Das ist also mein Leben..

Hier geht's um jede Form von zwischenmenschlichen Beziehungen, also um Liebe(skummer) und Partnerschaft (auch Sexualität), um Freunde, Bekannte, Angehörige und andere soziale Kontakte in Eurem Umfeld.

Das ist also mein Leben..

Beitragvon Snow » Do. 18.05.2017, 01:03

Einsam, abgestellt.. weggeworfen.. ausgenutzt.. ungeliebt..

Er arbeitet, kommt nach Hause & keiner außer dem Kater ist da. Kurze Zeit später skypt & zockt er mit Leuten, kann reden & etwas tuen. Kann den Fernseher anmachen, Musik hören, zocken. Kann mit Menschen reden, auf der Arbeit oder dort auf skype. Klar ist er einsam, klar ist er traurig, klar war das nicht einfach.

Ich sitze auf knapp 30m², in einem Zimmer an dem die Tapete abblättert, Bauschaum an den fenstern abbröckelt, es riecht nach Hund. Schlafe auf einer Ein Mann - Couch mit meinem Sohn zusammen, auf der vorher mehrere Hunde schliefen. Etwas mehr als 20 Hunde leben hier. Meine Eltern & Geschwister haben ihr eigenes Leben, wir reden höchstens ein paar Sätze am Tag. Keiner merkt es wenn wir rausgehen, keiner frägt wann wir zurück kommen. Wir gehen raus, auf den Spielplatz, in den nächsten Ort nur um nicht im Zimmer zu sitzen. 5 - 6 Stunden unterwegs. In dem Zimmer ist kein Fernseher, ins Wohnzimmer können wir nicht wegen den Hunden. Es ist still, verdammt still. Das Wlan ist nicht vorhanden, man kann einfach nichts tuen. Mit ihm zu spielen & ihm vor zu lesen ist das einzige was ich im Moment habe, er ist der einzige der mit mir spricht.

Warum musste das so laufen? Ich hatte so starke schmerzen & habe immer weiter gekämpft um dann.. zu sehen wie er aufgibt. Ich dachte so oft ich kann nicht mehr, ich dachte so oft diese schmerzen ich halte sie keine Sekunde mehr aus. Ich habe solange versucht verzweifelt zu verstehen warum Gefühle, Tränen so wenig Wert sein können, wie man sagen kann das ist liebe. Ich verstehe nicht, warum er sich weiter diese Sachen angesehen hat, sie wollte, gelogen hat, geheuchelt.. das verteidigt & mich fertig gemacht hat. Warum denn... bitte erkläre mir das jemand, bitte. Es gab viele Sachen die ich auch gerne gehabt hätte oder gebraucht hätte, aber er war, ist mir wichtiger als das. Ich hätte nichts getan was ihm unangenehm gewesen wäre, oder ihn geknickt, oder verletzt hätte. Hätte versucht es zu klären, damit er es verarbeiten hätte können, weil es mir leid getan hätte. Warum bin ich weniger Wert als Hentai, Monster, Tier sexuelle Fantasien, Spiele. Warum? Ich verstehe nicht wie so etwas unbedeutendes so viel wichtiger als schmerzen eines Menschen sein sollen, wieso denn?

Warum denn meine Güte, wieso? Bitte hilf mir jemand das zu verstehen. Ich würde ihn, bzw. das was passiert ist gerne verstehen.

Er hat mein Vertrauen missbraucht, so sehr. Er hat meine Gefühle ignoriert, abgestempelt.. er hat nicht reagiert, oder wie er es für richtig empfand & wie es für ihn am leichtesten war. Er hat es uns beiden so schwer gemacht.

Trotzdem vermisse ich ihn so sehr. Ich träume von ihm, seinem lächeln. Von der Zukunft die wir hätten haben können. Ich habe es mir so sehr gewünscht. Ich sehe wie er auf der Couch liegt & mich von unten herab so niedlich ansieht. Wie er in der Küche steht & abspült. Wie er aus dem Auto steigt. Wie er fährt mit dem einen Ellenbogen abgestützt. Seine breiten Schultern. Ich höre sein lachen, vermisse schon so lange seinen kindischen Humor. Vermisse seine Geschichten, vermisse das Vertrauen das ich in ihn haben konnte. Ihn anzusehen während er auf sein Handy starrt oder auf den Fernseher. seinen Geruch. Mich an ihn zu kuscheln. Seine Stimme.. seine Naivität etwas haben zu wollen, obwohl er kein Geld dazu hat. Wie er mit den Knochen knackt so oft am Tag. Ich vermisse es seinen Atem zu zu hören, während ich nicht schlafen kann. Ich liebe diesen Idioten so sehr.

Er ist Triebgesteuert. Er tut was er will. Sei es Geld ausgeben das er nicht hat. Oder seinen sexuellen Dingen nachgehen während seine Freundin von einem Fremden von der Zugbrücke gezogen wird.

Wieso hat er aufgegeben, wieso nicht ich. Ich hatte schon vor so langer Zeit das recht dazu. Er hat nichts richtiges getan um mich zu halten. Im Gegenteil, er hat in dem Moment in dem er hätte froh sein wollen das ich noch da bin, hat er.. weiter gemacht. Als ob es selbstverständlich ist das ich bleibe & leide & er das darf & ich das akzeptieren muss.

& dann... in dem Moment in dem es nicht mehr selbstverständlich ist das ich bleibe, in dem Moment in dem er tatsächlich richtig etwas tuen muss & vielleicht etwas ändern.. da gibt er einfach auf.. er gibt einfach auf..

