Meine ungeschliffenen Worte (z.T. triggernd)

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Re: Meine ungeschliffenen Worte (z.T. triggernd)

Beitragvon Zerrissen » Sa. 13.01.2018, 19:37

Ewig erscheint die Dunkelheit
Erstreckt sich bis zum Horizont
Scheinbar seit Anbeginn der Zeit

Es ist ein stiller Ozean
Und doch herrscht ein großer Sturm
Tobte hier von Anfang an

Es ist ein Sturm, den man nicht sieht
Dennoch zerrt er an der Substanz
Ein Sturm dem man nie entflieht

Und überall scheint zu lauern der Tod
Er zieht endlose Kreise um mich
Genährt von tiefster Seelennot

Hier bin ich einsam und ganz allein
Während ich verloren Treibe
Bin reduziert auf das Sein

Wann wird die Dunkelheit weichen?
Wann hört diese Reise auf,
Werde ich den Horizont erreichen?

Der Sturm bläst mir ins Gesicht
Und bitter kämpf ich mich voran
Doch kein Ende ist in Sicht
--Selbst wenn du nicht mehr dran glaubst, kämpfe weiter bis der Krieg ums Leben gewonnen ist, sonst verpasst du vielleicht den schönsten Teil--
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Re: Meine ungeschliffenen Worte (z.T. triggernd)

Beitragvon Binella94 » Sa. 13.01.2018, 21:03

Dein letztes Gedicht ist um einiges besser als die vorherigen (die auch schon echt gut sind!)
Mach in jedem Fall weiter!
Ich mag deine umschreibungen seeehr .
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Re: Meine ungeschliffenen Worte (z.T. triggernd)

Beitragvon Zerrissen » Sa. 13.01.2018, 21:08

Danke. Ich dichte zur Zeit vor allem um mich abzulenken. Deshalb auch ungeschliffene Worte. Ich schreibe einfach direkt, was mir in den Sinn kommt, ohne daran zu feilen. Wenn ich wieder den Kopf für richtiges Dichten habe, eröffne ich vielleicht einen Thread "meine geschliffenen Worte" oder so. Das hier ist eher Improvisation.
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Re: Meine ungeschliffenen Worte (z.T. triggernd)

Beitragvon Binella94 » Sa. 13.01.2018, 21:14

Das macht sie noch besser. :)
Dann bin ich mal gespannt auf den anderen thread!
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Re: Meine ungeschliffenen Worte (z.T. triggernd)

Beitragvon Zerrissen » So. 14.01.2018, 07:33

Deutliche Triggerwarnung - hier verarbeite ich Dunkles. Dichte, weil ich es nicht aussprechen kann. Dichte, weil ich es so indirekt berühren kann ohne mich zu verbrennen. Verbrennt euch nicht daran.

Machst was er will

Er sagt, du gehörst ihm
Öffne die Augen, sieh hin
Machst was er will
Denn du gehörst ihm

Er sagt, es gefällt dir
Du entkommst nicht von hier
Machst was er will
Sagst es gefällt dir

Er sagt, es ist geheim
So soll es zwischen euch sein
Machst was er will
Und tust es geheim

Er sagt es war schön
Du darfst wieder gehen
Machst was er will
Doch es ist nicht schön

Du möchtest schreien
Dich davon befreien
Machst was er will
Kannst nicht mal schreien

Er sagt er kommt wieder
Es ist dir zu wider
Machst was er will
Wieder und wieder

Er zerbricht dich
Du brichst innerlich
Machst was er will
Und es bricht dich
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Re: Meine ungeschliffenen Worte (z.T. triggernd)

Beitragvon Zerrissen » So. 14.01.2018, 08:11

Gequälte Seele

In der tiefen Seele Grund
Lauern deine Dämonen
Im tiefsten Höllenschlund
Deiner gequälten Seele
Die vor Marter ist ganz wund
Konnte sich nie wirklich schonen
Verblasst ist was einst war bunt
In deiner gequälten Seele

Manchmal erscheint in deiner Not
Deiner tiefen Seele Qual
Alles leer, öde und tot
In deiner gequälten Seele
Ertrinkst in dein eigen Blut
Alles erscheint blass und fahl
Und fern ist jeder Lebensmut
In deiner gequälten Seele

Wo ist nur hin die Leichtigkeit?
Wohin die Farben dieser Welt?
Alles vergeht in Dunkelheit
Deiner gequälten Seele
Groß ist die Grausamkeit
Dieses Ortes die dich quält
In der großen Ewigkeit
Deiner gequälten Seele
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Re: Meine ungeschliffenen Worte (z.T. triggernd)

Beitragvon Zerrissen » So. 14.01.2018, 08:38

Zu fett..

