Mein Leben gleitet mirt aus den Armen,.....

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Mein Leben gleitet mirt aus den Armen,.....

Beitragvon Webske » Do. 09.02.2017, 19:54

Hallo zusammen,

ich werde mir jetzt einfach mal alles was mir in meinem Leben passiert ist runterschreiben, ich hoffe es wird nicht zu viel ;)

Also, ich bin 33 Jahre Alt und lebe mit meiner Freundin zusammen. Die Partnerschaft besteht seid 2,5 Jahren.

Ich bin in einer gut situierten Familie aufgewachsen, und eigentlich hat es mir finanziell an nichts gefehlt. Aber trotzdem war bzw bin ich nie zufrieden.
Meine beiden Elternteile waren arbeitsbedingt sehr oft nicht da, und deshalb hat meine Oma mehr oder weniger meine Erziehung übernommen, auch von meiner älteren Schwester.

Meien Eltern haben sich getrennt als ich 12 oder 13 war.
Sie sind sich beide gegenseitig Fremd gegangen und irgendwann gabs halt den Knall. Aber da war ich auch wieder im Mittelpunkt. Meine Mutter wollte anfangs immer das mein Vater der Böse ist. Und hat versucht mich gegen ihn aufzuhetzen und ihn auszuspionieren,... und das hatte mich auch psychich fertig gemacht,....

Ich fühlte mich immer als ob ich den anforderungen der Familie nicht gerecht werden könnte,... Meine Schwester war auf dem Gymnasium, also sollte ich das auch,... war dann 2 Jahre da, bin sitzen geblieben und auf die Realschule gewechselt.
Meine Eltern haben mir immer versucht beizubringen, wenn man etwas haben will, muss man dafür arbeiten, soweit so gut.
Mit 14 kam dann mein Einfall den Moped Führerschein mit 16 zu machen. Meine Eltern sagten mir das Sie nichts dauz beisteuern würden, also müsste ich selbst Geld verdienen. Ich war dann mit 14 in den Ferien arbeiten und hatte gutes Geld verdient, aber der Umgang mit diesem Geld war meines erachtens nicht der beste,...
Aber ich ich denke das liegt auch daran, das mir nie der Umgang mit Geld beigebracht wurde,.. ich wurde immer befürwortet,....
Hatte mir dann mein Moped gekauft, und den Rest der Kohe rausgehauen,... Partys gemacht, bis zu besnningslosigkeit gesoffen, auch Drogen genommen (Gras, also keine harten Drogen).

nach der Schule wollte ich dann weiter machen und mein Fachabi machen. Das erste Jahr lief so lala, knapp am sitzenbleiben vorbei, aber ich hatte es geschafft. Wobei man sagen muss das es nicht an der intelligenz lag, sondern an der Faulheit,... Ich habe auch mal einen offiziellen Test machen lassen, wo raus kam, das ich einen IQ von 126 habe, was relativ hoch ist,....
Meine Mutter meinte darauf hin das es eh keinen Sinn hat und ich entweder jetzt eine Lehrstelle anfangen sollte, oder ich müsste ans Band in der Firma wo sie in der Geschäftsleitung saß.
Das wollte ich nicht, also habe ich mir eine Außbildungsstelle suchen müssen.
In der sparte IT wo ich hin wollte habe ich mit meinen Referenzen nichts gefunden. Also musste irgendein Büroberuf her, Bürokaufmann wurde es später. Allerdings war es mir bei normalen arbeiten immer zu langweilig und ich war nicht gefordert genug. Ich habe dann im selben Betrieb meine Ausbildungsstelle fertig gemacht, aber in der Disposition gearbeitet. Deshalb bin ich auch momentan Disponent.

Im alter von 17 Jahren (ja, es ist jetzt schon 16 Jahre her) ist meine einzigste Bezugsperson gestorben. Meine Oma lag mehrere Wochen im Krankenhaus und ist leztendlich gestorben. Das war denke ich der Knackpunkt in meinem Leben. Ich kann und konnte NIE mit einer Person über irgendwelche Probleme reden, sei es Liebe, sei es finanziell, oder wenns mir einfach nur beschissen ging. und das ist heute auch noch so.

In der Berufsschule sind wir dann in der Mittagspause öfters mal was essen gegenagen und haben an Automaten gespielt. Was zur Sucht wurde. Aber genau in diesem Augenblick war mir alles egal! Alles um mich herum war vergessen,... die Lichter, der klang, da konnte ich abschalten und denken: Leckt mich alle am Arsch.

Meine Arbeit hat mir einfach keinen Spass mehr gemacht. es wurde alles zuviel! Jede Woche habe ich 70 Stunden im Büro gesessen für einen Hungerlohn, nur um der Familie zu zeigen das ich doch was erreichen kann,... In drei Jahren habe ich es nicht geschafft 2 Wochen Urlaub am Stück zu nehmen.
Meine Schwester war inzwischen am studieren auf Lehramt. Das Vorzeigekind,.... War ein JAhr im Auslandssemester,.....
Und ich konnte mir gerade so mein Auto leisten und war mehr oder weniger nie zuhause sonder nur auf der arbeit auch mit den Gedanken.
Meine Schwester wurde mit auf Veranstalltungen genommen (DSDS, Stefan Raab, Fußball,... was meine Mutter halt so von Geschäftskunden geschenkt bekommen hatte) und ich saß auf der Arbeit oder zuhause oder in einer Spielothek. Genau deswegen konnte ich mir dann auch nichts leisten,.... weil ich alles und noch mehr in Automaten gefeuert hatte,....

