ernährung und befinden

Wenn ihr depressiv seid, könnt ihr euch hier über die Krankheit Depressionen austauschen, aber auch über andere depressive Zustände wie Burn-Out oder die manisch-depressive (bipolare) Störung.

ernährung und befinden

Beitragvon SehnSucht » Di. 12.09.2006, 12:04

Sehn.Sucht hat geschrieben:weiß nicht ganz genau ob ihr mir da weiter helfen könnt
aber weiß irgendwer wie man sich ernähren muss um die produktion von serotonin und/oder noradrenalin anzukurbeln???
oder hat nen brauchbaren tipp in die richtung?

dieses zeug wird von den nervenzellen produziert und soll für depressionen verantwortlich sein
speziell
serotonin damit man sich wohl fühlt und besser/gut schlafen kann
noradrenalin für die psychische belastbarkeit
und dafür brauchen diese zellen halt bestimmte nährstoffe wenn ich das richtig gefolgert hab



CrazyKiwi hat geschrieben:Ich war so frei mich ein wenig schlau zu machen:

Serotonin: (5-Hydroxytryptamin)
Summenformel: C10H13N2O

Die von dir beschriebene Wirkung ist richtig, von Medikamenten die den Spiegel beeinflussen gibt es auch so einige, Antidepressiva... überrascht wohl nicht sonderlich...
ABER der Spiegelist vom Insulin im Körper abhängig und das wird ausgeschüttet wenn du was isst... in anderen Worten wenn du dich richtig ernährst geht die Produktion in normale Bahnen
NOCHMAL ABER Zucker uns Süßigkeiten sorgen für eine erhöhte Ausschüttung, aber sie können die Menge Serotonin NICHT über den Normalwert steigern. Sieh einfach zu dass du am Tag genug isst (und auch trinkst) dann sollte sich das wieder normalisieren.


Noradrenalin:
Naja... es gibt Wege den Spiegel zu erhöhen... aber bitte nichts was du ausprobieren solltest! Kokain kann z.B. dafür sorgen. Ansonsten wird es noch als Medizin angewendet, wie zum Beispiel bei septischem und anaphylaktischem Schock. Ob die Produktion andersweitig erhöht werden kann weiß ich nicht, gefunden habe ich nichts...


Was das erste angeht, sollte es den Versuch wert sein den Spiegel zu erhöhen, beim zweiten bitte nicht auf diese Art und Weise!

Alles Gute

Crazy Kiwi


so einfach mal reinkopiert damit ihr wisst was ich möchte

ich hab letztens erfahren das es doch bestimmte lebensmittel gibt (bananen zb) die die serotonin-produktion steigern soll

und auch einige andere nette sachen

villeicht haben ja einige lust sich darüber auszutauschen
würde mich freuen
SehnSucht
 

Beitragvon CrazyKiwi » Di. 12.09.2006, 16:15

Hast du nicht gelesen was ich geschrieben habe? Es ist im Endeffekt SCHE**EGAL was du isst, solange es im Verlauf eines Tages genug ist und dafür braucht es keine dollen Ernährungstipps sondern einfach nur sowas "billiges" wie die Ernährungspyramide.

Bild


Die Mengen die von jedem ist sollten ca in dem Verhältnis stehen wie sie es in der Pyramide tun und es sollte ausreichend sein.
CrazyKiwi
 

hab da was zu gefunden

Beitragvon Genießer » Mi. 13.09.2006, 06:20

DEUTSCHES ÄRZTEBLATT

Essen, Serotonin und Psyche: Die unbewußte nutritive Manipulation von Stimmungen und Gefühlen (Huether, Prof. Dr. med. Gerald; Schmidt, Sabine; Rüther, Eckart)

Deutsches Ärzteblatt 95, Ausgabe 9 vom 27.02.1998, Seite A-477 / B-384 / C-362 (MEDIZIN: Kurzberichte)

