Mannsein

Hier könnt Ihr allgemein über psychische Störungen und Krankheiten sprechen bzw. wenn Ihr Euch nicht auf eine spezielle Thematik festlegen wollt.

Falls Ihr nicht genau wisst, um was für eine Störung es geht oder in welchem Unterforum es passen würde, könnt Ihr ebenfalls auch erst einmal hier schreiben.

Mannsein

Beitragvon Freezer1000 » So. 05.02.2017, 16:42

hey Leute,

wahnsinnig blöd, aber so ist es. Ich hasse mich manchmal dafür, dass ich zu nett oder zu ka sensibel bin. nach aussen hin wirke ich glaub ich oft ganz anders und versuche es auch immer. Geh ins Fitnessstudio, kauf mir teure Uhren und seh auch so nicht ganz schlecht aus. Komm ich dann aber in ne Beziehung bin ich unsicher, verklemmt, muss ständig über mögliche Probleme sprechen und bin sehr eifersüchtig. Nicht gerade die männlichsten Eigenschaften. Kommt glaub ich daher, dass ich sehr behütet bei meiner Mum aufgewachsen bin und auch jetzt ein sehr gutes Verhältnis zu ihr habe. Aktuell hab ich gleich mal ne Bezihung in paar Wochen an die Wand gesetzt aus oben genannten Gründen. Ich kann sowas auch nciht einfach abtun mit da kommt wieder eine. Wenn mir in meinem Leben gute Dinge passieren freue ich mich, aber das klingt auch rel schnell wieder ab. Passieren schlechte Dinge oder merke ich, dass ich etwas nicht kann ist das eine Katastrophe. Ich bin in manchen Bereichen ein zu großer Perfektionist. Und dann wenn ich merke es fährt an die Wand ruder ich wieder zurück und will das ganze auf recht erbärmliche Art und Weise retten. Und ohne jemanden kränken zu wollen. Hier ist der überwiegende Teil weiblich. Im sinne von: warum kann ich nciht einmal n normaler Kerl sein Oo Habe einfach festgestellt, dass mir materielle Dinge zwar guttun aber nichts an der Grundproblematik verändern. Oft denk ich mir auch vllt sollt ich mich ab jetzt einfach wien A...loch verhalten und dadurch keinen an mich ranlassen. Weiß auch nciht was ich von mir halten soll in der Beziehung und wie des weitergehen soll.

mfg
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Re: Mannsein

Beitragvon Ruby » Mo. 06.02.2017, 12:41

Freezer1000 hat geschrieben: warum kann ich nciht einmal n normaler Kerl sein Oo Habe einfach festgestellt, dass mir materielle Dinge zwar guttun aber nichts an der Grundproblematik verändern. Oft denk ich mir auch vllt sollt ich mich ab jetzt einfach wien A...loch verhalten und dadurch keinen an mich ranlassen. Weiß auch nciht was ich von mir halten soll in der Beziehung und wie des weitergehen soll.

mfg
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Hallo Felix,
ich finde es keine gute Idee, sich nun wie ein A...loch verhalten zu wollen. Dadurch würde sich Deine Problematik doch eher noch verschlimmern, oder nicht?

Wie genau meinst Du, müsste sich denn ein normaler Kerl in Deiner Situation verhalten? Unterliegst Du da nicht vielleicht ein bisschen einer eigenen chlichehaften Erwartungshaltung? Nur weil Du eifersüchtig und unsicher bist und gerne Probleme ausdiskutierst, heißt das ja nicht, dass Du deswegen weniger männlich als andere Altersgenossen bist.

