Borderline = Beziehungskiller

Habt Ihr Erfahrungen mit oder Fragen zu der Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS)? Dann könnt Ihr Euch hier in diesem Unterforum als Angehöriger, Betroffener oder Interessierter über Borderline (bzw. emotional-instabile Persönlichkeitsstörung) austauschen.

Borderline = Beziehungskiller

Beitragvon Jessy » Fr. 26.04.2013, 12:27

Es ist ja wirklich schon wahrlich scher genug mit sich selbst und dieser Krankheit zu leben. Borderline wurde bei mir mit 16 festgestellt (aber ich bin der festen Überzeugung ich wurde wahrscheinlich schon damit geboren).
Aber naja...was mich beunruhigt ist die Tatsache, dass ein Mensch mit Borderline wohl nicht in der Lage sein könnte, eine wirkliche (und glückliche) Beziehung zu führen.

Ich habe das viel in verschiedenen Büchern gelesen und frage mich des öfteren ob das der wahrheit entspricht. Eigene Erfahrung kann ich da noch nicht so viele reinbringen, weil ich in meinem ganzen leben noch nie eine beziehung hatte. Und falls sich eine beziehung ergeben hätte, habe ich mich immens dagegen gewehrt, als wäre der gedanke eine beziehung zu haben,mein persönliches todesurteil.

Ich weiß nicht ob es einfach an der krankheit liegt, warum ich keine beziehung führen kann/will. Aber ich habe immer das gefühl, als wäre ich komplett beziehungsunfähig. Das ist eine mega angst in mir, dass ich nie eine beziehung führen kann, nur weil ich zwischen einer grenze von beängstigter realität und kompletten wahnsinn stehe. Ich meine ich würde so gern eine beziehung haben, aber immer wenn es fast so weit wäre, renne ich davon weg wie ein Huhn vorm Schlachten.

Davon mal abgesehen ist es schon fast ein lottogewinn, wenn man jemanden trifft, jemand "normales" der die krankheit akzeptiert und dich dann trotzdem noch liebt-... :|
Nur wer die Vergangenheit vergessen kann, kann in der Zukunft glücklich sein.
Man macht einen Fehler nicht wieder gut, indem man bewusst einen zweiten begeht
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Re: Borderline = Bezeihungskiller

Beitragvon GLaDOS » Fr. 26.04.2013, 13:00

Menschen mit BL sind sehr wohl in der lage gesunde, und stabile Beziehungen zu führen. Jeder Mensch ob nun gesund oder nicht hat doch das ein oder andere Problem im zwischenmenschlichen.

Man soll wirklich nicht alles glauben was in solchen Büchern steht, vor allem sind manche davon schon ein paar Jährchen alt, und nicht mehr ganz so am letzten Stand, was das betrifft.

Ich würde nicht alles was Beziehungen betrifft darauf schieben. Emotional gesehen sind Betroffene oftmals instabiler, aber mit Therapie kann man lernen damit umzugehen, und ein normales leben führen.
GLaDOS
 

Re: Borderline = Bezeihungskiller

Beitragvon Dunkelelfe23 » Sa. 27.04.2013, 07:00

Hallo,
ich habe einen Freund und habe auch leichte Borderline (nicht diagnostiziert - aber die Symptome sprechen mich doch weitgehends an).
Wir sind jetzt schon drei Jahre fast zusammen. Am Anfang habe ich es mir wenig anmerken lassen, dass ich anders bin - da ich ihn nicht verschrecken wollte. Doch nach und nach habe ich meine Hülle fallen lassen & trotzdem geht er super mit mir um. Auch wenn ich manchmal aus Angst mit ihm Anfange an zu streiten oder ihn anfange zu pisacken obwohl ich das eigentlich nicht will. Aber aus Angst ihn zu verlieren tu ich diese Dinge (auch mit Aussagen unter der Gütellinie).
Trotzdem hat er immer zu mir gehalten und fängt jetzt an sich in das Thema reinzulesen.
Ich bin wenn ich Angst habe ein sehr aufbrausender Mensch und GsD hat er einen starken Charakter und weist mich schnell wieder in die Schranken und holt mich auf den Boden der Tatsachen zurück.

Also es ist unsinn was in den Büchern steht, solang der Partner sich auch mal wüste Sachen anhören kann, das ganze nicht ganz so persönlich aufnimmt und auch den Partner so nimmt wie er ist - ist sehr wohl eine Beziehung möglich.