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Das serotonerge System ist als globales Transmitter-System entscheidend an der Koordinierung und Harmonisierung der in räumlich getrennten, lokalen neuronalen Netzen generierten Aktivitäten und daher an der Regulation von Stimmungen und Affekten beteiligt. Nach Einnahme besonders kohlenhydrat- oder fettreicher Nahrungsmittel kommt es postprandial zu einer vermehrten Verfügbarkeit von Tryptophan und damit zu einer verstärkten Synthese und Freisetzung des aus Tryptophan gebildeten Serotonins durch serotonerge Präsynapsen. Fasten führt nach einigen Tagen zur Herabregulation der Dichte von Serotonintransportern im Kortex und damit zu einer verminderten Wiederaufnahme des ausgeschütteten Serotonins durch die serotonergen Präsynapsen. Durch Einnahme von kohlenhydrat- oder fettreichen Speisen läßt sich daher eine kurzzeitige, durch Fasten eine langanhaltende Verstärkung des "Outputs" serotonerger Synapsen erreichen. Emotional labile Personen sind besonders gefährdet, bei psychischen Belastungen eine dieser beiden Möglichkeiten zur nutritiven Manipulation zentralnervöser Verarbeitungsmechanismen unbewußt einzusetzen. Durch assoziative Bahnungsprozesse kann es zur Ausbildung psychischer Abhängigkeiten kommen.
Die Speisen haben vermutlich einen sehr großen Einfluß auf den Zustand des Menschen, wo er jetzo ist. Der Wein äußert seinen Einfluß mehr sichtbar, die Speisen tun es langsamer, aber vielleicht ebenso gewiß . . . (Lichtenberg, 1742 bis 1799).
G. C. Lichtenberg war ein ausgezeichneter Beobachter. Er faßte in Worte, was jeder, der genug zu essen hat, täglich an sich selbst beobachten kann. Manche werden äußerst unwirsch, wenn ihr Essen zur Mittagszeit nicht pünktlich auf dem Tisch steht, und anderen fällt das Denken mit vollem Bauch besonders schwer. Am interessantesten sind jedoch diejenigen, die sich bei innerer Unruhe oder angesichts bestimmter zu lösender Probleme erst einmal ein Stück Kuchen oder Schokolade leisten. Die meisten von uns können den unterschiedlichen Effekt einzelner Speisen einschätzen und haben bereits als Kinder gelernt, welche Speisen, Nahrungs- oder Genußmittel ihre Stimmung heben und welche nicht. Besonders deutlich tritt dieses unbewußte Wissen dann zutage, wenn wir schlechter Stimmung sind. Bemerkenswerterweise wird dann immer eine von zwei alternativen Strategien eingeschlagen, um durch eine Änderung des Eßverhaltens das Stimmungstief zu überwinden. Einige Menschen verspüren den unbändigen Wunsch nach kohlenhydratreicher oder besonders fetthaltiger Kost; andere hingegen verzichten völlig auf Nahrung und legen eine Fastenperiode ein. Wenn ein und derselbe Effekt - nämlich eine Stimmungshebung - durch zwei so unterschiedliche Strategien erreicht wird, liegt die Vermutung nahe, daß ein bestimmtes, an der Stimmungsregulation beteiligtes System im Gehirn sowohl durch kohlenhydrat- und fettreiche Nahrung als auch durch Fasten in ähnlicher Weise beeinflußt wird. Ein System, das für die zentrale Regulation der Stimmung von besonderer Bedeutung ist, ist das zentrale serotonerge System. Es ist dasjenige System, das durch alle legalen und illegalen "Glückspillen" aktiviert wird (angefangen mit den einfachen Wiederaufnahmehemmern wie Fluctin, weiter über Entspeicherer und gleichzeitige Wiederaufnahmehemmer mit euphorisierender Wirkung wie Ecstasy bis hin zu den halluzinogenen selektiven Serotoninrezeptoragonisten wie LSD), und es ist auch das System, welches insbesondere bei depressiven Erkrankungen und Angststörungen nicht mehr normal funktioniert. Dieses serotonerge System benötigt als Vorstufe für die Synthese seines Neurotransmitters die in unserer Nahrung am seltensten vorkommende essentielle Aminosäure, Tryptophan. Da die serotonergen Präsynapsen bei einem vermehrten Tryptophanangebot mehr Serotonin produzieren können, reagieren sie zwangsläufig sehr empfindlich auf Änderungen ihrer Tryptophanverfügbarkeit (8, 25).