Beherrscht dich die Magersucht
Gibt es kein Entrinnen, keine Flucht
Du wirst mit Absicht frieren
Mit Kalorien herumjonglieren
Brennwerttabellen analysieren
Und Diäten genau studieren

Vielleicht erbrichst du dich nie
Sonst ist es vielleicht schon Bulimie
Deftig servierend Gaststätten
Fastfood und Burgerketten
Können dann stets auf dich wetten
Kannst dich ja mit Erbrechen retten

Und bist du nur noch ein Skelett
Fühlst du dich dennoch zu fett
Wirst dich auf der Waage zieren
Auf ihre Ziffern stieren
Stets nach weniger gieren
Und vielleicht dich selbst verlieren
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Re: Meine ungeschliffenen Worte (z.T. triggernd)

Beitragvon Zerrissen » Mo. 15.01.2018, 10:57

Dunkler Traum

Es ist Albtraum, Erinnerung
Abgrundtiefe Verdrängung
Die sich befreit aus eisern Ketten
Nichts kann dich vor ihnen retten

Mal ist es klar, mal undeutlich
So schrecklich nah, dann unwirklich
Das Böse, der Ekel, was geschah
Jetzt ist er so viel zu nah

Ich bebe und ich weine bitter
Während ich zucke, zitter
Und will einfach nur mehr fort
Von diesem grausig, bösen Ort

Gefühle, Ekel, Qual und Schmerz
Erschüttern mein bebend Herz
Bis erneut verblasst Erinnerung
In abgrundtiefer Verdrängung
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Re: Meine ungeschliffenen Worte (z.T. triggernd)

Beitragvon Zerrissen » Mo. 15.01.2018, 11:53

Und all dies steht nun vor dir

Mal bin ich fort, mal bin ich hier
Manchmal spreche nicht ich zu dir
Ja vielleicht wunderst du dich
Doch zerissen ist mein Ich

Es gibt viel zu viel in mir
Was sich widerspricht, verwirrt
Weint, lacht, schreit und sich ziert
Und all dies steht nun vor dir

Du siehst es nicht in einem Stück
Anteile treten vor, zurück
Ja vielleicht wunderst du dich
Doch zerrissen ist mein Ich

Es gibt viel zu viel in mir
Für eine einzige Persönlichkeit
Hass und Liebe, Güte wie Neid
Und all dies steht nun vor dir
Steht nun vor dir im Jetzt und Hier
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Re: Meine ungeschliffenen Worte (z.T. triggernd)

Beitragvon Zerrissen » Mo. 15.01.2018, 13:06

Ich lache dem Tod ins Gesicht
"Dir, altem Schnitter, folge ich nicht
Denn zu leben ist meine Pflicht
Bis ich erblicke des Lebens Licht"

Da antwortet der alte Schnitter
"Sieh doch nur, du bist am zittern
Tag um Tag nur am verbittern
Lass mich sein dein weißer Ritter"

Doch ich lache ihm ins Gesicht
"Deine Worte sind ohne Gewicht
Dir, altem Schnitter, folge ich nicht
Denn hier sitzt nicht du zu Gericht"

Da antwortet der Schnitter bald
"In Jahren jung, im Herzen alt
Hast du nicht gesehen Gewalt
Die jeden bricht, grausam und kalt?"

Ich spucke ihm ins Gesicht
"Ja, manchmal ist fern das Licht
Und die Last so schwer, dass man bricht
Dennoch, folgen werd ich nicht"

Da antwortet der alte Mann
"Erlösen wollt ich dich, doch dann
Werd ich dich holen, wenn ich kann
Mir sicher sein, das das wann
Dir Qual bedeutet" und er ging
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Re: Meine ungeschliffenen Worte (z.T. triggernd)

Beitragvon Zerrissen » Mo. 15.01.2018, 16:08

Ich war klein

Ich war schwach, ich war klein
Und schutzlos in der Welt
Kein Vertrauen, stets allein
Während man mich grausam quält

Ich suchte Liebe, Zuneigung
Stattdessen erfuhr ich Gewalt
Zu oft auch Zurückweisung
Mal war es warm, meistens kalt

Ich gierte nach der Wärme
Die mir blieb so verwehrt
Das ich heute davon schwärme
Als hätte ich sie kennengelernt

Schön war meiner Kindheit Welt
Ich war behütet, wurde geliebt
Ein Traum den ich hab gewählt
Damit der Albtraum mich nicht kriegt

Jetzt weiß ich, es war nicht schön
Es war grausam, bitterkalt
Da hilft kein Bitten, bitter Flehen
Der Albtraum holt mich doch zu bald

Ich will vergessen, ich will träumen
All die bösen Schrecken bannen
Sie aus meinem Geist räumen
Fort mit euch, zieht von dannen!