LG Molly
Dunkelelfe23
 

Re: Borderline = Bezeihungskiller

Beitragvon Zero » Fr. 21.06.2013, 17:19

Also, ich hab auch BPS und schwanke ständig zwischen "Ich hätte so gerne eine Beziehung", wenn ich dann allerdings jemanden kennenlerne und die Person mir, aus meiner Sicht, zu nah kommt, halte ich das nicht mehr aus und breche den Kontakt vorerst ab. Ich denke allerdings, dass man daran arbeiten und dass hinbekommen kann.

Da mein Freundeskreis hauptsächlich aus Menschen mit psychischen Erkrankungen besteht,
und zwei Freundinnen von mir, die auch BPS haben, seit längerer Zeit einen festen Freund haben,
denke ich, dass auch BPS'ler gesunde, stabile Beziehungen führen können ;)

Klar, manche müssen vielleicht erstmal lernen, sich selbst zu akzeptieren, bevor sie andere näher an sich ran lassen können. Zumindest gehts mir so.
Aber ja, ist möglich. Ganz bestimmt :)

Die Hoffnung nicht aufgeben.
Zero
 

Re: Borderline = Bezeihungskiller

Beitragvon GLaDOS » Sa. 22.06.2013, 12:41

Ich stimme dir da absolut zu :) BL ist kein Grund keine Beziehung aufbauen zu können, und eine stabile Partnerschaft zu haben.
GLaDOS
 

Re: Borderline = Beziehungskiller

Beitragvon Luna32 » Do. 15.08.2013, 22:45

Es ist nicht automatisch ein Beziehungskiller, aber es macht eine Beziehung sehr schwer.
Naehe und Distanz ist da ein großes Problem. Impulsivitaet ist bei mir schon sehr vorhanden. Ich brauche meinen Freiraum und dann halte ich ihn wieder nicht mehr aus und such die Naehe und klammer.
Ich selber komme nicht mit mir klar und darum wohl auch nicht die Partner.
Luna32
 

Re: Borderline = Beziehungskiller

Beitragvon WerBinIch » Mo. 19.08.2013, 12:16

Hallo!
Bei mir wurde vor ein paar Monaten eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung vm Typus Borderline festgestellt - ich bin 18 Jahre alt. Die Problematik hat aber schon , wenn ich genauer darüber nachdenke, in der Kindheit begonnen und hat sich dann im Laufe der Jahre durch schwierige Lebensumstände immer mehr verschlechtert und manifestiert.
Irgendwie muss ich dir zustimmen und irgendwie auch nicht...ich habe auch oft das Gefühl, dass ich keine normale Beziehung führen kann aber irgendwie doch: immerhin bin ich seit 3 1/2 Jahren mit meinem Freund zusammen. Es ist also schon möglich eine Beziehung zu führen, insofern der Partner die Geduld und auch das Verständnis für einige schwierige Verhaltensweisen aufbringt.
Das Hauptproblem liegt in meinem Fall darin, dass ich auf der einen Seite die Nähe meines Freundes irrsinnig brauche und nicht ohne ihn leben kann und auf der anderen Seite, sobald er dann körperliche Nähe will oder wir uns länger sehen (was ich aber immer möchte), wehrt sich dann doch etwas dagegen. Obwohl ich ihn wirklich liebe. Das andere Problem sind diese Aggressionsausbrüche weil ich alles negativ auf mich beziehe und so umdrehe, dass ich absolut schlecht da stehe. Selbst, wenn das zu 99% nicht seine Absicht ist.
Das artet dann so aus, dass ich einfach Reiß-Aus nehme und "schluss mache" (in diesem seltsamen Wahnsinn , indem man dann oft drin steckt) ...ihn beschimpfe etc. Er hat gelernt das nicht ernst zu nehmen und ich entschuldige mich dann auch dafür (passiert nicht dauernd, aber vor allem wenn ich unter Druck stehe, sind diese Phasen ganz extrem).
Deshalb verstehe ich wenn du sagst, dass man irgendwie Beziehungsunfähig ist...
Liebe Grüße und alles Gute für dich
WerBinIch
 

