Was für ein Druck

Habt Ihr Erfahrungen mit oder Fragen zu der Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS)? Dann könnt Ihr Euch hier in diesem Unterforum als Angehöriger, Betroffener oder Interessierter über Borderline (bzw. emotional-instabile Persönlichkeitsstörung) austauschen.

Re: Was für ein Druck

Beitragvon Minchen » Mo. 11.01.2010, 23:26

Ich glaub ausschalten geht eh nicht!
Ablenkung ist alles!

Versuch Dir selber mal was Gutes zu tun!!
Minchen
 

Re: Was für ein Druck

Beitragvon die Luna » Do. 11.03.2010, 11:40

Hallo Traurigkeit,

ich kenne das gut, dass man mit den Nahestehenden schon gar nicht offen reden kann. Besonders über Selbstverletzung... man stösst auf absolutes Unverständnis. Viele können nicht nachvollziehen, wie man das tun kann. Leider ist es aber eine Sucht und muß als solche gesehen werden. Davon loszukommen ist verdammt schwer und man muß immens stark sein. Also führe Dir immer vor Augen, selbst wenn Du irgendwann nachgibst und es doch nochmal vorkommt: jeder Tag, den Du ohne ausgehalten hast, zeigt, dass Du verdammt stark bist!! Du kämpfst. Du willst davon weg. Und irgendwann lässt der Druck nach. Verurteile Dich nicht. Lobe Dich für die Dinge, die gelingen! Werte Erfolge - selbst wenn sie klein sein sollten- nicht ab! :respekt: Ganz wichtig. Du schaffst es. Glaub an Dich. Wir als Leute mit Borderline-Symptomen haben es nunmal schwerer als andere. Das ist leider Fakt. Weil unsere emotionale Gefühlswelt viel viel intensiver und Tiefer ist. Deswegen geht uns alles unter die Haut und tut verflixt weh oder führt dazu, dass wir uns nicht mehr spüren.


Ich weis grad echt nicht weiter...ich hab so einen starken druck mich selbst zu verletzen.Ich hab es echt lange geschaft es nicht mehr zu machen seid dem mein kleiner auf der welt is.aber seid nem halben jahr passiert es mir immer mal wieder zwar nur sehr oberflächlich aber ich weis nicht wie lange ich das noch aushalte.




Das geht mir auch so, dabei habe ich seit November Besserung gespürt. Lange Zeit wollte ich es nicht mehr. Hatte den Druck nur noch selten und konnte drüber weg gehen, indem ich sofort unter Leute ging. Zu Freunden, um zu reden, nicht darüber aber die Gespräche lenkten mich ab. Manchmal gebe ich aber auch offen zu, dass es mir mies geht und ich Hilfe brauche. Unterstützung. Früher dachte ich, dann würde ich abgelehnt, allein gelassen, als unbequem empfunden. Das ist aber nicht so. Viele sind eher bekümmert, wenn man sie nicht helfen lässt. So als vertraue man ihnen nicht genügend. Das mußte ich erst lernen. Ich dachte immer, ich sei allein. Müsse mit allem klarkommen. Weil es mir als Kind so ging... Wir müssen umlernen. Wir sind nicht mehr dieselben wie damals, sondern stärker geworden.


Ich weiss auch nicth ob ich um schlimmeres zu vermeiden nochmal eine thera machen soll oder nicht.aber die was ich bis jetzt gemacht haben haben auch nicht geholfen weil ich mich selbst vor therapeuten nicht öffnen kann


Gut ist ein Klinikaufenthalt, ich meine eine Reha. Das habe ich nun für vier Wochen probiert und es brachte mir eine Menge! Ich habe es nicht erwartet. Doch schon nach kurzer Zeit konnte ich mich öffnen! Ich konnte mit anderen Betroffenen reden, fand Freunde, das sogar sehr schnell und es stärkte mein Selbstbewußtsein. Ich wurde gemocht, akzeptiert und erkannte, dass andere mit den selben Symptomen ein ganz anderes Verständnis haben. Sogar oft spüren, was man hat, ohne dass man es ausspricht! Sie haben nicht zugelassen, dass ich mich zurückzog. Und es war gut so!
Oder versuche doch, eine Selbsthilfegruppe zu finden. Andere Betroffene sind oft die besseren Ansprechpartner, da kann man sich eher öffnen, als bei einem Therapeuten. Weil sie quasi auf Augenhöhe sind..


Ich weis einfach im moment nicht weiter aber ich hab angst das ich wieder so tief fall vorallem wegen meinem sohn will ich nicht mehr so tief falln.


Ich möchte auch niemanden enttäuschen und das setzt mich unter Druck. Du wirst nicht fallen!! Du hast Dich hier anderen anvertraut! Ein wichtiger Schritt!! Du tust viel dafür, dass Du nicht mehr fällst. Du versuchst, Dich rauszuziehen aus dem Ganzen. Also mach weiter. Jeder hat auch schlechte Phasen, nciht direkt an Absturz denken. Du erkennst doch die Alarmzeichen. Sofort an jemanden wenden. Zugeben, dass Du Dich schlecht fühlst. Wenn nicht im Bekanntenkreis, dann eben hier! Hier wirst Du ganz bestimmt gestützt. Solche Foren sind eine große Hilfe.

LG
Luna
die Luna
 

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