Gesetzliche Betreuung verhindern

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Gesetzliche Betreuung verhindern

Beitragvon Oskar » Do. 10.03.2016, 11:52

Dummerweise läuft es bei mir im Moment überhaupt nicht glatt.
Ich bin zum zweiten Mal aus der Klinik entlassen worden und zum zweiten Mal nach kürzester Zeit als Notfall wieder rein.
Das ist ein großes Problem. Definitiv.
Die Reaktion eines der Verantwortlichen in der Klinik ist nun das man mir einen gesetzlichen Betreuer auf den Hals hetzen will.
Allerdings ohne das wir vorher über die Gründe für das wiederholte Scheitern gesprochen haben.
Ich will auf jeden Fall verhindern das irgendwer ohne meine Zustimmung in meinem Leben herumpfuschen darf und ich brauche diesen Betreuer nicht.
Nun ist meine Frage ob jemand von euch Erfahrungen damit hat eine solche Betreuung so schnell wie möglich wieder los zu werden bzw von Anfang an zu verhindern.
Oskar
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Re: Gesetzliche Betreuung verhindern

Beitragvon Fee23 » Do. 10.03.2016, 12:56

Hallo Oskar, eine aus meiner Familie hat eine gesetzliche Betreuung die habe ich aber vor einigen Jahren übernommen weil der Betreuer nur Mist gebaut hat,was er für gut hielt hat er bei ihr eingeleitet und hat damit sie in ein schlechteren zustand gebracht wie sie eh schon war ! ZB hat sie,sie gezwungen in eine Tagesklinik zu gehen obwohl sie seit 30 Jahren nicht vor der Tür war !!! Selbst die Tagesklinik wollte sie nicht aufnehmen weil sie Therapie resistent ist und dies ihren Zustand noch verschlechtern würde aufgrund dessen das sie große Angst vor Menschen hat,dem Betreuer war das egal und so musste sie dahin . Es dauerte keine zwei Tage und sie versuchte sich das Leben zu nehmen und so landete sie in der geschlossenen. Und dort haben die sie dann 6 Wochen behalten und haben gefragt ob das einer aus der Familie machen kann? Sie ist alt und brauch keine Therapie weil das jetzt eh nix mehr bringen würde,hauptsächlich ging es darum das sie in ihren vier Wänden bleibt und dort klar kommt . Und so ist das jetzt sie hat ne Putzfrau und kommt super zurecht solange sie nicht raus muss und fühlt sich wohl . Mir geht es zwar selbst nicht gut aber dennoch erledige ich die wenigen Dinge die wichtig für sie sind . Mir geht's zwar mieß aber wenn ich in die Klinik gehen würde,würde das selbe passieren wie bei dir ich hatte ruckzuck ne Betreuerin und das möchte ich nicht. Du hast keine Kontrolle mehr über gar nix und darfst keine Entscheidung treffen. Gut die Alternative ist sich zuhause alleine zu quälen aber dafür Kontrolle zu haben .LG fee PS. Man hat ja auch alternativ ambulante Psychotherapie
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Re: Gesetzliche Betreuung verhindern

Beitragvon Fee23 » Do. 10.03.2016, 13:03

Das ist jetzt nur aus der Sicht wie ich es erlebe als Betreuerin. Ich entscheide ob eine Medikamenten Umstellung statt finden soll weil sie zB schlecht schläft oder wenn sie schmerzen hat wegen ihrem Rheuma ,bin ich in Verbindung mit Ärzten und wir entscheiden zusammen was gut wäre . deswegen bemüht man sich das beste zu machen weil sie eben keine Entscheidung fällen darf . Aber wenn das jemand fremdes macht der dich nicht kennt und keine Ahnung hat was dein Wunsch ist und deine Grenzen nicht respektiert ist das bestimmt schrecklich.
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Re: Gesetzliche Betreuung verhindern

Beitragvon Hannace » Do. 10.03.2016, 13:14

Hallo,
Also grundlegend ist es so dass jeder eine Betreuung für dich anregen kann, z.b. Krankenhäuser, angehörige, jedoch immer eine,Anhörung von dir persönlich beim zuständigem Betreuungsgericht (das ist je mach bundesland unterschiedlich wer da zuständig ist) stattfinden muss damit eine Betreuung eingerichtet werden kann. Dort kannst du deine Wünsche schildern und sagen was du davon hälst. Ohne deine Zustimmung ist es sehr unwahrscheinlich dass eine Betreuung eingerichtet wird. Falls es doch durchgehen sollte musst du innerhalb von 4 Wochen schriftlich widerspruch gegen den Bescheid vom betreuungsgericht der dann kommt einlegen. Falls du dabei Hilfe brauchst wende dich am besten an eine Beratungsstelle, z.b. Den sozialpsychiatrischen dienst in deinem landkreis. Die können dann einen widerspruch mit dir aufsetzen. Hoffe das hilft dir ein bisschen. Liebe Grüße, Hanna
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Re: Gesetzliche Betreuung verhindern