Re: Borderline = Beziehungskiller

Beitragvon lisette » Di. 26.11.2013, 06:46

Ich habe BPS und lebe seit 5 Jahren mit meinem Ehemann zusammen. Es ist nicht immer einfach aber er ist mein persönlicher "Psychologe" wie ich immer sage. Er ist einfach wunderbar. Akzeptiert meine Maken, setzt mir aber auch Grenzen. Zum späteren Zeitpunkt mehr.
lisette
 

Re: Borderline = Beziehungskiller

Beitragvon Kathikatze » Sa. 04.01.2014, 00:41

WerBinIch hat geschrieben:oder wir uns länger sehen (was ich aber immer möchte), wehrt sich dann doch etwas dagegen. Obwohl ich ihn wirklich liebe. Das andere Problem sind diese Aggressionsausbrüche weil ich alles negativ auf mich beziehe und so umdrehe, dass ich absolut schlecht da stehe. Selbst, wenn das zu 99% nicht seine Absicht ist.
Das artet dann so aus, dass ich einfach Reiß-Aus nehme und "schluss mache" (in diesem seltsamen Wahnsinn , indem man dann oft drin steckt) ...ihn beschimpfe etc. Er hat gelernt das nicht ernst zu nehmen und ich entschuldige mich dann auch dafür (passiert nicht dauernd, aber vor allem wenn ich unter Druck stehe, sind diese Phasen ganz extrem).
Deshalb verstehe ich wenn du sagst, dass man irgendwie Beziehungsunfähig ist...


oh...wow...das kommt mir alles ziemlich bekannt vor gerade...
Ist das denn "typisch" Borderline?
Kathikatze
 

Re: Borderline = Beziehungskiller

Beitragvon GefallenerEngel » Sa. 04.01.2014, 18:39

Kathikatze hat geschrieben:
WerBinIch hat geschrieben:oder wir uns länger sehen (was ich aber immer möchte), wehrt sich dann doch etwas dagegen. Obwohl ich ihn wirklich liebe. Das andere Problem sind diese Aggressionsausbrüche weil ich alles negativ auf mich beziehe und so umdrehe, dass ich absolut schlecht da stehe. Selbst, wenn das zu 99% nicht seine Absicht ist.
Das artet dann so aus, dass ich einfach Reiß-Aus nehme und "schluss mache" (in diesem seltsamen Wahnsinn , indem man dann oft drin steckt) ...ihn beschimpfe etc. Er hat gelernt das nicht ernst zu nehmen und ich entschuldige mich dann auch dafür (passiert nicht dauernd, aber vor allem wenn ich unter Druck stehe, sind diese Phasen ganz extrem).
Deshalb verstehe ich wenn du sagst, dass man irgendwie Beziehungsunfähig ist...


oh...wow...das kommt mir alles ziemlich bekannt vor gerade...
Ist das denn "typisch" Borderline?


Ich würde sagen ja. Das habe ich über das Borderline-Syndrom schon oft gelesen.
GefallenerEngel
 

Re: Borderline = Beziehungskiller

Beitragvon englmoo » So. 05.01.2014, 20:50

hi jessy,
in einem, wahrscheinlicht, von damen dominiertem thread wird es dich bestimmt wundern, dass dir ein 45j alter knacker antwortet. bei mir hatten die etwa vor 15 jahren borderline festgestellt! wobei sich die versammelte fraktion der weisskittel sich da nur zu 85% sicher war. ich für meinen teil schneide nicht, sondern ich trinke etwa alle paar monate soviel, dass es mich immer fast das leben kostet! außerdem beleidige ich menschen so sehr, dass es mich am ende jedes mal sehr schwer selbst verletzt und mein selbstwert nahe minus 273 grad celsius geht. ich will dich eigentlich echt nicht beunruhigen, denn jeder mensch ist ja ein universum für sich, aber die 6 oder 7 längeren beziehungen die ich hatte, gingen alle so spektakulär unter wie die titanic (ne ehe hab ich auch verkackt). bisher hab ich noch keinen menschen getroffen, der mit den extremen "schrullen" eines betroffenen dieser schweren krankheit auf dauer zurecht kommt! und echt nichts brennt so sehr wie einsamkeit; und bis auf einen, sind mir alle anderen freunde auch weggerannt! und echte kacke isses doch irgendwas anzufangen, was ´n paar wochen später scheitert; das haut dir den kopf weg, so wie auf der guillotine!
obwohl keine erfahrung und kein (bisher) sehr großer fan von, werde ich wohl eine therapie in betracht ziehen müssen!
is da auch nichts zu machen, werde ich mein schicksal zähneknischend akzeptieren müssen.
zum schluß möchte ich noch beitragen, dass die katastrophalste und schlimmste, zerstörerischste und gefährlichste beziehung, eine beziehung zu einer frau war, die selbst unter borderline litt!! (ich dachte, es sei doch ganz gut sich mit jemanden zu verbinden, der unter gleichen oder ähnlichen problemen leidet; tja nix war´s)
gruß
stefan
englmoo
 