Mir persönlich sind diejenigen Männer lieber, die nicht immer nur auf coole, harte, männliche Macker machen. :D

Lieben Gruß
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Re: Mannsein

Beitragvon Freezer1000 » Mo. 06.02.2017, 13:01

Möglicherweise lebe ich das Cliche. HHHm ist jezz etwas schwierig drüber zu schreiben. Sagen wir mal ich gehe sehr langsam in ner Beziehung vor und brauch lange zum auftaun. Die Unsicherheit spielt da natürlich auch mit rein und im Endeffekt mach ich mir dann selbst Stress. Mag mich die Person überhaupt richtig, sollte ich nicht langsam den nächsten Schritt machen, was ist wenn ich mich blöd anstelle. und das wiederum führt dann zu schlechter Laune,Eifersucht und ein ständigem Hin und Her was in der letzten Beziehung dann im Endeffekt das Ende war. Hab auch immer gefragt ob sie das wirklich will und irgendwann war dann die Antwort einfach nein und das wars. Und erst dann hab ich gemerkt was iuch eig gemacht hab. Hab sie echt gern gemocht.
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Re: Mannsein

Beitragvon loner » Mo. 06.02.2017, 13:54

Hey du,

Meiner Meinung nach solltest du an deinem Selbstbewusstsein arbeiten. Das ist schwer, aber einige Leute scheinen das zu schaffen. Du musst dir dabei klar werden, wer du bist und was du alles erreicht hast. Vor allem, dass dich andere Leute nicht zu dem machen, was du bist, sondern nur du selbst. Auch, dass du einen Wert hast, ganz unabhängig von deinen Leistungen. Baue dein Selbstvertrauen auf.

Eifersucht ist immer ein Zeichen dafür, dass man glaubt, der Partner könne einen nicht mehr so lieben, wie man ist und ein anderer sei besser. Aber weißt du, man kommt ja nicht mal eben so mit jemandem zusammen. Da muss ja schon vorher zumindest eine Sympathie gewesen sein. Da brauchst du auch nicht lange überegen, ob sie dich mag, weil sie wäre ganz schön doof, wenn sie mit dir zusammen ist und dich aber gar nicht leiden kann.
Es ist ganz wichtig, immer ein eigenstöndiges Leben zu haben, in dem unabhängig vom Partner seine Ziele und Interessen verfolgt. Dait zeigst du deinem Partner einerseits, dass du erfolgreich leben kannst und keine "Mami" brauchst. Andererseits stärkt es sich in deinem Selbstwertgefühl, da du dir besser ein Leben auch ohne den Partner vorstellen könntest. Die Welt geht dann sozusagen nicht unter, falls es doch mal nicht funktioniert.

Freundlicheit und Sensibilität suche ich persönlich in einem Mann. Ich finde es sehr wichtig, dass mein Mann nett zu mir ist. Aber auch, dass er eine sensible Seite hat. Mannsein bedeutet für mich (als Frau), dass du zu dir stehst, deine Meinung standhaft vertrittst, aber auch deine Fehler eingestehen kannst - denn dazu gehört wahre Größe.

Wenn jemand ständig jammert und nach Bestätigung lechzt, nervt das nicht nur Frauen sondern auch Männer. Sowas kann an einfach erst machen, wenn man sich schon besser kennt und länger zusammen ist, finde ich.

Unsicherheit und Verklemmtheit ist doch gerade wenn man sich noch relativ fremd ist völlig ok. Uns Frauen geht es da doch nicht anders. Man muss nicht sofort miteinander ins Bett hüpfen oder alle intimen Geheimnisse preisgeben. Zuerst muss man sich kennen lernen und Vertrauen aufbauen. Und damit verrringert sich auch automatisch die Unsicherheit und das Verklemmtsein. Frauen wollen eh nicht alles so schnell angehen. Mach dir da nicht so nen Kopf!

Ich würde dir auch sehr abraten, dich jetzt wie ein Arsch zu verhalten. Das bringt dir im Endeffekt nichts als Leute, die dich nicht mögen und Einsamkeit.

