Anhaltender LIebeskummer

Hier geht's um jede Form von zwischenmenschlichen Beziehungen, also um Liebe(skummer) und Partnerschaft (auch Sexualität), um Freunde, Bekannte, Angehörige und andere soziale Kontakte in Eurem Umfeld.

Anhaltender LIebeskummer

Beitragvon WhiteFur » Fr. 24.11.2017, 17:07

Zum einjährigen Jubiläum meiner letzten Trennung wollte mir hier mal den Kummer von der Seele schreiben.

Diesen Monat jährt sich also die Trennung von meiner letzten Partnerin, mit der ich meine erste längere Beziehung hatte und ich bin bis jetzt noch nicht darüber hinweggekommen. Die junge Frau, die für mich einmal die schönste von allen war, hat ein riesiges Loch, einen Abgrund in meine Seele gerissen, als sie mich verließ.

Ich konnte die Trennung bisher nicht erfolgreich bewältigen, auch wen die Schmerzen nachgelassen haben.
Es gibt Momente, in denen es mir nichts oder wenig ausmacht. Und dann wieder solche, in denen es mich nicht loslässt.
Die ersten Wochen und Monate ohne sie waren die Hölle und das ist keine Übertreibung.
Das Thema begleitet mich immernoch täglich. Ich fantasiere darüber, was geschehen würde, wenn ich sie wiedersehen würde.
Oder wenn ich sie mit jemand Neuem sehen würde.
Ich habe sie bereits wiedergetroffen, aber nur ein, zwei Worte mit ihr gewechselt, weil ich von der Konfrontation mit ihr überfordert war.
Mindestens einmal am Tag falle ich also in ein Loch in dem meine Gedanken sich in solchen Fantasien verlieren und kreisen. Es tut weh und strengt mich an.

Sie war einmal einer der allerwichtigsten Menschen in meinem Leben und als sie sich von mir trennte, lieferte sie mir nicht einmal eine nachvollziehbare Erklärung, nur vage Andeutungen von wegen sie hätte sich verändert und dergleichen.

Ich kämpfe mittlerweile seit vielen Jahren mit psychischen Problemen, die auch nicht 100%ig abgeklärt sind.
Mir wurde bereits ein depressives Syndrom(2011), eine schwere depressive Episode(2015-2016, inkl. Suizidversuch) und bei meinem derzeitigen Klinikaufenthalt eine schizotype Störung attestiert, wobei die Ärzte diesmal selbst sagten, sie würden sich bei mir mit einer Diagnose schwer tun. Dazu kommen Probleme mit Alkohol und Cannabis, die ich aber zur Zeit im Griff habe, auch wenn sie mich seit Jahren begleiten.

Ich frage mich, inwieweit meine psychischen Probleme mich bei der Verarbeitung und Bewältigung dieser Trennung beeinflussen.
Wäre ich bereits darüber hinweg, wenn ich seelisch ganz gesund wäre?
War meine ,,Liebe'' nur ein Wahn?

Ich weiß manchmal nicht, wie das weitergehen soll. Meine Schwester sagt, es wird vorbeigehen.

Wie konnte ich mich so unglaublich in eine Frau verlieben, wie konnte mir ein Mensch so sehr ans Herz wachsen, wenn's am Ende doch nicht die Eine war?

Ich wollte dass es ihr gut geht und habe mich wirklich angestrengt, der beste Partner zu sein, der ich sein konnte.

Ich weiß auch nicht.
,,Kites rise highest against the wind-not with it."
Winston Churchill
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,,Was tun?"
Das Huhn
WhiteFur
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