Ich weiss ich habe oft über reagiert, ich würde mich zu gern entschuldigen, jedes mal. Aber.. er hat mir so sehr weh getan, immer immer wieder, hat mein Vertrauen missbraucht & ist nicht den weg gegangen der es gut gemacht hätte. Weil es bedeutet hätte das er etwas aufgeben müsste, für einen Zeitraum oder sogar für immer, das ich ihm nicht wert war. Ich frage mich... warum ist er mir soviel, fast alles wert & ich ihm keine... hentaibilder...

Versteht er denn nicht, wird er nie verstehen wie sehr, unglaublich sehr er mir weh getan hat. Wie schlimm das ist, wenn man wegen so etwas fertig gemacht wird & er das anstatt den Menschen den er liebt in Schutz nimmt.. bitte erkläre mir jemand warum, bitte. Ich möchte bitte etwas anderes hören, irgendwas das mir erklärt, dass ich vielleicht doch nicht so wenig wert war für ihn, sondern es irgendwas ist, das logisch ist. Etwas das mir diesen Schmerz nehmen kann.

Er hätte mir genauso gut jedes mal ein Messer in den Körper stoßen können, oder etwas einschneiden. Es wäre dasselbe gewesen, außer das er das vielleicht gesehen & verstanden hätte.

Wieso schiebt er mich nun weg. Warum tut ER das. Ich habe es nicht getan... ich hätte es sollen. Ich wünsche mir ich könnte so handeln wie er. Ich hätte so viel weniger schmerzen, verloren & mein Leben wäre sehr viel leichter.

Wieso.. wieso gibt er auf wenn es schwerer wird.. wenn es um das geht was mich zerstört hat, das zu verstehen oder zu ändern.. es ist immer dasselbe.. das ist ihm wichtiger als ich.

Diesen Weg, den ich gegangen bin um mit ihm zusammen sein zu können, er wäre ihn nicht für mich gegangen. Andersherum, das was er für mich getan hat.. es war viel & ich bin dankbar, aber das hätte ich auch getan & mehr, vor allen Dingen mehr. Das was er für mich, uns getan hat, habe ich für Menschen getan die ich nicht im Ansatz so sehr wie ihn geliebt habe. Er hat viel getan, ich bin dankbar. Wirklich. Aber.. zu sagen er würde alles für mich tuen, mich zu lieben, sich ändern zu wollen. Zu sagen er beweist mir seine liebe & lässt mich nicht gehen & dann wenn ich ihn darum bitte ernsthaft etwas zu tuen das es mir wesentlich leichter macht & ihm somit auch... das dann nicht zu tuen weil es heißt, dass.. er verstehen muss das er mich schlecht behandelt hat &.. das er seinen Monster, Tier Sex Kram nicht ausleben kann, oder beschränken. Das er mit jemand darüber reden muss, was ihm unangenehm ist.. da gibt er auf & lässt mich gehen. Er zwingt mich zu gehen.

Es ist immer wieder diese eine Sache. er kümmert sich, er denkt nach. Ja das tut er alles, aber.. geht es um das, will er nicht. Er will nicht. Genau das ist das Problem. Genau das sagt aus wieviel ich ihm Wert bin. Nämlich.. keine Unanehmlichkeiten, keine Hentaigames, keine Monster, Tiersex Gedöns Zeug.

& dann betrachte man mein Leben, es war & ist durch ihn so unangenehm, so schwer, so sinnlos, so einsam.

Also wer.. wer hätte etwas tun müssen & wer hätte es beenden sollen.

Ich möchte ihn nicht mehr lieben, bitte. Ich möchte nicht mehr wissen, das er es beendet hat. Das ist der Obergipfel dessen was unsere Beziehung ausgemacht hat. Nämlich ich die leiden muss & bleiben muss, akzeptieren muss & ist er dran damit.. sitze ich hier, es ist s leise das es weh tut & keiner ist da.
Monologe pflastern den Weg ins Grab..
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Re: Das ist also mein Leben..

Beitragvon mariechen85 » Mo. 22.05.2017, 21:10

Es tut mir sehr sehr leid zu lesen, wenn ein Mensch so leidet. Das hat niemand verdient und ist sehr hart. Auch ist es schwierig die richtigen Worte zu finden, da man leider selbst einen Weg finden muss und Worte meist nicht heilen können. Aber was hilft ist zu wissen, dass man nicht alleine ist!! Es gibt viele Menschen, die gleich traurig und verzweifelt sind, denen es auch nicht gut geht und die auch gerade sehr hilflos sind in diesem Moment. Daher, du bist nicht alleine!!
Nach Regen kommt Sonnenschein... ich weiß, ein blöder Spruch. Aber ich weiß auch aus eigener Erfahrung, dass etwas Wahres daran ist. Auch ich war schon mehrmals in meinem Leben am Boden, wusste nicht mehr wie es weitergehen soll, war so verzweifelt, dass es keinen Sinn mehr ergab, überhaupt weiterzumachen. Aber es rentiert sich, das versichere ich dir. Auch wenn es ein schwieriger Weg ist, er wird dich stärker machen und du wirst wieder lachen können. Ganz bestimmt! Und es wird jeden Tag ein bisschen leichter werden und irgendwann wirst du wieder glücklich sein, all das Schöne im Leben wahrnehmen und es wird dir leichter sein. Schau gut auf dich, denn du bist es wert! Mache Dinge, die dir gut tun, lies ein schönes oder spannendes Buch, gönn dir deine Lieblingsschokolade, schnapp dir eine Picknickdecke und leg dich in die Sonne. Ich schicke dir ganz viel Energie und Kraft und bin mir sicher, du wirst diesen schweren Weg meistern! Mach dir keinen Kopf mehr um niemanden... denn nur du bist jetzt wichtig und dein Sohn! Ihr schafft das!
Alles Liebe und Gute, Mariechen :cuddle:
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