Gibt es die ideale Familie?

Hier geht's um jede Form von zwischenmenschlichen Beziehungen, also um Liebe(skummer) und Partnerschaft (auch Sexualität), um Freunde, Bekannte, Angehörige und andere soziale Kontakte in Eurem Umfeld.

Gibt es die ideale Familie?

Beitragvon EwigeMutter » Fr. 25.12.2015, 22:21

Gerade zu Weihnachten wohl ein aktuelles Thema....
mir ist gerade jetzt zu Weihnachten mal wieder bewusst geworden, wie sehr man doch Erwartungen an ein schönes "Familienleben" hat....nicht nur ich sondern jeder einzelne in meiner kleinen Familie und wie sehr man doch ernüchtert und auch enttäuscht ist nach zwei Tagen des intensiven Zusammenseins.
Ich frage mich, ob es die harmonische und heile Familie überhaupt gibt....bei uns sind jedenfalls einige "Gräben" vorhanden....man kommt nicht immer klar mit dem Verhalten der Kinder....die Kinder vermutlich nicht mit den Ansprüchen der Eltern und selbst die Geschwister sind sich nicht grün, wenns ans Eingemachte geht.
Dabei bin ich der totale Harmonie-Mensch, der es allen recht machen will, alles Fehlverhalten geflissentlich übersieht und vieles verzeiht.
Es will trotzdem nicht alles "gut" werden......so schade und auch so schmerzlich.
Wie kann ich damit umgehen?
Ich frage mich, ob nur bei uns immer mal wieder der Wurm drin ist und ob es die ideale und vollkommen harmonische Familie überhaupt gibt.
Ich glaube, da wird einem von den Freunden viel vorgegaukelt und niemand erzählt die Wahrheit.Jedenfalls höre ich im Freundeskreis ehr wenig über Konflikte in der Familie.....bei mir jedoch gibt es sie regelmässig.
Es ist nicht so, dass wir dauernd streiten, das nicht. Aber gerade wenn wir viel Zeit miteinander verbringen, kommt es zu Miss-Stimmungen, manchmal auch zu gegenseitigen Anschuldigungen und Beschwerden.Gerade zu Weihnachten ist das häufig der Fall, vermutlich weil alle hohe Erwartungen an diese Tage haben.
Aber niemand kann aus seiner Haut heraus und bei uns sind die Charaktere sehr verschieden.
Ich bin da so eine Art "Gummi-Puffer" der immer versucht, die Stöße aller etwas abzumildern und dabei bleiben meine Bedürfnisse meist auf der Strecke.
Soll man denn zum Einzelgänger mutieren?
Ist man glücklicher, wenn man alleine bleibt?
Manchmal glaube ich das.... momentan steht mit die Familie jedenfalls mal wieder bis Oberkante Unterlippe....
Das wird sich sicherlich bald geben, spätestens wenn die Kinder wieder abgereist und der werte Gatte wieder zur Arbeit muss.
Heute jedenfalls brauche ich mal Abstand und hab mich in mein Dachkämmerchen verkrümelt.
EwigeMutter
 

Re: Gibt es die ideale Familie?

Beitragvon Charlotte » Fr. 25.12.2015, 23:52

EwigeMutter hat geschrieben:Es will trotzdem nicht alles "gut" werden......so schade und auch so schmerzlich.

Das kann es ja auch nicht. Dieses "alles gut" ist ein utopischer Wunsch. Sobald zwei Menschen aufeinander treffen, sind Konflikte vorprogrammiert. Da kannst du noch so viel Harmonie-Mensch sein, dieser Zustand wird niemals eintreten. Und indem du trotzdem darum kämpfst, passiert das hier:
EwigeMutter hat geschrieben:[...] und dabei bleiben meine Bedürfnisse meist auf der Strecke.


Auf mich wirkt es, als hättest du ganz dringend das Bedürfnis, die Kontrolle über die Stimmung in deiner Familie zu haben. Es MUSS alles gut sein, sonst kriegst du keine Ruhe.
Dabei bedeutet Harmonie gar nicht, dass immer alles gut ist. Im Gegenteil: Das Wort Harmonie bedeutet "Vereinigung von Entgegengesetztem zu einem Ganzen" (Quelle: Wikipedia). Es bedeutet, dass alles ein gesundes Gegengewicht hat. Dass Konflikte ebenso da sind (und sein dürfen) wie schöne Momente. Dass es zur guten Stimmung auch die schlechte gibt.

EwigeMutter hat geschrieben:Wie kann ich damit umgehen?

Lass los. Lass die Ansprüche los, die du an deine Familie, an Weihnachten und an dich selbst hast. Geh ohne Erwartungen in solche Feiertage und nimm sie, wie sie kommen. Genieß die schönen Momente und akzeptiere die schlechten, denn sie haben ihre Daseinsberechtigung. Wie anstrengend wäre das Leben, wenn man immer gut gelaunt sein müsste und Konflikte immer übersehen sollte. Da ist das Magengeschwür ja vorprogrammiert.

EwigeMutter hat geschrieben:[...] und ob es die ideale und vollkommen harmonische Familie überhaupt gibt.