Einfluß von Kohlenhydrat- und fettreichen Speisen
Schon vor einigen Jahren wurde die Frage beantwortet, warum gerade die Aufnahme einer proteinarmen, aber kohlenhydrat- oder fettreichen Diät die für die Synthese von Serotonin im Gehirn zur Verfügung stehende Konzentration an Tryptophan erhöht: Die Einnahme einer kohlenhydratreichen Mahlzeit stimuliert die Insulinsekretion. Das vermehrt ausgeschüttete Insulin steigert die Aufnahme all derjenigen großen neutralen Aminosäuren in die Muskelzellen, die mit Tryptophan über einen kompetitiven Transportmechanismus in das Gehirn gelangen. Da nun Tryptophan im Verhältnis zu den anderen großen neutralen Aminosäuren in höherer Konzentration im Blut zirkuliert, wird es auch vermehrt in das Gehirn transportiert. Die serotonergen Nervenendigungen können somit mehr Serotonin produzieren und bei jeder Aktivierung freisetzen (7, 9). Der "Output" serotonerger Afferenzen wird auf diese Weise nach der Einnahme einer kohlenhydratreichen Speise oder einer kleinen "Süßigkeit" deutlich erhöht. Derselbe Effekt läßt sich, wenngleich über einen anderen Mechanismus, auch durch eine fettreiche Mahlzeit oder eine kleine "Fettigkeit" erreichen (4, 20, 28). Die postprandiale Erhöhung freier Fettsäuren im Blut führt zur Verdrängung des an Albumin gebundenen Anteils von Tryptophan. Das so freigesetzte Tryptophan wird vermehrt in das Gehirn transportiert und steht nun aus diesem Grund vermehrt für die Synthese von Serotonin durch die serotonergen Präsynapsen zur Verfügung. Die Aktivierung des serotonergen Systems kann daher zumindest für einige der nach dem Verzehr kohlenhydrat- beziehungsweise fettreicher Speisen postprandial auftretenden Veränderungen unserer allgemeinen Stimmungslage verantwortlich gemacht werden (21, 29, 30): Man fühlt sich irgendwie wohl, hat keinen Hunger mehr, ist etwas schläfrig, weniger schmerzempfindlich und ängstlich, ist einfach "besser drauf", was immer das im konkreten Einzelfall heißen mag.
Einfluß von Nahrungsrestriktion und Fasten
Aus Tierversuchen ist ebenfalls schon seit längerem bekannt, daß es auch bei kurzzeitiger Nahrungskarenz zu einer erhöhten Tryptophanverfügbarkeit im Gehirn und daher zu einer gesteigerten Serotoninsynthese und freisetzung durch serotonerge Präsynapsen kommt (5, 10, 18, 24, 26). Welche metabolischen Umstellungen dieser vermehrte Tryptophanverfügbarkeit verursachen und wie lange sie anhält, ist bislang noch unklar. Noch interessanter ist ein kürzlich beschriebener zweiter Effekt auf das serotonerge System, der erst nach einigen Tagen eintritt (16): Nahrungsrestriktion vermindert die Anzahl von Serotonintransportern an den Nervenendigungen serotonerger Neurone. Wenn Ratten nur die Hälfte ihrer normalerweise täglich aufgenommenen Futtermenge bekommen, führt diese restriktive Ernährung (die mit einer zehn- bis 20prozentigen Gewichtsreduktion einhergeht) nach einer Woche zu einer deutlichen Verringerung der Dichte von Serotonintransportern im Kortex. Nach vierzehntägiger Nahrungsrestriktion ist dieser Effekt noch ausgeprägter. Interessanterweise läßt sich diese Herabregulation der Transporterdichte nur bei jungen, nicht jedoch bei