Dann ist "unser" Haus abgebrannt und wir haben ca 8 Monate bei einer Bekannten gewohnt.
Danach war für mich klar ich will eine eigene Wohnung. und diese habe ich dann bei meiner Mutter im Haus bezogen (Kellerwohnung mit 70qm) was auch vollkommen ok war.
Meine Schwester hatte zu dieser Zeit auch noch zuhause gewohnt und hat die Luxuswohnung unterm Dach bekommen zusammen mit ihrem Freund (120 qm).
Diese Wohnung wurde komplett neu angelegt, mit Balkon, riesiger Eckbadewanne, 20.000 € Einbauküche, Mamor Granit, alles was das Luxus Herz begehrt,...

Ich musste 200 € Miete zahlen (besser ging es ja eigentlich nicht) und meine Schwester mit freund 350 €
Da ich je eh nicht viel gekld hatte und den Rest immer verzock habe war es das beste für mich.
Allerdings hatte ich irgendwie keine richtige privatsphäre, weil die Wohnungen miteinander verbunden wahren. Und meine Mutter des öftern mal bei mich kam, oder sich an meinem Biervorrat bedient hat. ICh habe Sie öfters darauf angesprochen das es nicht normal ist in der Woche soviel zu trinken, aber da bin ich nur auf Taube ohren gestoßen.
Sie war mindestens 1-3 mal die Woche besoffen, nicht nur ein bisschen, sondern richtig! Was mich zusätzlich belastet hat.Auch das ging über Jahre. Ich bekam nachts anrufe das ich Sie und eine Freundin abholen sollte weil Sie nicht mehr fahren könnten,... und das auch des öfteren.
Ich hatte Freund bei mir und dann kam meine Vollgesoffene Mutter in die Wohnung und hat uns nach Bier angeschnorrt, was mir auch immer peinlich war!
Wenn wir essen gegenagen sind, gabs kein Wasser oder Cola,... immer Viez, Bier Wein oder oder oder,.....

nach 3 Jahren habe ich den Job gewechselt und hatte von nun an eine 39 Std. Woche, was ich mir eigentlich immer vorgestellt habe.
Allerdings hat mich diese Arbeit nie gefordert. Ich war um 1 Uhr mit aller arbeit fertig und habe meine Stunden bis 5 abgesessen. Also auch nicht das was ich mir vorgestellt habe.
Zuhause war immer "schöne reine Welt" für alle außer für mich. Ich habe alle meine Probleme in mich rein gefressen und konnte mit neimandem reden. Weder mit Familie noch mit Freunden.
Irgendwann wurde das Geld knapp und ich habe mir von meiner Mutter Geld gestohlen. nicht nur einmal, sondern in Mehreren Jahren so ca. 5000 € und das bereuce ich heute immer noch! und ich hätte nie anfangen sollen zu spielen! Das macht alles!!! aber auch wirklich alles kaputt.

Ich habe dann den Job 2 Jahre später wiedermals gewechselt und bin nach Luxemburg arbeiten gegangen um mehr geld zu verdienen (weniger Steuerabzug) und hatte auch ganz ok verdient.
Aber es waren wieder 10-12 Stunden Tage und jeden Tag mindestens 2 Stunden Autofahrt. Was mich auslaugt, aber ich habe es ertragen, so wie alles,....

Habe nach 2 Jahren ein Angebot von einem Konkurenten erhalten wo ich auch dann gewechselt bin.

Aber hier gings weiter mit der 60-80 Std. Woche. Ich habe alles weiter in mich reingefressen. In dieser Zeit kam es auch raus das ich meiner Mutter Geld gestohlen hatte. Wir hatten dann Familiensitzung mit Vater Mutter und Schwester. Es hat mir Wahnsinnig leid getan unendlich leid das ich meiner Familie das angetan hatte. Aber zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon ca. ein halbes Jahr nicht mehr gespielt. Ich wollte mir selber beweisen das ich es schaffe und das habe ich auch. Habe bis jetzt nicht mehr gespielt. Alles wurde zuviel. Das war so die erste Zeit bei der ich Selbstmordgedanken hatte. ICh habe mich sehr genau mit dem Thema beschäftigt. Das "normale" Tabletten nicht gehen weil dort Brechmittel drin sind,....
Und ich wurde krank. Ich habe morgens nach dem Aufstehen angefangen zu brechen, konnte nichts mehr essen. Trinken ging schwer. Kohlensäure und ich habe gebrochen.
War in 3 verschiedenen Krankenhäuser und nichts wurde gefunden. Nachher hieß es es wäre psychisch (wovon ich jetzt auch ausgehe), aber ich wollte mir das nie eingestehn bzw ich wollte mich nicht herablassen dazu und wiedermal (wie immer) alle zu enttäuchen. Als zähne zusammen beißen und weiter.
Ein befreundeter Arzt hat sich meine ganze Akte angeschaut und mich nochmals ins Krankenhaus geholt, dort wurde was festgestellt, aber es konnte anhand der Bilder nicht 100 % bestätigt werden.
Also ab zu eine spezial Uniklink und ab in den OP. zu dieser Zeit hatte ich ca. 20 Kilo abgenommen. Ab in den Op, über mein Geburtsag und Weihnachten das der gute Sohn ja auch schnell wieder ans arbeiten kommt. Nach einer 9 Stündigen OP war dann alles erledigt, aber der Arzt sagte selber er könnte nicht zu 100 % davon ausgehen das es daran gelegen hat.
Aber ich hatte mich besser gefühlt, weil ich mich erholt hatte,....

Dann kam es zum riesigen Knall mit meiner Familie, also nochmal wegen dem spielen,.... und ich hatte nicht mehr gespielt. Wenn ich keine Therapie machen würde könnte ich ausziehen,... und dann bin ich ausgezogen. Zu meiner jetzigen Freundin. Sie weiß nichts von meiner damaligen Sucht und meinen finanzielellen Problemen. Weil ich mit niemandem reden kann,...
Auch gefühle aussprechen fällt mir Wahnsinnig schwer!

