Borderline und Dissoziation

Hier geht's um jede Form von zwischenmenschlichen Beziehungen, also um Liebe(skummer) und Partnerschaft (auch Sexualität), um Freunde, Bekannte, Angehörige und andere soziale Kontakte in Eurem Umfeld.

Borderline und Dissoziation

Beitragvon Sonnenschein » Mo. 26.10.2015, 13:10

Hallo

Ich schreibe hier, weil ich mir Hilfe erhoffe und Unterstützung sowie einen guten Austausch.

Seit 6 Monaten bin ich mit meiner Freundin zusammen. Wir haben uns übers Internet kennengelernt, waren uns sehr schnell sehr vertraut und standen uns schon nach kurzer Zeit sehr nah. Ich habe ihr dann erzählt, das ich mich in sie verliebt habe, zu dem zeitpunkt war sie aber noch mit einer anderen Frau zusammen, diese beziehung lief allerdings furchtbar schief. Die Frau nutzte sie nur aus, spielte mit ihr (Hatte noch eine Beziehung mit einem mann) und verletzte sie sehr tief. für meine Freundin war es sehr schwer, wieder Vertrauen aufzubauen, mir glauben zu können, das ich sie wirklich liebe.
Ihre Exfreundin trennte sich dann schließlich von ihr endgültig, worauf wir zusammen kamen offiziell und ich sie eine Woche später besuchen fuhr. Sie hat drei Kinder, alle im Teenager Alter. Wir beide merkten, dass unsere Liebe tiefer ging als wir am Anfang ahnten und so blieb ich bei ihr und zog in ihre Wohnung ein.
Sie erzählte mir schon sehr früh, das sie unter Borderline leidet und außerdem Platzangst hat, wogegen sie auch Tabletten nimmt. Neben den beiden Sachen zeigt sie Anzeichen für eine DIS.
Wenn sie dissoziiert wird sie ganz starr, kann sich nicht mehr bewegen und auch nicht mehr sprechen. sie driftet total weg, erkennt mich nicht mehr, stößt mich weg. meistens passiert das, wenn sie sich entspannt, dann kommen Bilder aus der Vergangenheit hoch und sie driftet weg um diese nicht bewusst erleben zu müssen. Sie wurde über 13 Jahre regelmäßig sexuell missbraucht. Wenn sie wieder zu sich kommt, erinnert sie sich meistens nicht mehr daran, wie sie wegdriftete. Meistens dauert es zwischen einer und drei Stunden. Bezüglich auf Borderline zeigt sie starke Stimmungsschwankungen, tiefe Traurigkeit und extremes Streiten. Wutanfälle, "Austicken", SVV. Den Kopf gegen die Wand schlagen usw.
Das ist das was ich mitbekomme. Manchmal erschöpft mich das. Sie ist keine Belastung für mich, ganz im gegenteil. Sie gibt mir soviel und ich liebe sie so sehr und ich werde immer bei ihr bleiben. Eigentlich möchte ich nur wissen, wie ich ihr noch besser helfen kann, was ich für sie tun kann.
Ich selbst bin in Therapie. Ich wurde als ich dreizehn war von meinem Vater missbraucht, ich wurde schwanger und trieb ab. Bei mir besteht ebenfalls Verdacht auf Borderline. Ich will doch nur alles tun damit es ihr besser geht. Aufgrund ihrer Erfahrungen fällt es ihr sehr schwer zu vertrauen. Jetzt vertraut sie mir zu 100% aber das dauerte lange. Sie hat starke Verlustängste und rechnet eigentlich jeden Tag damit das ich sie verlasse. In sexueller Hinsicht läuft es super, nur muss ich sehr vorsichtig sein und auf jede Reaktion ihres Körpers achten, damit sie keine Bilder bekommt.
Ich hoffe der Text ist nicht zu lang.
Danke fürs Lesen.
J.
Sonnenschein
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