älteren Tieren auslösen. Aufgrund der verringerten Serotonintransporterdichte im Kortex kommt es zu einer permanent verminderten Effizienz der Wiederaufnahme des freigesetzten Transmitters. In gewisser Weise ähnelt also die durch Nahrungsreduktion ausgelöste Verringerung der Serotonintransporterdichte den durch Gabe von Serotoninwiederaufnahmehemmern ausgelösten Effekten. In beiden Fällen ermöglichen die erhöhte Konzentration und längere Verweildauer von Serotonin im extrazellulären Raum eine länger andauernde und weiterreichende Interaktion dieses Transmitters und Neuromodulators mit einem seiner zahlreichen Rezeptoren an nachgeschalteten neuronalen oder glialen Zellen. Durch die zusätzlich bei restriktiver Ernährung gesteigerte Serotoninsynthese und -freisetzung wird die extrazelluläre Konzentration des Serotonins und damit die Dauer und der Radius der Transmitterwirkung in noch stärkerem Ausmaß als durch die selektiven Wiederaufnahmehemmer erhöht.
Die psychischen Effekte des Fastens sind ebenso beeindruckend wie altbekannt. Zunächst beherrscht das Hungergefühl und das damit verbundene Unbehagen die Stimmung des Fastenden. Dieses starke Hungergefühl verschwindet jedoch nach einigen Tagen; es folgt eine durch Nahrungsrestriktion ausgelöste Anorexie (7). Jetzt kommt der ebenfalls schon seit langem bekannte stimmungsstabilisierende und spannungslösende Effekt des Fastens zum Tragen. In vielen Kulturen wird das Fasten zur Erlangung transzendentaler Bewußtseinszustände im Rahmen religiöser oder spiritueller Handlungen angewendet. Selbst religiöse Gebräuche wie unsere vorösterliche Fastenperiode oder der islamische Ramadan scheinen auf der empirischen Erfahrung dieser biologischen Effekte zu beruhen. Das Fasten wurde aber auch von verschiedenen medizinischen Schulen zu Heilzwecken benutzt. Schon im vierten Jahrhundert vor Christus, zur Zeit des Hippokrates, begann man, das Fasten zur Therapie körperlicher und geistiger Erkrankungen einzusetzen. Heute wird es verstärkt im Rahmen der Ganzheitsmedizin, zum Beispiel in Fastenkliniken, angewendet. Nach zwei oder drei freiwilligen Fastentagen, also etwa dann, wenn sich auch bei Versuchstieren die Herabregulation der Dichte von Serotonintransportern beobachten läßt, schwindet bei den meisten Menschen das Hungergefühl, und sie erleben eine deutliche Stimmungsstabilisierung, die manchmal sogar mit Euphorie und Gefühlen der Transzendenz gekoppelt ist (2, 3, 12). Die Ähnlichkeiten zwischen den psychischen Effekten einer längerandauernden Fastenperiode und den anorektischen, psychostimulierenden und halluzinogenen Wirkungen serotoninagonistisch wirksamer Drogen sind bemerkenswert. Diese Gemeinsamkeiten lassen sich zumindest teilweise durch die durch Nahrungsrestriktion hervorgerufene Herabregulation der Serotonintransporterdichte und die dadurch ausgelöste Verstärkung serotonerger Aktivität erklären.
Diese Befunde geben gleichzeitig einen interessanten Einblick in die normale biologische Funktion des serotonergen Systems. Es wird gegenwärtig als ein global wirksames permissives System betrachtet, das die Verarbeitung von eintreffenden Informationen in seinen Projektionsgebieten moduliert und filtert und so zur Koordinierung und Globalisierung der in räumlich getrennten Netzwerken generierten neuronalen Aktivitäten beiträgt (17, 27). Aus diesem Grund sind die Richtung, die Art und die Intensität der unter dem Einfluß von Nahrungsrestriktion eintretenden Stimmungsänderungen - wie übrigens auch die Effekte der serotoninagonistisch wirksamen psychedelen und