Seid dem habe ich keinen Kontakt mehr zu meiner Mutter oder Schwester,.... Sie war immer Mutters Liebling und deshalb muss man sich in der hinsicht auch an Sie anpassen.

Mit meinem Vater hatte ich ein Gespräch und seid dem ist alles wieder ok. Wir telefonieren ab und an und treffen uns auch mal.

Nachdem ich zu meiner Freundin gezogen bin "musste" ich mir wieder eine neue Arbeit suchen, weil der arbeitsweg nochmals 60 minuten länger war. und ich nicht 10-12 Std. arbeiten wollte und dann noch mindestens 3 Stunden im Auto sitze. Und da meine Freundin im Ort wohnt und kein Auto hat habe ich mich dazu entschlossen was neues zu suchen.
Habe auch ziemlich schnell was neues gefunden. Also wieder ab an die Arbeit und weiter gehts. Augen zu und durch. Anfangs hat die Arbeit mir auch Spass gemacht habe mich voll reingehangen und war auch beliebt, hatte guten Kontakt zu den Kollegen,.... Es war aber auch wieder der mindestens 10 Std. Tag und oftmals auch noch Samstags,.... Ich weiß nicht was ich falsch mache, aber anscheinend habe ich kein Händchen für einen normalen Job.
Auch die Kollegen in der Dispo waren so lange da, aso nicht das ich der einzige bin.

Aber im November letzten Jahres ging es wieder bergab, ich hatte wieder angefangen zu husten ohne ende bis zu erbrechen. Also ab zum Arzt (weil man sich ja nicht eingesteht das es was psyschiches ist) und nochmals danach schauen lassen. wurde dann krank geschrieben, nochmals untersuchungen, Medikamente,.... Ich will es nicht wahr haben, das in meinem KOpf das Problem ist.

Habe mich anfangs auch in der Frima gemeldet und die Krankmeldung gesendet, also alles ok. Aber dann kamen auch noch anrufe,.... welche ich dann nicht beantwortet habe, weil ich es nicht konnte! Eine Blockade im Kopf ich brauche Ruhe. Lasst mich alle in Ruhe! Die Frima macht mich krank, deshalb lasst mich in Ruhe. Sowas hätte ich gerne gesagt konnte ich aber nicht. Habe dann brac meine Krankmeldungen zur Firma geschickt und war der Meinung alles ist ok.
Aber man sollte seine Post aufmachen.
Dort war eine Aufforderung drin zur Arbeit zu erscheinen, was ich ja dann nicht gemacht habe und danach habe ich die Kündigung bekommen. Also im Dezember,...
Ich konnte mich selbst bis jetzt nicht aufraffen zum Arbeitsamt zu gehen. Und mein Geld ist langsam auch alles weg.
ICh bin komplett fertig mit den Nerven und kann mit keinem reden. ich habe es Vesucht, aber ich bekomme es nicht hin.

Meine Freundin denk ich bin weiter krank geschrieben,....

Und ich habe schon 2 mal vorm arbeitsamt gestanden und wollte mich arbeitslos melden, aber dann kamen wieder diese Gedanken, zu spät und du wirst gesperrt für arbeitslosengeld,.. und dann bin ich wieder gefahren.

Ich weiß das ich selber verantwortung übernehmen sollte, aber ich bekomme mich nicht aufgerafft. Ich bin einfach komplett ausgelaugt und völlig motivatinslos.

Und jetzt plagen mich wieder diese Gedanken all das zu beenden. Das einzige was mich daran hindert ist das lächeln meiner Freundin und unsere Katze. Also unsere Kleine Familie. Ich habe acuh schon mal nen Abschiedsbrief geschrieben, aber wieder gelöscht. Mit Hassnachrichten an meine Mutter, mit allem was ich denke was Sie bei mir falsch gemacht hat, aber dann kam es mir wieder das jeder seines eigenen Glückes Schmied ist und ich ja auch alleine mein leben hätte gergelt bekommen müssen. Aber ich bin so voller Hass gegen meine Mutter, weil Sie meine Schwester immer bevorzugt hat und ich nur das schwearz Schaaf der Familie war. Und das habe ich immer zu spüren bekommen.

Aber ich stehe gerade echt mit dem Rücken am Abgrund und bin kurz davor zu fallen,.... Ich habe einfach keine Kraft. Und ich habe Angst mit meiner Freundin zu reden, ich habe das über Probleme reden nie gelernt. Nie! Ich habe immer alles in mich reingefressen.
Ich glaube es gibt keine Person auf der Welt dem ich mich je so geöfnet habe wie jetzt hier,....
Ich will meiner Freundin sowas nicht antun! Ich will ehrlich sein, aber ich kann es nicht.
Auch ein Psychologe war nie eine option. Weil ich das nie konnte. Im Krankenhaus habe ich mit jemandem gesprochen, der herausfinden wollte ob es was psychiches ist oder nicht. Aber ich kann mich verstellen und kann Lügen. Das Lügen habe ich von meiner Mutter gelernt und perfektioniert. Aber eigentlcih will ich es nicht,...

Vielleicht hat ja jemand von euch es geschafft meinen ewig langen Text bis hier her zu lesen und kann mir ein paar Ratschläge geben :)

Danke im Vorraus das Ihr euch zeit genommen habt um mir zu helfen.

Gruß
Webske
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Re: Mein Leben gleitet mirt aus den Armen,.....

