Es muss endlich mal raus

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Es muss endlich mal raus

Beitragvon Knm » So. 24.09.2017, 12:35

So Hm.. Ich weiss gar nicht wo ich beginnen soll..Das alles geht mir wieder mal durch den Kopf.. Und da es mir im moment nicht wirklich gut geht.. Hoff ich es bringt ein bisschen 'Erleichterung'..

Eigentlich ist mein Leben noch nie wirklich suuper gelaufen.. Aber das ist ja immer relativ.. Naja, ich hab auch gute Dinge erlebt.. Aber irgendwie, hab ich das gefühl fast nur die schlechten brennen sich ins Gehirn.. Und sind kaum auslöschbar oder austauschbar mit den guten..

Ich hole jetz mal weit aus.. In meiner Kindheit.. Bis ca.
11/12 kann ich mich so ziemlich fast nichts erinneren.. K.A wieso..

Danach fängts halt an.. An was ich mich erinnern kann: Meine Mutter war schon psychisch krank (labil), sie hatte schon ne böse! Kindheit und ich denke ich hab das ganze dazumals auch nicht wirklich alles verstanden, so wie ich es heute 'tue'.. Dazu kam mein Vater war glaub ich einfach auch überfordert mit der gesamten Situation, er hatte wahrscheinlich ( wie fast jeder) auch sein Päckchen zu tragen von früher.. Aber er war immer eher abwesend,selten da, viel am arbeiten.. Und wenn er mal da war, war er schlecht gelaunt und ich hatte eher angst vor ihm als was anderes..

Meine Mutter hatte kaum Selbstvertrauen, fühlte sich natürlich auch schnell als 'Opfer' und so kam es das ich halt eher auf der Seite meiner Mutter stand. Versuchte sie zu verteidigen, weil ich meinen Vater halt als 'bös' ansah. Es 'sog' mich regelrecht auf die Seite meiner Mutter..sie brauchte ja Hilfe ( Mittlerweile hab ich halt auch das Gefühl, dass Sie mich unterbewusst gegen meinen Vater aufbrach..wie gesagt, kühl und abwesend war er schon, aber Sie hatte regelrecht Panik vor ihm..und sprach natürlich auch so über ihn..) und ich wollte ihr helfen. Nur wie, ich war ja selbst noch ein 'kind', hatte meine Probleme.. Aber die sprach ich halt meistens gar nicht an. Meine Mutter war eh zu 'beschäftigt' mit ihren Problemen und mein Vater hatte selten wirklich Zeit..
meiner Dazumals besten Freundin getraute ich mich auch nich anzuvertrauen..

Was sollen die den denken von unserer familie.. Alle anderen die ich so erlebte, hatten es so harmonisch und warm.. Dabei bekamen es meine Nachbars'schulkollegen' immer mit wenn sich meine eltern mal wieder anschreiten..und das war auch ein grund wieso sie mich 'mieden'.

An einen Streit kann ich mich noch sehr gut erinnern, also eigentlich an die Folgen..

Meine Mutter weinte und biss sich vor mir in ihren Arm.. Richtig fest.. Habs heute noch genau vor meinen Augen.. Ich hatte keine Ahnung was ich tun soll.. Naja so zog sich das ganze hin..

Bis meine Mutter wirklich mal den Mut gefasst hatte und sich scheiden lassen wollte.. Und das Taten sie auch.. Da war ich 17, ich und mein Bruder (damals 13) blieben bei meinem Vater... Da meine Mutter finanziell nicht genügend Mittel hatte uns aufzunehmen. ( da es Streit gegeben hätte um uns..und ums Geld und meine mutter eh keine kraft hatte dafür)..

1 jahr später dachte ich wirklich meiner mutter würde es langsam besser gehen.. Sie hatte ihre eigene Wohnung, machte auch mal Dinge die Sie gerne wollte.

Wenn ich erlich bin.. War ich in dieser Zeit nicht mehr oft zuhause.. Machte meine Erfahrungen mit Drogen.. Und lebte mich aus.. ( habe heute ein echt schlechtes gewissen, meinem bruder/mutter und ja manchmal sogar meinem vater gegenüber..Dass ich so in meiner welt war..)

Kurz darauf kam eine Schreckensnachricht, 'meine Mutter hat krebs' und später erfuhren wir dass es 'fast' keine Hoffnung mehr gab.. Und unsere Mutter teilte uns mit, das sie keine chemo machen wird.. ( irgendwie verständlich.. Aber doch hart) das ganze zog sich so circa ein halbes jahr.. Es ging ihr immer schlechter..und irgendwann war es 'soweit'... Ich..ich konnte nicht mal weinen.. Obwohl ich wollte.. Ich wollte ihr doch helfen.. Damit es ihr irgendwann besser geht.. Aber wenn man sich ihre Wohnung anschaute, merkte man, dass es ihr nicht wirklich gut ging.. Daher.. Mein Gedanke' vielleicht besser so' (??? Darf man sowas denken??) vielleicht geht es ihr jetz endlich gut.. Hmm ich find bis heute keine antwort..

Hm und das naja paradoxe.. So zumiendest erscheint es für mich.. Mein Vater scheint sich um 180Grad gedreht zu haben.. Verständnissvoller, intressierter..Nähe und Zuneigung ist zwar immer noch nicht sein Ding, aber er versucht wieder Kontakt aufzubauen.. Er gibt sich Mühe.. Okay schön und gut.. Kanns einfach nicht wirklich annehmen.. So gern ich auch würde.. Wieso konnte es nicht früher schon so sein.. Wie soll ich das alles vergessen..

Es tut mir Leid.. Das war wohl ein bisschen zu ausführlich.. Aber irgendwie musste das mal aus mir raus.. Hab das so gut wie noch niemandem erzählt.. Und eigentlich wünsch ich mir nichts sehnlichster, als Liebe, Geborgenheit und Vertrauen.. Und verstanden zu werden.. Nur leider ist der Zugriff darauf, bei mir 'meistens' gesperrt..

Danke, allen die meinen Text wirklich bis zum Schluss gelesen haben.

Natürlich weiss ich, dass es noch schlimmere Dinge gibt.. Aber mir lässts bis heute irgendwie keine Ruhe..
Und allen denen es ähnlich geht/ging.. Können sich gern auch hier austauschen.. Und vlt tipps weitergeben..?
Knm
 

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