Ja, ich denke, die gibt es. Es sind Familien, die sich genauso gut zoffen wie vertragen können. Wo jeder mit den Stimmungen willkommen ist, die gerade da sind und niemand es einem lange übel nimmt, wenn man mal schlechte Laune verbreitet. Wo man nicht genötigt wird, wieder gut drauf zu sein, um den Tag zu retten.
Diesen Zustand zu erreichen, ist schwer. Denn dafür muss jeder offen genug sein, um zu seinen Emotionen zu stehen. Und meistens ist das nicht der Fall, weil man die Erwartungen der anderen nicht enttäuschen will oder weil man das Fest nicht versauen will oder oder oder...
Ich denke, echte Harmonie kann nur entstehen, wenn niemand das Bedürfnis hat, Aspekte seines Selbst hinter einer Maske zu verstecken. Aber ich denke wie gesagt auch, dass es Familien gibt, die das schaffen.
Charlotte
 

Re: Gibt es die ideale Familie?

Beitragvon Summertime Sadness » Fr. 25.12.2015, 23:53

Hallo EwigeMutter,

grundsätzlich gibt es in jeder Familie Streit.
Und jede Famlie hat ihre Leichen im Keller.
In den meisten Familie wird eben der Schein nach außen gewahrt.
Hört man immer wieder, wenn irgendwo in den Schlagzeilen ein Familiendrama passiert. Niemand hat etwas bemerkt. Ok, das ist auch ein extremes Beispiel.
Auch die Scheidungsraten sprechen da Bände.
Und auch dass überwiegend an Weihnachten es zu Streitereien in Familien kommt, ist kein Geheimnis.
Das wollte ich allgemein vorweg schreiben.

EwigeMutter hat geschrieben:mir ist gerade jetzt zu Weihnachten mal wieder bewusst geworden, wie sehr man doch Erwartungen an ein schönes "Familienleben" hat....nicht nur ich sondern jeder einzelne in meiner kleinen Familie und wie sehr man doch ernüchtert und auch enttäuscht ist nach zwei Tagen des intensiven Zusammenseins.


Darf ich fragen, wie oft ihr euch unterm Jahr trefft? Eher selten oder beinahe täglicher Kontakt?

EwigeMutter hat geschrieben:Ich frage mich, ob es die harmonische und heile Familie überhaupt gibt....bei uns sind jedenfalls einige "Gräben" vorhanden....man kommt nicht immer klar mit dem Verhalten der Kinder....die Kinder vermutlich nicht mit den Ansprüchen der Eltern und selbst die Geschwister sind sich nicht grün, wenns ans Eingemachte geht.


Eine sehr gute Frage, die ich dir nicht beantworten kann, aber ich denke, wo Liebe, Verständnis, gute Komunikation und Vertrauen in der Familie ist, ist man nah dran. Egal was dann für Probleme im Raum stehen.
Ich frage mich da nur, ob eingemachte Themen an Weihnachten hingehören, denn dann ist ja Diskussion vorprogrammiert.

EwigeMutter hat geschrieben:Dabei bin ich der totale Harmonie-Mensch, der es allen recht machen will, alles Fehlverhalten geflissentlich übersieht und vieles verzeiht.


Hm, vielleicht musst du niemanden alles recht machen und Fehlverhalten, wenn es einem stört, darf man ruhig auch ansprechen. Ich denke, du schluckst eher alles runter und machst auf Friede Freude Eierkuchen?
Vielleicht kann es deswegen nicht gut werden?

EwigeMutter hat geschrieben:Es will trotzdem nicht alles "gut" werden......so schade und auch so schmerzlich.

:troest:

EwigeMutter hat geschrieben:Es ist nicht so, dass wir dauernd streiten, das nicht. Aber gerade wenn wir viel Zeit miteinander verbringen, kommt es zu Miss-Stimmungen, manchmal auch zu gegenseitigen Anschuldigungen und Beschwerden.Gerade zu Weihnachten ist das häufig der Fall, vermutlich weil alle hohe Erwartungen an diese Tage haben.

Vielleicht einfach die Erwartung herunter schrauben, dann ist man dann auch nicht so sehr enttäuscht, weil es wieder nicht so läuft, wie man es sich gewünscht hätte.

EwigeMutter hat geschrieben:Ich bin da so eine Art "Gummi-Puffer" der immer versucht, die Stöße aller etwas abzumildern und dabei bleiben meine Bedürfnisse meist auf der Strecke.


Das ist sehr schade, dass deine Bedürfnisse meist auf der Strecke bleiben, was wäre eigentlich, wenn du versuchst, dass du nicht der Puffer bist und wenn es dir dann mit dieser Missstimmung reicht, einfach aufstehst und erstmal für dich irgendwo tief durchatmest?

EwigeMutter hat geschrieben:Soll man denn zum Einzelgänger mutieren?
Ist man glücklicher, wenn man alleine bleibt?


Nein, das ist keine Lösung, die glücklicher macht. Gerade an solchen Tagen, wie Weihnachten ists umso schwerer... aber auch leichter...

EwigeMutter hat geschrieben:Heute jedenfalls brauche ich mal Abstand und hab mich in mein Dachkämmerchen verkrümelt.


