Wahrscheinlich Borderliner... TRIGGER?

Habt Ihr Erfahrungen mit oder Fragen zu der Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS)? Dann könnt Ihr Euch hier in diesem Unterforum als Angehöriger, Betroffener oder Interessierter über Borderline (bzw. emotional-instabile Persönlichkeitsstörung) austauschen.

Wahrscheinlich Borderliner... TRIGGER?

Beitragvon Oskar » Do. 31.12.2015, 11:49

Ich bin nun seid einigen Wochen in der Klinik, mittlerweile deutet sich hier eine unliebsame Diagnose an. Es scheint so als hätte ich Borderline.
Hervorgerufen wahrscheinlich durch viele Jahre Mobbing und eine unsichere Bindung zu meiner Familie.
Ich habe massive Gefühlsausbrüche, vor allem Wut und Angst spielen dabei eine Rolle. Ich habe eine große innere Anspannung und halte es nicht mit mir selbst aus, es sei denn ich erzähle von mir, dann geht es für den Moment. Ich verletze mich selbst und brauche körperliche Zuneigung und Schutz in großem Maße, ich kann mit persönlicher Ablehnung überhaupt nicht umgehen. Dazu betäube ich mich mit Internet oder ich dissoziere einfach vor mich hin, diese Betäubung macht das Leben für mich irgendwie erträglich aber aktiv gestalten kann ich es nicht.
Als ich mich auf den Weg gemacht habe um mir helfen zu lassen dachte ich noch ich könnte hart arbeiten und würde dann eines Tages gesund. Aber nun stehe ich vor dieser Diagnose und bin erst 21, wie soll ich nur 50 weitere Jahre so leben können wenn ich doch Probleme habe jeden einzelnen Tag auszuhalten?
Es quälen mich die Ängste und die Trauer, ich habe noch nichts gehabt vom Leben und jetzt wirkt es als käme auch nichts mehr hinter dem was ich bisher erlebt habe.
Ich kann nicht noch ein Jahr so leben, es scheint als wäre mein Leben effektiv gelaufen, dabei habe ich doch nur dieses eine Leben.
Das was im Internet über die Krankheit zu finden ist hört sich eher an wie das psychologische Todesurteil.
Bitte gebt mir Hoffnung, gibt es nicht eine Möglichkeit wie Borderline therapiert werden kann so das Aussicht auf Besserung besteht?
Eine Chance auf eine Abschwächung der Krankheit muss es doch geben und nicht nur den ewigen Versuch es irgendwie auszuhalten.
Ich will vor allem lernen Spaß zu haben mit anderen Menschen und ich will mit anderen Menschen befreundet sein können und mein Leben selbst gestalten
Die Intensität der Spannung und der negativen Gefühle muss also geringer werden, ich glaube dann kann ich auch ein sinnvolles Leben führen

Ich wäre euch sehr dankbar wenn ihr mir einen Strohhalm reichen könntet an den ich mich klammern kann.
Oskar
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Re: Wahrscheinlich Borderliner... TRIGGER?

Beitragvon Atisha » Do. 31.12.2015, 12:23

:cuddle:

Bei Schizophrenie könnte ich dir sagen, das alles gut werden kann. Aber mit Boderline kenne ich mich gar nicht aus, aber es wird hier noch andere geben. Aber ich habe Borderlinerinnen getroffen in meinem Leben und je älter sie waren, je besser konnten sie damit leben, ich glaube das verwächst sich auch.

Mal ganz naiv von mir gesagt, ich würde nie die Hoffnung sogar auf Heilung aufgeben, egal welche Diagnose ich bekäme. Man darf sich selbst nicht aufgeben, das ist das Wichtigste.
Die Welt ist ein Spiegel. Man kann den Spiegel noch so putzen, aber das eigene darin betrachtete Gesicht wird dadurch nicht sauber.
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Re: Wahrscheinlich Borderliner... TRIGGER?

Beitragvon Morgan » Do. 31.12.2015, 12:54

Hallo Oskar,

wenn ich Dir schreibe, spreche ich von mir. Dies bedeutet nicht, daß dies in Deiner Wahrnehmung auch so sein muß. Mit Borderline kenne ich mich nicht aus.

