Suizidgedanken /Trauma/ Vergangenheit

In diesem Unterforum könnt Ihr Euch zum Thema Suizid (Selbstmord) und Tod austauschen, sowie der Trauer, die ein (Frei-)Tod hinterlässt.
Wichtig: Ihr könnt und dürft hier über Eure Suizidgedanken sprechen, allerdings sind konkrete Absichten bzw. Ankündigungen hier nicht erlaubt bzw. können evtl. an die Behörden weitergeleitet werden!

Suizidgedanken /Trauma/ Vergangenheit

Beitragvon Perla21 » Sa. 02.07.2016, 18:53

Hallo liebes Forum,
ich würde gerne mal nieder schreiben was mich belastet und vielleicht könnt ihr mir ein paar hilfreiche Tipps geben, wie ihr mit Suizidgedanken und Impulsen umgehen würdet.
Ich bin erst 21 und habe oft das Gefühl innerlich schon gestorben zu sein.

Ich habe schon sehr früh begonnen mich mit diesem Thema auseinander zu setzen. Nicht wegen mir, sondern wegen meiner damaligen besten Freundin. Ich war 14, als sie mir das erste Mal sagte sie wolle sich umbringen. Für mich ist damals eine Welt zusammen gebrochen, weil ich dieses Thema nicht ansatzweise verstehen konnte oder nachvollziehen konnte. Meine Freundin hatte schon eine längere Psychiatrie Vorgeschichte. Ich konnte für sie da sein und das hat uns sehr zusammen geschweißt ( damit meine ich auch die Zeit bevor sie androhte sich das Leben zu nehmen). Sie bat mich niemandem davon zu erzählen. Das tat ich sehr lange nicht, was mich gänzlich veränderte. Ich hatte immer Angst wenn sie sich nicht meldete, wenn sie mir nicht schrieb oder sie zu spät zu unseren Treffen kam. Ich war immer völlig fertig. Hätte nur noch weinen können, weil niemand wusste und verstand was in mir zu dem Zeitpunkt vorging. Das zog sich ca.8 Monate, in denen ich mich völlig zurück zog und aufhörte zu essen. Einerseits war ich immer wütend, weil sie sich so verhielt und manchmal auch absichtlich nicht antwortete, aber andererseits wollte ich ihr das nicht sagen, da ich auch da Angst hatte dass sie sich was antun könnte.

Folglich ging es mir echt schlecht und bald war ich selbst an dem Punkt, dass ich mein Leben nicht mehr Lebenswert fand. Ich hatte das Gefühl hilflos zu sehen zu müssen, wie meine beste Freundin sich immer mehr antat. Ich wusste einfach nicht wie ich ihr helfen sollte. Auch heute erzählt sie mir noch oft davon und es macht mich immernoch sprachlos und lässt mich erstarren.
Mit 16 hatte ich einige konkrete Pläne wie ich mein Leben enden lassen könnte, hatte aber nicht den Mut. Ich habe nie mit jemandem darüber gesprochen. Da ich weiß wie sehr es einen anderen unter Druck setzt, wenn man über Suizidgedanken spricht. Daher möchte ich mich auch jetzt niemandem persönlich anvertrauen. Ich will niemandem zur Last fallen.

Ich war immer ein sehr ehrgeiziger Mensch, machte mir selbst enormen Druck gut zu sein und versagte andauernd. Durch den Stress hatte ich auch viele körperliche Schmerzen, bei denen mir niemand helfen konnte.

Zwischenzeitlich war es wieder besser- dann kam das Abi und dann ging ich ins Ausland. Mein Auslandsaufenthalt in einer Au Pair Familie war wirklich schrecklich. Ich wollte 10 Monate dort bleiben. Schon nach einem Monat war ich so verzweifelt, weil ich nur ausgenutzt wurde, keine Zeit für mich hatte und mich schrecklich alleine fühlte. Mein Zustand war schrecklich, ich habe nur noch geweint.
Mir eingestehen zu müssen, dass ich dem nicht Stand halten kann war schlimm. Nach viel Auseinandersetzungen mit der Familie ging ich von einem Tag auf den anderen und war erst ohne Unterkunft und ohne Geld, weil mich die Gastfamilie nicht bezahlt hatte. Zum Glück konnte ich bei einer bekannten unterkommen.
Meine Rückreise nach Deutschland war wirklich noch schlimmer. Ich habe dort eine schlimme Erfahrung mit einem Mann gehabt.
Zurück in Deutschland traf ich auf einen Exhibitionist und mein Freund verlies mich am selben Tag.
Seitdem plagen mich Gedanken an den Tod. Ich fühle mich so leer und durch die Erfahrung mit den beiden Männern empfinde ich furchtbaren Ekel.
Das ist nun schon 2 Jahre her und ich konnte die Erlebnisse nach 4 Monaten auch so gut verdrängen, dass ich weiter machen konnte und auch wirklich schöne Momente hatte.
Seitdem ich getriggert wurde ist alles wieder richtig schlimm. Vieles an das ich mich nicht mehr erinnern konnte kommt mir stückchenweise wieder ins Gedächtnis. Ich schlafe wenig und wenn habe ich wirklich schlimme Alpträume. Ich habe das Gefühl völlig verrückt zu werden und am liebsten würde ich dem ganzen ein Ende setzen. Ich weiß nicht mal ob ich meinen Erinnerungen überhaupt trauen kann.. Man sagt ja es gäbe ein False Memory Syndrom.
Ich schäme mich für diese Gedanken und ich kann verstehen wenn der ein oder andere denkt, dass das keine Gründe für Selbstmordgedanken sind. Ich weiß ja selbst, dass das echt schwach von mir ist ist.