entaktogenen Drogen - in starkem Maße von der aktuellen Stimmungslage einer Person, von ihrem Umfeld, ihrer Motivation und ihren bereits gemachten Erfahrungen abhängig. Deshalb kann Fasten, wenn es freiwillig und in einem entsprechenden Umfeld, zum Beispiel als kultureller Brauch bei religiösen oder spirituellen Handlungen, durchgeführt wird, Gefühle innerer Harmonie und Transzendenz verstärken, wohingegen eine erzwungene, unfreiwillige Einschränkung der Nahrungsaufnahme zu erhöhter Erregbarkeit, Aggressivität und nach längerer Dauer auch zu emotionaler Instabilität, Dysphorie und Apathie führt (19).
Psychische Abhängigkeiten durch unbewußte assoziative Bahnung
Relativ viele Menschen leiden unter starken Stimmungsschwankungen. Da für sie jede stimmungshebende Maßnahme große Anziehungskraft besitzt, ist die Gefahr groß, daß sie unbewußte Assoziationen zwischen bestimmten Verhaltensweisen und deren positivem Einfluß auf ihre Stimmung herstellen. Durch Wiederholung verstärkt, können die für eine solche Assoziation verantwortlichen neuronalen Verschaltungen so stark gebahnt werden, daß schließlich jedes Stimmungstief zwanghaft mit einer unbewußten automatisierten Reaktion beantwortet wird (15). Das ist nicht nur das psychoneurobiologische Substrat für die Herausbildung einer psychischen Abhängigkeit von bestimmten Drogen. Auch die unbewußte Assoziation zwischen der Einnahme kohlenhydratbeziehungsweise fettreicher Speisen oder mehrtägigem Fasten und der jeweils erlebten Stimmungsverbesserung kann in eine derartige Abhängigkeit führen. Sowohl bestimmte Substanzen als auch bestimmte Eßgewohnheiten, die die Aktivität des serotonergen Systems spürbar verstärken, scheinen in dieser Hinsicht ein besonders hohes psychisches Abhängigkeitspotential zu besitzen. Sehr sensible Menschen, die ein nur unzureichendes Repertoire an geeigneten Strategien zur Bewältigung von Belastungen besitzen, sind besonders gefährdet, derartige Abhängigkeiten zu entwickeln. Leichte, kurzzeitig auftretende Stimmungstiefs sind besonders effektiv durch eine Tafel Schokolade, eine Tüte Chips oder ein Stück Nußtorte mit Sahne zu beheben. Wenn vulnerable Personen anhaltenden, schwer kontrollierbaren Belastungen ausgesetzt sind, ist die Gefahr besonders groß, daß die psychischen Effekte des Fastens von ihnen als eine Möglichkeit der Angstbewältigung entdeckt werden. Die bei längerandauernder Nahrungsrestriktion auftretende permanente Herabregulation der Serotonintransporter, die daraus resultierende Stimulation serotonerger Aktivität und ihre subjektiv erlebten psychischen Auswirkungen bieten so eine mögliche Erklärung für die Entstehung von Eßstörungen. Personen, die die anorektischen, stimmungsstabilisierenden Effekte des Fastens als besonders positiv empfinden, können so sehr leicht in einen Teufelskreis geraten, der nur sehr schwer zu durchbrechen ist. Da die Herabregulation der Serotonintransporter durch Nahrungsrestriktion bei Jugendlichen leichter auslösbar ist als bei Älteren und da das über die Medien verbreitete Idealbild von "schönen = schlanken" Menschen besonders junge Frauen zum Fasten motiviert, ist die hohe Prävalenz von Eßstörungen in diesem Bevölkerungssegment wenig erstaunlich (1, 11, 14).
Die Suche nach einer wirksamen Therapie sowohl von magersüchtigen, kachektisch gewordenen Patienten wie auch von fett- oder kohlenhydratsüchtigen, adipös gewordenen Patienten stellt uns also wieder einmal vor das älteste und größte Problem aller Heilkunst; nämlich die Ursachen, nicht die Folgen von Fehlentwicklungen zu behandeln.


