quälende Suizidgedanken

In diesem Unterforum könnt Ihr Euch zum Thema Suizid (Selbstmord) und Tod austauschen, sowie der Trauer, die ein (Frei-)Tod hinterlässt.
Wichtig: Ihr könnt und dürft hier über Eure Suizidgedanken sprechen, allerdings sind konkrete Absichten bzw. Ankündigungen hier nicht erlaubt bzw. können evtl. an die Behörden weitergeleitet werden!

Re: quälende Suizidgedanken

Beitragvon MajorSamCater » Sa. 22.08.2015, 12:39

Ach pebby.

Das wird ja?

Bald bist du in guten Händen und dann wird es besser.

Bis dahin spielen wir nachts noch Kriegerinnen, okay?
MajorSamCater
 

Re: quälende Suizidgedanken

Beitragvon pebby » Sa. 22.08.2015, 12:46

auja, klingt nach nem guten Plan. :cuddle:

Tränchen sind auch wieder getrocknet. Und wenns ganz hart kommt, hab ich noch Tavor zur Überbrückung da.

danke :kiss:
pebby
 

Re: quälende Suizidgedanken

Beitragvon Vanilla » Sa. 22.08.2015, 22:58

Wir haben noch nicht viel zusammen geschrieben,
nur kur im Thread Lesen.

Aber ich lese dich und würde dich auch sehr vermissen.
Ich weiss wie es sich anfühlt, wenn die Depressionen einen monatelang im Griff haben und man nur noch sterben will,
um endlich Erlösung zu finden.

Aber hey ich lebe noch und wünsche mir, dass auch bei dir die Lebensfreude wieder einkehrt. :cuddle:
Und hilf dir vorerst mit Tavor, scheiß auf den Suchtfaktor, wenn es dir besser geht, kann man es ganz langsam wieder
ausschleichen.
Dir wurde dieses Leben gegeben, weil du stark genug bist um es zu leben.
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Ja, ich hasse meine MS und sie mich scheinbar auch. Aber manchmal sitzen wir auch zusammen und lachen gemeinsam über meinen Gang

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Re: quälende Suizidgedanken

Beitragvon pebby » Sa. 22.08.2015, 23:05

hallo Vanilla,

freu mich total, dich zu lesen.

Vielen Dank für deine lieben Zeilen :cuddle: - die geben mir grad echt ein bisschen Hoffnung, dass es doch irgendwann wieder besser wird. :)

bin auch froh, dass ich das Tavor grad hab. Stoppt ein bisschen das Gedankenkarussell.

danke an euch alle, weiß nicht, wie ich heut ohne eure Worte ausgekommen wäre. :kiss:
pebby
 

Re: quälende Suizidgedanken

Beitragvon Vanilla » So. 23.08.2015, 00:21

Auch deshalb sind wir doch hier.

Du schaffst das, peppy, auch wenn es hart ist :cuddle: :cuddle:
Dir wurde dieses Leben gegeben, weil du stark genug bist um es zu leben.
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Re: quälende Suizidgedanken

Beitragvon Kleiner Elefant » Fr. 04.09.2015, 10:16

Ich mag Dir gern eine Umarmung dalassen :knutroe:
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Re: quälende Suizidgedanken

Beitragvon pebby » Do. 25.02.2016, 15:45

alle Jahre wieder.....

wie aus dem Nichts

Seit der Klinik lief es echt gut. Klar, gab zwischendurch mal mal kleine Tiefen, aber insgesamt war es echt gut. Jetzt bin ich grad mal 3 Monate draußen und weiß rein gar nichts mit mir anzufangen, empfinde alles als sinnlos. Ich schlafe teilweise bis Mittag und kann so natürlich gewisse Dinge nicht klären.

Ich hab hier n Haufen Unterlagen, die erledigt werden müssen und ich kann mich nicht aufraffen. Das einzige, was ich noch hinkriege ist men Sportprogramm.

Ich bin so unglaublich (lebens)müde. Abends bzw nachts wird es besser. Ich habe aber 2 wichtige Telefonate zu erledigen, die nur vormittags gehen. :cry: Dazu bin ich so gehemmt und unsicher bei Telefonaten, dass ich das schon ewig vor mir herschiebe :cry:

Mich überfordert das alles so. Ich will nicht sterben, aber ich würde gerne ein paar Wochen im Koma liegen, damit ich mich um nichts kümmern muss. :schluchz:

Hab mir heute ne Tavor eingeworfen, aber sie wirkt nicht. Hab ein Stamperl Wodka nachgeschüttet. Wage aber zu bezweifeln, dass es besser wird. Ich will einfach mal an nichts denken.

