was bin ich und wie komm ich da raus?

Wenn ihr depressiv seid, könnt ihr euch hier über die Krankheit Depressionen austauschen, aber auch über andere depressive Zustände wie Burn-Out oder die manisch-depressive (bipolare) Störung.

Re: was bin ich und wie komm ich da raus?

Beitragvon Atisha » So. 04.09.2011, 15:29

meine Krankenkasse die TK (Werbung -pieep-) ist wirklich nett - gehe ruhig mal zu deiner hin, da eröffnen sich Möglichkeiten und Wege, an die hast du vielleicht gar nicht geglaubt.
Atisha
 

Re: was bin ich und wie komm ich da raus?

Beitragvon martyna » So. 04.09.2011, 15:37

Danke sher.
Ich bin bei der aok aber ich ruf bei meiner einfach mal morgen an.. Und ich such mir nen osychiater der mir medikamente gibt. Ich hab nix gegen medikation.
Und wenn meine das nicht macht dan. Wirda n anderer tun!
martyna
 

Re: was bin ich und wie komm ich da raus?

Beitragvon Atisha » So. 04.09.2011, 15:44

so ungefähr, las dir einen Gesprächstermin geben bei der AOK und dann erzählst du denen deine Problematik und das die Ärztin dich nicht mehr behandelt und das Krankenkaus nicht qualifiziert dazu ist und so weiter.
Atisha
 

Re: was bin ich und wie komm ich da raus?

Beitragvon Lingenia_is_back » So. 04.09.2011, 18:44

Also mit den akut Kliniken ist es tatsächlich so, dass man in den Zuständigen Landkreis sein muss, um in entsprechende zu kommen.
Neulich war ich akut gefährdet in Dortmund, tja die ham mich wieder weggeschickt.
In die, der nächstgrößeren Stadt wurde ich schon öfter eingewiesen, obwohl sie nicht die Klinik ist, die für meinen Wohnort zuständig war. Aber die Polizei/der Krankenwagen, fährt dann eben das nächste zuständige Krankenhaus/Akutpsychiatrie an.
Bei einer Langzeittherapie (wie PLANB, es mit den 12 Wochen ansprach) ist das wieder etwas anderes. Da hat man natürlich die größere Auswahl und kann nicht einfach in eine geschoben werden.

Ach ja, die AOK soll übrigens eher "geizig" sein. Hab ich auf Langzeit so mitbekommen.
"Ich will verlängern."
"Bei welcher Kasse bist du?"
"AOK."
"Dann vergiss es." O.o

Was hattest du für Hobbys?
Ich denke, dass es sehr, sehr wichtig für dich wäre, wieder unter Leute zu kommen, anstatt alleine in deiner Wohnung zu sitzen und mit deinen Gedanken und Gefühlen durchzudrehen.

Es wundert mich schon sehr, dass eine Jugendpsychiatrie in der heutigen Zeit sich nicht gut mit SvV auskennt. Wo leben die? Hinterm Mond? O.o

Okay. Das Verhältnis zu deiner Mutter scheint im Moment wenig hilfreich. Wie sieht es eigentlich mit deinem Papa aus?

Wieso hast du die Schule abgebrochen? Was hast du vor in beruflicher Sicht?

Nun ja, es gibt noch eine Reihe andere Medikamente (außer Benzos und Neurocil) die sich als Notfallmedikation eignen. Aber ganz ehrlich hielte ich es auch nicht für eine gute Idee, dir das selbst zu überlassen, da sollte schon jemand ein Auge drauf haben.

Ich glaube dass sehr viele leute denken ich haette ein aifmerksamkeotsprovlem. Hldabei will ich nur meine ruhe haben. Aber andauernd wollen mir alle helfen und erzaehlen mir was ich braiche aber in wirkli hkeit haben sie keinerlei erfahrungen.. Irgebdwer eollte mir mal alle scharfen gegenstaende wegnehmen.. Als ob das was bringt.

Es ist doch schön, wenn einem Hilfe angeboten wird. Klar, kanns auch nervig werden, aber du scheinst ihnen garkeine Chance zu geben. Wie sollen sie zu Erfahrungen mit solchen Dingen kommen, wenn du alles abblockst, anstatt zu sagen, was du brauchst, was los ist und was du dir an Hilfe und Unterstützung wünscht!

Ich komme mir so doof vor weil ich ja erst 17 bin.

Leid kennt kein Alter..

Da waren teilweise so kleine kinder die gedroht haben sich unzubringen oder die einfach nur scdie schule verweigert haben... Und ich kam nir da so fehl am platz vor.

