Statt Stimme(n) Gedanken im Kopf?

In diesem Forum geht es um psychotische Störungen und Symptome (wie z.B. Wahn, Paranoia und Halluzinationen) und das Krankheitsbild der Schizophrenie.

Re: Statt Stimme(n) Gedanken im Kopf?

Beitragvon Angelika » Do. 17.04.2014, 17:09

Ich weiß :troest: das machst Du auch ganz toll.Der erste Satz war eher sarkastischer Spaß :oops:
und ich wollte damit ausdrücken,dass Du Dir nicht all zu viel Stress machen solltest,wenn doch mal "Idiot"über Lippen oder Tasta huschen...is irgendwie menschlich.
oder auch tierisch.
ich will nicht wissen,was meine Katze Nachbar s Kater manchmal faucht :mrgreen:
Angelika
 

Re: Statt Stimme(n) Gedanken im Kopf?

Beitragvon GefallenerEngel » Do. 17.04.2014, 20:59

Danielson hat geschrieben:Unter Sprachhygiene verstehe ich:
1. Du sagt nur die Wahrheit und keine Lügen.
2. Du lästerst nicht und hältst dich von Tratsch fern.
3. Du richtest dein Wort weder gegen dich noch gegen andere.

Wenn du tadellos mit deinem Wort umgehst, hat das die Kraft dein Leben zu verändern.


Hältst du dich wirklich stets an diese Regeln?

Mich würde echt interessieren, wo du diese Weisheiten her hast. Du hast sie doch bestimmt nicht selbst erfunden (?)

Ich denke es gibt keinen Menschen auf dieser Erde, der wirklich tadellos mit seinem Wort umgeht. Nur die Wahrheit sagen, keine Lügen.... Und was ist mit Notlügen? Was das Lästern betrifft, halte ich es so: was ich jemand direkt ins Gesicht sagen kann, das kann ich auch in seiner Abwesenheit sagen und umgekehrt.

Und wenn ich jemand für einen Idioten halte, dann sage ich das auch, weil es meine Überzeugung ist. Würde ich es verschweigen, wäre das doch auch eine indirekte Lüge, oder nicht?

Aber eigentlich wollten wir über Gedanken reden, nicht über Worte. Meintest du ich soll auch in meinen Gedanken niemand als "Idiot" bezeichnen?
GefallenerEngel
 

Re: Statt Stimme(n) Gedanken im Kopf?

Beitragvon Danielson » Fr. 18.04.2014, 09:17

Mich würde echt interessieren, wo du diese Weisheiten her hast. Du hast sie doch bestimmt nicht selbst erfunden (?)


Ich wurde stark von den Lehren von Don Miguel Ruiz beeinflusst:
http://www.angelfire.com/hi5/blue1/4Versprechen.pdf
http://www.amazon.de/Die-vier-Versprech ... ersprechen

Meintest du ich soll auch in meinen Gedanken niemand als "Idiot" bezeichnen?

Ob du das tust oder nicht, macht keinen großen Unterschied, es ist nur ein Gedanke. Gedanken kann man nicht immer kontrollieren. Es empfiehlt sich aber achtsam mit ihnen umzugehen.

Wahrscheinlich kennt ihr dieses Zitat vom Buddha:
"Achte auf deine Gedanken, denn sie werden zu deinen Worten,
Achte auf deine Worte, denn sie werden zu deinen Handlungen,
Achte auf deine Handlungen, denn sie werden zu deinem Karma,
Achte auf dein Karma, denn es Bestimmt dein Leben."
Danielson
 

Re: Statt Stimme(n) Gedanken im Kopf?

Beitragvon GefallenerEngel » Fr. 18.04.2014, 21:03

Danke für die Info. Ja, das Zitat kenne ich.
GefallenerEngel
 

Re: Statt Stimme(n) Gedanken im Kopf?