Beitragvon Ruby » Fr. 10.02.2017, 14:38

Hallo Webske,

Du scheinst ja bereits eine sehr bewegte Vergangenheit zu haben. Gewisse Teile Deiner Geschichte erinnern mich an meine eigene. Auch ich habe ein absolut gestörtes Verhältnis zu meiner Mutter. Meine Oma war in jungen Jahren ebenfalls meine einzigste und wichtigste Bezugsperson. Auch bezüglich Suchtproblematik scheinen wir Gemeinsamkeiten zu haben, obwohl es bei mir keine Spielsucht, sondern Drogensucht war. Meine Eltern sind sehr vermögend. Wahrscheinlich habe ich in dieser Zeit nicht weniger Geld geklaut, als Du. Lange Zeit haben die Eltern das nicht gemerkt, bis es, wie bei Dir, zum Eklat gekommen ist. Auch das Verhältnis zu meinen Schwestern scheint wohl ähnlich wie bei Dir zu sein. Sie waren immer die Vorzeigekinder, während dessen ich das schwarze Schaf war, für das man sich schämte.

Aber nun zu Deinem ganz akuten Problem. Verstehe ich das richtig, dass Du von Deiner Firma gekündigt worden bist, obwohl Du denen einen Krankenschein zu geschickt hast? Warst Du denn zu diesem Zeitpunkt noch krank geschrieben? Denn dann wäre Deine Kündigung nicht rechtmäßig. Die Firma kann nicht von Dir verlangen, zur Arbeit zu erscheinen, wenn Du krank gemeldet bist. Egal, ob Du nun per Brief dazu aufgefordert wurdest, zur Arbeit zu erscheinen.

Falls Du aber in der Zeit Deiner Kündigung nicht mehr krank gemeldet warst, sieht die Sachlage schon komplett anders aus. Denn dann wäre eine fristlose Kündigung wohl berechtigt. Dann könnte es wahrscheinlich auch sein, dass Du eine befristete Sperre des Arbeitslosengeld erhältst. Damit Du dann nicht irgendwann ganz ohne Geld da stehst, würde Dir der Gang zum Sozialamt dann nicht erspart bleiben.

Webske hat geschrieben:Und ich habe schon 2 mal vorm arbeitsamt gestanden und wollte mich arbeitslos melden, aber dann kamen wieder diese Gedanken, zu spät und du wirst gesperrt für arbeitslosengeld,.. und dann bin ich wieder gefahren.

Ich weiß das ich selber verantwortung übernehmen sollte, aber ich bekomme mich nicht aufgerafft. Ich bin einfach komplett ausgelaugt und völlig motivatinslos.

Lieber Webske, das Allerwichtigste ist, dass Du mit Deiner Freundin das Gespräch suchst und bei ihr mit offenen Karten spielst. Vertrau Dich ihr unbedingt an. Denn einfach nur zu schweigen, zerstört auf Dauer das zwischenmenschliche Vertrauen. Sag ihr die Wahrheit. Auch, dass Du Dich nicht getraut hast, ihr früher Bescheid zu geben, weil es für Dich selbst so schwierig war. Wenn sie Dich wirklich liebt, wird sie Dich verstehen und auch weiterhin hinter Dir stehen. Ein schwerer Brocken würde dann schon einmal von dieser gewaltigen Last weg fallen. Vielleicht würde sie Dich dann auch zu den Ämtern mit begleiten, damit Du dort nicht alleine hin musst und es somit für Dich vielleicht nicht mehr ganz so schwierig wird.

Falls Deine Schwierigkeiten mit Ämtern aber bestehen bleiben, hättest Du vielleicht auch die Möglichkeit, Dich beim sozialpsychiatrischen Dienst in Deiner Gegend beraten zu lassen und Dich von einem Sozialarbeiter dieses Dienstes zum Amt begleiten zu lassen. Den Menschen vom sozialpsychiatrischen Dienst ist nichts fremd. Die haben alles schon gesehen und erlebt und wissen, wie sie Dich dabei unterstützen könnten.

Ganz ehrlich, so, wie Dein Arbeitspensum in Deinen Firmen jeweils war, würde es mich nicht wundern, wenn die Psyche eines Menschen irgendwann mit einem Burn-Out Syndrom reagiert. Vielleicht steckt aber auch was ganz anderes dahinter. Deshalb würde ich Dir raten, Dir einen Psychologen zu suchen, damit Du für Dich endlich Gewissheit erhältst, was genau mit Dir los ist. Das hat den Vorteil, dass Du dann auch ganz gezielt an Dir arbeiten könntest und Dein Leben wieder mehr an Lebensqualität gewinnt. Nur schon anhand Deiner Geschichte würde ich Dir eine Therapie empfehlen. Denn es klingt in meinen Ohren so, also ob Du in einem ziemlich invalidem Umfeld aufgewachsen bist (Mutter ist Trinkerin, Eltern haben sich in Deiner Kindheit scheiden lassen, Deine Schwester wurde bevorzugt usw...). Das alles kann auch im Erwachsenenalter immer noch Auswirkungen auf Dein Leben haben. Offenbar tut es das auch, oder?

Das Allerwichtigste ist aber, wie gesagt, dass Du Deine Freundin möglichst zeitnah zu Deiner derzeitigen Lage einweihst. Ansonsten könnte genau das passieren, was Du nicht willst. Nämlich, dass Du dann Deine kleine Familie verlierst. Kannst Du denn sonst gut mit Deiner Freundin sprechen? Du sagst, Du willst Deiner Freundin das nicht an tun. Aber genau indem Du schweigst, tust Du ihr was an. Sie muss unbedingt wissen, wie es Dir derzeit geht. Spring über Deinen Schatten, lieber Webske. Auch wenn es total schwierig erscheint. Du hättest dann wenigstens schon ein Problem weniger, das Dich belastet. Wahrscheinlich würde Dich das schon sehr entlasten. Mit jedem Tag, den Du aber länger zu wartest, verschlimmert sich Deine Situation nur. Hast Du gute Freunde in Deinem Umfeld, mit denen Du sonst noch reden könntest?

ganz lieben Gruß
Ruby
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Re: Mein Leben gleitet mirt aus den Armen,.....

