Unglaubliche Depression - wann ist es vorbei?

Wenn ihr depressiv seid, könnt ihr euch hier über die Krankheit Depressionen austauschen, aber auch über andere depressive Zustände wie Burn-Out oder die manisch-depressive (bipolare) Störung.

Unglaubliche Depression - wann ist es vorbei?

Beitragvon nureingesicht » Di. 18.09.2012, 20:04

Seit 7 Jahren bin ich unglaublich depressiv. Ich hab schon so vieles versucht - therapien, umziehen, neues umfeld, radikales akzeptieren ... medikamente..
es geht nicht vorbei.


ich stehe jeden morgen widerwillig auf, setzte eine maske auf, weil es niemand erträgt dass ich so unglaublich lang depressiv bin. Ich kann meine Gedanken nicht ertragen - ich denke immer ich mache fortschritte, aber ich immer mehr rückschritte. im endeffekt dreh ich mich im kreis..
nureingesicht
 

Re: Unglaubliche Depression - wann ist es vorbei?

Beitragvon Atisha » Di. 18.09.2012, 20:12

Hast du schon probiert so zu sein wie du bist? Lässt du es zu, dass du dich schlapp und elend fühlst? Jammerst du richtig herum? Ich zB. habe es total satt mich zuverstellen, bin immer mehr ich selber, quäle mich auch nicht mehr. Mein Chef auf Arbeit, weiß über alles bescheid und wenn mirs schlecht geht sage ich ich kann nicht. Und arbeiten tue ich so schnell, das ich immer noch gefallen dran habe. Ja kein Stress machen. Und privat mache ich was mir gefällt, nichts mit "das müsstest, das solltest du machen". Und so langsam kommt die Lebenslust und Freude wieder.
Die Welt ist ein Spiegel. Man kann den Spiegel noch so putzen, aber das eigene darin betrachtete Gesicht wird dadurch nicht sauber.
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Re: Unglaubliche Depression - wann ist es vorbei?

Beitragvon EwigeMutter » Di. 18.09.2012, 23:33

Ich bin seit meiner Jugendzeit phasenweise depressiv.
Früher habe ich es immer verborgen und mit niemandem darüber gesprochen,-
inzwischen habe ich eine gute Freundin,die Bescheid weiß und mich in ganz dunklen Zeiten etwas auffängt.
Es ist sehr schwer,aus diesen dunklen Tälern ans Licht zugelangen.
Viele Bekannte sind auch absolut verständnislos und halten mich für faul.
Ich habe mich damit abgefunden.
Selbst mein Mann kann immer noch nicht verstehen,dass meine (zeitweise) Antriebslosigkeit eine Krankheit ist und nicht Bequemlichkeit oder böser Wille.
Ich halte die vorwurfsvollen Blicke aus und separiere mich.
Ich ertrage diese Phasen am besten,wenn ich ganz alleine bin und es einfach aussitze.
So gehe ich niemandem auf den Wecker.
Ich lese dann,gucke stundenlang aus dem Fester oder schlafe einfach den halben Tag.
Seit ich wieder regelmässiug arbeite,nehme ich Medikamente,
die helfen zwar nicht 100%ig,aber es ist etwas besser damir und ich schaffe es,zur Arbeit zu gehen.
Zum Glück habe ich auch gute Phasen in denen ich glücklich und aktiv bin.

Wenn all die Therapien und die Lebensveränderungen es bei Dir bisher nicht geändert haben,dann versuche doch, das "Beste" aus diesen Phasen zu machen.Versuche einfach,den Tag herumzubekommen,lass es Dir gut gehen und tu was Du tun kannst und willst.
Vielleicht wird es besser,wenn Du nicht so damit haderst...es irgendwie akzeptierst,dass Du zeitweise schlecht drauf bist.
EwigeMutter
 

Re: Unglaubliche Depression - wann ist es vorbei?

Beitragvon Gast » Mo. 28.03.2016, 08:06

Ich kann Dich voll verstehen,bei mir ist es der gleiche Zustand.Am Abend wird es jedoch deutlich besser, Ich freue mich immer auf diese Zeit.Ich kann kein Rezept geben, weil jeder Mensch eine andere Form der Depression hat. Versuche Alles auszuprobieren, was Dir gut tut.Ich wünsche dir Alles Gute.
Gast
 


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