Letzte Woche wollten mich meine Gefühle von Unsicherheit überwältigen und die dazu gehörigen Gedanken ebenfalls. Ich war auf der Arbeit und wußte nicht mehr ein noch aus. In meinem Bauch tobte der Sturm, kurz davor zu explodieren.
Da erinnerte ich mich: Ich bin nicht meine Gefühle. Ich bin nicht meine Gedanken. Sie sind ein Teil von mir. Schlagartig war eine Ruhe in mir, die nichts mit meinen Gefühlen zu tun hatte, die nach wie vor in meinem Bauch vor sich hintobten. Na und, dachte ich, sollen sie doch toben und beobachtete sie und wußte, sie konnten mir nichts mehr anhaben und mich nicht zu einer Handlung hinreißen, die ich nicht wollte. Trotz das dies so war, konnte ich mit meinen Kollegen wieder lachen und im Laufe des Tages wurde der Sturm immer weniger. Heute spüre ich ihn noch manchmal in bestimmten Situationen, doch nicht mehr so heftig wie einst.

Ich stimme Athisha zu, gib die Hoffnung niemals auf. Wußtest Du das Einstein durchs Abitur gefallen ist wegen Mathematik? Wenn er aufgegeben hätte, gäbe es heute keine Relativitätstheorie. Disney wollte seinen Disney Park eröffnen, keine Bank wollte ihm einen Kredit dafür geben, weil sie dies alle für Unsinn hielten. Erst die 365 Bank (wenn ich mich richtig erinnere) gab ihm den Kredit und so schenken diese Parks viel Freude. Vielleicht ist dies mit Deiner Situation nicht vergleichbar und doch, warum nicht? Die größten Entdeckungen oder Erfindungen werden oft aus der Not heraus geboren. Du bist jung, intelligent, also, warum solltest Du nicht derjenige sein, der das Heilmittel für Borderline findet. So haben dies alle großen Forscher gemacht. Es gab eine Herausforderung für sie selbst oder für andere und sie haben sich dieser Herausforderung gestellt und die Lösung gefunden. Ich bin davon überzeugt, daß dies möglich ist.

Ich wünsche Dir trotz dieser Einschätzung von anderen (denn nur Du kennst Dich am besten) einen guten Rutsch ins neue Jahr. Möge es für Dich ein Jahr voller Stärke und Erkenntnis sein.

HG Morgan
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Re: Wahrscheinlich Borderliner... TRIGGER?

Beitragvon Fee23 » Do. 31.12.2015, 14:36

Hallo Oskar, ich habe mit 16 meine erste psychischen Probleme bekommen also Schlaflosigkeit und massive Ängste mit Panikattacken dies habe ich aber geschafft irgendwie zu kompensieren und mit 21 fing ich an mich selbst zu verletzen aufgrund maximaler Anspannung und vielem mehr dazu kam dann noch die Depression. Mit 22 habe ich mir professionelle Hilfe geholt und war auch in einer Klinik ....jetzt bin knapp 26 und habe von dem allem nicht viel in griff bekommen und musste berentet werden . Die Angst das ich bis zum Lebensende so leiden werde ist gross und auch wenn ich in meine Zukunft blicke und ständig fragen habe wie es weiter geht oder ob ich je wieder arbeiten kann und sonstiges beschäftigten mich jeden Tag und es ist eine qual weil man keine Antwort hat aber Hoffnung! Ich kann dir nur Hoffnung geben das es Zeiten gibt mit besseren Episoden und dann wieder Tiefs geben wird. LG
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Re: Wahrscheinlich Borderliner... TRIGGER?

Beitragvon Oskar » Do. 31.12.2015, 14:37

Danke ihr beiden.

Leider schaffe ich es im Moment nicht die Kontrolle über meine Gefühle zu erlangen.
Sie kontrollieren mich, weder Meditation noch Ablenkung helfen mir. Ich bin einfach gegangen in dem Sturm in mir.
Jeden Tag Heulkrämpfe und Angstattacken und jeden Tag verbringe ich meine Zeit zu 90% mit Grübeln und den vergeblichen Versuchen mich abzulenken.
Ich wünsche mir irgendwann aus diesem Albtraum aufzuwachen und langsam die Kontrolle zu gewinnen.
Immerhin lerne ich schnell, vor einem Jahr wusste ich noch nichts über mich nun muss ich lernen die Symptome zu bekämpfen aber angeblich geht das nicht.
Angesichts dieser Aussichten fällt es mir schwer noch Hoffnung zu haben.
Atischa, diese Menschen die du getroffen hast, hatten sie Freunde und konnten sich selbst im Alltag versorgen?
Das wäre mein Lebensziel: Selbstständig sein und mit anderen Menschen befreundet sein können weil ich die Emotionen zulassen kann
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Re: Wahrscheinlich Borderliner... TRIGGER?

