oder so....mehr kann ich leider auch nicht sagen...ausser sehr zurückhaltend sein und abwarten ...wenn überhaubt...denn wenn sie schon sagt sie will nicht mehr...dann wird es vielleicht auch so sein....aber ich habe auch lange gebraucht bis ich eine Beziehung zu meinen jetzigen Mann zugelassen habe....aber so wie es bei Euch aussieht, sieht es nach einem Beziehungsschluss aus...aber so genau kann ich das jetzt nicht beurteilen zumal ich nicht weiß was für Psychische Krankheiten noch vorhanden sind, die die Symtomatik noch beinflussen kann....ich bin auch kein Psychologe...aber wenn die Wunde noch sehr frisch ist ...wird eine Beziehung sehr schwierig wenn nicht unmöglich....ich habe auch Jahre lang Therapie gemacht, bis ich mich überhaubt in Beziehung eingelassen habe...die auch am Anfang mit Beziehungsbruch endeten.....bis auf die jetzige....und die ist trotzdem nicht einfach....aber durch Skills Methoden habe ich gelernt und muss noch lernen mit Triggerfactoren umzugehen.....und dazu gehört auch mal Abstand halten....ich weiß nicht wie ich jetzt noch weiter helfen kann, ich hoffe ich konnte wenigstens ein wenig helfen....Gruß ...Amylee
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Re: PTBS trauma bei partnerin

Beitragvon Manni » Mo. 17.10.2016, 07:48

Hallo Amylee,
meine Bekannte ist eine starke Frau. Ich glaube sie hat die Freundschaft mit mir aus Sicherheitsgründen auf Eis gelegt. Sie möchte die Therapie, die wichtig ist um ihre Kinder zurück zu bekommen nicht gefährden. Des weiteren sehe ich ihre Reaktion als Schutzmaßnahme für unsere noch sehr junge Freundschaft. Sie sucht ja auch immer wieder den Blickkontakt zu mir. Ich bin guter Hoffnung das sie einigermaßen gestärkt aus der ganzen Sache hervorgeht. Was Informieren angeht: ich habe mir Bücher zugelegt, im Internet recherchiert, mich mit Betroffenen unterhalten. All die Infos sagen mir, es wird schon wieder werden. Die Zeit wird es zeigen.
Zum Schluss ein Spruch: MACH DICH RAR DANN NIMMT SIE DICH WAHR
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Re: PTBS trauma bei partnerin

Beitragvon Manni » Mo. 17.10.2016, 08:03

Nachtrag zum letzten Post,
gestern hat sie ihre Kinder verabschiedet (auf dem Weg zum Vater) da hat sie mich per Zufall gesehen. Und sich weggedreht. Ich weis nicht ob irgendwas triggert oder sie nur traurig war wegen der Kinder. Die Zeit wird es zeigen. Noch 7 Wochen bis zu Therapieende?
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Re: PTBS trauma bei partnerin

Beitragvon Amylee » Mo. 17.10.2016, 19:20

Also wenn es sich bei Deiner Freundin um ein Trauma handelt indem sie sexuell missbraucht worden ist und körperlich missbraucht worden ist sowie seelisch , dann wird sie das nicht nach ein Paar Wochen bewältigen.....natürlich gibt es einige die verarbeiten schneller und andete langsamer , das hängt auch davon ab wie schwer man missbraucht worden ist....jedenfalls wird sie auch nach der Therapie weiter behandelt werden müssen ambulant....allein der Kinder schon zur liebe....und jeder Betroffene braucht viel stärke um solche Erlebnisse zu verarbeiten.....und das geht nicht von heute auf morgen...das ist keine Grippe oder ähnliches....das ist ein Eingriff in das eigene Leben.....und nach sexuellen missbrauch ist keine 100% normale Bezieung zu erwarten das wär zu viel verlangt....ich spreche aus eigener Erfahrung .....warte einfach ab und wie Du schon sagst , die Zeit verrät Dir ob sie interesse hat oder nicht.....wenn sie intetesse hat wird sie auf Dich zukommen...wenn sie der Typ dazu ist, ansonsten wird sie Dir schon deutliche Signale geben und das ist das gegenteil von Ablehnung.....ich wünsche Dir viel Geduld und Glück das sie zu Dir zurückkommt....ansonsten....viele Grüße....Amylee
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Re: PTBS trauma bei partnerin

Beitragvon Amylee » Mo. 17.10.2016, 19:23

Entschuldige meine Schreibfehler.....hab ich zu spät gesehen....gruß....Amylee
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Re: PTBS trauma bei partnerin

Beitragvon Manni » Mo. 17.10.2016, 22:29

Hallo Amylee,
was meinst du mit dem Satz: ansonsten wird sie Dir schon deutliche Signale geben und das ist das gegenteil von Ablehnung. Was passiert dann? Soll ich sie irgendwann Ansprechen oder wie geht es weiter?
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Re: PTBS trauma bei partnerin

Beitragvon Amylee » Mo. 17.10.2016, 23:43

Ich meine damit, das wenn ich interesse an jemanden habe, dann lehne ich ihn nicht ab....zumindestens nicht dauerhaft...z.B. wenn man streitet lehnt man auf irgend einer weise ab , dann kommt die Versöhnung und man lässt wieder Nähe zu...grob gesagt.. aber wenn immer wieder abgelehnt wird , dann ist kein Interese da...aber ansprechen könntest Du es eventuell versuchen....vielleicht nur fragen wie es ihr geht...abgesehen davon wirst Du dann sehen ob sie Dir entgegen kommt oder wartet....oder sich ganz abwendet, wenn Du auf sie zugehst....dann siehst Du auch ob sie Interesse hat oder nicht...allerdings kenne ich Deine Freundin nicht und ich weiß wirklich nicht wie sie reagieren wird...aber Du müsstest sie doch besser kennen....sie ist und war doch immerhin Deine Freundin ....also ich weis jetzt nicht mehr wie ich noch weiter helfen kann....jedenfalls würde ich auch vorsichtig sein nicht ständig hinter ihr her zulaufen , wenn sie mehrmals deutlich kein Intresse gezeigt hat...sonst würde das schon in Richtung Stallking gehen und wäre nicht gut und vor allem Strafbar....mehr weis ich jetzt auch nicht....Amylee
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Re: PTBS trauma bei partnerin

Beitragvon Manni » Sa. 22.10.2016, 10:55

Hallo,
ich halte mich ja von ihr fern. Mach dir rar dann nimmt sie dich wahr. Jetzt ist aber etwas eingetreten womit ich nicht gerechnet habe. Die Therapie (ab September 2016) hat prima funktioniert. Nun hat ihr Körper reagiert. Sie liegt mit einer Lungenentzündung im Krankenhaus (schon eine Woche). Meine Frage ist nun: Wie geht es mit der Therapie weiter? Hat jemand Erfahrung mit so einer Situation?
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