Beitragvon Webske » Fr. 10.02.2017, 17:00

Hallo,

vielen Lieben Dank für deine Antwort und deine Geduld den langen Text zu lesen.

Ich war immer eine Person die alles alleine regeln wollte, ich habe mich NIE auf jemand anderen verlassen, deshalb habe ich nie mit Leuten über meine Probleme geredet, weder Familie noch freundin noch Freunde.
Und deshalb fällt es mir schwer, verdammt schwer. Und da ich nicht weiß wie sowas geht, weiß ich auch nicht wie ich es anfangen soll,...

Ich hatte durchgehend eine Krankmeldung und diese auch pünklich an den Arbeitgeber gesendet,.... bis ende Januar.
Ich habe mich darüber auch ein bisschen schlau gemacht, es ist mögölich während der Krankheit gekündigt zu werden, allerdings nicht wegen der Krankheit.
Und wurde nicht während der Krankheit gekündigt, sondern weil ich nicht zu dem "Termin" der mir gegeben wurde erschienen bin.
Ich habe auch einen Brief an die Firma geschrieben mit Gesetzestecten und das die Kündigung unwirksam ist, weil ich nicht in der Lage war arbeiten zu kommen, aber der liegt auch noch in meinem Auto.
Die Kündigung wurde in den Briefkasten geworfen, somit haben die eigentlich keinen Nachweis das diese zugestellt wurde, bzw könnten es nicht beweisen,...
Normalerweise brauchen Sie eine Unterschrift das diese zugestellt wurde, entweder Persöhnlich oder als einschreiben, ist beides aber nicht vorhanden,....

Desweiteren hatte ich mir auch schon gedanken zu drohen vor gericht zu gehen, aber habe das nciht in dem Brief erwähnt.
Eigentlich ist es nicht rechtens was die Firma abzieht, allerdings habe ich mich ja mit dem nicht melden auch nicht richtig verhalten,...
Allerdings sind die Arbeitsbedingungen definitv nicht tragbar! Und laut Arbeitsschutzgesetz verboten.
Man muss mindestens 11 Stunden Pause haben, darf nur eine gewisse zeit arbeiten und überstunden müssen abgefeirt werden wenn man nicht in einer gehobenen Position ist, aber das war alles nicht der Fall.
Es ist nicht nur einmal vorgekommen, dass ich um 23 Uhr die Firma verlassen habe um am nächsten morgen um 7 wieder da zu sein,...
Es war häufig der Fall auch privat von Fahrern oder Chef bzw anderen Kollegen angerufen zu werden, oder kontaktiert zu werden wegen "Kleinigkeiten".
Auch mal nachts,....

Ich bin jemand der arbeiten will, keine Frage! Das rumhängen zu hause ist definitv nicht meins, deswegen habe ich seid Januar auch mindestens 40 Bewerbungen geschrieben, direkt in meinem Berufsfeld und auch andere Tätigkeiten die mir liegen.
Auch habe ich ins Ausland, also in die Schweiz berwerbungen gesendet, weil halt dort die Verdienstmöglichkeiten in meiner Branche um ein vielfaches höher liegen wie hier. Auch wenn die Lebenshaltungskosten wesentlich höher sind, stehe ich mich dort mindestens 20-30% besser wie hier,....
Habe auch für nächste Woche 2 Vorstellungsgespräche die ich wahrnehmen möchte. Also an der Initiative von mir und arbeiten liegt es nicht...
Will halt nur nicht ausgebeutet werden und durch den Job kaputt gehen,....
kommt mir vor als würde ich nach einem bis 2 Jahre arbeit kurz vorm ausbrennen zu stehen. Weil ich halt immer alles geben will und meine arbeit perfekt von anfang bis ende machen möchte.

Ja, meine Kindheit war schwer zu beschreiben,.... Ich dachte immer meine Mutter wäre mein ein und alles, gerade nachdem meine Einzigste Person mit der ich überhauot was reden konnte, gestorben ist.
Aber Am Ende zeigt sich immer das wahre Gesicht.
Ich hatte niemanden zu dem ich gehen konnte und deswegen habe ich mich an meine Mutter geklammert und dadurch sind auch schon vorher Beziehungen zu Bruch gegangen,... Nicht das ich das zum jetzigen Zeitpunkt bereue, weil jetzt habe ich das gefunden was ich immer wollte,...
Meine Freunde waren eher immer Bekannte, ich habe mich nie jemandem richtig öffnen können, und nach dem Krach mit der Familie habe ich auch den Kontakt zu den meisten anderen abgebrochen, weil Sie ncht verstehen konnten das ich keine Zeit habe für "Unternehmungen" oder den Männerabend.
Den hatten wir damals mit 4 Leuten gegründet und uns alle 2 Wochen getroffen zum kochen mitten in der Woche. Zuletzt waren wir mit 10 Leuten,...
Aber Arbeitsbedingt konnte ich öfters nicht teilnehmen. Und auch nicht rechtzeitig bzw überhaupt absagen.
Dadurch kam es halt zum Knacks und nachdem ich dann noch die Probleme mit meiner Familie hatte ist alles verlaufen,... auf die guten Ratschläge mit meiner Mutter reden (wobei sie nicht das Problem kannten) und sie immer als tolle Mutter sahen,... konnte ich verzichten und somit haben sich viele von mir abgewendet,...
Und wie gesagtz ich habe nie über meine Probleme geredet ich war immer nach außen hin ein freudiger Mensch, und jeder hat es mir auch abgekauft.

