Meine Mutter braucht dringend Hilfe!Wie kann man ihr helfen?

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Meine Mutter braucht dringend Hilfe!Wie kann man ihr helfen?

Beitragvon Kingsgard304 » Sa. 03.12.2016, 14:03

Vor einiger Zeit hatte ich so etwas ähnliches schon mal gefragt, jedoch mich dabei auf beide Elternteile von mir bezogen. Hier soll es jetzt konkret nur noch um meine Mutter gehen, weil es wirklich mehr als Zeit wird, ihr endlich zu helfen und zwar ohne Rücksicht auf irgendwas. Warum? Weil ihr geistiger und körperlicher Zustand jeden Tag schlechter wird!

Kurz erstmal: meine Mutter, 63 Jahre, hat sich komplett aufgegeben. Sie hat jeglichen Lebenswillen/Lebensfreude verloren. Bis 2013 war alles komplett anders. Da hatte man sogar den Eindruck, sie würde einen regelrechten Höhenflug nochmal erleben, bevor der große Fall kam. Ab 2014 kam dann der große Fall. Sie baute quasi über Nacht jeden Tag mehr ab, körperlich. Und das wurde bis heute immer schlimmer.

- Sie kann nur noch schlecht laufen. Irgendein ignoriertes Hüftproblem. Beim Gehen zieht sie ständig ein Bein nach, kommt nur noch langsam und humpelnd voran.

- Sie zieht sich immer mehr zurück. Hat Lust zu gar nichts mehr.

- Sie raucht immer mehr und hat dadurch mittlerweile massive Atemprobleme. Kein lautes husten, sondern ein ständiges kurzes, schnelles atmen, als wäre man nach dem Sport aus der Puste.

- Sie nimmt durch ihre fehlende Bewegung und der ungesunden Ernährung auch immer mehr zu.

- Sie ist ständig müde, träge und hat ganz müde Augen und ein aufgequollenes Gesicht.

- Sie baut geistig auch immer mehr ab. Man muss ihr nur mal beim sprechen zu hören oder was sie für gewisse Dinge tut, wenn sie gerad mal keine Heimat/Liebesfilme mit meinem Vater vor der Glotze guckt.

- Sie legt auf nichts mehr wert, lässt sich auch optisch immer mehr gehen.

- Sie entwickelt schon paranoide Züge. Hat massiv Angst davor allein im Haus zu sein oder allein zu schlafen. Angst vor Einbrechern. Sie geht schon tagsüber jede Tür und jedes Fenster ab, schaut zig mal, ob alles verschlossen ist. Vorm schlafen gehen guckt sie jedes mal unter Bett oder steht nervös in der Nacht auf, um nochmal an der Haustür zu schauen, ob die Kette auch wirklich vor ist.

- Sie kann sich nur noch schwer konzentrieren. Komplexes denken ist völlig unmöglich.


Wie kann man meiner Mutter nur helfen? Sie will sich nicht helfen lassen. Eine Seite weiß, dass etwas nicht stimmt. Diese Seite nimmt es aber einfach hin als wäre es selbstverständlich. Sie sagt zb: einen Rollator braucht doch jeder einmal . Die andere Seite in ihr, die sieht oder will es gar nicht mehr sehen, was wirklich los ist. Diese Seite in ihr reagiert sogar aggressiv, wenn man sie drauf anspricht.

Ich, ihr Sohn, stehe leider ganz alleine da und kann eigentlich nur zu sehen, wie es ihr jeden Tag schlechter geht, sowohl körperlich als auch geistig. Mein Vater ist das alles scheiß egal. Der freut sich sogar, dass meine Mutter nun so ist, dass sie nur noch mit ihm zusammen ihre Ruhe haben will. Mein Vater ermutigt sie sogar dazu, so zu leben, und versucht mich ständig mundtot zu machen. Problem: meine Mutter hat leider keinen eigenen Willen/Meinung mehr. Hört nur auf einen noch, meinen Vater!