Beitragvon Angelika » Di. 22.04.2014, 16:52

Ich möchte Dir und Buddha s Zitaten nicht widersprechen.
So soll es sein und das Bestreben haben sicher die meisten Menschen im Grunde ihres Herzens.
Aber wenn wir zu streng mit uns werden und uns stets unter Kontrolle haben wollen,dann kann das leicht in Selbstabwertung oder Selbsthass kippen.
Und es ist so anstrengend,so perfekt zu sein.
Also nocheinmal...
Negative Gedanken sind menschlich.
Jeder Mensch hat gute und böse Seiten.
Die meisten bewegen sich irgendwo dazwischen,und jeder ist bestrebt,sich bessern zu wollen.
Na ja...vielleicht nicht jeder...Manche sind dann doch der bösen Seite näher dran.
ich übrigens auch...eigentlich dachte ich,ich hätte eine höhere Bewusstseinsebene längst erreicht und erwisch mich dann wieder einmal in sehr niederen eher animalischen boshaften Gefielden.
Ich würde mal behaupten,dass es eher bedenklich ist,wenn man seine dirty Seite verleugnen oder verdrängen möchte.
Angelika
 

Re: Statt Stimme(n) Gedanken im Kopf?

Beitragvon GefallenerEngel » Di. 22.04.2014, 19:54

Nein Angelika, wir müssen nicht perfekt sein. Zumindest nicht hier und jetzt. Wir haben doch alle Zeit der Welt, um uns zu vervollkommnen! Wozu die Eile?

Lebe jetzt und denke nicht an Morgen! Das ist meine heutige Maxime. Tu was du willst, das ist das ganze Gesetz.

Auch das Zitat von Buddha beschreibt lediglich den allgemeinen Zusammenhang, will uns jedoch keine Verhaltensweisen aufzwingen. Ich hatte schon viel direktere und schlimmere Zitate gelesen, hehe. Letztere lehne ich natürlich kategorisch ab.

Außerdem stellt sich doch zuallererst die Frage: woher kommt denn die ganze Wut, der Hass usw.? Ist es nicht eher so, dass dafür diejenigen Personen zuständig sind, die diese Gedanken in mir ausgelöst haben? Genau so ist es! Sie tragen die volle Verantwortung auch für meine schlechten Gedanken. Denn wäre ich ihnen nie begegnet, hätte ich diese Gedanken gar nicht. Jawohl! :mrgreen:
GefallenerEngel
 

Re: Statt Stimme(n) Gedanken im Kopf?

Beitragvon Angelika » Mi. 23.04.2014, 13:29

Na so einfach ist das nicht,die Schuld für eigene negative Gedanken bei Anderen zu suchen.
Genau da fängt Seelenarbeit ja an,sich eben nicht davon beschmutzen und belasten zu lassen und sich abgrenzen lernen,verzeihen können und Wege für einen Frieden zu finden.

Und Buddha ist ja eher Atheist.

Ich habe erst gestern im Fernsehen gehört,warum wir Seelen auf dieser Welt sind.
Bei den Christen braucht man,glaub ich gehört zu haben,einfach nur glauben...den Rest erledigt dann Jesus oder so,der ja für unsere Sünden am Kreuz gestorben sein will...ausserdem: Wer ohne Sünde ist,werfe den ersten Stein etc...und Reue und Beichte oder Taufe macht das Seelenkleidchen,glaub ich,wieder weiss...

In irgendeiner anderen Religion,ich glaub,die Juden waren es,da kommt es schon darauf an,dass man in diesem Leben seine Seele schon so führt,reinigt oder verbessert,um eben eine bessere Seele zu erreichen,als das,was gerade da ist...zum Glück bin ich kein Jude,weil ich mir dann wie im Leiterspiel vorkommen würde...da hab ich mal was erreicht,und schwups steh ich wieder ganz unten und kann wieder von vorne anfangen...das macht nur noch mehr depressiv.

Die Islamisten kommen ja,genauso wie die Christen aus m Judentum und erhoffen sich durch brav sein usw auch einen VIP Platz im Jenseits,

während die Hinduisten mega viel Zeit haben,um ihre Seele groß und perfekt zu bekommen,da sie ja so lange wiedergeboren werden,bis es endlich reicht...

Also ich bin diese fiesen Spiele von Gott auch Leid,wenn das so alles stimmen sollte,was in heiligen Schriften zu lesen ist.
Völlig egal,ob Bibel oder Baghvad Gita oder der Koran.
Du sollst
Du mußt
Du darfst nicht...

und ausserdem schafft das eh keiner...nicht mal Dalai Lama oder Mutter Theresa.

