Familie/K.O tropfen/Selbstzweifel

Wenn ihr depressiv seid, könnt ihr euch hier über die Krankheit Depressionen austauschen, aber auch über andere depressive Zustände wie Burn-Out oder die manisch-depressive (bipolare) Störung.

Familie/K.O tropfen/Selbstzweifel

Beitragvon nadja777 » Di. 29.09.2015, 20:03

Hey :shock:
Also, Ich weiß garnicht wo ich anfangen soll.. Ich versuche den Text mal ganz kurz zu halten.. :|
Ich bin im August 18 geworden, mein Vater ist Soldat, meine Mutter Alten und Krankenpflegerin. Habe 2 Halbschwestern und einen Bruder. Meine ältere Halbschwester hat einen anderen Vater und meine Jüngere eine andere Mutter. Mein Bruder ist 16. Mein Vater war Spielsüchtig, als wir klein waren & hat meine Mama mit verschiedenen Frauen betrogen. Meine Große Schwester ist mit 16 zuhause ausgezogen und mein Bruder lebt in Ungarn in einer Therapeutischen Einrichtung. Meine Mutter hat heute ein Alkoholproblem und mein Vater lebt als Deutscher (Berufssoldat, stelle im Ausland) in der Türkei. Mein Leben gestaltete sich sehr schwer. Meine Mutter (Alkoholikerin) war nie zuhause und mein Vater ein halbes Jahr in Afghanistan im Krieg. Sollte eigentlich als Auszeit genutzt werden, jedoch hat mein Vater sich nach diesem Einsatz zu eine seiner Schlampen (Entschuldigung) verpisst. Er hat uns im Stich gelassen. Mein Bruder leidet seitdem er klein ist an Schwierigen variante ADHS. Sehr anstrengend. Ich war 13 und total überfordert. Meine Mama war nie da. Musste den Haushalt schmeißen, kochen und für meinem Bruder da sein. Habe die Schule und mich selbst sehr vernachlässigt. Vieles ist aus dem Ruder gelaufen, sodass mein Bruder von Heim zu heim gezogen ist. Meine Mama lag kurz vorm sterben im Krankenhaus & ich bin zu meinem Vater und seiner neuen gezogen. Er hat mich geschlagen, kontrolliert und stark auf mich eingeredet. Mich zu vielem gezwungen, dem ich nicht gerecht werden konnte. Er hat mich Erniedrigt und runtergemacht & seine Freundin fand's Lustig und Stärkte ihm den Rücken. Meine restliche Familie kenne ich nicht. Vieles lief Schief, alles wurde schlimmer. Auch ich bin von Heim zu Heim gezogen. Habe nach 20 Umzügen und 14 schulen endlich meinen Hauptschulabschluss machen können. Durch die Zeitung erfuhr ich das mein Vater seine Freundin geheiratet hat und ein weiteres kind erwartet. (Meine 1 jährige Halbschwester, die ich bis heute nicht kenne.) lebte also im Heim seitdem ich 14 war. Letztes jahr im August hat mein Vater uns verlassen. Lebt nun mit seiner neuen Familie im der Türkei. Kontakt zu ihm besteht nicht. Habe nun endlich meine eigene Wohnung, jedoch belastet mich meine Vergangheit sehr stark. Habe nie drüber reden können, weil alles andere im Vordergrund stand. Fühle mich sehr Unverstanden und alleine. Denke oft an die Zeit als ich ganz klein war. War immer ein Offener, Herzlicher Familienmensch. Meine ganze Familie Ist auseinander gebrochen & besonders mich als unverantwortliche beschäftigt alles sehr. Habe angefangen Texte zu schreiben, in denen ich meinen Gedanken und Gefühlen freien lauf lasse. Falls einer Interesse hat, würde ich sie euch gerne Zeigen wollen. Aufjedenfall stehe ich mit momentan selbst im Weg & brauch dringend eine Lösung mein Leben wieder leben zu können.. Reden fällt mir total Schwer, denken hingegen kommt manchmal sogar zum oft vor. Ich kann und will nicht verstehen warum mein Papa uns das angetan hat. Er hat mich als Menschen um 180 grad verändert. Hinzu kommt das ich vor einem halben Jahr K.O tropfen unter gemischt bekommen habe & bis heute mit keinem darüber geredet habe. Erinnerner mich auch nur in Bruchteilen an diese Nacht. :(
Mir wird auch oft gesagt total Kalt und abgehärtet zu sein. Was ich garnicht will. Aus dem Grund ist meine erste Beziehung vor einem Monat auch kaputt gegangen.

Wenn einer eine Idee hat, wäre ich euch Dankbar mir zu antworten. DANKE im voraus! :kiss:
nadja777
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Registriert: Di. 29.09.2015, 18:45

Re: Familie/K.O tropfen/Selbstzweifel

Beitragvon Gruenchen87 » Mo. 07.12.2015, 20:29

Hallo Nadja,

ich habe gerade deinen Text gelesen und möchte dir erstmal sagen, dass ich es ganz ganz bewundernswert finde, dass du dich hier geöffnet hast.

Hast du während der Zeit im Heim oder jetzt als Volljährige einen Ansprechpartner/Betreuer oder Ähnliches? Was machst du beruflich? Hast du mal darüber nachgedacht, dich einem Therapeuten anzuvertrauen?

Ich kenne mich durch meine eigene Geschichte etwas auf diesem Gebiet aus und beantworte dir gern Fragen dazu, falls du welche hast.

Das du kalt und abweisend auf deine Umwelt wirkst, ist bei deinen Erlebnissen mehr als verständlich. Gib dir bitte dafür nicht die Schuld oder lass dir irgendetwas einreden. Das ist ein normaler Schutzreflex wenn du so willst, wie ein Panzer, der dich schützt. Damit zu leben ist aber schwer, wenn man sich doch eigentlich nichts sehnlicher wünscht als Nähe und Zuneigung.

Die gute Nachricht ist, dass du ein sehr starker Mensch zu sein scheinst. Hut ab, echt, mit 18 Jahren die DInge so benennen zu können. Und diese Stärke wird dir mit Sicherheit dabei helfen, Gefühle und Vertrauen wieder zu zulassen. Wie lange das dauert, wird sich zeigen. Lass dir die Zeit, die du brauchst. Es ist viel, was passiert ist und es hat lang gedauert, deshalb braucht auch die Heilung der Seele ihre Zeit. :)

Wie gesagt, melde dich, wenn du magst.
LG Gruenchen87
Gruenchen87
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