Und das ist gut so, dass du da auf dich achtest.

Liebe Ewige Mutter, ich kenne dich leider kaum und falls ich in deinen Augen richtig doofes Zeug geschrieben habe, dann möchte ich mich jetzt schon bei dir entschuldigen.

Ich wünsche dir trotzdem ein ruhiges restliches Weihnachten.
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Re: Gibt es die ideale Familie?

Beitragvon Atisha » Sa. 26.12.2015, 06:46

EwigeMutter hat geschrieben:Gerade zu Weihnachten wohl ein aktuelles Thema....
mir ist gerade jetzt zu Weihnachten mal wieder bewusst geworden, wie sehr man doch Erwartungen an ein schönes "Familienleben" hat....nicht nur ich sondern jeder einzelne in meiner kleinen Familie und wie sehr man doch ernüchtert und auch enttäuscht ist nach zwei Tagen des intensiven Zusammenseins.
Ich frage mich, ob es die harmonische und heile Familie überhaupt gibt....bei uns sind jedenfalls einige "Gräben" vorhanden....man kommt nicht immer klar mit dem Verhalten der Kinder....die Kinder vermutlich nicht mit den Ansprüchen der Eltern und selbst die Geschwister sind sich nicht grün, wenns ans Eingemachte geht.


Also ich dachte du bist buddhistisch geschult, deine ganzen Fragen, aber sagen mir, das du dort nicht sehr viel gelernt hast. Dir muss mal direkt der Kopf gewaschen werden.

Weihnachten ist kein Familienfest, nun wird dazu gemacht und das mit völlig verklärten Vorstellungen.
Als Buddhist steht die Erlangung der Erleuchtung an erster Stelle, Familienleben macht man dann in Verantwortung auch noch, wenn man will. Familie ist kein Ort des Glückes, das ist eine verklärte und romantische Vorstellung. Wir sind alle viel zu ungesund dafür. Die Menschen sind zu unterschiedlich entwickelt und meistens fehlt es schon an grundsätzlichen Weltkenntnissen um überhaupt in eine gescheide Richtung zu kommen. Wir leben im Zeitalter der Individualisierung, der Freiheit und der Bewusstwerdung. Da kann man keine ideale Familie aus dem vorherigen Jahrtausenden mehr haben.

EwigeMutter hat geschrieben:Dabei bin ich der totale Harmonie-Mensch, der es allen recht machen will, alles Fehlverhalten geflissentlich übersieht und vieles verzeiht.
Es will trotzdem nicht alles "gut" werden......so schade und auch so schmerzlich.


Sei ein Mensch der die Weltengesetze erkennt und beachtet in seinem Leben. Nur Verständnis bringt den notwendigen Abstand. Du kannst deinem gegenüber nur mit Liebe und Offenheit begegnen, alles andere ist Gift. jeder verhält sich nämlich so, wie es er am besten kann und weiß. Ein Fehlverhalten in diesem Sinne gibt es dann gar nicht. Grundregeln des Zusammenlebens sind, mische dich nie in die Lebensgestaltung des anderen ein. Kehre vor der eigenen Haustür, nicht vor der der anderen.
Wenn du die Welt erkannt hast, dann wirst du begreifen, dass nichts gut werden muss, alles ist schon gut so wie es gerade ist. Ist es nichts so, dann hast du vielleicht ein Liebesproblem mit dir selber, welches dich daran hindert die anderen und das Leben mit Liebe zu so anzunehmen wie es ist. Den Schaden und den Schmerz fügst du dir nur selbst zu, weil du Erwartungen an deine Mitmenschen hast. Las die Erwartungen fallen.

EwigeMutter hat geschrieben:Es ist nicht so, dass wir dauernd streiten, das nicht. Aber gerade wenn wir viel Zeit miteinander verbringen, kommt es zu Miss-Stimmungen, manchmal auch zu gegenseitigen Anschuldigungen und Beschwerden.Gerade zu Weihnachten ist das häufig der Fall, vermutlich weil alle hohe Erwartungen an diese Tage haben.


All das muss gar nicht sein, dies kommt nur aus einer Fehlvorstellung über die Welt.

EwigeMutter hat geschrieben:Aber niemand kann aus seiner Haut heraus und bei uns sind die Charaktere sehr verschieden.


So ist das nehme es an und freue dich über diese interessanten Menschen.

EwigeMutter hat geschrieben:Ich bin da so eine Art "Gummi-Puffer" der immer versucht, die Stöße aller etwas abzumildern und dabei bleiben meine Bedürfnisse meist auf der Strecke.


Halte dich heraus, streite nicht mit, wenn einer deine Ratschläge, Erfahrungen und Inputs nicht hören oder gar annehmen will, dann belasse es dabei und lächle gütig und milde.

EwigeMutter hat geschrieben:Soll man denn zum Einzelgänger mutieren?
Ist man glücklicher, wenn man alleine bleibt?


