Selbstmord in "ferner" Zukunft... Kennt das jemand?

In diesem Unterforum könnt Ihr Euch zum Thema Suizid (Selbstmord) und Tod austauschen, sowie der Trauer, die ein (Frei-)Tod hinterlässt.
Wichtig: Ihr könnt und dürft hier über Eure Suizidgedanken sprechen, allerdings sind konkrete Absichten bzw. Ankündigungen hier nicht erlaubt bzw. können evtl. an die Behörden weitergeleitet werden!

Re: Selbstmord in "ferner" Zukunft... Kennt das jemand?

Beitragvon Martin1965 » Mo. 11.12.2017, 16:28

Für mich steht die Methode (100% sicher) und das FRÜHESTE Datum fest.
Ob und wann ich es durchziehe, hängt dann nur noch davon ab, ob meine Kinder mich noch brauchen oder ich ihnen auf der Tasche liege.
Ich will keinesfalls meinen Kindern auf der Tasche liegen. Und ich will keinesfalls leiden.
Bis es soweit ist, versuche ich alles Positive mitzunehmen.
Psychopharmaka sind eine Krücke. Wenn ich ein gebrochenes Bein habe, darf ich eine Krücke benutzen.
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Re: Selbstmord in "ferner" Zukunft... Kennt das jemand?

Beitragvon loner » Di. 12.12.2017, 22:02

Martin1965 hat geschrieben:Ob und wann ich es durchziehe, hängt dann nur noch davon ab, ob meine Kinder mich noch brauchen

Wie kommst du darauf, dass Kinder ihre Eltern jemals nicht mehr brauchen könnten?
Wie einfach wäre das Leben, wenn sich die unnötigen Sorgen von den echten unterscheiden ließen. (Karl Heinrich Waggerl)
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Re: Selbstmord in "ferner" Zukunft... Kennt das jemand?

Beitragvon Martin1965 » Di. 19.12.2017, 03:08

Irgendwann sind sie alt genug um auf eigenen Füßen zu stehen. Dann ist meine Zeit gekommen.
Psychopharmaka sind eine Krücke. Wenn ich ein gebrochenes Bein habe, darf ich eine Krücke benutzen.
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Re: Selbstmord in "ferner" Zukunft... Kennt das jemand?

Beitragvon Oskar » Di. 19.12.2017, 22:20

Martin1965 hat geschrieben:Irgendwann sind sie alt genug um auf eigenen Füßen zu stehen. Dann ist meine Zeit gekommen.


Neben deinem "Nutzen" als Erzeihender und Finazierender hast du sicher noch deutlich höheren Wert für sie auf anderer Ebene.
Wenn du es aushalten kannst noch hier zu sein für die "Sache" deine Kinder groß zu ziehen dann kannst du das auch nutzen um weg zu kommen davon und dir wieder was zu geben was es dir zu einem Anliegen macht hier zu bleiben
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Re: Selbstmord in "ferner" Zukunft... Kennt das jemand?

Beitragvon loner » Di. 19.12.2017, 23:40

Martin1965 hat geschrieben:Irgendwann sind sie alt genug um auf eigenen Füßen zu stehen. Dann ist meine Zeit gekommen.


Ich als ausgezogenes, ausgewachsenes Kind kann sagen, dass es mir - trotz aller Differenzen, die ich mit meinen Eltern habe - das Herz zerreißen würde, wenn einer stirbt. Die Zeit ist einfach noch nicht gekommen, und es würde viel zu früh ein Loch entstehen, das man nicht füllen kann. Und immer würde die Frage da sein, warum hat er mich im Stich gelassen? Meine Mutter hat es schon mehrmals angedroht und jedesmal war es für mein Empfinden mehr als egoistisch zu denken, dass es uns allen am Ar*ch vorbei gehen würde.
Selbstmord ist und bleibt ein Akt des puren Egoismus. Und wenn du es jetzt nicht tust, weil du deinen Kindern nicht schaden willst, dann solltest du es niemals tun. Es wird ihnen immer schaden. Es ist jedermans eigene Sache, ob er Schluss macht mit der Welt, aber mach dir nicht die Illusion, dass die anderen Menschen dich ins Loch schmeißen und dann ist die Sache für sie durch. Für einige ist sie das auch nach Jahren nicht. Vor allem, wenn es kein natürlicher Tod war.
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Re: Selbstmord in "ferner" Zukunft... Kennt das jemand?