Aber eine Geschichte finde ich dann doch sehr herzerwärmend.
Maria Magdalena war eine Frau und eine Hure.
Also so ziemlich der letzte Dreck laut Bibel.
Aber sie soll Jesus am Nächsten gestanden haben,und ihr hat er sich anvertraut und seine wahren Geheimnisse erzählt,worauf Pertrus usw so eifersüchtig waren.
Und ihre Schriften werden bis heute geheim gehalten!
Was,wenn sie wirklich mit Jesus Kinder hatte,was ich eher glaube?
und Jesus gar nicht am Kreuz gestorben ist,sondern,wie berichtet wurde,noch gut 40 Jahre in Indien lebte und gar nicht der Sohn Gottes ist.
O.K.,für mich ist er es,aber er ist nicht besser als wir alle,weil er unser Bruder ist,denn wir alle tragen seine Kräfte in uns und sind alle Kinder Gottes,egal ob schwarz oder weiß oder rot oder gelb.
Die Bibel ist eine einzige bösartige Frauenunterdrückung und Machtbibel...mehr nicht.
Und wenn ich aus Bahrain höre,was die mit Frauen oder Dieben im Jahre 2014 anstellen wollen,dann könnte ich nur k*tzen!!!!!
Solche "Götter"gehören wohl eher irgendwelchen Unterwelten an.
Ich strebe nach LIEBE,was ja schon schwer genug ist.
GOTT= LIEBE
so einfach ist das.
Und ist man mit Liebe erfüllt,dann haben negative Gedanken keinen Platz mehr.
Angelika
 

Re: Statt Stimme(n) Gedanken im Kopf?

Beitragvon Danielson » Mi. 23.04.2014, 13:29

Jeder ist für seine eigenen Gedanken und Gefühle verantwortlich.

Tu was du willst, das ist das ganze Gesetz.

Ich glaube, dass ein solides ethisches System einem innere Stärke gibt. Das findet man aber nicht bei Aleister Crowley.
Danielson
 

Re: Statt Stimme(n) Gedanken im Kopf?

Beitragvon GefallenerEngel » Mi. 23.04.2014, 19:33

Ich habe meine eigenen Moralvorstellungen entwickelt, nachdem ich viel gelesen hatte und mir anschließend noch mehr anhören musste darüber, was angeblich richtig und was falsch sein soll.

Jede Lehre enthält wertvolles Gedankengut, aber auch viel Mist, Lüge und Falschheit. Letzten Endes wird jede Religion als Manipulationsmittel eingesetzt, und nur wenige Menschen sind dagegen immun. Umso wichtiger ist es über alles das selbst nachzudenken, was einem so aufgetischt wird. Auf keinen Fall dem Prinzip "alles oder nichts" folgen, sondern im Gegenteil selektiv vorgehen, selbst analysieren und Schlussfolgerungen ziehen. Die Pfaffen & Co sind die letzten, die uns dabei helfen können, sie wollen nur ihre Einnahmen sichern und die Macht über die Anhänger behalten. Selbständig denkende Menschen sind ihnen ein Dorn im Auge.

Aleister Crowley hat sich von dem damals noch mehr als jetzt herrschenden religiösen Dogmatismus freigemacht und verdient deshalb Respekt.

Im Prinzip sollte jeder von uns zu einer Art Guru und Meister werden, der keine übergeordneten Autoritäten benötigt, der nach seinem eigenen Weltanschauungskonzept lebt und das tut, was er für richtig hält.
GefallenerEngel
 

Re: Statt Stimme(n) Gedanken im Kopf?

Beitragvon Vanilla » Mi. 23.04.2014, 20:22

Ich mag Crowley
Dir wurde dieses Leben gegeben, weil du stark genug bist um es zu leben.
Unbekannt

Ja, ich hasse meine MS und sie mich scheinbar auch. Aber manchmal sitzen wir auch zusammen und lachen gemeinsam über meinen Gang

There is sugar on the radio
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Re: Statt Stimme(n) Gedanken im Kopf?

Beitragvon Angelika » Fr. 25.04.2014, 13:13

Ich vertrete mittlerweile auch die Ansicht,dass jeder einen Kopp geschenkt bekommen hat,um ihn auch selbst zu nutzen,und nicht dem Dogmatismus Anderer hinterherzulaufen.
Und Gedanken sind dazu da,überprüft zu werden.
Möchte man sie behalten,ausschmücken und sie vertreten,
oder passen sie nicht zu Dir selbst,dann lass sie los.
Und nicht Alles kann man sofort entscheiden.
Einiges muß wachsen und Anderes stellt sich vielleicht erst später als ungünstig heraus.
Angelika
 

Re: Statt Stimme(n) Gedanken im Kopf?