So hat jeder seine Probleme und Recht auf Hilfe.. wenn sie auch keinen anderen Weg gelernt haben, als es so zum ausdruck zu bringen, ist das eher traurig, aber deswegen nicht zu verurteilen..

ach ja: das jugendamt hat sich mif meiner psychiaterin ausgedahct ich solle jedne tahlg um 10 aufstehen und dann mich fertig machrn und anziehen etc. - leider hilft das auch nicht. Und ich gehoere nicht zu den leuten die das leben hinterfragen. Der sinn des lebens ist mir egal.

Ein geregelter Tagesablauf, klingt sehr simpel, aber wenn du dich ernsthaft bemühst aus dem Chaos raus zu kommen und wieder einen geregelten Tagesablauf zu haben, wirst du feststellen, dass es garnicht so leicht ist, aber: Es kann eine sehr große Hilfe sein.
Du kannst klein anfangen: Nimm dir jeden Tag etwas vor, was du erledigen musst, setz diesem aber auch etwas entgegen, was dir gut tut (und nicht schadet!!!).. und zwar wirklich gut tut, also nicht schneiden oder trinken oder solche destruktiven Dinge, sondern etwas schönes, was du gerne machst, was dir gut tut, was dich belohnt.

Liebe Grüße
Lingenia_is_back
 

Re: was bin ich und wie komm ich da raus?

Beitragvon martyna » So. 04.09.2011, 23:41

mein papa ist tot, das ist schon lönger her und weil wir nie wirklich kontakt hatten tut mir das auch nicht weh.

ich habe mein abitur angefangen und hab auch 3/4 der 11 geschafft.. bis zur 10 war ich immer eine der besten aber dann wollte icvh nicht mehr. ich habs einfach nicht geschafft täglivh zur schule zu gehen und dort zu sitzen und so zu tun als wäre alles oka... am sport konnte ich ja eh nicht teilnehmen,., weil meine arme so demoliert waren und ih mich schlicht und ergreifend nicht getraut habe,, +
was ich beruflich machen will.. hmm das ist eine gute frage,.,. ivch hsatte früher vile interessen .. soziologie, psychologie (hahah, bei der ersten tiefenpsychologischen sitzung nach dem studium wird meine poraxis dann geschlossen) .. medizin.. französisch (aber das istz leider eine brotlose kunst)
und momentan will ich halt nichts machen, für vieles wäre ich gar nicht erst in der lage und für anderes fehlt mir die motibvation.. ich bin überhaupt nivht belastbar und ja,,

was ich für hobbies hatte.. einmal schreiben und mit diesen texten auftreten (ich wurde 2010 spgar vizestadtmeisterin der stadtz bochum) und lesn.. gitarre spielen und reisen,
ich bin viel unter menschen,. grad heute war ich bei einem poetry slam aber ich bin einfach froh wieder zuahsue zu sein,, ich halte das so lange nicht aus,. es geht mir auch grade sehr sehr schlecht,,


und ja,, ich darf mir für die therapie eine klinik aussuchen; witten herdecke,,


darf ivh fragen wie das bei dir anfing, lin?
martyna
 

Re: was bin ich und wie komm ich da raus?

Beitragvon Lingenia_is_back » Mo. 05.09.2011, 22:24

Hallo Martyna,

hast du dir das Buch schon besorgt?

Naja, dann waren ja schonmal interessen da. Sie wieder zu aktivieren, dürfte in deinem aktuellen Zustand sehr schwierig sein und ich weiß nicht, ob es alleine machbar ist. Wenn es dir besser geht, werden diese vermutlich von selbst wieder kommen.

Unternimmst du also oft was außerhalb deiner Wohnung? Das ist schön zu hören, habe ich dann wohl falsch eingeschätzt.
Hast du dann auch Kontakt zu den Menschen oder hast du diese "nur" um dich?

Hmmm, deine Hobbys klingen alle so als täten sie der Seele gut.. schreiben, gitarre spielen.. schön =) Ich wollte das auch immer mal lernen, bin aber nie lang genug dabei geblieben trotz mehrerer anläufe.

Mir fällt heut auch nich viel ein. Bin irgendwie Matsch in der Birne.

Bis dann.
Lingenia_is_back
 

Re: was bin ich und wie komm ich da raus?

Beitragvon martyna » So. 06.11.2011, 23:05

hallo leute,

es tut mir leid, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe, aber ich bin erst seit gestern aus der psychiatrie entlassen; ich war 9 wochen dort.
mittlerweile bekomme ich sowohl truxal als auch mirtazapin und ziehe am dienstag in eine wohngrupüpe für borderline patienten.

ihr hattet recht mit eurer vermutung, dass ich borderline hab.
man hat es mir jedenfalls so erklärt aber da ich noch keine 18 bin, habe ich offiziel eine dissoziative identitätsstörung, eine emotionsstörung und eine schwere depressive episode.

es geht mir zwar ein bisschen besser aber nicht merklich und ich hoffe einfach darauf dass es in den nächsten jahren besser geht.
wie geht es euch?
martyna
 

Re: was bin ich und wie komm ich da raus?

