Meinung erfahrung gebeten

Wenn ihr depressiv seid, könnt ihr euch hier über die Krankheit Depressionen austauschen, aber auch über andere depressive Zustände wie Burn-Out oder die manisch-depressive (bipolare) Störung.

Meinung erfahrung gebeten

Beitragvon Anonym » So. 20.12.2009, 13:03

Hallo,
ich hätte eine Frage
Wann ist es nach eurer Meinung sinnvoll in die Psychatrie,Klinik zu gehen? Sollte man das überhaupt machen? Kann es sein, dass man da noch wieter runtergezogen wird? Kann man selbstentscheiden ,wie lange man bleibt? Hat man Einfluss auf sein Therapiekonzept?

Was hilft euch bei Depression? Welche Therapieform, alternative Therapien, irgendwelche Tips????

Ich bin verzweifelt und weiß nicht wie es weiter gehen soll.
Anonym
 

Re: Meinung erfahrung gebeten

Beitragvon planb » So. 20.12.2009, 13:25

Ich denke, wenn man selbstmordgefährdet ist, wenn es einem extrem schlecht geht, man sein normales Leben nicht mehr packt, wären das Gründe, in die Psychiatrie zu gehen. Es gibt bestimmt noch mehr Gründe.

Solange du nicht in der geschlossenen bist, hast du es selbst in der Hand, wie lange du bleibst. Außer die Ärzte denken, sie können dich entlassen.
planb
 

Re: Meinung erfahrung gebeten

Beitragvon Mulle » So. 20.12.2009, 17:51

es ist immer ein guter schritt sich in einer psychiatrischen kinik behandeln zu lassen. auch eine geschlossene kann vor allem ein grosser schutz sein.
ich denke, wenn man selbst einne zu grossen leidensdruck empfindet und nicht mehr mit sich und der umwelt klar kommt, dann sollte man sich einweisen lassen. es wird einem geholfen.
sicher gibt es auch momnete, die einen runterziehen, aber bei einer depression z.b. sollte man sich seinen konflikten stellen und versuchen aus dem tiefen loch zu kommen. leider habe ich jetzt zu wenig zeit, werde mich aber noch mal melden.
Mulle
 

Re: Meinung erfahrung gebeten

Beitragvon kaffeetante80 » Mo. 21.12.2009, 13:10

mir haben die aufenthalte in der psychiatrie sehr geholfen. anfangs hats mich ziemlich runtergezogen, das hat aber nicht lange gedauert. ich finde man kann dort effektiver therapie machen, weil man sich ganz auf sich konzentrieren kann. du hast insofern einfluss auf die therapieformen, dass du therapieformen die dir gar nicht zusagen ablehnen und theraformen die du gerne machen möchtest "wünschen" kannst. man kann selbst entscheiden wie lange man bleibt, ich hab allerdings die erfahrung gemacht, dass es sich schon lohnt auf den rat der ärzte zu hören, weil man, wenn man zu früh geht, gleich wieder in ein tiefes loch fällt (so ging es mir jedenfalls).

Was mir bei depressionen wirklich hilft? - wenn ich das wüsste, hätte ich keine mehr.

wenn du unsicher bist, ob klinik für dich in frage kommt oder nicht, dann lass dich von deinem hausarzt beraten, ich denke er wird die situation ganz gut einschätzen können und die einweisung brauchst du ja dann so wie so.
kaffeetante80
 

Re: Meinung erfahrung gebeten

Beitragvon Anonym » Mi. 23.12.2009, 20:41

hey
vielen dank für eure Antowrten!