Gibt es eine Möglichkeit, meiner Mutter irgendwie zu helfen? Und sei es nur gesundheitlich? Oder muss ich wirklich mit ansehen/akzeptieren, dass sie vermutlich nicht mal 70 Jahre alt wird, wenn alles so weiter geht oder sie zumindest sehr früh Pflegebedürftig wird?!

Gibt es ernsthafte Möglichkeiten für ihren Sohn, mich, etwas zu tun, und das, obwohl niemand auf ihren Sohn, mich, hören will?!

Meine Mutter hat sich quasi total abhängig von meinem Vater gemacht. Tut und macht nichts mehr, was er nicht auch tun würde. Sie hat keine eigene Meinung mehr und keinen eigenen Willen. Und selbst wenn, dann würde mein Vater es in Sekunden schaffen, diesen wieder zu zerstören.
Wie gesagt, mein Vater ist nun der glücklichste Mensch, weil meine Mutter nun endlich keine Widerworte mehr hat oder Widerstand leistet oder dies oder jenes mit ihm unternehmen will.

Ich bin mir sicher, dass ein Teil meiner Mutter genau weiß, was los ist. Sie aber einfach von alleine keine Kraft bzw Willen mehr hat. Ihr starkes Rauchen täglich und ihr oft trauriger Blick dabei verraten die eigentliche psychische Bedeutung dahinter.
Der andere Teil in ihr scheint leider schon verloren, da dieser Teil ein Klon meines Vaters geworden ist.

Das bedeutet aber nicht, dass ich einfach seelenruhig zu sehen kann, wie sie immer mehr abbaut und vermutlich nicht mal die 70 erreicht, wenn es so weiter geht oder zumindest frühzeitig Pflegebedürftig wird.

Man muss ihr als Sohn doch irgendwie helfen können, zur Not auch gegen ihren Willen! Oder etwa nicht?
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Re: Meine Mutter braucht dringend Hilfe!Wie kann man ihr hel

Beitragvon Kingsgard304 » Sa. 03.12.2016, 14:32

Versteht mich nicht falsch. Bei meinem Vater kann man getrost und einfach sagen - ignorieren und ihn so leben lassen wie er will, ist er ja im Vergleich zu meiner Mutter, nur zu meiner Mutter, fit und gesund und auch geistig noch da. Der tut alles ja aus voller Absicht und liebt es wohl auch.

Einige Menschen sagten mir, genau das selbe soll ich auch bei meiner Mutter tun. Also nichts. Sie einfach leben lassen wie sie jetzt lebt.

Aber mal ehrlich, das kann ich nicht. Bei meiner Mutter ist es etwas ganz anderes, da ihre Gesundheit und ihr Geist in ernsthafter Gefahr sind. Ja man kann sagen, ihr Leben ist in Gefahr! Und da soll ich einfach wegschauen?

Es geht gar nicht so sehr um das, dass meine Mutter 60 Jahre lang, bis 2013, ein komplett anderer Mensch war. Und mit wirklich komplett anders, meine ich auch komplett anders.

Es geht mir einzig und alleine nur um ihre Gesundheit und dass es mir in der Seele weh tut, sie regelrecht beim sterben beobachten zu müssen, ohne das geringste tun zu können.

Wie gesagt, los ging es alles 2014 ca. Sie baute gesundheitlich immer mehr ab und ihr Fehler selbst war, dass einfach so hinzunehmen. Und als sie merkte, es ging nichts mehr wie früher, ab da passte sie sich meinem Vater vollends an und wurde ein Klon seiner selbst.

So entstand das alles mal!
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Re: Meine Mutter braucht dringend Hilfe!Wie kann man ihr hel

Beitragvon Kingsgard304 » Sa. 03.12.2016, 15:01

Meine Vermutung erstmal, konkret, meine Mutter leidet an einer schon langen Unterfunktion der Schilddrüse.
Um da jedoch Gewissheit drüber zu haben, müsste sie zum Arzt gehen. Eine Blutabnahme würde Aufschluss bringen.