Wie gesagt, sei erstmal gut im Umgang mit dir, verstehe die Welt.
Glücklich wirst du nur mit einem gesunden Geist, gebe alte Gedankenmuster auf.
Eine Familie ist nichts was man sich zulegt um glücklich zu werden. Man kann aber schöne Erfahrungen der Liebe machen, einer echten Liebe, keiner der Erwartungen anhaften. Aber auch hier haben die Menschen eine falsche Vorstellung, wir sind nicht hier auf Erden um uns von anderen die notwendige Liebe zu holen, die müssen wir uns in erster Linie selber geben. Vordergründig sollen wir in diesem Leben aber das Lieben aller Naturdinge und Wesen und Gottes erlernen.
Atisha
 

Re: Gibt es die ideale Familie?

Beitragvon cats47 » Sa. 26.12.2015, 09:14

Nein, die ideale Familie die gibt es ganz sicher nicht.
Für mich war Weihnachten immer das Synonym für meine Wünsche
nach einer heilen Welt, nach einer glücklichen Familie in der sich alle
lieb haben ohne Hintergedanken, nach Eltern die nicht streiten.
Das ist nur ein Traum nicht die Realität.
Dieses Jahr habe ich es endlich geschafft alle meine Erwartungen an
dieses Fest aufzugeben.
Es wird niemals eintreten dieses vollkommene Glück,der Traum von
Frieden,Wärme und Geborgenheit.
Als Single,ohne Familie, bin ich besser dran.
Heute kann ich das so sehen.
cats47
 

Re: Gibt es die ideale Familie?

Beitragvon EwigeMutter » Sa. 26.12.2015, 14:01

Danke Euch für die Ratschläge und Anmerkungen.
Mit vielem habt ihr recht,- man muss Menschen so akzeptieren wie sie nun einmal sind mit all ihren Eigenarten, den guten wie den schlechten.Ich behaupte mal, dass ich das inzwischen weitgehend mache, jedenfalls habe ich mit meinen drei Familienmitgliedern und ihren sehr ausgeprägten Charaktereigenarten meinen Frieden gemacht.Das hat lange gedauert und ich tu mich immer noch gelegentlich schwer damit,vor allem wenn ich sehe, das so wenig Rücksicht genommen wird auf die anderen.Dazu muss ich erklären, dass meine Familie sozusagen zweigeteilt ist, nämlich in zwei sensible,rücksichtnehmende Menschen (mein Sohn und ich) und zwei launische Egozentriker, die ,- wenn auch auf verschiedene Weise-, in erster Linie ihre Interessen durchsetzen möchten (mein Mann und meine Tochter).

Mein Problem ist also in erster Linie, dass die "Anderen" sich untereinander nicht akzeptieren und somit wenig Verständnis füreinander haben.Ich leide, weil alle drei irgendwie mit den anderen unzufrieden sind und sich dann bei mir darüber beschweren.Es war schon immer meine Rolle in der Familie zu vermitteln.Mein Mann hatte nie ein besonders inniges Verhältnis zu den Kindern....oder vielleicht ist es sogar ehr umgekeht....sie haben es nicht zu ihm, obwohl er das gerne hätte.Er tut aber nichts dafür, dass sie ihn ins Vertrauen ziehen, denn er ist ein Prinzipienreiter, der bestimmte Anforderungen an seine Mitmenschen stellt, bzw. der gerne möchte, dass alle akzeptieren sollen, dass er immer recht hat und alles so gemacht werden soll, wie er es möchte.

Das nur vorweg....

Ich muss Eure Beiträge erstmal ein wenig verarbeiten und werde in der nächsten Zeit auf jede Antwort extra nochmal eingehen.Es hat mir aber schon geholfen, das Ganze mal aus einer anderen Perspektive erläutert zu bekommen.....
EwigeMutter
 

Re: Gibt es die ideale Familie?

Beitragvon EwigeMutter » Sa. 26.12.2015, 14:20

Charlotte hat geschrieben:
EwigeMutter hat geschrieben:Es will trotzdem nicht alles "gut" werden......so schade und auch so schmerzlich.

Das kann es ja auch nicht. Dieses "alles gut" ist ein utopischer Wunsch. Sobald zwei Menschen aufeinander treffen, sind Konflikte vorprogrammiert. Da kannst du noch so viel Harmonie-Mensch sein, dieser Zustand wird niemals eintreten. Und indem du trotzdem darum kämpfst, passiert das hier:
EwigeMutter hat geschrieben:[...] und dabei bleiben meine Bedürfnisse meist auf der Strecke.


Da hast Du recht....ich weiß das auch, bin aber immer wieder betroffen, wenn meine eigenen Familienmitglieder so schroff und unfreundlich miteinander umgehen.Das schneidet mir ins Herz, obwohl ich garnicht direkt betroffen bin.

Auf mich wirkt es, als hättest du ganz dringend das Bedürfnis, die Kontrolle über die Stimmung in deiner Familie zu haben. Es MUSS alles gut sein, sonst kriegst du keine Ruhe.

Genau so ist es....ich kann nicht aus meiner Haut,- ich möchte so gerne das alle glücklich sind,- sie sind es aber so gut wie nie und irgendwie gebe ich mir die Schuld daran.


EwigeMutter hat geschrieben:Wie kann ich damit umgehen?