Der Haufen wird immer größer und ich kriege nichts gebacken. Muss Zuzahlungsbefreiung für KK ausfüllen, beim Arbeitsamt anrufen wegen dem Zentrum für psychisch kranke, beim Vermieter anrufen wegen Nebenkostenabrechnung.... und im März kommt auch noch der Hausverwalter zum Wasser checken, weil wir Legionellen hatten. Ich hab aber keinen Antrieb hier alles aufzuräumen :schluchz:

Jeder normale Mensch kann das an einem Tag erledigen, nur ich nicht, ich Versager :cry:
pebby
 

Re: quälende Suizidgedanken

Beitragvon valli » Di. 12.04.2016, 13:23

ich kenne das auch und versuche mich so gut wie möglich abzulenken. Ich habe auch seit ich die falschen Tabletten bekomme diese quälenden Suizidgedanken und es geht mir gut wenn ich an den Tod denke. Aber ich kämpfe dagegen an, obwohl ich keinen Grund mehr habe zu leben, es gibt aber immer einen Grund. So ich rate dir und ich spreche aus Erfahrung, nach zig Suizidversuchen, versuche nicht stehen und liegen zu bleiben wenn es sein muss, versuche das positive im Negativen wahrzunehmen und anzunehmen und auf kleine Erfolgserlebnisse stolz zu sein und wenn es das kleinste ist, sei stolz auf dich. Denke um, bevor es zu spät ist. Führe ein Tagebuch über deine Gedanken und schreibe alles auf.
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Re: quälende Suizidgedanken

Beitragvon pebby » Di. 12.04.2016, 14:46

hallo valli,

danke für deine Tipps. Du hast Recht, dass Ablenkung wohl das beste wäre. Nur ist es natürlich auch leider so, dass bei suizidalen Krisen auch die Antriebslosigkeit eine große Rolle spielt. Zur Zeit geht es mir aber wieder ganz gut. Habe seit Mitte März einen Halbtagsjob, der mir total Spaß macht und das hilft mir, gar nicht erst wieder abzustürzen. Tagesstruktur ist einfach das A und O, wenn man zu Depressionen neigt.

Momentan könnte ich die ganze Welt umarmen. Bild
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Re: quälende Suizidgedanken

Beitragvon Atisha » Di. 12.04.2016, 17:14

Ich lese euch ja gerne, aber damit es doch nicht gelöst. Ich meine jetzt, die Depression. Das was ihr schreibt ist wie ein Raum in dem man steckt, mit nur einer Tür und öffnet man die, dann kommt das Depressionsmonster einen holen ins schwarze Loch.
Die Welt ist ein Spiegel. Man kann den Spiegel noch so putzen, aber das eigene darin betrachtete Gesicht wird dadurch nicht sauber.
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Re: quälende Suizidgedanken

Beitragvon pebby » Di. 12.04.2016, 17:21

Wie kommst du darauf Atisha?

In meinem letzten Posting schrieb ich, dass Tagesstruktur wichtig ist und hilft.

und du schreibst nun, wir würden schwarzmalen? (so hab ich die Metapher jedenfalls verstanden)
pebby
 

Re: quälende Suizidgedanken

Beitragvon Atisha » Di. 12.04.2016, 17:26

Ich meine, die Ablenkung und die Hobbys und die Tagesstruktur sind ja gut, aber sie halten einem nur in dem Raum fest, sie eröffnen nicht eine alternative Tür zum aussteigen.
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Re: quälende Suizidgedanken

Beitragvon pebby » Di. 12.04.2016, 17:27

ok, und wie findet man dann diese alternativen Türen? 8)
pebby
 

Re: quälende Suizidgedanken

Beitragvon Atisha » Di. 12.04.2016, 18:00

Die Depressionsgeschichten der Menschen höre ich immer wieder, aber keinen Weg da heraus. Ich will euch hier aber nicht weiter depressiv machen.

Was könnte also einem helfen, sich selbst annehmen, das Leben annehmen, sich selbst überall vertreten ... ?
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Re: quälende Suizidgedanken

Beitragvon Atisha » Di. 12.04.2016, 18:24

Zitat: "Bei der (endogenen) Depression taucht das Seelisch-Geistige zu stark in die eigene materielle Leiblichkeit ein und wird von ihr gleichsam gefangen gehalten. Es verliert seine natürlich-lebendige Schwingungsfähigkeit und das gesunde Leben in der Zeit. Die Vergangenheit wird übermächtig, insbesondere alle tatsächlich gemachten oder auch nur vorgestellten eigenen "Fehler". Die Besondeheit des gegenwärtigen Augenblicks und die Zukunftsperspektiven sind den Erkrankten nicht zugänglich."

Quelle: Anthroposophische Medizin in der Naturheilpraxis
von Stefan von Löwensprung, Natalie Rosenhauer von Löwensprung, Seite 40, Leber und seelische Erkrankungen
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