Jedoch wäre damit noch nicht das Hüft bzw Gelenk Problem angegangen. Vom schlechten Atmen mal ganz von abgesehen. Bzw es eine Kurzatmigkeit. Kein typischer Raucherhusten mal ab und zu - sondern ein ständiges, schnelles atmen/röcheln.

Klar, das ständige nervöse rauchen wird hier die Ursache sein. Und das, obwohl sie bis 2013 fast Nichtraucherin geworden war.

Dass das rauchen bei ihr wieder so extrem wurde, folgte zeitlich mit ihrem Abbau. Es braucht keinen Experten, um da den wahren Hintergrund zu sehen.
Nein, sie raucht nicht aus Spaß an der Freude. Sie raucht, weil sie nichts anderes mehr hat. Andere flüchten sich in Alkohol, sie fand in den Zigaretten ihre einzig letzte Abwechslung.

Ihr traurigen Blicke beim rauchen, oft, sehnsüchtig nach draußen ins reale Leben sozusagen, tun mir jedes mal so sehr weh.
Sie raucht mittlerweile wieder 1 ganze Packung mindestens am Tag. In der Woche bestimmt gehen Unmengen an Packungen drauf. 2012/2013 waren es noch 2-3 am Stück in der Woche oder nur in Gesellschaft mit ihren Freundinnen.

Letztes Jahr werde ich nie einen Satz von ihr vergessen. Sie sagte zu mir bzw öffnete sie sich für einen kurzen Moment - Was soll ich denn nur tun? Ich hab doch keine andere Wahl.
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Re: Meine Mutter braucht dringend Hilfe!Wie kann man ihr hel

Beitragvon Kingsgard304 » Sa. 03.12.2016, 15:23

Dass war letztes Jahr der einzige Moment, wo sie sich in einem Gespräch kurz geöffnet hatte.

Heute ist das alles nicht mehr möglich. Gespräche sind nicht mehr möglich. Wenn, dann werde ich ignoriert oder mir wird vorgehalten, ich würde spinnen oder gleich im Vorfeld schon von meinem Vater mundtot gemacht.

Ja, so komisch es auch klingen mag, Vater hin oder her, aber den interessiert das alles nicht! Wenn, dann kommen nur dumme/lächerliche Sprüche von ihm oder er befiehlt meiner Mutter irgendwas in einem unmöglichen Ton, ohne dabei zu erkennen, dass sie gar nicht mehr wirklich kann oder Lust dazu hat.
Meine Mutter gehorcht dennoch brav aufs Wort.

Der einzige also, der meine Mutter zum Arzt bekommen würde oder sie generell ins Leben zurück holen könnte, wär mein Vater.
Nur, ihn interessiert das alles einen Dreck. Der ist nur zufrieden, wenn er seine stille und ruhe haben kann und nichts ihn stört. Und genau deswegen passt ihm das alles auch hervorragend, dass meine Mutter sich nun wortlos und widerstandslos ihm anpasst, angepasst hat. Und zwar in allen Belangen.

Mein Vater ermutigt sie sogar noch dazu statt sie mal zu ermutigen, endlich mal zum Arzt zu gehen oder generell etwas für sich zu tun.

Ich stehe also wirklich ganz alleine da. Bin wirklich machtlos. Aber das kann es doch nicht gewesen sein? Meine Mutter ist 63!

Mensch, es ist kein Quatsch. Ich spinne auch nicht oder so.
Wenn meine Mutter so weiter macht, wird sie schon bald ein Pflegefall werden. Körperlich sowie geistig. Vielleicht mit 65. Ob sie die 70 überhaupt noch schafft, kann man nur noch hoffen und beten.

Und dabei soll ich seelenruhig zu sehen, nach Aussagen einiger Leute?
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Re: Meine Mutter braucht dringend Hilfe!Wie kann man ihr hel

Beitragvon isi » Mo. 19.12.2016, 20:24

Ich würde sie mal zum Arzt schleppen. Ob dein Vater das will oder nicht. Immerhin ist sie DEINE MUTTER! Und da dich das zusehen fertig macht - handle! Vl bringts nichts, aber du hast es zumindest versucht... lg, isi
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Re: Meine Mutter braucht dringend Hilfe!Wie kann man ihr hel

Beitragvon Kingsgard304 » Mo. 02.01.2017, 22:07

Ich allein werde das leider nicht schaffen. Auf ihren einzigen Sohn hört sie leider kein Stück.