Zitierweise dieses Beitrags:
Dt Ärztebl 1998; 95: A-477-479
[Heft 9]
Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf das Literaturverzeichnis, das über den Sonderdruck beim Verfasser und über die Internetseiten (unter http ://www.aerzteblatt.de) erhältlich ist.


Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. med. Gerald Huether
Psychiatrische Klinik
Universität Göttingen
Von-Siebold-Straße 5
37075 Göttingen







http ://www.aerztestellen.de/v4/archiv/artikel.asp?id=9630
Genießer
 

Beitragvon SehnSucht » Mi. 13.09.2006, 07:39

CrazyKiwi hat geschrieben:Hast du nicht gelesen was ich geschrieben habe? Es ist im Endeffekt SCHE**EGAL was du isst, solange es im Verlauf eines Tages genug ist und dafür braucht es keine dollen Ernährungstipps sondern einfach nur sowas "billiges" wie die Ernährungspyramide.

(bild raus)

Die Mengen die von jedem ist sollten ca in dem Verhältnis stehen wie sie es in der Pyramide tun und es sollte ausreichend sein.


danke das wollte ich wieder hören
ich hab deinen text als erinnerung mit reingenommen das dies grundlage ist
aber trotzdem kann man ja mal diskutieren und sich austauschen, was einem selbst und anderen hilft




@genießer
danke für den text der ist cool
Zuletzt geändert von SehnSucht am Do. 14.09.2006, 11:59, insgesamt 1-mal geändert.
SehnSucht
 

Beitragvon CrazyKiwi » Mi. 13.09.2006, 20:50

Ja der Artikel äußert sich dazu, zwar deutlich fachsprachlicher und, wie ich finde, umständlicher, aber das mag manch einer ja als Beweis für seine Richtigkeit ansehen.

In jedem Falle steht da auch nur etwas von kohlenhydratreichen Lebensmitteln, um die es in der Pyramide auch geht, sicherlich könnte man eine stärke Wirkung erhalten, wie der Artikel es beschreibt, aber dies ist unter einer Vielzahl von anderen gesundheitsrelevanten Aspekten nicht zu empfehlen, zuviel Zucker ist schließlich ungesund.

Die Sache mit dem Fasten ist ein interessanter Aspekt, der Artikel ist da ja sehr eindeutig, er erwähnt aber nicht, dass Fasten für einige Menschen eher schädlich als hilfreich ist.


@S: Ich kann doch nichts dafür, dass du das nicht hören willst. So ist es nunmal und kein Gerede oder Geschrei kann daran etwas ändern. Es ist schlicht nicht möglich bei so verschiedenen Hintergründen die Wirkung von Essen auf die Psyche festzustellen. Das gelingt selbst in wissenschaftlich angelegten Versuchen nicht. Der einzige Effekt der meistens auftritt nennt sich Placebo-Effekt, also eine Verbesserung des Zustandes ohne das es etwas mit dem Nahrungsmittel oder der Arznei zu tun hat.

Ist durchaus sehr interessant: http://de.wikipedia.org/wiki/Placebo

Das hier war kein "anmachen", das war nur die entnervte Reaktion darauf, dass du meinen Eintrag scheinbar überlesen hast.
CrazyKiwi
 

Beitragvon SehnSucht » Do. 14.09.2006, 07:51

himmel das weiß ich doch deshalb hab ich deinen beitrag doch mit reingenommen, das man regelmäßig essen muss ist mir schon klar


kann ich aber oft allein wegen meinem tagesablauf nicht wirklich obwohl ich mich trotzdem drum bemühe

ich komm abends spät nachhaus , muss noch ein paar sachen für die schule machen und schlafen kann ich dann erst ab 12 / 1
morgens um 6 raus. meist zu müde um alles einzupacken, trinken ja auf jedenfall aber nicht immer das essen und morgens aufm magen vertrag ich auch nix
schule bis 2 und dann zur arbeit fahren auch nicht wirklich zeit zwischen
und abends dann meist erst um 9 halb 10 zu hause

am we gehts besser und genug essen tu ich eh weil ich immer hunger hab

vielleicht möcht sich ja noch wer anders beteiligen :D

was süßes (meist zu trinken) hilft mir, wenn ich noch ne weile durchhalten muss
außerdem hebt auch obst meine laune ziemlich, am liebsten nektarienen =)
und ob des nun placebo ist oder nicht es wirkt =)
SehnSucht
 


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