Stimmungsschwankungen

Wenn ihr depressiv seid, könnt ihr euch hier über die Krankheit Depressionen austauschen, aber auch über andere depressive Zustände wie Burn-Out oder die manisch-depressive (bipolare) Störung.

Stimmungsschwankungen

Beitragvon MissLuna » So. 09.04.2017, 22:17

Hallo,

entschuldigt, wenn ich etwas wirr schreibe, aber so ist in meinem Kopf zu diesem Thema.

Kurz zu mir: ich hatte vor einigen Jahren eine Panikstörung mit Depression und wurde damals medikamentös und mit VT behandelt. Nach ein paar Jahren war ich beschwerdefrei. Allerdings hatte ich schon damals eine Emetophobie, die unter dieser Bezeichnung jedoch noch unbekannt war und leider gar nicht beachtet wurde. Durch private Umstände ist sie leider im letzten Jahr so richtig zur Hochform aufgelaufen. Ich war deswegen in einer Tagesklinik und bin seit September in ambulanter Therapie. Schon in der Tagesklinik hatte ich immer wieder Suizidgedanken und das Gefühl der Ausweglosigkeit. Leider fühle ich mich ganz oft privat und beruflich überfordert. Meine Stimmung ist sehr labil. Ich kann in der einen Minute lustig sein und in der nächsten muss ich weinen und würde am liebsten alles hinschmeißen. Mein Therapeut weiß davon. Manchmal denke ich, er versteht das Ausmaß nicht. Also er scheint es anders zu interpretieren. Mich belasten diese Stimmungsschwankungen sehr. Bei der zuständigen Psychiaterin (bin in einer Klinikambulanz) habe ich im Herbst nach einem Antidepressivum gefragt. Sie hat mir statt dessen für Krisen Promethazin verschrieben. Das schießt mich jedoch so ab, dass ich es nicht nehmen kann. Ich habe ein Kind und bin oft auch nachts mit ihm allein.

Ich frage mich nun die ganze Zeit, wie ich die Stimmungsschwankungen einordnen soll. Stelle ich mich nur an? Muss ich mit den Suizidgedanken leben?

LG
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Re: Stimmungsschwankungen

Beitragvon Ruby » Mo. 10.04.2017, 20:14

Hallo liebe Luna,

Du solltest Deine Psychiaterin vielleicht nochmals um ein gescheites Antidepressivum bitten. Promethazin hilft nicht wirklich gegen Depressionen. Bei mir sind die ganz dunklen, selbstzerstörerischen Gedanken, wie zum Beispiel Suizidgedanken, mit dem Antidepressivum "Mirtazapin" besser geworden. Sie sind nicht mehr so drängend und aufdringlich, wie ohne diese Tabletten. Ich kann es damit nun besser aushalten.

Das Neuroleptikum Promethazin bekomme ich ebenfalls. Ich nehme es aber nicht gegen Depressionen, sondern als Bedarfsmedikament, um aufdringliches Gedankenkreisen ein bisschen abzuschwächen, oder auch bei extremen Hochspannungszustände.

Gegen Stimmungsschwankungen nehme ich täglich das Neuroleptikum Quetiapin. Die halten mich ein wenig stabiler. Quetiapin ist wie Promethazin ein Neuroleptikum. Bei Depressionen hilft es aber auch nicht wirklich. Wie gesagt, dafür bräuchtest Du wahrscheinlich ein richtiges Antidepressivum.

Versuche einfach bei nächsten Termin nochmals, Deine Psychiaterin um ein richtiges Antidepressivum zu bitten. Falls sie Dir nichts dergleichen verschreiben will, solltest Du vielleicht einen anderen Psychiater darum bitten.

Ganz lieben Gruß
Ruby
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Re: Stimmungsschwankungen

Beitragvon MissLuna » Di. 11.04.2017, 09:23

Hallo Ruby,

danke für deine Antwort! Mein Problem ist, dass ich nicht weiß, ob ich eine Depression habe. Ich kann auch Phasen haben, wo es mir gut geht. Das wechselt sich dann mit Phasen ab, wo ich niedergeschlagen bin und eben auch Suizidgedanken habe. Ich schaffe aber meinen Alltag und den Job. Zwar nicht so gut, wie ich es gern hätte, aber das ist Ansichtssache. Weil ich mein Befinden nicht richtig einordnen kann und der Therapeut es auch immer so stehen lässt, denke ich oft, ich bin wehleidig oder bilde mir etwas ein. Naja. Meinen nächsten Termin habe ich Anfang Juni bei einer anderen Ärztin. Ich werde sie darauf ansprechen und mal sehen, wie sie das einschätzt. Ich bin total verunsichert.

LG
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Re: Stimmungsschwankungen

Beitragvon Ruby » Di. 11.04.2017, 10:51

Hallo Luna,
extreme Stimmungsschwankungen von Himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt könnten vielleicht ein Hinweis auf eine manische Depression sein (bzw. bipolare Depression). Ob es jedoch in diese Richtung geht, kann im Endeffekt nur ein psychologisch geschulter Mensch einwandfrei diagnostizieren. Finde es richtig gut, dass Du Dir noch bei einer anderen Ärztin einen Termin geben lassen hast. Eine Zweitmeinung ist manchmal wirklich nicht schlecht.

Ganz lieben Gruß
Ruby
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