Eine psychologische Behandlung wollte ich machen, war auch zu einem Vorgespräch wegen meiner Spielsucht bei einer Beratungsstelle, hab aber dann entschieden es selber zu schaffen, was bis jetzt auch gut funktioniert.

Und ich habe das Problem mich zu öffnen, ich kann mir nicht vorstellen jemandem meine ganzen Probleme offen zu legen, also so auge in Auge,... In der Uniklink bei meiner OP haben es ja schon pschologen versucht. Aber dann mache ich dicht und erzähle Ihnen glaubwürdig was Sie hören wollen.
Mein Hausarzt hatte anfangs auch gefragt ob es vom Kopf her kommen würde und dann hab ich ihm auch glaubhaft gemacht das es nicht der fall ist, obwohl es so ist.,.. ich weiß nicht warum, aber ich kann mich niemandem öffnen,....

NAch dem sozialpsychiatrischen Dienst in meiner nähe habe ich auch schon gegoogelt, aber da habe ich wieder das Problem mit dem öffnen bzw reden. Ich weiß nicht warum ich kann nicht über meinen Schatten springen.
Mein Vater hatte mir auch schonmal gesagt wenn ich hilfe brauche sollte ich Sie annehmen. Und das es viele Leute gibt die in psychologischer Beratung sind und das es denen danach besser geht,... aber ich kanns irgendwie nicht,...
Würde lieber alles beenden als mir "schmach" wie es mir vorkommt anzutun.

Dachte eigentlich nach dem Auszug "zuhause" könnte ich neu durchstarten, aber ich stehe mir selber mit meinem Verhalten im Weg und kann dieses, warum auch immer, nicht so ändern wie ich es gerne möchte,....

Gruß
Webske
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Re: Mein Leben gleitet mirt aus den Armen,.....

Beitragvon Webske » Fr. 10.02.2017, 17:33

Hallo,

ich habe jetzt mal dem sozialpsychiatrischen Dienst in meiner Stadt eine E-mail geschrieben und auch nachgefragt ob ich Ihnen diesen riesen Text den ich hier verfasst habe zukommen lassen kann, das Sie mal drüber schaut und mir möglichkeiten aufgeben kann, was ich machen kann, bzw soll.
ICh kann den sozialen KOntakt momentan nicht. Ich fühle mich beschissen und unbrauchbar. Irgendwie als ob ich alles in meinem Leben falsch gemacht habe,...
Jeder ist seines eigenen Glückes Schied schwirrt immer in meinem Kopf. und ich will was machen. Aber ich kann es nicht. Ich lasse alles schweifen und dadurch wird es noch schlimmer, dass ist mir bewusst, aber ich kann es irgendwie nicht ändern.
Irgendwas was in meinem Körper ist hindet mich dadran das richtige zu tun,....
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Re: Mein Leben gleitet mirt aus den Armen,.....

Beitragvon Ruby » Fr. 10.02.2017, 19:01

Hallo lieber Webske,

Deine Karten sehen ja gar nicht so mies aus. Du hast mit keiner Sperre beim Arbeitsamt zu rechnen. Natürlich könntest Du nun auch versuchen, einen Anwalt zu nehmen, um die Kündigung anzufechten. Vielleicht hättest Du sogar Chancen, einen solchen Prozess zu gewinnen. Ich weiß das aber nicht, kenne mich zu wenig mit Arbeitsrecht aus. Und es kostet bestimmt eine Menge Energie. Hast Du eine Rechtsschutzversicherung? Weißt Du denn noch ungefähr, was in dem Brief gestanden ist, indem Du aufgefordert wurdest, beim Arbeitgeber zu erscheinen? Wollte er, dass Du wieder arbeiten kommst? Wer einen arbeitsunfähigen Arbeitnehmer einsetzen will, verstößt möglicherweise gegen seine Fürsorgepflicht. Bei "Frag-einen-Anwalt.de" habe ich einen Text von einem Anwalt gefunden, der jemanden in einem ähnlichen Fall beraten hat. Er meint dort: "Während der Dauer der Krankschreibung sind Sie nicht verpflichtet der Aufforderung Ihres Arbeitgebers zu einem Personalgespräch Folge zu leisten." http://www.frag-einen-anwalt.de/Zu-eine ... 90074.html

Lieber Webske, Du musst Deiner Freundin reinen Wein einschenken. Du darfst sie nicht weiter unwissend lassen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie schwierig das für Dich ist, weil Du ja auch selbst sagst, dass Du darin nicht geübt bist und nicht gut über Probleme sprechen kannst. Sag ihr, dass Du es nicht früher erzählt hast, weil Du sie damit nicht belasten wolltest. Und sag ihr, wie schwer es Dir überhaupt fällt, über Probleme zu sprechen. Dass das für Dich eine riesen Hürde ist. Du könntest das Gespräch vielleicht beginnen, indem Du Deiner Freundin erzählst, dass Du seit geraumer Zeit eine riesige Last mit Dir herum schleppst, worüber Du Dich bisher nie getraut hast, mit ihr zu sprechen, weil Du sie damit nicht belasten wolltest. Sag ihr, dass Du in dieser Zeit aber mittlerweile erkannt hast, wie wichtig es ist, diese Last mit ihr zu teilen, dass Du mittlerweile erkannt hast, dass sie das unbedingt erfahren muss. Sag ihr ruhig während dem Gespräch immer mal wieder, wie schwer es Dir fällt, überhaupt über Probleme zu sprechen. Du kannst ihr auch sagen, dass Du erkannt hast, dass es ein Fehler war, Dich ihr nicht anzuvertrauen. Sag ihr, wie wichtig für Dich Eure kleine Familie ist und dass Du Angst davor hattest, dass nun alles vorbei ist und Du sie verlieren könntest. Sag ihr, dass Du es nicht übers Herz gebracht hast, mit einer solchen schlechten Neuigkeit ihr Glück zu zerstören. Sag ihr aber auch ruhig, dass Du nun erkannt hast, dass dies ein Fehler war. Du kannst ihr auch sagen, dass es Dir leid tut.