Re: Borderline = Beziehungskiller

Beitragvon Angelika » Fr. 21.03.2014, 13:31

Ich lese das jetzt erst...
Mit verdammt viel Therapie ist es möglich,sich selbst steuern und kontrollieren zu können und dann auch mal den Partner oder andere Mitmenschen so zu behandeln,wie es im normalem Umgang erforderlich ist.
Es wird immer schwierig werden,aber wenn dann auch der Partner mitspielt und sich als Angehöriger schlau macht,dann kann er lernen,sich gegenüber Attacken abzugrenzen und diese nicht allzu ernst zu nehmen,was aber auch kein Freifahrtschein für den Bordi sein sollte.
Wie gesagt:
man kann daran arbeiten,zumal zb Du lieber Stefan ja weißt,was Du tust zB andere massiv zu beleidigen.
Tu s halt zum Abreagieren nur noch hinter verschlossenen Autoscheiben oder in Gedanken...oder wenn Du allein bist.
Und gegen die Alkanfälle kann man auch was tun.
das merkt man ja irgendwie schon vorher,dass man i eine Krise steuert und kann im Vorfeld schon mal ausarbeiten,was dann das Beste ist.
Aber ich wäre jetzt überfragt,ob eine medikamentöse Sedierung besser ist,als Alk,was ja die gleiche Wirkung erzielt.
Am allerbesten wäre es,wenn man sich ohne Hilfsmittel eine Zeit lang in eine Art Schutzhaft begibt,die ja auch auf einer schönen ruhigen Insel sein kann...halt weg von menschen,weg vom Alltagsstress,aber eben schon erst mal in Schutzhaft,solange man sich vor sich selbst schützen muß...dann kann das nur eine Klinik leisten.
Beziehungskiller kann so Vieles sein.
Aber man kann daran arbeiten,ein ganz entzückender liebenswerter Bordi zu werden.
Angelika
 

Re: Borderline = Beziehungskiller

Beitragvon Belladonna » Mi. 04.06.2014, 14:26

Hallo von mir,

ja, das dachte ich auch, dass mein BL ein Todesurteil für jegliche liebevolle Beziehung ist und sein wird.
Aber: der Mensch denkt und jemand "anderes ",für mich (Gott, oder meine Höhere Macht, Higher Power)
lenkt. :o
Ich musste wahrscheinlich erst 39 Jahre alt werden, von meiner Alkoholsucht genesen, dank AA, in etliche
anonyme Selbsthilfegruppe latschen, 2 Therapien machen, unzählige "Frösche" küssen, bis ich erkennen durfte,
dass mein Suchen nach Liebe und dem richtigen "Deckel" sich nicht "erzwingen" lässt, so sehr ich auch überall
gesucht und meistens nur Nieten gefunden hatte. :roll:
Eines Tages, ich hatte dieses ewige "Suchen" aufgegeben, hatte beschlossen, dann halt "Single" zu bleiben,
mit fast 40 Jahren! da fiel mir eine Zeitschrift in die Hände und da war ein Mann, genauso alt wie ich,
der wollte einfach nur eine "Frau für´s Leben " finden, ohne große Forderungen oder Ansprüche auf
Figur, Aussehen, Einkommen oder sonstigen großartigen Status.
Als ich diese Anzeige mehrmals las und schon dachte, ich verlese mich, da bekam ich plötzlich, richtiges
Herzklopfen :lol: Also hab´ich mich hingesetzt und ehrlich geschrieben, dass ich eine Frau bin, die arm
wie eine Kirchenmaus ist, aber reich an Lebenserfahrung ist, etwas mehr auf die Waage bringe als ein Modell, dass ich auch meine Macken habe, aber immer noch ehrlich daran arbeite und mir vorstellen könnte, diesen Mann mal näher kennenzulernen.
Es dauerte nicht lange und ich bekam tatsächlich eine Antwort. Einen netten, unverfänglichen Brief mit
Telefon-Nr. und wir telefonierten sehr oft und sehr lange und eines Tages trafen wir uns, der erste Eindruck
war nichts Negatives, aber eine große Fremdheit, ich hatte plötzlich Angst vor meiner eigenen Courage,
aber dieser Mann kam 600 km gefahren, nur um mich persönlich kennenzulernen.
Wir verbrachten ein Pfingstwochenende zusammen von Freitag bis Montag, er schlief`brav in seinem
kleinen Hotel und den Tag verbrachten wir zusammen. Es hat nicht gleich auf Anhieb gefunkt, nein,
es dauerte eine Weile. Eines Tages, nach einem kleinen Streit, wusste ich plötzlich, dass er mir sehr
fehlen würde, wenn er nicht mehr käme. Da spürte ich zum ersten Mal: ich bin richtig verliebt. :lol:
Das war im März 1999. Zwei Jahre später haben wir geheiratet, er zog in meine Heimatstadt, weil ich
in seiner Stadt zu starkes Heimweh hatte. Seine Mutter mag mich bis heute nicht leiden, u.a. deswegen.
2003 passierte der schwere Unfall, mein liebster ist nicht mehr der, den ich kennen- und lieben gelernt
habe, aber die Liebe ist immer noch da, anders, reifer, nicht mehr so leidenschaftlich, aber sehr beständig,
dafür bin ich trotz allem sehr dankbar und ich fühle mich von ihm immer noch sehr geliebt.
Ich wurde in der Liebe reich beschenkt trotz oder wegen meines Borderlines, denn diese Krankheit hat,
sehr wahrscheinlich auch die guten Seiten meines Charakters herausgeholt, als ich es zulassen konnte.