Mal gelingt es, dann wieder nicht
Und ich stürze in Dunkelheit
Die Welt zeigt ihr grausig Gesicht
Es ist wie damals, vor langer Zeit

Dann bin ich wieder schwach und klein
Und versuche zu entkommen
Diesen Kampf kämpfe ich allein
Bis er ist erneut gewonnen

Nur um den Albtraum zu vertreiben
Wenigstens für kurze Zeit
Werde ich ihn aus mir rausschneiden
Bis er erneut eindringt, sich befreit

Wann wird dies ein Ende haben?
Wann bleibt verbannt das Seelenleid?
Wann kann ich zu atmen wagen?
Wann, ja, wann, frag ich die Zeit..
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Re: Meine ungeschliffenen Worte (z.T. triggernd)

Beitragvon Zerrissen » Di. 16.01.2018, 08:17

Du zählst nicht

Was braucht's, damit die Seele bricht?
Viel Dunkelheit und wenig Licht
Niemand sieht noch deinen Schmerz
Du glaubst schon gar er interessiert gar nicht.

Du bist nicht viel mehr als ekliger Schmutz
Du wirst auf grausame Art benutzt
Und niemand sieht in dein kleines Herz
Und bietet dir den nötigen Schutz

Du errichtest dir eine eigene Welt
Spaltest ab was dich so quält
Und niemand beachtet die Veränderung
Die dein Geist zum Schutze wählt

Das ist warum eine Seele bricht
Wenn die Welt versagt in ihrer Pflicht
Sie dir versagt Schutz und Zuneigung
Und dich lehrt, du zählst nicht
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Re: Meine ungeschliffenen Worte (z.T. triggernd)

Beitragvon Zerrissen » Di. 16.01.2018, 08:31

Welt der Wunder
Voller Wunder ist das Leben
Wenn du blickst in sein Licht
Und diese kann dir niemand nehmen

Ich weiß es ganz genau
Sie finden sich überall
Im Abendrot, im Himmelblau

Im Wachsen und Gedeihen
Eines Blütenfarbenmeer
In dem Schmetterlinge freien

Doch auch im Weiß des Schnees
Im rötlichen Braun der Erde
Oder im Grün des Klees

In Schmetterlingen die erhaben fliegen
Im Gesang des Vogelchors
Den Blättern die sich im Wind wiegen

Voller Wunder ist diese Welt
Und niemand kann sie dir nehmen
Denn sie bleiben ungezählt

Und vielleicht mag es dir gelingen
Überall sie zu erkennen
In den großen, kleinen Dingen

Es ist was dir Kraft verleiht
Wenn du scheinst in Ketten
Und was deinen Geist befreit
B.
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Re: Meine ungeschliffenen Worte (z.T. triggernd)

Beitragvon Zerrissen » Di. 16.01.2018, 08:58

*Trigger

Ich will nicht mehr wegrennen
Dabei innerlich verbrennen
Ich suche den Ausweg
Und werde ihn erkennen

Ich will mich nicht mehr schneiden
Um zu lindern mein Leiden
Während meine Dämonen
Sich an meiner Qual weiden

Ich suche nach Wegen
Zurück in das Leben
Und bis ich da bin
Werde ich alles geben
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Re: Meine ungeschliffenen Worte (z.T. triggernd)

Beitragvon Zerrissen » Di. 16.01.2018, 13:21

Nicht stehen bleiben - triggernd

Ich weiß, ich will nicht leben
Nicht so, voll kranken Gedanken
Trotzdem muss ich alles geben
Darf nicht zaudern, zögern, wanken

Ich wandere über karge Berge
Der Wind bläst mir eisig ins Gesicht
Am liebsten blieb ich stehen zum Sterben
Dennoch marschier ich weiter, stoppe nicht

Ich wandere durch das ewige Eis
Meiner Seele, schau wie sie friert
Doch geh ich weiter, denn ich weiß
Wer stehen bleibt, der verliert
Verliert sein Leben
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