Habe sie Silvester ganz dolle in Arm genommen und ihr gesagt, dass ich mir so große Sorgen mache. Sie sagte nur ganz wehleidig, brauchst du nicht, mir geht es gut.

Leider geht es ihr gar nicht gut und der einzige Mensch, der Einfluss auf sie hat, Vater, tut nichts und sieht nichts, weil ihm alles gleichgültig ist. Hauptsache er hat seine Ruhe.

Heute war es ganz schlimm. Heute merkte man leider so sehr, wie stark auch ihr geistiger Zustand in den letzten 2 Jahren abgebaut hat.

Sie wunderte sich den ganzen Tag, warum morgens keine Kette vor der Tür war. Sie war richtig nervös den ganzen Tag deswegen. War von uns noch wer draußen? Einbrecher im Haus?

Dabei hatte sie die Kette am abend einfach nur selbst vergessen, war aber überzeugt davon, dass sie die Kette vorgemacht hatte.

Oder ihre Fragen oder generell wie sie so spricht, so schmerzhaft für einen, das zu hören. Sie fragt und redet, als würde ein drei Jähriger etwas fragen und dabei immer so ein richtig hoffnungslos, trüb, trauriger/wehleidiger Tonfall.

Es ist einfach nur schrecklich, dass ich als Sohn nichts tun kann und der einzige Mensch, der es könnte, dem ist es scheiß egal. Hat sie sogar Silvester mit den Nachbarn draußen vor der Tür allein stehen lassen, weil er gleich nur wieder rein wollte.
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Re: Meine Mutter braucht dringend Hilfe!Wie kann man ihr hel

Beitragvon w+r^2 » Fr. 06.01.2017, 20:46

Kingsgard304,

d. mit deiner Mam sieht sehr nach ERSCHÖPFUNG u. mangelnder ( ! ) Ansprache aus. Raucher haben oft gewaltiges Defizit an FRISCHER LUFT (Bewegung in Feld, Wald + Flur) u. sicher Vitamin C Mangel (frisches Obst, 1:1 mit gutem Mineralwasser [Lauretania od. Plose zb.] immer [!] VERDÜNNTE Fruchtsäfte).

Frage dich selbst, was hat Mam früher g e r n gehabt - genossen?! DA DANN WIEDER ANKNÜPFEN; langsam, ab + zu.. .

WIE SIEHT es mit kleinen, kurzweiligen Spielen aus??

Oder wie wäre es.. . Mal in ein Märchenstück (auch für Kinder..) zu gehen, - dann bei etwas LIEBLINGSKUCHEN / Tee / Kaffee - HEISSE Schokolade - drüber zu lachen, - zu reden? Evtl. bestimmte Sachen vorab AUSMACHEN; Vorfreude ist d. schönste FREUDE, ja?

UND UND .. . - lass seine Fantasie Pilzförmige schlagen! REDE mit mindestens FÜNF “völlig wildfremden Menschen »belanglos u.a. ENTSPANNT darüber (kann sich ja auch NUR um weit weg lebende ältere Person handeln; Mütter oft schweres Thema.. .).
w+r^2
 

Re: Meine Mutter braucht dringend Hilfe!Wie kann man ihr hel

Beitragvon w+r^2 » Fr. 06.01.2017, 20:50

Kingsgard304!

ff. von eben >> Korrektur:
.. .UND UND - lass deine Fantasie PURZELBÄUME schlagen.. .
w+r^2
 

Re: Meine Mutter braucht dringend Hilfe!Wie kann man ihr hel

Beitragvon Oskar » Sa. 07.01.2017, 00:10

Hm oh man das ist echt ein Scheiß...
Ich kann verstehen das dich sowas hilflos macht, da will man nicht zusehen.