LG
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Re: Mannsein

Beitragvon Freezer1000 » Mo. 06.02.2017, 19:26

Danke fürn deinen langen Text. JA ich glaub ich hab dann zu sehr zurückgerudert und eig meine Prinzipien bisschen verraten. Ka. brauch auch sehe schnell Meinungen von dritten. HHhm
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Re: Mannsein

Beitragvon Tas » Mi. 08.02.2017, 22:51

Hallo Freezer,

was heißt denn Mann sein für dich?
Ich als Frau, kann zum Beispiel nur schlecht über Gefühle sprechen. Wäre das nicht typisch weiblich? über Gefühle reden? Ich habe erst mit viel Therapie gelernt wie man richtig diskutiert. Ich kann manchmal nicht für andere da sein, weil ich unsicher bin. Wäre das nicht auch klischeehaft weiblich? Sich um andere kümmern? Helfen zu müssen, weil man weiblich ist? Ich muss perfekt aussehen, weil ich weiblich bin?
Aber zurück zu dir. Weiß auch nicht, ob dir das hilft.
Für mich ist einer ein Mann, wenn er ein Mensch ist. Ganz einfach. Und mit Mensch meine ich, authentisch, menschlich, keine Abziehpuppe aus einem PS - Spiel, die keine Gefühle zeigen kann, oder scheinbar immer stark ist...
Eigentlich ist das alles viel komplizierter, oder? Ich versteh dich schon...sogar ganz gut. Weil ich auch ein Mensch bin. Ich finde das schlimm, dass die Geschlechter ihr Verhalten aufgezwungen bekommen. Ich durfte als Kind nie weinen oder wütend sein. Wäre das nicht eine klischeehafte Erziehungsmethode für Jungs? Nicht weinen, nicht traurig sein dürfen, hinnehmen, Wut - das geht, das wäre ja dann männlich, oder? Wie denkst
du darüber?
LG T.
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Re: Mannsein

Beitragvon Freezer1000 » Do. 09.02.2017, 01:29

Einfach nicht alles hinterfragen zu müssen und nicht so an eine Person gebunden zu sein. Wie ich mal gelesen hab man muss auch mit sich selbst glücklich sein und dass nicht immer an einer anderen Person festmachen zu müssen. Ja klar is alles irgendwie clichee aber mir hängen manchmal Sachen ewig nicht irgendwie ka. Klar is das komplizierter. Mir wär lieber einfach Dinge zu tun und zu sagen bis hier und nicht weiter und wenns nicht klappt dann lassen. Ich geb dann oft nach weil ich denk ich tu der Person was gutes damit.
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Re: Mannsein

Beitragvon loner » Do. 09.02.2017, 14:47

Freezer1000 hat geschrieben:Ich geb dann oft nach weil ich denk ich tu der Person was gutes damit.

Vergiss aber dich dabei nicht, lieber Freezer.

Vielleicht sollte der Thread nicht Mannsein heißen. Ich finde, man muss doch Characktereigenschaften nicht unbedingt männlichkeit oder Weiblichkeit zuordnen. Hat nicht jeder von uns beide Seiten in sich? Du wirst auch nicht der einizge Mann sein, der sich länger über so Dinge gedanken macht. Vielleicht musst du irgendwie herausfinden, warum du dir so sehr noch nachträglich Gedanken machst usw. Meistens finde ich, dass man eben nach den Ursachen suchen muss. Das ist alleine oft nicht so leicht und geht eigentlich besser, wenn man sich so zu sagen mit jemandem anderen refektiert.
Gut, ich bin jetzt ne Frau und das siehst du dann vielleicht negativ für dich, aber ich hinterfrage auch immer alles und bin recht abhängig von einer einzelnen Person. Ich bin gernerell super misstrauisch, geht es dir auch so? Ich sehe oft erstmal die negativen Möglichkeiten, als die positiven, die eine SItuation erklären würden. Ich glaube, das liegt bei mir an der Angst, nicht auf das Schelchte vorbereitet zu sein und das es mich dann trifft, wie ein Schlag ins Gesicht.
Wie ist das bei dir?
Auch ungeklärte Konflikte verweilen sehr lange in meinem Kopf, bis ich mal damit abgeschlossen habe. Ich muss KOnflikte uach eigentlich immer direkt klären, weil ich dieses Gefühl der Disharmonie und der ungeklärten Verhältnisse kaum aushalten kann. Mir ist es dann auch egal, wenn ich weiteren Streit provoziere, denn ich will die Situation einfach geklärt haben um damit abschließen zu können.
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