Bitte sehe meine Vorschläge nicht als Belehrung. Denn das ist nicht als solche gedacht. Es sind einfach nur kleine Anregungen, lieber Webske. Schlussendlich hast es Du in der Hand. Aber Du musst unbedingt mit ihr sprechen. Sag ihr einfach die Wahrheit. Ich glaube, Du weißt auch, dass sie es verdient hat, die Wahrheit zu erfahren. Versuch Dir vielleicht im Vorfeld zum Gespräch einen möglichen Verlauf oder Einstieg für das Gespräch aufzuschreiben. Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie schwer es Dir fällt, zumal Du ja nie richtig gelernt hast, über Probleme zu sprechen. Das braucht sicherlich Übung. Aber erzähl es ihr, lieber Webske. Sie muss es erfahren!

Deine Zukunftspläne empfinde ich als sehr spannend. Vielleicht kannst Du Dir hier im Forum immer wieder ein bisschen Mut abholen, damit Du es schaffst, Deine Pläne umzusetzen. Die Schweiz ist ein schönes Land. Ich bin dort geboren und aufgewachsen. Die Menschen dort sind sehr freundlich. Würdest Du denn mit Deiner Freundin dorthin ziehen wollen? Wirf die Bewerbungen einfach bei der Post ein. Du kannst nichts verlieren, sondern nur gewinnen. Verschlechtern kannst Du Dich dadurch nicht. Auch nicht, falls es mit den Bewerbungen nicht klappen sollte. Schlimmstenfalls stehst Du gleich da, wie Du es jetzt tust. Aber ich könnte mir gut vorstellen, dass Du in der Schweiz gute Arbeitschancen hast. Die Deutschen sind bei den Schweizern als Arbeitnehmer sehr beliebt. Ich drücke Dir beide Daumen, dass das klappen wird.

Die Lebensweisheit "Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied" stimmt nur bedingt, lieber Webske. Denn oftmals entscheiden auch äußere Faktoren, wie es um das Glück bestellt ist. Du kannst ja nichts dafür, dass Du zum Beispiel keine wirklich glückliche Kindheit hattest. Sowas kann unterbewusst ein Leben prägen. Ich bin zum Beispiel Boderlinerin. Ich habe mir diese Krankheit nicht selbst eingebrockt. Wie gesagt, äußere Faktoren können maßgeblich mitentscheidend sein, wie glücklich ein Leben verläuft. Was jedoch an der Lebensweisheit stimmt, ist, dass man es trotz Defizite selbst in der Hand hat, dem Leben einen positiven Schwenk zu geben. Mach Dir also keine Vorwürfe, lieber Webske. Du willst in Zukunft ja was verändern. Du hast ja teilweise Deine Schwachpunkte erkannt, kennst teilweise bereits Deine Defizite. Von dem her hast Du gute Voraussetzungen, daran zu arbeiten, oder Dir dabei auch gezielt helfen zu lassen. Ich würde Dir eine Therapie bei einem Psychologen empfehlen. Denn dann könntest Du mit all den schlechten Dingen aus Deiner Vergangenheit aufräumen und sie gescheit aufarbeiten. Auch verhaltenstherapeutisch könntest Du Kompetenzen erlernen, die Du vielleicht derzeit noch nicht so hast.

Ich finde es gut, dass Du dem sozialpsychiatrischen Dienst bereits geschrieben hast. Je ehrlicher Du bei ihnen bist, je besser können sie Dich beraten oder eben auch zu Terminen begleiten. Sag ihnen, dass Du das derzeit alleine nicht schaffst, Dich derzeit alles überfordert und dass Du dringend ihre Hilfe brauchst. Das wirkt dann vielleicht mit mehr Eindruck. Und es ist ja auch die Wahrheit.

Halte uns bitte ein bisschen auf dem Laufenden, lieber Webske.

Ganz liebe Gruß
Ruby
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Re: Mein Leben gleitet mirt aus den Armen,.....

Beitragvon Webske » Mo. 13.02.2017, 14:23

Hallo liebe Ruby :)

vielen leiben Dank für deine netten Worte. Ich hatte am Wochenende leider keine Zeit zu Antworten, deshalb jetzt ;)

Ich habe heute von dem sozialpsychiatrischen Dienst eine E-mail erhalten und auch schon geantwortet, also ich habe Ihnen mehr oder weniger den geschriebenen Text von hier zugesendet. Und jetzt warte ich gespannt auf eine Antwort.
Ich hoffe mal, dass Sie mir mit dem Weg zum Arbeitsamt und auch mit meinen Versäumnissen weiter helfen können aufgrund meiner Blockade,..
Vielleicht gibt es ja da möglichkeiten und die werden mir aufgetan.
In Deustschland kann ja eigentlich niemand Mittellos werden, so ie ich es momentan eigentlich bin.

