Denkstörungen

Hier könnt Ihr allgemein über psychische Störungen und Krankheiten sprechen bzw. wenn Ihr Euch nicht auf eine spezielle Thematik festlegen wollt.

Falls Ihr nicht genau wisst, um was für eine Störung es geht oder in welchem Unterforum es passen würde, könnt Ihr ebenfalls auch erst einmal hier schreiben.

Denkstörungen

Beitragvon Gh0st » Mo. 06.02.2012, 18:59

Hallo,

ich bin neu hier und wollte direkt mal loslegen.

War gerade 4,5 Wochen in der Klinik und bin jetzt wieder zuhause. Aber es geht mir immer noch nicht gut. Als Diagnose habe ich Depresssion und shizo affektive Störung. Wobei ich nicht weiß ob meine Denkstörung eher zur Depression gehört oder zur shizo Diagnose.
Im Vordergrund stehen bei mir starke Denkstörungen. Es äußert sich so, dass ich kaum Gedanken habe, das Denken verlangsamt ist und auch nicht bewusst über etwas nachdenken kann. Dadurch ergibt sich bei mir auch eine gewisse Desorganisation. Des weiteren bin ich sehr Vergesslich. Ich kann mich in Geprächen schlecht artikulieren. Also das was ich denke in Worte fassen funktioniert schlecht. Deshalb bin ich bei Gesprächen immer sehr angespannt und ich habe große Schwierigkeiten überhaupt ein Gespräch zu führen.

Neben den Symphomen habe ich natürlich auch andere wie, Interessenlosigkeit, Freudlosigkeit, Suizidgedanken. Aber im Vordergrund stehen die Denkstörungen.

Kennt jemand hier diese Sympthomatik? Gibt es dafür evtl bestimmte Medikamente damit das wieder alles funktioniert? Oder was kann man da sonst machen?

Nehme jetzt 300 mg Trevilor, 1200 mg Lithium und Risperidon 1 mg
Gh0st
 

Re: Denkstörungen

Beitragvon Atisha » Mo. 06.02.2012, 20:22

gebe dir Zeit 4,5 Wochen ist nicht lang. Ich habe Schizophrenie und hatte auch Denkstörungen und denke heute noch viel langsamer als der Normalo.
Nehme deine Krankheit an, arbeite mit ihr, du hast sie vom Schicksal bekommen, sie soll deiner inneren Entwicklung dienen.
Du wirst wahrscheinlich richtig viele Jahre leiden, aber am Ende, vielleicht nach 10 Jahren, siehst du, das alles seinen Sinn hatte.
Mehr als Trost kann ich dir nicht geben, du musst da jetzt durch.
Gute Besserung, das wird schon wieder alles ganz gut werden. Aber so wie vorher oder wie beim Normalo wird es nicht mehr sein. Es wird anders, aber gut zu leben und sogar letztlich besser für deine Seele.
Das deine Denkstörungen besser werden dauert vielleicht noch paar Monate. Gebe dir Ruhe und zermürbe dich nicht. Tu was für dein Gefühlsleben. Mache mal wirklich das was du willst und was dir gut tut. Bei mir wars so, dass die Gefühle einen starken Einfluss aufs Denken hatten.
Atisha
 

Re: Denkstörungen

Beitragvon senta » Mo. 06.02.2012, 21:03

es ist nicht gesagt, dass du so lange krank sein wirst, bei jedem verläuft eine Krankheit anders und es ist auch bei jedem Krankheitsbild anders

"Krankheit als Weg", entschuldige bitte, so vergeistigt sehe ich das absolut nicht, Krankheit hat selten einen Sinn, außer, dass man leidet und Behandlung braucht

aber Atisha hat Recht damit, dass du dir Zeit lassen solltest

bist du denn nun in Therapie?
bekommst du denn keine Medikamente? hast du denn in der Klinik keine Medikamente bekommen?
senta
 

Re: Denkstörungen

Beitragvon irish_angel » Mo. 06.02.2012, 21:25

huhu!

habe keine schizophrenie, kann dir deshalb nichts dazu sagen.
nur, dass ich mich meinen vorrednern anschließe, du solltest dir zeit geben!
ich war mal für 10 wochen in einer klinik und habe danach noch mindestens 3 bis 4 monate mit intensiver therapie gebraucht um wieder einigermaßen stabil zu sein. mich hat die ganze therapiezeit sogar eher sehr labil gemacht, weil viel aufgewühlt wird...
nimm es so an wie es im moment ist, mach dir selbst keinen druck und gebe dir zeit. das ist das beste und heilsamste was du jetzt tun kannst!
alles gute!
irish_angel
 

Re: Denkstörungen

Beitragvon Gh0st » Mo. 06.02.2012, 21:59

senta hat geschrieben:
bist du denn nun in Therapie?
bekommst du denn keine Medikamente? hast du denn in der Klinik keine Medikamente bekommen?


Nein, ich bin nicht in Therapie. Am Donnerstag habe ich den ersten Termin nach der Klinik bei meiner Psychiaterin. Die habe ich als einzige. Glaube eine Psychotherapie ist mit meiner Denkstörung gar nicht machbar. Aber ich will wenn es mir wieder "gut" geht mit einer Psychotherapie anfangen, weil die Vergangenheit gezeigt hat, dass ich noch an mir arbeiten muss. (Hatte letztes Jahr 4 Einbrüche, jeweils immer starke Einschränkungen des Denkens, Denkstörung im Vordergrund)

Medikamente nehme ich. Trevilor, Hypnorex (Lithium) und Risperidon. Die habe ich in der Klinik auch bekommen, aber die haben nicht wirklich angeschlagen. Das Trevilor nehme ich schon seit 3,5 Jahren. Überlege aber auch ein anderes Antidepressivum zu versuchen, da ich keine Besserung durch Trevilor verspüre.

Danke für die aufbauenden Worte.
Gh0st
 

Re: Denkstörungen

Beitragvon wuascht » Mi. 27.01.2016, 13:40

"Es äußert sich so, dass ich kaum Gedanken habe, das Denken verlangsamt ist und auch nicht bewusst über etwas nachdenken kann"


und du bist dir absolut sicher, dass dies nicht durch den risperdal-konsum entsteht?
wuascht
 

Re: Denkstörungen

Beitragvon Clara » Fr. 14.04.2017, 15:05

Hallo Gh0st,

wie ist es dir in der Zwischenzeit ergangen?

Ich habe nämlich exakt dieselben Denkstörungen wie du... und mich würde interessieren, wie das fortschreitet.

Lieben Gruß,
Clara
Clara
 


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