Beitragvon Fee23 » Do. 31.12.2015, 14:40

Das ist ein sehr gutes Ziel und bis zu einem gewissen Punkt erreicht man das auch
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Re: Wahrscheinlich Borderliner... TRIGGER?

Beitragvon Oskar » Do. 31.12.2015, 14:45

Fee23 hat geschrieben:Hallo Oskar, ich habe mit 16 meine erste psychischen Probleme bekommen also Schlaflosigkeit und massive Ängste mit Panikattacken dies habe ich aber geschafft irgendwie zu kompensieren und mit 21 fing ich an mich selbst zu verletzen aufgrund maximaler Anspannung und vielem mehr dazu kam dann noch die Depression. Mit 22 habe ich mir professionelle Hilfe geholt und war auch in einer Klinik ....jetzt bin knapp 26 und habe von dem allem nicht viel in griff bekommen und musste berentet werden . Die Angst das ich bis zum Lebensende so leiden werde ist gross und auch wenn ich in meine Zukunft blicke und ständig fragen habe wie es weiter geht oder ob ich je wieder arbeiten kann und sonstiges beschäftigten mich jeden Tag und es ist eine qual weil man keine Antwort hat aber Hoffnung! Ich kann dir nur Hoffnung geben das es Zeiten gibt mit besseren Episoden und dann wieder Tiefs geben wird. LG


Hast du damals eine Diagnose bekommen? Oder insbesondere: hat man Borderline bei dir diagnostiziert?
Diese Angst habe ich auch, ich fürchte mich sehr davor und ich denke im Moment ist diese Angst eigentlich das schlimmste weil sie sich mit der inneren Anspannung verbindet und immer da ist.
Ich denke wenn das weg wäre dann wäre alles etwas erträglicher für mich.
Auf die Frage ob ich irgendwann arbeiten kann brauche ich noch keine Antwort, erstmal will ich die Hoffnung haben überhaupt Leben zu können.

Edit: Welche Therapie hast du denn gemacht?
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Re: Wahrscheinlich Borderliner... TRIGGER?

Beitragvon Morgan » Do. 31.12.2015, 14:55

Vergib mir Oskar, ich weiß nicht, wie es in Dir ist, ich kann nur Impulse schenken und nicht jeder trifft zu.

Es geht nicht darum die Gefühle zu kontrollieren, sondern sie zu beobachten, wie ein Sturmjäger und manchesmal nutzt es vielleicht mitten in den Sturm hineinzugehen, denn im Auge des Sturms ist Stille, um dort zu finden, was gebraucht wird.

Ich weiß es nicht, ich weiß nur, es gibt auf der Welt nur einen, der die Antwort finden kann: DU

Du sagst, Du lernst schnell (das glaube ich Dir ungesehen), dann erforsche Dich und diese Gefühle. Vielleicht ist auch ein Nährstoffmangel ein Aspekt. Forsche in jeglicher Hinsicht.
Ich will Dir noch ein Bild schenken: Vielleicht magst Du Dich als Forscher, Entdecker einer lebenswichtigen Expedition sehen, der alles um sich herum nutzt, um sein Ziel zu erreichen.

Ich glaub an Dich und Deine Fähigkeiten und weißt Du auch warum? Weil ich an mich glaube und trotz allem Widerstand in den letzten Jahrzehnten, ich heute mehr denn je weiß, der Tag ist nicht mehr fern, dann bin ich heil und ganz.

Scheinbar etwas ganz anderes: Was ist einer Deiner Lieblingsfilme? Kannst auch mehrere nennen, wenn Du magst. Und was daran magst Du besonders?

Und ja, die Angst ist das Schlimmste, daß hast Du richtig erkannt. Für mich war die Angst immer der Weg, sprich durch die Angst hindurch, sie mir anschauen bis zu ihrer Wurzel und wenn ich sie verstanden habe, dann war sie weg. Ein Autor sagte mal: Nur die Angst stirbt

HG Morgan
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Re: Wahrscheinlich Borderliner... TRIGGER?

Beitragvon Summertime Sadness » Do. 31.12.2015, 15:20

Hallo Oskar,

ich habe diese unleidige Diagnose auch.
Habe viel über Borderline gelesen.
Ja, es wird besser, versuch nie die Hoffnung aufzugeben.
Nicht zu letzt, wenn du dir helfen lässt.
Ja, es mag im Moment dir so erscheinen, dass es irgendwie ewig so bleiben könnte, aber das wird es nicht, denn das Leben ist nun mal sehr überraschend.
Nun, du hast Ziele. und auch greifbare Ziele, die mit der Therapie sich erfüllen lassen könnten, wenn du es zulässt.

