Therapie PTB

Thematik dieses Forums: Dissoziationen wie Depersonalisation, Derealisation und andere dissoziative Zustände sowie Traumata und ihre möglichen Folgen, so wie u.a. auch die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), die akute Belastungsreaktion oder die Dissoziative Identitätsstörung (DIS) bzw. Multiple Persönlichkeitsstörung (MPS).

Therapie PTB

Beitragvon Alina » Sa. 30.07.2016, 01:19

Hallo,

ich hab eine Therape angefangen. Wegen Angst. In der ersten Stunde meinte sie das es eher Traumatherapie wird. Sehe ich genauso. Komme aber kein bisschen weiter. Sie meint, dass ich die ganze Zeit in der Sitzung dissoziiere. Kann sein. Ich bin immer sehr angespannt im Körper, zittere und kann kaum sprechen. Zu dem nehe ich sie nicht richtig wahr. Ihr Gesich verschwimmt und ich kann mir ihre Stimme nicht einprägen. Auch sind die Gedanken weg.
Kennt das wer? Und wie kann damit umgegangen werden?
Alina
 

Re: Therapie PTB

Beitragvon Amylee » Sa. 30.07.2016, 14:57

Hallo Alina , das kenn ich , das war bei mir am Anfang auch so ...warum das so war weis ich nicht , ausser das ich angst hatte und mir das Gespräch zu viel wurde.....ich denke das legt sich wieder wenn du dich sicherer fühlst ....auch heute noch passiert mir das vor allem wenn ich mit Menschen zusammen sitze die ich nicht so gut kenne.....vielleicht ist es die Angst sich äussern zumüssen ....kenn ich gut , aber bei deiner Ärztin kannst du ja sagen wenn es dir zuviel wird sie hat verständnis...du Bestimmst das Tempo....und nimmst Dir so viel Zeit wie du brauchst.....sie wartet.....was man jetzt dagegen tun kann weis ich auch nicht ...aber deine Ärztin bestimmt.....ich weiss noch meine ersten sitzungen da saß ich oft da ohne was zu sagen und spürte immer den drang weg zurennen...das hat lange gedauert...oft saßen wir beide stumm da .....meine erste Therapieversuche waren nicht so gut ich habe sehr viel Angst gehabt ich habe auch therapeuten gehabt die meine Muter mir ausgesucht hat und meine Mutter ist und war ein großes Problem, bis ich einen selber gesucht habe das gab mir mehr sicherheit so hab ich ein gefunden bei den bin ich heute noch und auch da war es anfans schwierig sich zu öffnen also habe sehr lange gebraucht um wenigstens ein bischen drüber zusprechen so richtig öffnen kann ich moch heute noch nicht aber ich asozeiere nicht mehr so....das ist also nichts ungewöhnliches haben viele denke ich....in so einer Situation....ist auch verständlich...ich hoffe ich konnte Dir ein wenig helfen oder wenigstens trost geben ....viele freundliche Grüße Amylee
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Re: Therapie PTB

Beitragvon Wächterin » Mi. 03.08.2016, 23:41

Grüß dich Alina,

das kannte ich auch sehr gut. Was mir mein Trauma Therapeut dann mal sagte: Das ich bestimme wie eine Stunde abläuft, wenn ich merke das ich abtrifte, dann soll ich stopp sagen und ihm Bescheid geben was los ist und er hilft mir dann Strategien zu entwickeln da wieder heruas zu kommen. Allerdings viel mir das am Anfang sehr, sehr schwer, denn ich wusst ja nicht wann es passierte und weswegen und warum.
Da hilft eigentlich nur das man aufmerksamer mit sich ist und sich selbst beobachtet. Da durch lernt man irgendwann, was das auslöst.
Das liest sich ein bisschen so als würdest du dissozieren, wie deine Therapeuten schon sagte.
Dazu gehört bei mir eben auch, das Gesichter verschwimmen und das Gedanken weg sind etc.
Das sprechen und das zittern, diese Anspannung löst sich mit der Zeit, wenn eine Vertrauensbasis aufgebaut ist.
D.h. allerdings nicht, dass es nicht wieder kommen kann oder es nur langsam besser wird.
Ich bin eine sehr ängstliche Person und bin daher sowieso schon immer sehr angespannt und eine Trauma Therapie ist kein
Zucker schlecken, deswegen bin ich immer noch angespannt und zittere und kann manchmal kaum sprechen.
Beim kaum sprechen können, atme ich tief ein und aus und konzentriere mich auf einen Punkt im Zimmer. Das war mir am Anfang sehr unangenehm und peinlich, aber ich habe einfach versucht alles auszublenden. Dazu kam dann noch, dass ich recht weinerlich bin und wenn man den Kopf nach oben hebt, wenn man weint, hört man auf zu weinen und kann sich wieder dem wesentlichen Thema widmen.
Ich glaube, dass ich mich immer zu stark unter Druck setze und darum so angespannt bin und zittere. Doch wenn ich meine Entspannungsübungen "das Bauchatmen" zu vor mache, dann beruhige ich mich schon vor dem Gespräch. Ich traue mich auch "Stop" zu sagen. Das wird mir zuviel. Mir ist schwindelig oder oder oder. Und dann schaue ich erstmal welche Bedürfnisse ich gerade jetzt habe und ignoriere sie nicht.
Alina, hast du denn Angst, soziale Phobien, Angststörungen etc? Wenn ich fragen darf?
LG
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