Was ich tun würde wäre sie wirklich noch mal ganz knallhart zu konfrontieren.
Ihr sagen das sie dich nicht anlügen braucht wenn es um ihren Zustand geht und du es nicht zulassen möchtest das sie so weiter macht
Oskar
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Re: Meine Mutter braucht dringend Hilfe!Wie kann man ihr hel

Beitragvon Kingsgard304 » Mi. 11.01.2017, 17:01

Danke erstmal, für eure Antworten.

In der Tat, all das, was meine Mutter früher ausgemacht hat, das gibt es heute nicht mehr. Lebenslustig, extrem unternehmungslustig. Auch noch mit Vatern, weil er da immerhin noch ein wenig mitgezogen hat. Sie hat auch immer Sport gemacht, Schwimmen und turnen.

Wie dem auch sei. Das starke Rauchen nun seit 2 Jahren wieder, ist ja nur durch ihren Abbau gekommen. Vor ihrem massiven körperlichen und geistigen Abbau, war sie fast Nichtraucherin. Das starke Rauchen fing erst in den letzten 2 Jahren wieder an, so stark, wie noch nie in ihrem Leben.

Dadurch, dass sie nichts mehr machte, machen konnte. Mein Vater auch nur noch komplett seine Ruhe haben wollte und sich endgültig nur noch dem Sofa und Rosamunde Pilcher Weg zuwandte - nur dadurch bzw seit dem, fing sie auch wieder so extrem das Rauchen an, als wäre es ihre einzige Abwechslung nur noch. Die Zigaretten ihr Notanker, eine Bewältigung von allem so zusagen.


Mit der Ernährung habt ihr Recht! Meine Mutter könnte nicht ungesünder leben. Nur Fertig Essen, Fleisch und Wurst, Fett, Zucker, Süßes oder Salziges wie Chips.

Wie dem auch sei. Letztes Jahr bzw 2015, da wusste sie wohl ein wenig noch, was mit ihr geschah, nahm es aber wohl einfach als selbstverständlich hin oder sie sagte sich, wozu soll ich nochmal fit werden, mit Vatern kann man doch eh nichts mehr machen.

Warum denke ich, dass sie sich 2015 noch ein wenig über alles bewusst war? Weil ein Satz von ihr, mir bis heute nicht aus dem Kopf geht:
Ach mensch, was soll ich denn machen? Ich habe doch keine Wahl!


Heute, jetzt, muss ich leider sagen, ist ihr nichts mehr bewusst bzw weiß ich es nicht. Sie nimmt es einfach alles so hin, akzeptiert es, als wäre es längst normal. An den Menschen von früher, denkt sie nicht mehr.
Sie sagt immer nur, alles ist gut, mir geht's gut usw....und tut wie gesagt einfach nur das, was mein Vater tut. Meinungslos, ohne eigenen Willen oder eigenes Denken oder Handeln noch.

Dabei muss sie nur reden, ganz normal reden - jeder würde sofort merken, dass mit dieser armen Frau etwas nicht stimmt. Nicht nur, wie sie erzählst, spricht, fragt usw (wie ein kleines Kind), sondern fast noch schlimmer ist dabei ihr Tonfall. So traurig, müde, hoffnungslos, depressiv. Ja teils schon gequält und leidlich.


Ich muss mir leider eingestehen, ohne fremde Hilfe oder sie selbst, kann man ihr leider nicht mehr helfen. Wie gesagt, der einzige, der es könnte, mein Vater, der tut nichts, weil es ihm gleichgültig ist (alles, nicht nur meine Mutter) und nur seine Ruhe haben will. Ein Teil, ja der sieht nicht mal die Veränderung meiner Mutter in den letzten 2 Jahren bzw freut sich sogar ein Teil insgeheim in ihm (mein Eindruck), dass meine Mutter nun endlich auch so ist bzw Ruhe gibt.