Oskar hat geschrieben:Es quälen mich die Ängste und die Trauer, ich habe noch nichts gehabt vom Leben und jetzt wirkt es als käme auch nichts mehr hinter dem was ich bisher erlebt habe.


Da wird noch viel kommen, sowohl positives als auch negatives. Überraschendes und auch Gewohnheit.
Oskar hat geschrieben:Als ich mich auf den Weg gemacht habe um mir helfen zu lassen dachte ich noch ich könnte hart arbeiten und würde dann eines Tages gesund. Aber nun stehe ich vor dieser Diagnose und bin erst 21, wie soll ich nur 50 weitere Jahre so leben können wenn ich doch Probleme habe jeden einzelnen Tag auszuhalten?

Du kannst auch gesund werden. Ich selbst finde es so schade, dass borderline diesen unheilbaren Stempel bekommen hat, denn dadurch setzt man gleich vorraus, dass egal was man macht, es nie zu einer Gesundung kommen mag.
Du kannst hart an dir arbeiten, eben dass es dir gut geht. Es ist nicht unmöglich. und glaube mir, in 50 jahren wirst du ein bisschen über dich mit 21 lächeln und sagen, ja ich habs geschafft. Man wird erwachsener, reifer und das alleine ist ein grund, dass symptome verschwinden werden.

Liebe Grüße
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Re: Wahrscheinlich Borderliner... TRIGGER?

Beitragvon Charlotte » Do. 31.12.2015, 16:22

Hallo Oskar!

Es tut mir leid, dass du diese Diagnose bekommen hast. Bei mir stand sie auch schon zweimal zur Debatte, gestellt wurde sie dann aber doch nicht. Aber ich kann mich gut erinnern, wie ich mich damit fühlte und welches Gefühl mir durch die behandelnden Ärzte gegeben wurde. Borderline hat einen sehr negativen Stempel und es tut mir für jeden leid, der mit diesem Stempel ins Leben hinausgeschickt wird. Nicht, weil die Störung so grausam wäre, sondern weil die Menschen sie zu etwas so Grausamem machen. :|

Bei meinen Diagnosen hat es mir geholfen, mich darüber zu informieren. Mich nicht nur auf das zu stützen, was Ärzte und Therapeuten mir darüber erzählen, sondern mich selbst zu belesen. Zur Borderline-Störung gibt es unglaublich viel Literatur, vielleicht schaust du mal, ob du da etwas findest, das du lesen kannst. Vielleicht kann dir auch jemand hier ein gutes Buch dazu empfehlen.
Denn es gibt Behandlungsmethoden. DBT ist wohl die bekannteste Therapie, ein verhaltenstherapeutischer Ansatz, was dir gefallen könnte, wenn ich an deine früheren Beiträge denke. Du lernst in dieser Therapie, deine Gefühle wahrzunehmen und anders mit ihnen umzugehen als bisher. Du lernst, ein Stück Kontrolle zurückzugewinnen und dem Sturm in dir nicht mehr so ausgeliefert zu sein. Nach dem, was du bisher über dich geschrieben hast, könnte das genau das richtige für dich sein.

Aber auch die Zeit kann dir helfen, denn bei vielen Borderline-Betroffenen werden die Beschwerden mit zunehmendem Alter tatsächlich weniger. Ich denke also schon, dass du einen guten Weg finden kannst, dein Leben mit dieser Störung genießen zu können. Auch wenn es jetzt erstmal schlimm ist, sich dieser Diagnose gegenüber zu sehen, hat das Kind nun einen Namen und du kannst dich gezielt nach den richtigen Hilfen und Therapien umschauen. Hier in meiner Stadt gibt es z.B. eine Selbsthilfegruppe speziell für Borderline-Betroffene und -Angehörige. Vielleicht gibt es so was bei dir auch. Es könnte ein erster Schritt sein, dich mit Gleichgesinnten zu treffen und dir von ihnen berichten zu lassen, wie sie damit leben und was sie gemacht haben, um ein bisschen leichter durchs Leben zu kommen. (:
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Re: Wahrscheinlich Borderliner... TRIGGER?

Beitragvon Oskar » Do. 31.12.2015, 17:19

Danke für die vielen Antworten. Danke für euren Trost. Danke das ich hören kann das es möglich ist Schritte zu machen. Danke für jeden Impuls.