Vielen Dank für´s Lesen :troest:
Belladonna
 

Re: Borderline = Beziehungskiller

Beitragvon Angelika » Sa. 07.06.2014, 22:19

Danke Für Deine Geschichte :cuddle:
Irgendwann fuhr mein heutiger Mann auch 300 km nur für mich.
Er ist immernoch mein Traummann,der mich auf imaginären Händen trägt.
Real wäre zu viel verlangt,da locker 2 Model s in mir Platz hätten.
Ich spendete ihm irgendwann eine meiner Nieren,und er ist mein privater Betreuer und stärkt mir den Rücken...und wir lieben uns,das merken wir jeden Tag.
OK,nicht jeden Tag... :oops: ...manchmal knallt s auch...oder die Stimmung ist in Schräglage und die Luft schwer und dick...aber das geht bald vorüber,weil keiner von uns diesen Zustand mag.
Angelika
 

Re: Borderline = Beziehungskiller

Beitragvon Phoenix39 » Fr. 03.10.2014, 14:44

Von mir als Ex-Partner einer vermeintlichen Borderlinerin (es sind auch andere Theorien im Raum), kann ich nur sagen, dass es lange Zeit "stabil" verlief, aber irgendwann die Probleme zu viel wurden und ich deshalb der Meinung bin, dass solange ein Borderliner nicht austherapiert ist und er nicht mit sich selbst umgehen kann, es nahezu unmöglich ist, eine gut funktionierende Beziehung zu führen. Ich rede von einer Beziehung, die gesund ist, wo man nicht ständig Kröten schlucken muss und wo der/die Partner/in offen und ehrlich zu einem ist.
Meine Ex-Partnerin meint beziehungsunfähig zu sein, was ich angesichts der letzten beiden Beziehungen (mit mir und ihrem Ex-Freund), durchaus bestätigen kann. Diese anfängliche Idealisierung und den Abwertungen (wenn man kritisiert oder einen Konflikt hat) ständig ausgesetzt zu sein, manipuliert zu werden, dass Schwarzs-Weiss-Denken und die depressiven Phasen, ist sicher kein Zuckerschlecken. Dazu kommen Lügen und finanzielle Probleme und da kann mir keiner sagen, es wäre einfach, eine lange und für beide Seiten zufriedenstellende Beziehung zu führen. Ich bin immer der Meinung, ein Mensch muss zu allererst mit sich selbst klarkommen, bevor er versucht mit jemand anderem klarzukommen.

Ich kann und will sowas nicht mehr. Vorallem, wenn man sowas geballt zum Ende der Beziehung auf dem Silbertablett serviert bekommt.
Phoenix39
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