Lass los. Lass die Ansprüche los, die du an deine Familie, an Weihnachten und an dich selbst hast. Geh ohne Erwartungen in solche Feiertage und nimm sie, wie sie kommen. Genieß die schönen Momente und akzeptiere die schlechten, denn sie haben ihre Daseinsberechtigung. Wie anstrengend wäre das Leben, wenn man immer gut gelaunt sein müsste und Konflikte immer übersehen sollte. Da ist das Magengeschwür ja vorprogrammiert.

Das ist für mich so schwer...dieses akzeptieren des "Schlechten".....daran muss ich noch arbeiten.Auch mein Sohn leidet immer so unter den Launen der beiden Egos....er ist jemand, der sich wenig wehrt und immer alles "abkriegt".

EwigeMutter hat geschrieben:[...] und ob es die ideale und vollkommen harmonische Familie überhaupt gibt.


Ja, ich denke, die gibt es. Es sind Familien, die sich genauso gut zoffen wie vertragen können. Wo jeder mit den Stimmungen willkommen ist, die gerade da sind und niemand es einem lange übel nimmt, wenn man mal schlechte Laune verbreitet. Wo man nicht genötigt wird, wieder gut drauf zu sein, um den Tag zu retten.
Puh!!! Darin bin ich wirklich schlecht....ich nehme es den "Rücksichtslosen" übel, wenn sie andere schlecht behandeln, schlechte Laune verbreiten, eingeschnappt sind und türenknallend aus dem Zimmer rauschen.Ich mache sowas nie.

Diesen Zustand zu erreichen, ist schwer. Denn dafür muss jeder offen genug sein, um zu seinen Emotionen zu stehen. Und meistens ist das nicht der Fall, weil man die Erwartungen der anderen nicht enttäuschen will oder weil man das Fest nicht versauen will oder oder oder...

Oh doch...meine zwei Egozentriker lassen ihre Launen ständig heraus und ihnen ist es in dem Moment egal, welche Stimmung sie gerade versauen.Das ist ja das Schlimme, dass es ihnen egal ist, wie die anderen gerade unter ihnen leiden.Oft merken sie es ja nicht mal, wie verletzend sie sind.

Ich denke, echte Harmonie kann nur entstehen, wenn niemand das Bedürfnis hat, Aspekte seines Selbst hinter einer Maske zu verstecken. Aber ich denke wie gesagt auch, dass es Familien gibt, die das schaffen.


Ich überlege gerade, ob ich Aspekte meines Selbst verberge.....manchmal wohl schon. Aber meiner Meinung nach ist das auch eine Form der Rücksichtnahme und ich kann das nicht nur negativ bewerten.Ich werde aber versuchen, mir Deine Worte zu Herzen zu nehmen. Du hast,- wie fast immer-, in vielem recht.
EwigeMutter
 

Re: Gibt es die ideale Familie?

Beitragvon EwigeMutter » Sa. 26.12.2015, 14:41

Summertime Sadness hat geschrieben:Hallo EwigeMutter,

grundsätzlich gibt es in jeder Familie Streit.
Und jede Famlie hat ihre Leichen im Keller.
In den meisten Familie wird eben der Schein nach außen gewahrt.
Hört man immer wieder, wenn irgendwo in den Schlagzeilen ein Familiendrama passiert. Niemand hat etwas bemerkt. Ok, das ist auch ein extremes Beispiel.
Auch die Scheidungsraten sprechen da Bände.
Und auch dass überwiegend an Weihnachten es zu Streitereien in Familien kommt, ist kein Geheimnis.
Das wollte ich allgemein vorweg schreiben.

Ja, das ist wohl so.Trotzdem habe ich das Gefühl, das bei uns besonders vieles schief läuft.

EwigeMutter hat geschrieben:mir ist gerade jetzt zu Weihnachten mal wieder bewusst geworden, wie sehr man doch Erwartungen an ein schönes "Familienleben" hat....nicht nur ich sondern jeder einzelne in meiner kleinen Familie und wie sehr man doch ernüchtert und auch enttäuscht ist nach zwei Tagen des intensiven Zusammenseins.


Darf ich fragen, wie oft ihr euch unterm Jahr trefft? Eher selten oder beinahe täglicher Kontakt?

Meine Tochter sehe ich nur vier bis fünfmal im Jahr, da sie weit weg studiert.Mein Sohn kommt ein- bis zweimal die Woche, mein Mann ist jeden Tag da.

EwigeMutter hat geschrieben:Ich frage mich, ob es die harmonische und heile Familie überhaupt gibt....bei uns sind jedenfalls einige "Gräben" vorhanden....man kommt nicht immer klar mit dem Verhalten der Kinder....die Kinder vermutlich nicht mit den Ansprüchen der Eltern und selbst die Geschwister sind sich nicht grün, wenns ans Eingemachte geht.


Eine sehr gute Frage, die ich dir nicht beantworten kann, aber ich denke, wo Liebe, Verständnis, gute Komunikation und Vertrauen in der Familie ist, ist man nah dran. Egal was dann für Probleme im Raum stehen.
Ich frage mich da nur, ob eingemachte Themen an Weihnachten hingehören, denn dann ist ja Diskussion vorprogrammiert.