Noch habe ich die Diagnose nicht aber alles andere wäre doch eine Überraschung da ich ja jedes Symptom habe.
Aber wenn ich sie auch bekomme dann weiß ich in der Tat woran ich bin.
Ich bin bescheiden, viel will ich ja gar nicht. Wenn ich nicht arbeiten kann dann werde ich eben Arbeitslos bleiben und arbeite nur politisch.
Wenn ich nicht locker genug werde um mal Feiern zu gehen dann genügt mir ein Freundeskreis und eine Frau deren Liebe ich spüren kann wenn ich nach Hause komme.
Und die Fähigkeit nicht von meinen Gefühlen aufgefressen zu werden.

Irgendwann werde ich dann meine Ängste angehen und die Gründe für meine Erkrankung besiegen um sie abzuschwächen.
Jetzt sollte ich mich auf mein aktuelles Wohl konzentrieren, das meinte ein Pfleger zu mir und da ist Ablenken keine Sünde.
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Re: Wahrscheinlich Borderliner... TRIGGER?

Beitragvon Morgan » Do. 31.12.2015, 19:05

Sehr gute Einstellung, Oskar, Du gehst Deinen Weg.

:respekt:
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Re: Wahrscheinlich Borderliner... TRIGGER?

Beitragvon TearsinVain » Fr. 01.01.2016, 00:35

Hallo Oskar,

ich weise auch Züge von Borderline auf (Dissoziationen, Anspannung, emotionale Ausbrüche, SSV etc.), kann aber gut damit leben im Moment.

Du schreibst ja, dass du Fixpunkte und Ziele hast im Leben, halte dich daran fest.

Und ja, BL verwächst sich mit der Zeit, sollte dir das ein kleiner Trost sein.

Rutsch gut ins neue Jahr.

Lieber Gruß, TearsinVain
Ich hänge mich erst auf, wenn alle Stricke reißen.
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Re: Wahrscheinlich Borderliner... TRIGGER?

Beitragvon Fee23 » Fr. 01.01.2016, 20:10

Hallo Oskar , ja meine Ärzte waren sich nicht sicher und bis heute habe ich keine erliche Antwort bekommen. Allerdings hatte ich ein Krankenhaus Aufenthalt wegen was anderem und als der Arzt mein arm gesehen hat,hat der nix gesagt er hat einfach in den Entlassung Brief borderline rein geschrieben . Naja und mit dem bin ich dann zum Hausarzt ja und als er das gelesen hat behandelte er mich auf einmal anders im schlechten Sinne als hätte er mich abgestempelt mittlerweile habe ich den Hausarzt gewechselt er war auch oke bis zu dem Punkt als er meine Krankenhaus Entlassungs Brief bekam und da das wieder drin stand und seitdem ist er genauso.... Das Problem die Therapeuten sagen immer man soll sich furs neues öffnen und die schlechten Erfahrung ein wenig vergessen und neue gute Erfahrung sammeln nur leider wird das auch immer wieder dann enttäuscht.LG
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Re: Wahrscheinlich Borderliner... TRIGGER?

Beitragvon Oskar » Fr. 01.01.2016, 23:48

Fee23 hat geschrieben:Hallo Oskar , ja meine Ärzte waren sich nicht sicher und bis heute habe ich keine erliche Antwort bekommen. Allerdings hatte ich ein Krankenhaus Aufenthalt wegen was anderem und als der Arzt mein arm gesehen hat,hat der nix gesagt er hat einfach in den Entlassung Brief borderline rein geschrieben . Naja und mit dem bin ich dann zum Hausarzt ja und als er das gelesen hat behandelte er mich auf einmal anders im schlechten Sinne als hätte er mich abgestempelt mittlerweile habe ich den Hausarzt gewechselt er war auch oke bis zu dem Punkt als er meine Krankenhaus Entlassungs Brief bekam und da das wieder drin stand und seitdem ist er genauso.... Das Problem die Therapeuten sagen immer man soll sich furs neues öffnen und die schlechten Erfahrung ein wenig vergessen und neue gute Erfahrung sammeln nur leider wird das auch immer wieder dann enttäuscht.LG


Hört sich für mich danach an als solltest du dich nach ner neuen Klinik umsehen.
Raus aus dem alten Umfeld und nach Hamburg in die schön Klinik Bad Bramstedt oder ins UKE oder die LWL in Lengerich wenn die auch Borderline machen.
Oder lass dich einfach mal neu diagnostizieren, normalerweise wird Borderline erst nach vielen Tests diagnostiziert und SVV ist da bei weitem nicht genug als Kriterium.
Habe auch schlechte Erfahrungen gemacht aber hier wird mir geholfen
Gestern habe ich einen Schritt gemacht und ich werde in Zukunft noch weitere tun
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