Beitragvon Martin1965 » Mo. 25.12.2017, 17:04

Suizid ist für mich kein Egoismus, insbesondere wenn ich ihn so begehe, daß keine unbeteiligten Personen mit hinein gezogen werden.
Ich würde mich NIEMALS vor den Zug werfen oder ähnlichen Blödsinn machen.
Suizid ist für mich eine positive, selbstbestimmte Methode mein Leben zu beenden, wenn die Alternative ein Leben mit Schmerzen wäre.
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Re: Selbstmord in "ferner" Zukunft... Kennt das jemand?

Beitragvon Oskar » Di. 26.12.2017, 02:55

Martin1965 hat geschrieben:Suizid ist für mich kein Egoismus, insbesondere wenn ich ihn so begehe, daß keine unbeteiligten Personen mit hinein gezogen werden.
Ich würde mich NIEMALS vor den Zug werfen oder ähnlichen Blödsinn machen.
Suizid ist für mich eine positive, selbstbestimmte Methode mein Leben zu beenden, wenn die Alternative ein Leben mit Schmerzen wäre.


Von deinem Tod ist aber IMMER auch jemand Anderes betroffen. Es ist immer eine egoistische Entscheidung denn man trifft sie mit sich selbst im Kopf.
Aber Egoismus ist nicht böse sondern natürlich.

Viel besser wäre aber sich zu lösen davon und etwas Besseres zu finden als den Tod
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Re: Selbstmord in "ferner" Zukunft... Kennt das jemand?

Beitragvon Martin1965 » Mi. 27.12.2017, 07:32

Viel besser wäre aber sich zu lösen davon und etwas Besseres zu finden als den Tod


Ei was, du Rotkopf", sagte der Esel, "zieh lieber mit uns fort, etwas Besseres als den Tod findest du überall
Und dennoch steht am Ende der Tod vor der Tür. Es ist nur eine Frage, was wir bis dahin machen.
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Re: Selbstmord in "ferner" Zukunft... Kennt das jemand?

Beitragvon Zerrissen » Do. 28.12.2017, 16:49

:roll: :roll: Puh, Suizid in ferner Zukunft. Als ich vierzehn war, dachte ich niemals, dass ich mein achtzehntes Lebensjahr erlebe und es kam trotzdem. Ähnlich ging es mir mit dem fünfundzwanzigsten Geburtstag und doch kam er. Jetzt glaube ich nicht, dass ich den dreißigsten Geburtstag erleben werde, aber ich könnte mich irren. Bisher habe ich allen Versuchen und Widrigkeiten zum Trotz überlebt. Wenn es einen Gott gibt, will er das ich lebe. Dennoch versuche ich meine Angelegenheiten zu regeln, für den Fall vorzuarbeiten, dass ich mich doch töte. In schlechten Phasen kann dazu auch gehören, dass ich Beziehungen sabotiere, damit ich vielleicht etwas weniger vermisst werde. Selbstmord wäre für mich eine egoistische Tat, ein Geschenk an mich selbst, während ich anderen Leid bringe. Deshalb muss der Tod stets in der Ferne liegen, aufgeschoben wenn auch nicht aufgehoben. Ich kann zwar nicht dafür garantieren, dass ich mich nicht "ungeplant" töte, aber das System funktioniert ganz gut, wenn die Ferne stets die Ferne bleibt. Ich verstehe es, wenn jemand gehen will, kann es ihm oder ihr nicht zum Vorwurf machen, aber ich bitte um Verständnis dafür, wenn ich meine, dass es wenig gibt, das man seinen Freunden und Angehörigen antun kann, das schlimmer wäre.
--Selbst wenn du nicht mehr dran glaubst, kämpfe weiter bis der Krieg ums Leben gewonnen ist, sonst verpasst du vielleicht den schönsten Teil--
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