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Mein beschissenes Leben

BeitragVerfasst: Mi. 28.10.2015, 11:01
von Simon
Hallo Leute, ich berichte euch mal von meinem Leben.

Ich bin jetzt 34 Jahre alt, seit einiger Zeit denke ich dass ich seit meiner Kindheit / Jugend an Depression leide.
Nach meiner Realschule hatte ich eine Ausbildung angefangen, die dann nach 2 Jahren abgebrochen. Dann habe ich die Ausbildung zum Erzieher gemacht, die ich von Anfang an hasste. Ich wollte mir wohl was beweisen, zog die Ausbildung durch, beendete diese im Jahr 2004 und habe bis September 2012 als Erzieher gearbeitet. In einem Beruf, der mich immer mehr kaputt machte, denn ich hasste und ich deshalb total unglücklich war. Unglaublich, ich war in einem Tunnel, all die ganzen Jahre, und erst als im Jahr 2012 die absolute Erschöpfung kam, kündigte ich.
Im Jahr 2003 habe ich meine Heimat verlassen, seitdem habe ich keine Freunde mehr, keine sozialen Kontakte. Eben immer nur eine Freundin. Insgesamt hatte ich 4 Beziehungen, immer machte die Freundin Schluß mit mir, weil eben niemand es ewig mit mir aushält.
Jetzt hat meine große Liebe mit mir Schluß gemacht, ich bin verzweifelt und weiß (mal wieder) nicht weiter.
Heute kommt mein Betreuer, damit wir besprechen wie es weiter geht.
Ich denke stark über einen Klinikaufenthalt nach, den ich im Jahr 2013 schon hatte.
Nur ist das keine Dauerlösung, ich weiß nicht wie es weiter gehen soll.

Re: Mein beschissenes Leben

BeitragVerfasst: So. 08.11.2015, 18:33
von kayako
Hallo Simon,

was hasst du denn so sehr an der Erzieherausbildung?

Re: Mein beschissenes Leben

BeitragVerfasst: So. 08.11.2015, 21:24
von Atisha
Alles ist irgendwie Scheiße im Leben, wenns einen erstmal erwischt hat. Kannst du denn nicht wieder in deine alte Heimat gehen? Ohne Freunde sollte niemand sein. Ich bin nie aus meiner Heimatstadt Dresden weggegangen, ich wusste schon warum, soll von mir aus passieren was will, ich bleibe hier.

Re: Mein beschissenes Leben

BeitragVerfasst: Sa. 14.11.2015, 11:44
von Simon
kayako hat geschrieben:Hallo Simon,

was hasst du denn so sehr an der Erzieherausbildung?

die Ausbildung war einfach damals absolut nichts für mich, und der Beruf ebenfalls nicht. Zuviel Stress, absolut beschissene Arbeitsbedingungen und mit Kindern bzw. Jugendlichen möchte ich auch nichts mehr zu tun haben. Der Job hat mich zur absoluten Erschöpfung gebracht, habe in einer Intensivgruppe mit psychisch kranken Jugendlichen gearbeitet. Teilweise hatte ich 60 bis sogar 80 Stunden pro Woche Dienst !!!
Zudem war und bin ich kein Arbeitsmensch. Ich hatte noch nie Spaß an der Arbeit, egal was ich gemacht habe. Bin nur wegen dem Geld arbeiten gegangen, der Rest machte mich immer mehr depressiv.

Re: Mein beschissenes Leben

BeitragVerfasst: Sa. 14.11.2015, 11:46
von Simon
Atisha hat geschrieben:Alles ist irgendwie Scheiße im Leben, wenns einen erstmal erwischt hat. Kannst du denn nicht wieder in deine alte Heimat gehen? Ohne Freunde sollte niemand sein. Ich bin nie aus meiner Heimatstadt Dresden weggegangen, ich wusste schon warum, soll von mir aus passieren was will, ich bleibe hier.

dafür ist zuviel Zeit vergangen und ich fühle mich viel zu Schwach dafür Kontakt zu alten Freunden wieder herzustellen.