Mein Körper tut nicht mehr was er soll und ich spüre außer Ekel gegen mich kein Gefühl. Keine Trauer, keine Wut. Ich würde am liebsten weinen aber es geht nicht.
Ich möchte manchmal einfach nicht in dieser Haut stecken. Ich bin manchmal wie weggetreten und in meiner eigenen Traumwelt.

Um das was mir mit dem Mann passiert ist zu verarbeiten habe ich eine Beratungsstelle aufgesucht. Jetzt geht es mir noch schlechter, weil ich ständig wieder die Erlebnisse durchmache. Ich traue mich nicht dort über meine Suizidgedanken zu sprechen. Auch weil sie mich danach gefragt hatte und ich gesagt habe, dass es nicht so sei.

Ich will wieder Spaß haben und etwas positiv erleben. Ich würde mich gerne wieder gut fühlen und etwas aus meinem Leben machen aber im Moment weiß ich nicht wie ich dies erreichen soll. Meine Gedanken kreisen um den Tod, ob beim Joggen oder beim Auto fahren.
Ich kann keine Beziehungen mehr eingehen, weil mich meine Erinnerung dann immer wieder einholt und wenn jetzt mein Studium auch nicht klappt weiß ich überhaupt nicht mehr weiter.

Was würdet ihr tun? Wie seid ihr mit solchen Wünschen umgegangen und wie lenkt ihr euch davon ab? Ich bräuchte wirklich einen guten Plan. Entschuldigt bitte, dass es so viel geworden ist und dass ich euch damit belaste.
Ich bin dankbar für jeden guten Rat.
Viel Grüße
Perla
Perla21
 

Re: Suizidgedanken /Trauma/ Vergangenheit

Beitragvon Fee23 » Do. 01.09.2016, 18:19

Hallo perla,ich kann dir nur raten über die Suizid Gedanken zu sprechen,ich weiss das ist schwer darüber zu sprechen und jemand damit zu belasten aber es kann dir Erleichterung verschaffen . Also im Moment habe ich andauernd Suizid Gedanken und sich davon abzulenken ist eine höchst schwierige Aufgabe,laute Musik und reden das ist das einzige was mir etwas hilft . Lg fee
Fee23
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Re: Suizidgedanken /Trauma/ Vergangenheit

Beitragvon altenbucher » So. 18.09.2016, 10:50

Hallo Perla,

kannst du dir vorstellen, daß es mehr zwischen Himmel und Erde gibt. Was
unsere Augen nicht warnehmen? Eine Dimension die mit unseren normalen
Sinnen nicht erfahrbar ist?

Als ich eine Psychose hatte, fühlte ich wie Wesenheiten in meinen Körper
ein und ausgingen. Ich war wie ferngesteuert. Hatte teilweise Todesängste,
Depression, Manie, Panikattaken usw.

Ich wurde von Wesenheiten wie gefoltert. Nun, es gibt auch Wesenheiten,
die für Selbstmord verantwortlich sind. Diese zeigen dir ständig Bilder, oder
flüstern dir ins Ohr wie schön das doch wäre wenn du nicht mehr da bist usw.

Das sind aber satanische Geister. Und so wie es Satan gibt, gibt es auch
Gott.

Bevor mir das alles widerfahren ist, war ich kein gläubiger Mensch. Doch
das Ganze hat mein damaliges Weltbild völlig zerstört.

Nur eine Sache, oder besser eine Person konnte mich von diesem ganzen
Spuck befreien. Sein Name ist Jesus Christus. Er hat am Kreuz für
all unsere Sünden gesühnt, um uns zu erretten, uns zu befreien.
Sein Name ist der Höchste den es gibt. Vor ihm müssen sich alle
Geister beugen!

Wenn du ein Christ bist, und Jesus nachfolgst, dann ist er dein Herr, und
er wird dich von diesen dunklen Mächte befreien. Du kannst sie dann
in seinem Namen vertreiben.

Solltest du kein Christ sein, dann rufe noch heute seinem Namen an,
und bitte ihn dein Herr zu werden. Nicht dass du in alle Ewigkeit
von diesen Mächten geplagt wirst.

Ich weiß, daß nicht jeder diese Zeien fassen kann. Ich bete, daß sie
dennoch zum Segen gereichen, für die geplagten, gebundenen Menschen.

Gotte Segen
André
altenbucher
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Re: Suizidgedanken /Trauma/ Vergangenheit

Beitragvon Katzensommer » So. 18.09.2016, 22:29

Ich kann dir leider nicht wirklich helfen... :?
Aber ich möchte dir sagen, dass du auf keinen Fall schwach bist!
Hast du denn schon mal über eine Therapie nachgedacht? Vielleicht würde es dir helfen, mit jemandem darüber zu reden, der damit sozusagen umgehen kann... Dann würdest du dich vielleicht nicht so schuldig fühlen, wärst aber auch nicht so allein mit denen Gedanken und Gefühlen.
Du kannst auch gerne mit mir darüber reden, hier oder per PN.
Viele Grüße,
Christina
Katzensommer
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