Tja....Liebe, Verständnis....bei mir ist das sicherlich da, aber bei den anderen? Ich bin nicht sicher.
Kommunikation gibt es oft sehr einseitig.-Meine Tochter zum Beispiel redet sehr wenig mit uns.
Schwierige Themen werden meist totgeschwiegen und treten nur sozusagen explosionsartig ans Licht, wenn Konflikte auftreten.Diese entzünfden sich meist an totalen Banalitäten.

EwigeMutter hat geschrieben:Dabei bin ich der totale Harmonie-Mensch, der es allen recht machen will, alles Fehlverhalten geflissentlich übersieht und vieles verzeiht.


Hm, vielleicht musst du niemanden alles recht machen und Fehlverhalten, wenn es einem stört, darf man ruhig auch ansprechen. Ich denke, du schluckst eher alles runter und machst auf Friede Freude Eierkuchen?
Vielleicht kann es deswegen nicht gut werden?

Meine beiden Egozentriker können Kritik überhaupt nicht vertragen, sie reagieren oft sehr aggressiv darauf und darauf hab ich dann so gar keine Lust.Daher übersehe ich viele Nickeligkeiten absichtlich.

EwigeMutter hat geschrieben:Es will trotzdem nicht alles "gut" werden......so schade und auch so schmerzlich.

:troest:

EwigeMutter hat geschrieben:Es ist nicht so, dass wir dauernd streiten, das nicht. Aber gerade wenn wir viel Zeit miteinander verbringen, kommt es zu Miss-Stimmungen, manchmal auch zu gegenseitigen Anschuldigungen und Beschwerden.Gerade zu Weihnachten ist das häufig der Fall, vermutlich weil alle hohe Erwartungen an diese Tage haben.

Vielleicht einfach die Erwartung herunter schrauben, dann ist man dann auch nicht so sehr enttäuscht, weil es wieder nicht so läuft, wie man es sich gewünscht hätte.

Das versuche ich ja schon....ich versuche alle "sein" zu lassen, aber untereinander tun sie das nicht.

EwigeMutter hat geschrieben:Ich bin da so eine Art "Gummi-Puffer" der immer versucht, die Stöße aller etwas abzumildern und dabei bleiben meine Bedürfnisse meist auf der Strecke.


Das ist sehr schade, dass deine Bedürfnisse meist auf der Strecke bleiben, was wäre eigentlich, wenn du versuchst, dass du nicht der Puffer bist und wenn es dir dann mit dieser Missstimmung reicht, einfach aufstehst und erstmal für dich irgendwo tief durchatmest?

Das mache ich ja oft, aber schlecht gehts mir dann trotzdem....


EwigeMutter hat geschrieben:Soll man denn zum Einzelgänger mutieren?
Ist man glücklicher, wenn man alleine bleibt?


Nein, das ist keine Lösung, die glücklicher macht. Gerade an solchen Tagen, wie Weihnachten ists umso schwerer... aber auch leichter...

EwigeMutter hat geschrieben:Heute jedenfalls brauche ich mal Abstand und hab mich in mein Dachkämmerchen verkrümelt.


Und das ist gut so, dass du da auf dich achtest.

Liebe Ewige Mutter, ich kenne dich leider kaum und falls ich in deinen Augen richtig doofes Zeug geschrieben habe, dann möchte ich mich jetzt schon bei dir entschuldigen.


Nein, ganz im Gegenteil! Ich danke Dir für Deine lieben Worte!


Ich wünsche dir trotzdem ein ruhiges restliches Weihnachten.
EwigeMutter
 

Re: Gibt es die ideale Familie?

Beitragvon Atisha » Sa. 26.12.2015, 15:05

Eure Unterschiedlichkeit machts natürlich nicht einfach. Auch habe ich keine Erfahrung mit solchen Menschen, jedenfalls lasse ich die in meinem Leben links liegen, ich umgebe mich nur mit Menschen mit denen ich zurechtkomme. So geben mir zB. mein Adoptivvater und meine Mutter mir gar nichts, ich beschränke den Kontakt aufs Minimum.

Einwas solltest du wissen, Egozentriker haben hier gar nichts auf der Erde verloren, ihr Verhalten ist am falschen Platze. Da musst du eine klare Ansage machen, das sie sich bitte beziehungsfriedlich verhalten sollen oder sich verändern müssen. Geht da kein Weg hinein, ist der Kontakt zu minimieren oder aufzugeben. Das klingt hart und geradezu absurt, aber es ist so. Egoismus ist eine gute Eigenschaft da oben im Himmel, um sich zusammenzuhalten, er muss aber hier auf Erden abgelegt werden, er ist hier am falschen Ort, dies müssen sie begreifen und sich in eine Veränderung begeben. Sonst kann es kein Zusammenleben in Frieden geben.
Atisha
 

Re: Gibt es die ideale Familie?

Beitragvon Summertime Sadness » Sa. 26.12.2015, 16:42

Ja, das ist wohl so.Trotzdem habe ich das Gefühl, das bei uns besonders vieles schief läuft.


Hm, und wenn du daran denkst, was alles gut läuft bei euch? Kann das bisschen dieses Gefühl, dass besonders viel schief läuft, etwas entkräften?