Ich schildere jetzt mal etwas genauer mein problem. Depressionen habe ich mittlerweile seit 4 Jahren. Der letzte monat war bzw war mein Zustand ziemlich schlecht.
Ich kann Ärzte nicht gut leiden,habe immer etwas Angst und habe leider nicht so das vertrauen zu meinem Hausarzt. Ich wohne außerdem in einem relativ kleinen Ort, wo man schnell seine nachbarschaft inm wartezimmer sitzen hat odernoch besser die Arzthelfer von dem der freund und nachbar so und so ist.
VOr ein paar wochen ging es mir so schlecht ich hatte überhaupt nicht das gefühl dass mir irgendwer helfen könnte, alles war sinnlos... und selbst wenn es mir besser gehen würde was dann?ich hatte einfach überhaupt keine kraft irgendwie an mir zu arbeiten. es ist schwer zu beschreiben.
trotzdem fällt es mir schwer mich neuen leuten,also den Ärzten ,therapeuten und den anderen patienten(daher komme ich auch auf die gruppentherapie,davor hätte ich besonders angst) anzuvertrauen, ein bindung auf zubauen ,vorallem im hinblick ,dass es ganz eal begenzt ist,ca 6 wochen.Denn so lange dauert in etwas der klinikaufenthalt.
ich schwanke im moment.Auf der einen seite habe ich jetzt sozusagen Zeit ganz um mich zu kümmern. hab dieses jahr abi gemacht und da ich von einem auslandsaufenthalt komme, fange ich frühstens im herbst an zu studieren. Also wenn nicht jetzt wann dann? Thema Klinik Psychatrie ist nicht ganz neu für mich. Ich war schon ein zwei mal kurz davor.
Mein problem ist nur dass es mir so wahnsinnig schwer fällt ein schlussstrich zu ziehen , ich alles bis zum unfallen hinauszögere und selbst wenn ich absolut am boden liegen nicht sagen kann, du kannst jetzt einfach nicht mehr.Daher hab ich ja auch mein abi geschafft....
dann habe ich einfach angst davor,dass ich nciht entscheiden kann, ich sozusagen in eine falle tappe und ich nciht mehr raus kann. in wie weit können therapeuten ärzte über mich bestimmten?kann ich nein sagen? wird es akzeptiert?
ich habe auch gehört,dass angehörige mit reingezogen werden... was bedeutet das für mich? warum muss das sein? es könnte sein,dass da ein paar dinge zur sprache kommen, die ich innerhalb meiner familie nicht noch mal durchkauen möchte,dass würde alles nur noch komplizierter machen und ich will sie nicht verletzten. Aber trotzdem weiß ich eignetlich tief in mir dass ich für mich selber irgendwie ordnen muss damit ich damit klar komme und ja auch mit diesem teil mein fireiden finden kann. aber ich habe angst dass es auf irgendeine weise nach außen geht.
Auf der anderen seite denke ihc mir auch, ach das geht schon ,du stellst dich an, sei nicht so schwach.du brauchst das nicht. das hat immer so geklappt und jetzt wrid es auch klappen.
momentan heute geht es mir besser.ich bin nicht wie soll ihch sagen, ich habe nicht diese schmerzen.
ich habe keinen hunger keinen apetitt ja und ich bin seit 4 uhr morgens wach. es ist komisch wenn ich dass schreibe dann wird es mir eigentlich wieder bewusst dass man das nicht "annäherend " als guten zustand bezeichnen kann.aber wie soll ich sagen ich fühle eben nicht mehr diese unerträglichen schmerzen, die last wach zu sein. und dann denke ich weider ach jetzt ist es auch nciht so schlimm.
ich weiß auch nciht es ist so schwer.
es ist jetzt ziemlihc viel geworden,aber irgendwie tat es gut und es ist wohl das ehrlichste was ich in der letzen zeit zustande gebracht habe.
ich hoffe ihr wüselt euch trotzdem durch meinen wirrwarrgeschreibsel(ohne punkt und komma,sry aber es kam grad einfach so raus.) und der ein oder andere schreibt etwas dazu.
lliebe grüße und vielen dank
Anonym
 

Re: Meinung erfahrung gebeten

Beitragvon Roni » Mi. 23.12.2009, 21:34

Hallo Anonym,

Anonym hat geschrieben:es kam grad einfach so raus


Das ist genau richtig so! also nichts zu entschuldigen.

Wenn du zeitlich und sozial ungebunden bist, so ist es tatsächlich ein guter Zeitpunk um etwas zu unternehmen.

Wie sieht’s aus, ist eine Stadt in der Nähe? Du kannst einfach einen Therapeuten anrufen, er kann dich beraten, oder auch zum richtigen weitervermitteln. Er kann dich auch beraten ob stationär oder ambulant. In der stationären Behandlung wirst du nicht entrechtet, wichtig: schriftlich vereinbaren.

Du kannst dir auch den Therapeuten aussuchen, es ist schließlich eine Vertrauenssache, es sieht ja auch so aus, dass dies eines deiner Probleme ist, doch du brauchst auch bei einem Therapeuten nicht blind vertrauen, ein guter Therapeut wird dich verstehen.

Die Einbeziehung z.B. der Eltern ist eine gut Sache, ehrlich gesagt sogar sehr wichtig bei jungen Menschen, dies wird allerdings erst gemacht, wenn du das möchtest. Und dann müssten es auch noch die Eltern wollen, was immer die größere Hürde ist, sonst wär’s zu einfach.

Noch wichtig: Du wirst mit einer Wartezeit rechnen müssen die auch Monate dauern kann. Und bedenke bitte, der Therapeut ist einfach nur ein Mensch.


Alles Gute wünsch ich dir
Roni
Roni
 


Zurück zu Depressionen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste

cron