Re: Mein beschissenes Leben

BeitragVerfasst: Sa. 14.11.2015, 15:56
von kayako
die Ausbildung war einfach damals absolut nichts für mich, und der Beruf ebenfalls nicht. Zuviel Stress, absolut beschissene Arbeitsbedingungen und mit Kindern bzw. Jugendlichen möchte ich auch nichts mehr zu tun haben. Der Job hat mich zur absoluten Erschöpfung gebracht, habe in einer Intensivgruppe mit psychisch kranken Jugendlichen gearbeitet. Teilweise hatte ich 60 bis sogar 80 Stunden pro Woche Dienst !!!
Zudem war und bin ich kein Arbeitsmensch. Ich hatte noch nie Spaß an der Arbeit, egal was ich gemacht habe. Bin nur wegen dem Geld arbeiten gegangen, der Rest machte mich immer mehr depressiv.[/quote]

Ohje. Mit dem Arbeitsplatz in der Intensivwohngruppe hast du dir ja gleich die Königsklasse ausgesucht. Meinst du nicht das du teilzeit angestellt in einem Freizeitzetrum oder Kita es nochmal versuchen könntest? Da herrschen ja komplett andere Arbeitsbedingungen.

Zum Thema arbeitsmensch: ich glaube der Großteil der Erwerbstätigen ist das nicht. Wenn es möglich wäre auch ohne Arbeit ausreichend Geld zu haben würde keiner arbeiten gehen.

Re: Mein beschissenes Leben

BeitragVerfasst: So. 15.11.2015, 13:57
von Simon
kayako hat geschrieben:Zum Thema arbeitsmensch: ich glaube der Großteil der Erwerbstätigen ist das nicht. Wenn es möglich wäre auch ohne Arbeit ausreichend Geld zu haben würde keiner arbeiten gehen.

es gibt viele Menschen die gerne arbeiten gehen, die in ihrem Job aufblühen und so weiter. Aber natürlich würden auch viele Menschen den Job aufgeben, hätten sie ausreichend Geld.
Ich habe schon in vielen Bereichen gearbeitet, in der Intensivgruppe war ich nur die letzten 4 Jahre meines Arbeitslebens beschäftigt.
Und als Erzieher werde ich nirgends mehr arbeiten, das ist sicher.
Hab nämlich die Schnautze voll. :)

Re: Mein beschissenes Leben

BeitragVerfasst: So. 15.11.2015, 14:46
von kayako
Und eine andere Ausbildung kommt für dich nicht in Frage?

Re: Mein beschissenes Leben

BeitragVerfasst: Di. 01.12.2015, 18:18
von Simon
nö, aktuell sowieso nicht. Hat viele Gründe. Hauptgrund ist, welche Ausbildung ich denn nehmen soll. Aber selbst wenn ich das wüsste, ich habe nicht die Energie für eine neue Ausbildung.

Re: Mein beschissenes Leben

BeitragVerfasst: Di. 01.12.2015, 18:25
von kayako
Und wie denkst du, wie es jetzt mit dir weiter gehen soll?

Re: Mein beschissenes Leben

BeitragVerfasst: Di. 01.12.2015, 21:40
von Simon
kayako hat geschrieben:Und wie denkst du, wie es jetzt mit dir weiter gehen soll?

ich habe keinen Plan, das ist ja das Ding.
Aber weniger wegen dem Beruf, sondern eher wegen dem Leben an sich.
Habe massig Suizidgedanken, versuche aber das beste raus zu machen.

Re: Mein beschissenes Leben

BeitragVerfasst: Di. 01.12.2015, 21:47
von kayako
Hast du schonmal an eine Therapie egal in welcher Form gedacht? Telefonseelsorge, Beratungsstelle, Selbsthilfegruppe etc.?