Beitragvon Atisha » So. 06.11.2011, 23:13

Lingenia ist nicht mehr hier, wollte ihren Weg alleine gehen.
Mir gehts mal mehr, mal weniger gut. Aber es geht.
Borderline, das wird mit dem Alter besser, aber erstmal wirst du dich damit arrangieren müssen.
Atisha
 

Re: was bin ich und wie komm ich da raus?

Beitragvon martyna » So. 06.11.2011, 23:29

naja, ich denke ich werd das schon irgendwie hinkriegen,.. das wird wieder.
die hauptsache ist doch, dass ich mich selbst nicht aufgebe
martyna
 

Re: was bin ich und wie komm ich da raus?

Beitragvon Atisha » So. 06.11.2011, 23:45

Ich würde mir Kontakt zu älteren Borderlinpatienten suchen. Sowas wie ne Selbshilfegruppe aufsuchen. Das kann dir bestimmt viel geben und weiterhelfen.
Atisha
 

Re: was bin ich und wie komm ich da raus?

Beitragvon Minni34 » So. 06.11.2011, 23:59

Das ist eine sehr gute Einstellung, sich niemals selber aufgeben zu wollen!

Damit ist der erste Schritt getan um zur Besserung zu gelangen.
Es ist noch ein Stückchen Weg den du gehen musst, aber mit deiner Einstellung sieht der Weg gut aus.

Viel Erfolg,
Maxi
Minni34
 

Re: was bin ich und wie komm ich da raus?

Beitragvon Lingenia_is_back » Di. 22.11.2011, 18:35

Naja ein bisschen geister ich ja doch noch rum.

Es freut mich sehr, zu lesen, dass du Hilfe gefunden hast und wieder Hoffnung siehst! Weiter so! =)
Leben ist Veränderung. Wenn du bereit dazu bist, stehen dir viele Wege offen.

Ich wünsche dir jedenfalls weiterhin alles, alles Gute

Lin

Ps. Hast du nochmal an das Buch gedacht?
Ich empfand das damals als sehr "wohltuend" zu lesen, dass es Menschen ähnlich geht. Dazu musst ich nichtmal in direkten Kontakt mit jemanden gehen... Reden ist ja oft erstmal schwierig...
Lingenia_is_back
 

Re: was bin ich und wie komm ich da raus?

Beitragvon Konzentrat » Di. 06.12.2011, 18:57

Hi!

Was liest man da für Schauergeschichten?? :troest:

Ich rate Dir, Dir eine gute Diagnostik zu holen. Z.B. das Zentralinstitut für seelische Gesundheit in Mannheim ist da gut. Oder versuch' doch mal in Bochum in der Traumaambulanz (Psychosomatik) einen Beratungstermin zu bekommen. Behandeln tut Dich in einer Psychosomatik mit dem Ausmaß an SV wohl keine Klinik, aber evtl. könnten sie Dir vielleicht Kliniken empfehlen, wo Du mit Deiner Symptomatik besser aufgehoben bist.

Du bist sehr jung. Und in der Therapieentwicklung geht's in den letzten Jahren grade mit solchen Störungsbildern ganz ordentlich schnell weiter. Das sind die zwei Faktoren, die Dir zugute kommen. Im Übrigen brauchst Du die Einschätzung von Kliniken, die sich selber als nicht in der Lage, Dir zu helfen, nicht zu glauben. Dass einem in einer Klinik oder in einer anderen oder in zwei oder drei niemandem helfen kann, heißt nicht, dass es keine andere kann.

Es heißt auch nicht, dass das nie jemand kann.

Der erste Schritt wäre: Diagnostik und war eine gute, umfangreiche in einer guten Klinikambulanz, evtl. auch kurzer stationärer Aufenthalt, damit sich die ein Bild machen können. Dafür sollte man auch republikweit die Augen aufhalten. Auch eine längere Wartezeit lohnt sich da. Viele Psychiater ordnen Symptome falsch zu und stellen dann Fehldiagnosen.

Die Aussagen dieser Behandler ist gekennzeichnet von Überforderung und Hilflosigkeit. Das spricht nicht für deren Professionalität.

Nicht gleich aufgeben und auch wenn man viele schlimme Dinge erzählt bekommt, die einen niederschmettern, viele Leute irren sich im Psy-Sektor und es gibt oft Türchen, die sich doch noch öffnen können, nur kennt man sie noch nicht.

Viel Glück!
Konzentrat
 

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