Weiss nicht mehr was ich denken soll/ was los ist mit mir

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Weiss nicht mehr was ich denken soll/ was los ist mit mir

Beitragvon Dasda » Mi. 07.06.2017, 14:54

Hallo..

Also ich war vor einer Woche das erste mal bei einem Psychiater, ich hatte schon immer irgendwie das Gefühl, das Gefühl dass mit mir was nicht stimmt..und wollte Gewissheit haben, ob dem so ist..

Nun war es in letzter Zeit noch schlimmer geworden, da ich sehr viel Arbeiten musste, auch an den Wochenenden, wenig frei und dazu kam natürlich noch Hausarbeit etc.
Ich hatte das Gefühl gar keine Zeit mehr für mich zu haben..und mein chef war auch immer gestresst und hat immer viel kritisiert..und ich hab immer mein bestes gegeben..es kam soweit, dass ich Mittags nur nach Hause wollte, Heulkrämpfe hatte..nicht mehr weiter wusste..und musste mich auch bei der Arbeit ständig zusammenreissen.. Wurde vom Arzt krank geschrieben für 50%..soweit okay..nur ging es mir damit noch schlechzer, weil ich mir ständig ein schlechtes Gewissen machte..und es mir peinlich war..

Die Diagnose meines Psychiaters ist eine Erschöpfungsdepression..und er hat mir geraten in eins Stationäre Auszeit zu nehmen/Therapie zu machen.
Habe dann echt lange überlegt und bin nun angemeldet..

Jetzt mein Problem aktuell, Ich mach mir ständig Gedanken, dass ich gar nicht wirklich depressiv bin, es mir nur einbilde..und nur jemandem den Therapieplatz wegnehme, der ihn wirklich braucht.. Ich denke immer vorher gings ja mit Arbeiten..und dann habe ich wieder der Gedanke, dass doch was nicht stimmt..weil ich wieder heulen muss..und bin einfach völlig verwirrt zurzeit..weiss nicht mehr was ich machen soll..
Dasda
 

Re: Weiss nicht mehr was ich denken soll/ was los ist mit mi

Beitragvon loner » Sa. 10.06.2017, 22:34

Nimm den Therapieplatz wahr. Du nimmst niemandem was weg. Du hast dasselbe Recht auf Hilfe, wie jeder andere auch. Dein Psychiater hat das mal studiert, und der wird schon wissen, was er dir rät. Außerdem bist du zu ihm gegangen, weil es dir nicht gut geht. Den Schritt überhaupt zu machen, ist schonmal ein Zeichen. Wahrscheinlich muss es einem nämlich erstmal schlecht genug gehen, damit man diesen Schritt geht. Mach dir kein schlechtes Gewissen. Du bist nicht weniger Wert als die anderen Menschen da draußen und dir darf es auch gut gehen. Und wenn dir die Therapie helfen kann, dann mach es.

Lg loner
Wie einfach wäre das Leben, wenn sich die unnötigen Sorgen von den echten unterscheiden ließen. (Karl Heinrich Waggerl)
loner
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Re: Weiss nicht mehr was ich denken soll/ was los ist mit mi

Beitragvon generetta » Fr. 30.06.2017, 05:23

Hallo Dasda,

Dein Verhalten kommt mir sehr bekannt vor. Ich hatte auf der Arbeit auch immer Heulanfälle und bin mittlerweile auch zu 100% krank geschrieben wegen Depressionen.
Auch mit dem Gefühl dass mit mir etwas nicht stimmt kann ich mich identifizieren. Aber deswegen ist es umso besser dass du den Schritt gegangen bist und dir Hilfe gesucht hast! Der Psychiater (wie Loner gesagt hat) hat das mal gelernt und kennt sich mit psychischem Leiden aus. Falls bei dir wirklich etwas sein sollte wird er es heraus finden und dir versuchen bestmöglich zu helfen. Und wer weiß, vielleicht erscheint die Welt auch nur viel dunkler als sie tatsächlich ist.

Naja zurück zum Thema. Das es dir peinlich ist versteh ich aber glaube mir diesen Gedanken MUSST du ablegen! Der macht dich kaputt. Meiner Meinung nach ist es das beste was du momentan tun kannst dich um deine Gesundheit zu kümmern. Und das tust du ja. Was ich mir vorstellen könnte wäre vielleicht auch dass du dich ganz krank schreiben lässt. Dann hättest du zumindest den Druck nicht mehr auf die Arbeit gehen zu müssen.
Mir hat vor allem der Gedanke ein wenig geholfen dass ich jetzt einfach nach mir, meiner Gesundheit schauen muss und die anderen können dir vollkommen egal sein. Du musstest ja schließlich für die Arbeit auch viel zurückstecken. Da ist es nur dein gutes Recht dich um deine Gesundheit zu kümmern wenn deine Seele um Hilfe ruft. Und dass hat sie ja getan. Deswegen mach dir bitte keine Sorgen um die Arbeit. Es lohnt sich nicht.

Dass du dir das einbildest...ja der Gedanke kam mir auch. Ja vorher mag es mit Arbeiten gegangen sein aber irgendwann ist der Bogen eben überspannt und dann geht es nicht mehr. Dann geht es einem schlecht. Einfach so. Es muss nicht mal einen ersichtlichen Grund haben. Weil "eigentlich" ist ja alles gut. Aber ich glaube das bei dir vielleicht mehr dahintersteckt und du vielleicht auch gar nicht weißt was dich unterbewusst doch alles mehr belastet als du dachtest.
Du nimmst insofern niemandem den Therapieplatz weg. Schließlich geht es dir nicht gut wenn du weinen musst und dass ist schon der Hauptgrund dass du weißt dass es dir eben doch nicht gut geht. Mein Freund hat letztens was gesagt bei dem ich mich ertappt gefühlt habe. Er meinte solange ich noch überlegen muss wie lange es mir schon "gut" geht (natürlich geht es mir nicht gut, es ist nur aushaltbar), Ich noch auf Anhieb weiß wann es mir schlecht ging und sich bei der kleinsten Kleinigkeit meine Stimmung ändert, bin ich eben nicht gesund und es ist eben doch was los. Ich weiß nicht, mir hat diese Erkenntnis geholfen. Es hat mir sozusagen meine Angst genommen nur "etwas vorzuspielen".

Ich hoffe ich konnte dir mit meinen Gedanken ein wenig Klarheit und Ruhe verschaffen und hoffe dass deine Therapie bald beginnt und sie dir hilft und es dir hoffentlich bald wieder besser geht!

LG
generetta
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