Alles so verdammt schwer, dabei ist sie doch erst 63 Jahre genauso wie der Mensch, der nichts tut. Dadurch fange ich sogar schon an, den eigenen Vater hassen zu lernen, wegen seiner Gleichgültigkeit und dass er meiner Mutter damit so extrem schadet.
Wenn er schon nicht mehr will, obwohl gesund, dann darf er doch aber keine anderen Menschen mit hineinziehen.
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Re: Meine Mutter braucht dringend Hilfe!Wie kann man ihr hel

Beitragvon Kingsgard304 » Mi. 11.01.2017, 18:38

Fassen wir nochmal kurz zusammen, warum ich mir überhaupt solche Sorgen mache, um meine Mutter und nicht einfach nach dem Motto leben kann, so wie es mir einige geraten haben, sie einfach Leben zu lassen wie sie will und ich mich schämen sollte, sie zu irgendwas zu zwingen.

Warum kann ich das einfach nicht seelenruhig? Ganz einfach, welches Kind kann schon seelenruhig bei folgendem zusehen, wenn die eigene Mutter mit 63 jetzt schon auf etwas zu steuert, was man niemandem wünscht.



- ihr Gelenk Problem wird immer schlimmer. Kann überhaupt nicht mehr richtig gehen. Humpelt und kommt nur noch sehr langsam voran.

- ihr ständiges müdes, antriebsloses/depressives und lustloses Verhalten sowie ständige Verzweiflung und Traurigkeit in ihrer Stimme. Sie schafft oder macht ja nicht mal mehr den Haushalt. Ich weiß gar nicht, wo ich als erstes immer anfangen soll zu putzen. Alles verwahrlost immer mehr.

- ihr komisches, schnelles, ständiges Atmen. Kein Raucherhusten, sondern etwas anderes. Komisches Geräusch permanent dabei. Muss man selbst hören, kann man nicht beschreiben.

- ihre Ängste, ihre Paranoia wird immer stärker. Angst vorm allein sein, massive Angst vor Einbrechern.

- ihr aufgequollenes Gesicht und ihre müden, trüben kleinen Augen.

- Nervosität

- Gewichtszunahme

- erste Anzeichen wie leichte Vergesslichkeit. Wobei sich das noch in Grenzen hält. Sie oben mit der Kette.

- kann sich nur noch schwer konzentrieren. Kann sich Dinge nur noch schlecht merken, auf kurze Ereignisse bezogen.

- kaum Appetit mehr. Früher konnte sie essen wie nen Weltmeister. Heute schafft sie nicht mal mehr nen Kinderteller. Dafür nascht sie vorm Fernseher permanent.

- ihr ganz allgemeiner geistiger Zustand ist rapide gefallen. Merkt man am normalen Reden oder wenn sie etwas fragt. Ihr ganz normaler Ausdruck halt. Teilweise wie ein kleines Kind, das neu die Welt entdeckt, nur im negativen Sinn.

- Sie braucht extrem viel Schlaf. Kommt morgens fast kaum hoch.

- Sie hat komplett keine eigene Meinung oder Willen mehr. Ihr ist alles egal bzw gleichgültig!!!! Hat sich komplett aufgegeben! Nur noch das, was mein Vater tut, das wird gemacht. Teilweise wie auf Befehl schon.

- Ist sich gar nicht mehr bewusst darüber, wie massiv sie innerhalb von 2 Jahren abgebaut hat. Kein klares Denkvermögen oder Urteilsvermögen mehr.

- fast vollständige Isolation nach innen nur noch. Sofa/Haus usw.




So, und da sagen mir einige, ich solle einfach weg sehen und sie so leben lassen?? Es reicht ja schon, wenn ihr geliebter Ehemann weg sieht. Aber sorry, ich kann das nicht! Meine Mutter ist noch zu jung einfach und wo soll das mal enden?
Ich wollte eigentlich noch lange was von meiner Mutter haben. Ist meine Mutter und die Beziehung zu ihr, war schon immer besser, als die zu meinem Vater, obwohl der früher auch eigentlich ganz anders war. Zumindest so etwas wie Lebensfreude halbwegs besaß.
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