Beitragvon Danielson » Sa. 26.04.2014, 16:23

Um sich von dem Einfluss der bösen Stimmen frei zu machen ist etwas Arbeit nötig. Selten kommt eine solche Stimme ohne die entsprechende Affinität, d. h. Anziehung. Notwendig ist daher die Kontrolle der eigenen Gedanken und Neigungen. Was ist der Inhalt meiner Gedanken? Sind sie gut? Bin ich geduldig, verständnisvoll, tolerant? Übe ich Nächstenliebe in dem Maße, was ich tun kann: Freundlichkeit, Respekt, Achtung vor den Mitmenschen, Achtung vor dem Leben. Wie ist meine Haltung zuhause, unterwegs, am Arbeitsplatz etc.
Orientiere ich mich an den Lehren von Jesus, Buddha, Mohammed, Krishna…?
Von Beschimpfungen oder Drohungen sollte abgesehen werden, sonst ist man leicht auf der gleichen Schwingungsebene, was man ja vermeiden möchte.
Um sich vor negativer Beeinflussung so weit als möglich zu schützen ist die eigene innere Verbesserung gefordert. Ständig dazulernen, sich entwickeln, vorwärtsgehen. Die großen Weisheitstraditionen können einem den Weg weisen.
Danielson
 

Re: Statt Stimme(n) Gedanken im Kopf?

Beitragvon psy » Sa. 06.09.2014, 15:31

Ich habe keine psychotische Störung diagnostiziert, obwohl ich einige psychotische Symptome in abgeschwächter Form aufweise, und als Kind tlw. massiv halluziniert habe, kenne aber diese "Impulse"/Gedanken/Stimmen sehr gut. Mir drängen sich in Gesprächssituationen immer wieder Gedanken auf, ich müsse mein Gegenüber schlagen. Ich spüre dann auch den druck auf der Faust und sehe den Schlag regelrecht. I.d.r. lassen sich diese Impulsgedanken gut unterdrücken, ich hab sie in knapp 20 Jahren noch kein einziges mal ausgeführt, aber es war schon recht oft sehr knapp. Dabei spielt es keine Rolle, ob ich den Menschen kenne oder mag, ich habs bei meiner Mutter genau so wie bei Fremden.

Es kann schon sehr Kräftezehrend sein, ein Gespräch zu führen und gleichzeitig gegen diese Impulse ankämpfen zu müssen, weswegen ich u.a. vor kurzem en Gang zum Psychiater wagte. Bin jetzt mit 10mg Abilify recht zufrieden, wobei ich mich frage, ob sich "Impulsspitzen" mit Risperdal besser behandeln lassen. Das Aripiprazol ordnet mir meine Gedanken und mein Innenleben sehr kompetent, aber gegen Zwangshandlungen und die beschriebenen Impulse ist es, meiner Meinung nach, relativ machtlos.
psy
 

Re: Statt Stimme(n) Gedanken im Kopf?

Beitragvon fezzoletti » Di. 07.10.2014, 17:57

Muss ich auch mal wieder einklinken. Meine "komischen", "fremden" Gedanken haben sehr stark abgenommen. Bin auch seit 1 Jahr und 4 Monate weg vom Kiffen. Auch die Medis (Psychopharmaka gegen Psychosen) sind jetzt auf einem niedrigen Level. Insgesamt fühle ich mich "normaler". Bei mir ist es wirklich die Zeit, 1. wie lange die letzte Psychose weg ist und 2. wie lange ich Clean bin. Das sind meine Schlüssel, anders bekomme ich meine Gedanken nicht in den Griff.

Grüße,
Andreas
fezzoletti
 

Re: Statt Stimme(n) Gedanken im Kopf?

Beitragvon Philipp » So. 10.05.2015, 12:43

Ja mann die Ich Störung is der Hund bei mir... Ich bekomm die nur weg wenn ich in anderen Formen Denke seitdem ich Abilify nehme gehts mir besser weil ich nicht so negative Gedanken und Stress habe!

Philipp
Philipp
 

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