Beitragvon Richi » Do. 10.03.2016, 13:44

Hallo Oakar
Deine Situation scheint wirklich nicht gut zu sein, daß tut mir sehr Leid. Ich hatte noch keinen gesetztlichen Betreuer, doch habe ich mir, als gar nichts mehr ging, eine zeitlich begrenzte ambulante Pflege (für 6 Monate) besorgt. Das ganze nannte sich "Ambulante Psychiatrische Pflege". Es war für mich sehr hilfreich, wenn auch nur zeitlich begrenzt, da es von der Krankenkasse bezahlt wird. Allein die netten Pflegekräfte haben mir sehr gut getan, obwohl ich am Anfang große Probleme, sie in meine Wohnung zu lassen.
Wenn ich mich recht erinnere, dann habe ich auch versucht, beim soziapsychiatrischen Dienst in meiner Stadt Hilfe zu bekommen. In diesem Zusammenhang fallen mir noch die Schlagworte Soziotherapie und GAPSY ein.
Ich habe eine Frage an Dich, und sei mir deswegen nicht böse, denn ich weiß natürlich nicht, wie schlimm Deine Situation wirklich ist. Gibt es denn nur Nachteile durch eine Betreuung? Wenn Du aus dieser Nummer nicht mehr raus kommen würdest, besteht denn nicht die Möglichkeit, sich seber um eine ,wie auch immer aussehende, Betreuung zu kümmern, bevor man irgendjemanden aufs Auge gedrückt bekommt? So könntest Du jedenfalls etwas die Kontolle darüber behalten.
Leider kenne ich mich nicht gut genug damit aus, um Dir zu 100 % die richtige Antwort zu geben.
In meiner Stadt gibt es auch Vereine, wie z.B. die Initiative e.V., die sich um die Unterstützung von kranken Menschen kümmern. Sie kommen regelmäßig vorbei und versuchen einem bei der Bewältigung des Lebens zu helfen. Ich habe es mir angeschaut und es war nicht schlecht, doch hatte ich leider keinen Kostenträger, denn es schien dem Amt, daß es mir noch zu gut gehen würde. Ich habe bekannte, die weden schon einige Jahre dort betreut und sie sind sehr damit zu frieden.
Ich hoffe dennoch, daß ich Dir etwas weiterhefen konnte.
Weiterhin viel Kraft und die notwendige Energie, damit Du diese Krise meistern kannst.
Viel Gräße von Richi
Richi
 

Re: Gesetzliche Betreuung verhindern

Beitragvon Oskar » Fr. 11.03.2016, 14:42

Ich habe leider genau das befürchtet was ihr teilweise über Betreuer erzählt; nämlich Entmündigung durch einen Fremden was nur eine zusätzliche Belastung darstellen würde.
Ich wüsste auch nicht welche Vorteile das für mich haben soll, ich kann meine Belange beim Amt ect. selbst regeln, das ist vielleicht das Einzige was ich noch kann und ausgerechnet das soll mir jetzt abgenommen werden? Damit ich gar nichts mehr selbstständig machen kann?
Es macht einfach keinen Sinn.
Bevor ich einen Betreuer bekomme würde ich die Stadt verlassen und zurück zu meinen Eltern gehen, als letzter Schritt und Bankrotterklärung für den Rest meines Lebens.
Dann müsste ich eben mein Studium endgültig aufgeben um eine Betreuung zu verhindern.
Ich werde nachher noch mal mit meinem Arzt darüber reden, es wird Zeit das ich endlich gesund werde.
3 Jahre im Krankenstand reichen absolut und ich habe meine Lektion fürs Leben gelernt, jetzt ist es allmählich wirklich genug

Edit:
Ich habe soeben mit meinem Arzt gesprochen und ihn ein Stück weit davon überzeugen können das wir das zumindest gemeinsam ausmachen.
Ich glaube das ich schon die Möglichkeit habe diesen Betreuer abzuwehren wenn ich mich jetzt klug anstelle.
Oskar
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Re: Gesetzliche Betreuung verhindern

Beitragvon Michi » Fr. 08.04.2016, 07:00

Ich hoffe das schafft du. Meine Freundin hats damals nicht geschaft weil der gutachter gemeint hat das rine betreuung sinnvoll ist. Dabei ging sogar die überprüfung schief srit 10 jahren wurde es nie überprüft ob diese noch notwendig sei. Mittlerweile hat se die meisten öunkte los aber vertretung gegenüber Behörden hat sie immer noch was eine katastrophe ist da sie immer weiter geschickt wird wenn sie z.b eine frage hat ohne betreuerin geht gar nichts. Ich sag dir nur es ist sehr schwer die wieder los zu werden

Bri der ersten und einzigen überprüfung wurde sie dann auch gefragt ob ich eine betreuung habe, ob ich arbeite etc. Ich werde damit reingezogen und hab nichts damit zu tun
Menschen die andere zum lachen bringen sind die ärmsten Menschen auf der Welt. Sie haben niemanden den sie sich anvertrauen können, die nicht ernst sein können, weil man erwartet das sie immer lustig sind.

Ich bin einer von diesen.
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