Mit meiner Freundin kann ich noch nicht reden,... ich weiß nicht warum, weil ich es "müsste" aber es geht nicht.
Die Angst ist einfach zu groß. Es zerreist mich innerlich aber ich bekomme es nicht hin.Vielleicht schöpfe ich neuen Mut wenn ich diese Woche einige positive Rückmeldungen bekomme, sei es arbeitsbedingt oder vom sozialpsychiatrischen Dienst. Ich hoffe es mal :)

Eine Rechtschutzversicherung habe ich, und hatte auch schon daran gedacht einen Anwalt einzuschalten, Ihm alles zu geben und dann soll er sich dadrum kümmern,.... aber ich denke es ist nicht die beste Lösung, weil das auch"schädlich" für meinen weiteren beruflichen Werdegang sein könnte.
Aleerdings werde ich definitiv für meine Rechte kämpfen müssen und auch schauen das ich das Gehalt bzw den Lohn der mir zusteht bekomme.
Desweiteren hat sich mein Chef ja nicht nur mit mir und meinen Arbeitskollegen Strafbar gemacht, inderm er uns zulange hatte arbeiten lassen.
Laut Gesetzt darf man solche Arbeitszeiten nicht haben (auch wenn jeder weiß das es in der Branche nunmal so ist) bzw erhätte ausgleich dafür geben müssen.
Desweiteren weiß man ab einer gewissen Position immer Sachen einer Firma, die eigentlich Firmenintern bleiben sollten und auch der Chef davon profitieren würde, wenn ich darüber nichts verliere.
Eine Verschwiegenheitserklärung habe ich nicht unterschrieben und in meinem Arbeitsvertag steht auch nichts drin. Also hätte ich damit noch ein zweites, drittes,.... Druckmittel. Welches ich aber wirklich nur im allergrößten Notfall benutzen würde.

Allerdings läuft es weiterhin beruflich nicht zu schlecht.
Habe einige Bewerbungen geschrieben, als Disponent wie ich auch jetzt arbeite, sowohl als auch in einer anderen Sparte in der ich als Quereinsteiger arbeiten könnte.
Habe diese Woche jetzt 3 Vorstellungsgespräche und bin guter Dinge das da was dabei ist bzw das noch andere dazu kommen.
Allerdings nicht in der Schweiz :(
Aber vielleicht kommt ja noch was :)
Ja, hatte des öfteren mit meiner Freundin drüber gesprochen unser jetztiges Leben hinter uns zu lassen und woanders zu starten, wenn es sich finanziell "lohnt". Und im Ausland wird mein Berufsstand weitaus mehr geschätzt wie in Deutschland.
Ich wäre vor 4 Jahren fast in die USA ausgewandert, aber da gabs Probleme mit meiner damaligen Freundin,....
Mich hällt an meinem Momentan Wohnort nichts! Gar nichts!

Die Freunde mit denen ich noch Kontakt habe würden darunter nicht leiden, weil Sie meist selbst hier weggezogen sind.
Meine Familie ist für mich (bis auf mein Vater) gestorben. Es müsste schon sehr sehr viel passieren, bis ich meiner Mutter die Dinge die Vorgefallen sind verzeihen könnte. Durch meinen Vater habe ich erfahren, dass meine Mutter momentan auch krank ist und nicht arbeiten geht. Er meinte es wäre ja vielleicht nicht schlecht mal den Kontakt zu suchen, aber ich bin auf dem Standpunt das ich keine Mutter mehr habe!

Ich habe auch nochmals einen Brief an die Firma fertiggeacht, aber wiedermal nicht weg geschickt, weil ich auf Antwort von dem sozialpsychiatrischen Dienst warten wollte.
Die Kündigung wurde nicht auf dem Postweg gesendet und ich habe auch nicht unterschrieben, dass ich diese erhalten habe. Somit ist nicht sichergestellt, dass ich diese überhaupt erhalten habe.
Das ist zwar nur ein kleiner Strohhalm an den ich mich da klammere, aber vielleicht gibt es ja auch dort eine Möglichkeit, dass der Chef den offiziellen weg falsch eingeschlagen hat und ich dadurch eine andere Möglichkeit habe.
Ich möchte definitv nicht mehr in dem Betrieb arbeiten, weil es Menschenünwürdig ist wie gearbeitet werden "musste"

Vielen lieben Dank fürs zuhören! Es hilft mir wirklich viel, wenn sich hier jemand um mich kümmert bzw mir gute Ratschläge gibt wie ich das alles auf die Reihe bekomme.

Gruß
Webske
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Re: Mein Leben gleitet mirt aus den Armen,.....

Beitragvon Webske » Mo. 20.02.2017, 17:06

Hallo liebe Ruby,

ich weiß nicht ob du den alten Beitrag schon gelsen hast oder auch nicht, aber ich wollte dich/euch weiterhin auf dem laufendem halten.
Ich habe momentan wieder Kraft geschöpft und weiß nicht woher,... allerdings will ich diese nutzen um endlich weiter zu kommen. :)
Ich habe mit der Caritas und dem sozialpsychischem Dienst geschrieben und auch Antwort erhalten,... und jetzt habe ich heute auch endlich mal den Kontakt zum Arbeitsamt gesucht. Leider nicht persönlich, aber immerhin schonmal per E-mail. Habe Ihnen meine Situation geschildert und auch rein geschrieben das ich psychische Probleme habe und deshalb dem Druck nicht gewachsen war. Allerdings auch das ich schon mindestens 40 Bewerbungen geschrieben habe und auch schon Vorstellungsgespräche hatte. Bekomme auch jetzt noch ein Angebot von einem Unternehmen zugesendet und habe auch diese Woche noch einen Tag Probearbeiten. Also beruflich könnte sich was ändern.
Dann habe ich auch meiner Krankenkasse geschrieben, weil ich ja nicht arbeitslos gemeldet bin/war und wie was ich da jetzt tuen kann, Weil ich schnellst möglich psychologische Hilfe brauche und diese gerne in anspruch nehmen würde,....

Sobald sich wieder was ändert melde ich mich :)

Gruß
Webske
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