Meine Tochter sehe ich nur vier bis fünfmal im Jahr, da sie weit weg studiert.Mein Sohn kommt ein- bis zweimal die Woche, mein Mann ist jeden Tag da.


Ok, das mit deinem Mann habe ich mir schon gedacht, dass er jeden Tag da ist.

Tja....Liebe, Verständnis....bei mir ist das sicherlich da, aber bei den anderen? Ich bin nicht sicher.
Kommunikation gibt es oft sehr einseitig.-Meine Tochter zum Beispiel redet sehr wenig mit uns.
Schwierige Themen werden meist totgeschwiegen und treten nur sozusagen explosionsartig ans Licht, wenn Konflikte auftreten.Diese entzünfden sich meist an totalen Banalitäten.


Ja, das ist meist so, dass sich schwierige Themen an totalen Banalitäten entstehen, vor allem wenn sie totgeschwiegen werden. Eine Lösung wäre schwierige Themen sofort anzusprechen um dem Ganzen die Explosionsgefahr zu nehmen.
Weist du, warum deine Tochter kaum mit euch redet? Denn ich nehme sehr stark an, dass du dir das Gegenteil wünscht, also dass sie offener zu euch ist. Ich denke, dass da aber die örtliche Entfernung eine Rolle spielt.
Du bist dir nicht sicher, ob die anderen Familienmitglieder dich lieben, dann werde dir da sicherer.

Meine beiden Egozentriker können Kritik überhaupt nicht vertragen, sie reagieren oft sehr aggressiv darauf und darauf hab ich dann so gar keine Lust.Daher übersehe ich viele Nickeligkeiten absichtlich.


Egozentriker sind schwierig und das glaube ich dir sofort, dass du da keine Lust drauf hast, wenn sie auf Kritik aggressiv reagieren, aber die Frage ist, ob dadurch sich etwas verändern kann, wenn kleine Sticheleien dich immer wieder verletzen, denn auf Dauer wird es sich immer mehr stauen bis man zu kaputt ist um für etwas Rücksicht zu kämpfen. Also trau dich ruhig auch mal auf den Tisch zu hauen und Grenzen zu ziehen auch wenn die Angst vor der Reaktion sehr groß ist.

Das mache ich ja oft, aber schlecht gehts mir dann trotzdem....


Hm, ja, das dachte ich mir fast, dass mit Raum verlassen und durchatmen, dein schlecht gehen nicht verhindert, denn da stecken Bedürfnisse dahinter.

Macht dich das eigentlich nicht wütend?

Hm, da du deine Familie liebst, denke ich,würde Kontaktabbrüche oder das alleine leben - ohne versucht zu haben, etwas an der Situation zu ändern - nicht weiterhelfen und du würdest darunter erstmal leiden.

Familienmuster zu durchbrechen, die sich ja über einen sehr langen Zeitraum eingeschlichen haben, ist verdammt schwer und ich hoffe für dich, dass du eine Lösung findest, wie es dir damit besser geht.

Atisha hat geschrieben:Weihnachten ist kein Familienfest, nun wird dazu gemacht und das mit völlig verklärten Vorstellungen.


Natürlich ist Weihnachten das Fest der Liebe, der Familie, der Nächstenliebe. Leider verkommt es immer mehr zum Konsumfest. Auch Buddhisten feiern in westlichen Ländern Weihnachten und haben ein ähnliches Fest, das im Frühjahr stattfindet.
Hier mal ein Link: http://www.buddhanetz.net/welche-bedeutung-hat-weihnachten-im-buddhismus/

Atisha hat geschrieben:Familie ist kein Ort des Glückes, das ist eine verklärte und romantische Vorstellung. Wir sind alle viel zu ungesund dafür.


Familie kann durch aus der Ort des Glückes sein. Die Welt ist nicht nur schwarz oder eben weiß. Die Frage ist einfach, wie man Glück und die ideale Familie definiert. Und dass alle zu ungesund sind um Beziehungsfähig zu sein, wage ich zu bezweifeln. Es braucht eben den richtigen Partner dafür.

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Re: Gibt es die ideale Familie?

Beitragvon Atisha » Sa. 26.12.2015, 16:51

Wie gesagt das Weihnachten ist dazu gemacht wurden, zu einem Familienfest ... aber das war nicht immer so.

Auch die Feier der Geburt Jesus ist nur ein feines Bildsprachemärchen, das man dem Volke erzählt hat, weil man nicht zusehen konnte, wie die Menschen ihr heidnisches Wintersonnenfest feierten.

Außerdem hatten so durchschnittlich vier von fünf Leuten bei mir ein vergrausigtes Weihnachtsfest. Besser gesagt Familienfest, weil wer feiert denn wirklich noch Weihnachten richtig. Wer ist noch richtig inspiriert von der Zeit wo Weihnachten ist, um auf den Ursprung der Menschen zu schauen und wer wir sind, weil wir woher kamen. Das schafft man nur durch echte Besinnung und geistiges Wissen.

So ist auch das Bild des Jesuskindes zu sehen, als das eigene Zurückschauen wer wir Menschenwesen waren.

Der echte Jesus wurde ganz sicher durch einen normalen Geschlechtsakt körperlich gezeugt. Auch kam der Christus in den Jesus erst als Jesus von Johannes dem Täufer getauft wurde am Jordan, darüber berichtet auch die Bibel.
Atisha
 

Re: Gibt es die ideale Familie?

Beitragvon Atisha » Sa. 26.12.2015, 16:55

Und zur Famiilie da bleibe ich dabei was ich gesagt habe. Im Groben trifft das für unsere Zeit zu. Wir führen fast alle keine gesunden Beziehungen. Wie war deine Antwort, man braucht nur den richtigen Partner ... nein in diesen Worten steckt schon ein Haufen drinnen was wir uns einbilden, der richtige Partner soll kommen um uns glücklich zu machen ... das gibt es so einfach nicht. Mann kann nur selber gesunden und sich glücklich machen und sich dann einen ebenfalls gesunden Partner suchen, den man dann auch erkennt, wenn man die Blindheit hinter sich gelassen hat.
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Re: Gibt es die ideale Familie?

Beitragvon Summertime Sadness » Sa. 26.12.2015, 17:33

Atisha hat geschrieben:Und zur Famiilie da bleibe ich dabei was ich gesagt habe. Im Groben trifft das für unsere Zeit zu. Wir führen fast alle keine gesunden Beziehungen. Wie war deine Antwort, man braucht nur den richtigen Partner ... nein in diesen Worten steckt schon ein Haufen drinnen was wir uns einbilden, der richtige Partner soll kommen um uns glücklich zu machen ... das gibt es so einfach nicht. Mann kann nur selber gesunden und sich glücklich machen und sich dann einen ebenfalls gesunden Partner suchen, den man dann auch erkennt, wenn man die Blindheit hinter sich gelassen hat.


Ich sprach nicht davon, dass ein Partner einen glücklich machen soll oder gesund machen soll. Zum Glück gehört eben auch negative Erfahrungen, damit man gemeinsam wachsen kann.
Mit dem richtigen Partner meinte ich, der zu einem passt. Der gleiche Moralvorstellungen hat, der in Bezug auf Kinder die gleiche Erziehungsziele hat, mit dem man Reden kann usw usf.

Es ist leicht familiäre Bande schlecht zu reden, wenn man selbst damit schlechte Erfahrung gemacht hat, aber umso wichtiger ist es, zu vertrauen und zu glauben, dass man jemanden findet, der eben passt, mit dem man die Idealvorstellung einer Familie leben kann. Man muss sich eben gegenseitig unterstützen und auch sehen, dass man sich im Laufe der Zeit/ Partnerschaft verändert und eben auch da sich immer wieder neu kennenlernen. Mit viel Liebe, Rücksicht und Respekt ist so etwas möglich.

Das große Problem der heutigen Zeit ist, dass viel zu viel weg geschmissen wird, wenn ein paar Probleme auftreten. Und Familie keinen hohen Stellenwert mehr hat. Dabei ist Familie etwas verdammt wichtiges, nur wissen die wenigsten es zu schätzen in unserem Land. Es gibt Länder z.B. da gibt es keine Seniorenheime, weil eben die Familie sich wegen dem Respekt des Alters um die Pflege der Hochbetagten kümmern.
Aber hier bei uns geht es nur darum, alles was einem nicht passt,hindert oder oder wird entweder ausgeschlossen,ignoriert oder eben abgeschoben.

Zu dem religiösen Hintergrund von Weihnachten möchte ich hier nichts mehr weiter schreiben, da das nur eine Randrolle spielt.

Liebe Grüße
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Re: Gibt es die ideale Familie?

Beitragvon Atisha » Sa. 26.12.2015, 18:24

gut aber nicht jeder ist soweit wie du und muss erstmal, die von mir beschriebenen Schritte gehen bevor er das verwirklichen kann was du anstrebst und dir wünschst.

Gesellschaften in den anderen Regionen der Erde, kannst du nicht mit unserer vergleichen, wir stecken in einem ganz anderen Entwicklungsstadium. Der Mensch bei uns will ganz andere Ideale zu verwirklichen. In erste Linie das der Freiheit.
Atisha
 

Re: Gibt es die ideale Familie?

Beitragvon Atisha » Sa. 26.12.2015, 18:30

Was meinst du eigentlich mit Familie ist etwas verdammt Wichtiges? Was erwartest du damit, was verbindest du damit, was soll dir damit erfüllt werden? Was man sich andersweitig nicht auch organisieren könnte als duch eine genetische Verwandtschaft. Kurz gesagt, ich umgebe mich mit Menschen, die zu mir passen und das alles ohne Fortpflanzungsbedingungen.

Ich sehe nur, dass es für die Kinder, die man in die Welt bringen will etwas ganz Wichtiges ist, aber wie will man das schaffen dort die Bedingungen so zu halten, das sich ein Kind gut entwickeln kann, wenn man so beziehungskomisch tickt, wie es viele in unserer Gesellschaft tun und vor allem taten.

Bei EwigerMutter sind aber die Kinder nun aus dem Haus und Erwachsene, da kann man sich schon mal mehr um sich kümmern und in der eigenen Partnerschaft aufräumen.
Atisha
 

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